Als die Islamische Republik Iran 1979 gegründet wurde, hat die Allianz der so genannten internationalen Staatengemeinschaft – gemeint ist die inzwischen weltweit völlig isolierte Westliche Welt – alles in ihrer Macht liegende getan, um diesen Keim der Hoffnung für die Entrechteten der Welt zu zerstören. Sie haben aber vorher nie in die Verfassung der Islamischen Republik Iran geschaut, um zu erkennen, welchen Gegner sie da vor sich haben.

Gleich in Artikel zwei heißt es:
Die Islamische Republik ist eine Ordnung, die auf folgenden Glaubensgrundsätzen beruht:
1. Die Einheit [tauhid] Gottes (es gibt keinen Gott außer Gott), Seine alleinige Entscheidungsbefugnis und Gesetzgebung sowie die Notwendigkeit der Ergebenheit in Seinen Willen
2. Die göttliche Offenbarung und ihre grundlegende Bedeutung für das Formulieren von Gesetzen;
3. Die Auferstehung und ihre maßgebende Rolle beim Entwicklungsprozess des Menschen hin zu Gott;
4. Die Gerechtigkeit Gottes in Schöpfung und Gesetzgebung;
5. Imamat und seine ständige, grundlegende und immerwährende Führungsrolle im Fortbestand der Islamischen Revolution;
6. Ehre und Würde des Menschen und seine mit Verantwortung verbundene Freiheit vor Gott.
[Ende des Artikels]

Und in Artikel fünf heißt es:

In der Islamischen Republik Iran steht während der Abwesenheit des verborgenen 12. Imams – möge Gott sein Erscheinen beschleunigen – das Imamat und die Führungsbefugnis [wilayat-e-amr] in den Angelegenheiten der islamischen Gemeinschaft dem gerechten, gottesehrfürchtigen, über die Erfordernisse der Zeit informierten, tapferen, zur Führung befähigten Rechtsgelehrten zu, der die Verantwortungen dieses Amtes gemäß Artikel 107 übernimmt.
[Ende des Artikels]

Allein dieser eine Artikel lässt aufhorchen und Orientalisten, die nicht ausschließlich ihre Zeit damit verbringen, Hass gegen den Islam zu verbreiten, könnten hier einen Artikel historischen Ausmaßes erkennen. Es ist die erste Verfassung eines Gemeinwesens seit über 1400 Jahren, in dem einer der Ahl-ul-Bait offiziell zum Staatsoberhaupt ernannt ist! Nie zuvor nach Imam Ali (a.) bestand diese Situation in irgendeinem Staat der Erde. Zwar gab es die eine oder andere schiitische Bewegung, aber die jeweiligen Oberhäupter waren letztendlich doch mehr an ihrer eigenen Herrschaft und Dynastie interessiert als an dem Erscheinen des Erlösers, dem sie die Macht hätten übergeben müssen. In unserer Zeit aber wurde ein Staat gegründet von dem Volk des Salman-Farsi, dass genau auf jenen Erlöser wartet, und zwar ganz konkret.

Salman al-Farsi bzw. Salman der Perser war einer der bekanntesten und treusten Gefährten des Propheten Muhammad (s.) und gilt als einer der ersten nichtarabischen Muslime. Er gilt als der Verfasser der ersten Übersetzung des Heiligen Qur’an und mit Verweis auf ihn hat der Prophet des Islam einstmals sinngemäß gesagt, dass von seinem Volk die Vorbereitung auf den Erlöser ausgehen wird. Jene durchaus bei allen Muslimen bekannte Überlieferung wurde aber von einigen Muslimen ungern zitiert, weil die Krankheit des unislamischen Nationalismus insbesondere die arabische Welt erfasst hatte, aber nicht nur die.

Wer heute gegen die Islamische Republik Iran zum Krieg aufruft (in welcher Form auch immer), ruft letztendlich zum Krieg gegen den im Islam erwarteten Erlöser auf! Das hat Saddam, aufgehetzt von der gesamten westlichen Welt (außer Genscher-Deutschland), zu spüren bekommen. Obwohl sogar mit Giftgas ausgestattet und hinreichend mit Vetos im UN-Sicherheitsrat versorgt, konnte er seine anfänglichen Überraschungssiege nicht halten und verlor letztendlich nicht nur den Krieg, sondern auch sein Leben. Aber die Zeit war noch lange nicht reif dafür, dass der Irak hätte befreit werden können, denn dazu muss ein nicht unwesentlicher Teil des Volkes selbst die Bereitschaft mitbringen; auch die Opferbereitschaft. Das Volk im Irak erarbeitete sich heutzutage jene Befreiung aber zunehmend.

