Nachdem die Öffentlichkeit während des Gaza-Krieges mit Meldungen geschockt wurde, dass schaulustige Israelis eine Art Familienausflug mit Chips und Kaffee zur Beobachtung der Bombardierungen des Gaza-Streifens machten und wahllos Zivilisten getötet wurden, berichtet die israelische Zeitung „Haaretz“ über die T-Shirt-Vorliebe israelischer Soldaten.

Auf T-Shirt Nr. 1 ist eine schwangere Palästinenserin im Fadenkreuz eines Gewehres abgebildet. Kommentiert wird es mit 1 shot, 2 kills. Sarkastisch betrachtet könnte man es „zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen“ nennen.

T-Shirt Nr. 2 zeigt die Aufschrift „Better us Durex“ = Nimm lieber Durex-Kondome. Abgebildet ist das Foto eines toten palästinensischen Baby mit seiner weinenden Mutter.

T-Shirt Nr. 3 zeigt einen Soldaten, der eine Moschee in die Luft sprengt mit einer weinenden Palästinenserin vor einem Grabstein. Zur Erinnerung: in die Moscheen haben sich Palästinenser, hauptsächlich Frauen und Kinder geflüchtet, die ihre Wohnungen verloren haben.

Es wurde immer wieder behauptet, dass Palästinenser ihre Kinder als Schutzschilde benutzen. Über die Zusammensetzung der Bevölkerung in Gaza hatten wir in unserem Artikel „Mit Panzern und Bomben gegen die Kinder“ berichtet.

Nun kommt folgende Meldung:
„Unterdessen warf die UN israelischen Soldaten vor, im Gaza-Krieg einen elf Jahre alten Palästinenser als Schutzschild missbraucht zu haben. Dies sei nur eine von zahlreichen Menschenrechtsverletzungen, sagte die UN-Gesandte zum Schutz von Kindern in bewaffneten Konflikten, Radhika Coomaraswamy.“

Die Graffiti-„Kunst“ der Soldaten schien keine Grenzen zu kennen:
„Wir kommen, um euch zu vernichten’, ‚Tod den Arabern !’, ‚Kahane hatte recht’, ‚Keine Toleranz, wir kamen, um zu liquidieren’. Dies ist eine Auswahl der Graffitis, die israelische Soldaten an den Wänden palästinensischer Wohnungen, die sie als Biwaks oder Schießstellungen während der Operation ‚Vergossenes Blei’ im Gazastreifen hinterlassen haben.“

Wie viel Hass hat man in diese Menschen gesät? Wenn man youtube-Videos glauben schenken mag, bringt man israelischen Schulkindern bei: „Nur ein toter Araber ist ein guter Araber.“
Textaufgabe: Du hast zehn Palästinenser. Sechs werden erschossen. Wie viel bleiben übrig?
Wenn man Kinder dermaßen drillt, niemand dagegen wirkt, wundert das Ergebnis nicht. Die Perversion kindlicher Beeinflussung läßt grüßen. Je kleiner, umso härter? Daraus: „Bezug nehmend auf ein Interview mit einem Soldaten, hat diese Botschaft einen doppelten Sinn: „Es ist ein Kind und deswegen hast du mehr Probleme.“