Neben den Waffengängen gegen die Islamische Republik Iran bestand ein nunmehr fast 30 Jahre andauernder Wirtschaftskrieg. Zudem wurde durch die Propagandamaschinerie der Westlichen Welt geradezu im Wochenrhythmus verbreitet, dass die Islamische Republik Iran wirtschaftlich am Ende sei. Unbeeindruckt haben die Verantwortungsträger im Iran Stück für Stück ihr Land aufgebaut. Aus einem Land mit Slum-Gebieten zur Schah-Zeit haben sie ein aufstrebendes Land gestaltet, dass inzwischen seine eigene Versorgung sicher stellt und Satelliten in den All befördert. Bald wird die völlig Unabhängigkeit in der friedlich genutzten Atomenergie erreicht werden, denn im Gegensatz zu vielen westlichen Ländern verfügt der Iran über Uranabbaugebiete. Und entgegen den Propagandaprognosen der Jubelwestler in europäischen und US-amerikanischen Redaktionen, hat sich die Wirtschaft des Islamischen Republik Iran sehr solide entwickelt; bei allen eigenen Fehlern und Schwächen und bei allen noch zu optimierenden Prozessen.

Derweil aber ist die gesamte westliche Wirtschaft mehr oder weniger zusammengebrochen, ohne dass es die führenden Köpfe der westlichen Welt eingestehen wollen. Der Begriff Raubtierkapitalismus ist dem Begriff Staatskapitalismus gewichen und deutet letztendlich an, dass das ganze System einen gewissen Raubtiercharakter hat. (Hinweis an den Verfassungsschutz: Letzter Satz beinhaltet keinerlei Gewaltaufruf. Ohnehin ist es für einen Einzelmenschen unmöglich auch nur einen Bruchteil der Gewalt anzuwenden, mit welchem die westliche Welt in den letzten Jahren die Welt überzogen hat!).

Wenn man die Geschichte der Islamischen Republik Iran aufrichtig und ohne Vorbehalte aus einem rein historisch-sachlichen Blickwinkel aus betrachtet, muss man zu dem Schluss kommen, dass die Wahrscheinlichkeit selbst Sturm zu ernten, wenn man gegen den Iran Wind sät, extrem groß ist.

Als die USA mit einer Gewaltaktion die in der US-Botschaft festgehaltenen Verbrecher befreien wollte (jene Personen hatten die Verbrechen des Schah bis zuletzt gedeckt und unterstützt und dessen Flucht ermöglicht), stießen ihre Hubschrauber gegeneinander und es endete in einem Fiasko ohne gegnerische Einwirkung. Als US-Kriegsschiffe kuwaitischen Tankern “Geleitschutz“ geben wollten, liefen sie auf eine (wahrscheinlich selbst verlegte) Mine; fortan gaben Kuwaitische Tanker den US-Kriegschiffen Geleitschutz, da letztere hinterherfuhren. Als die USA angeblich einen iranischen Kampfbomber abschießen wollten, schossen sie ein voll besetztes ziviles Passagierflugzeug ab und legten den Charakter ihrer Kriegsführung offen. Als Imam Khomeini zu seinem Schöpfer zurückgekehrt ist, dachten sie, dass der Nachfolger schwach sein würde, aber es stellte sich heraus, dass jener noch viel länger das Ruder durch die stürmische See der Weltpolitik führte. Als man nach und nach den gesamten Iran mit den eigenen Soldaten umzingelt hatte, indem man ein Land nach dem anderen gewaltsam besetzte, war das Ziel, dass sich der Iran bedroht fühlen sollte. Aber in Wirklichkeit sind es die US-Soldaten, die seither nicht mehr ruhig schlafen können. Als man mehrere Sanktionen wegen der friedlichen Nutzung der Atomenergie gegen den Iran verhängt hat, gab es eine Panne nach der anderen in westlichen Atomkraftwerken und inzwischen wird z.B. in Deutschland sogar über eine ernsthafte radiaktiven Gefährdung von Wasservorräten spekuliert.

Und jene Wirtschaft, die seit 30 Jahren tagtäglich am Zusammenbrechen sein soll, erweist sich tatsächlich als robust, während die westliche Zins- und Schuldenwirtschaft in historischen Zeitdimensionen betrachtet gerade wie ein Kartenhaus zusammen fällt.

Man kann es großen oder in Kleinen betrachten. Fast jeder Vorwurf gegen die Islamische Republik Iran war eine Offenlegung der eigenen Fehlentwicklung. Man hat dem Iran vorgeworfen, Frauen zu unterdrücken, aber an iranischen Universitäten gibt es 50 % Ingenieurinnen, in Deutschland keine 20 %.. Man hat dem Iran ein “veraltetes“ Rollenbild in der Familie vorgeworfen. Doch inzwischen sind die westlichen Gesellschaften veraltet, während der Iran eine der jüngsten Bevölkerungen hat. Man hat dem Iran vorgeworfen, das “freie“ Satellitenfernsehen zu behindern, und weiß nicht mehr, wie man die pornographische Abirrung der Gesellschaft rückgängig machen kann. Man hat dem Iran vorgeworfen überhaupt Menschen zu unterdrücken, aber inzwischen betrachtet die gesamte Welt den Westblock als menschenverachtendes Unterdrückungssystem ohne Skrupel und Moral; auch viele Bürger in der Westlichen Welt selbst.

Schaut man sich die weiteren Drohungen der westlichen Welt gegen den Iran an, und zieht in Erwägung, dass auch jene Drohungen auf die Urheber der Drohung zurück fallen könnten, dann müsste es jedem Bürger der Westlichen Welt Angst und Bange werden.

Dennoch gibt es keinen Grund zur Schadenfreude für Muslime angesichts der Weltwirtschaftskrise, denn sie trifft – wie so oft – zunächst die Armen, die Hilfsbedürftigen, und Muslime stehen an deren Seite! Es wird aber Zeit, dass die vernünftigen Menschen der Gesellschaft endlich aufstehen und sich für eine gerechtere Welt einsetzen, eine Welt, in der nicht das Kapital die Interessen formuliert, sondern der Geist Gottes in unseren Herzen. Dass jene Vernünftigen in der Kaste der Politiker und Journalisten äußerst selten anzutreffen sind, dran haben sich die meisten Bürger gewöhnt. Dass aber auch nahezu eine gesamte Schicht von Akademikern sich aus ihrer Verantwortung stehlen, das schmerzt schon sehr: Kaum Wirtschaftsprofessoren, die darauf hinweisen, dass der aktuelle Zusammenbruch Systembedingt ist, kaum Ingenieure, die den Zusammenbruch eines Hochhauses durch Sprengung von einem Zusammenbruch durch Brand unterscheiden können, kaum Flugspezilisten, die auf hunderte Merkwürdigkeiten hinweisen, keine Lebensmitteltechnologen, die dem Lebensmittel eine höherer Bedeutung zumessen als dem Kapital und kaum Menschenrechtler, die endlich aufhören, jedes klitzekleine Land der Erde zu kritisieren, während die größten Verbrecher schadlos wüten können. Auch die Kirchen haben in Deutschland versagt und standen nicht an der Seite der Unterdrückten der Welt sondern zunächst einmal gegen gottesehrfürchtige Muslime. Und alle zusammen standen und stehen gegen die islamische Republik Iran. Aber genau das, steht auch in der Offenbarung, welche die Erlösung einleiten wird – inschaallah.

Möge jeder an das glauben, was er wünscht. Kapitalisten erhoffen sich ihr Heil durch das Kapital, Muslime durch Gott und den durch ihn gesandten Erlöser. Christen und Juden aber müssen sich entscheiden, ob sie lieber an das Kapital oder an die Wahrhaftigkeit, Gerechtigkeit und vor allem die Liebe Gottes glauben wollen. Für das westliche System ist es inzwischen zu spät. Aber jeder Einzelne kann sich noch entscheiden! Die Christen und Juden im Iran haben sich bereits entschieden. Und viele Menschen in der Westlichen Welt könnten viel davon lernen.