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Israel und das traditionelle Handelsvolk der Palästinenser weigern sich beharrlich Probleme zu lösen anstatt sie zu schaffenGrenzen von Israel und Palästina, Gazastreifen:

Also – die Lebensmitteltransporte am Grenzübergang Sufa rollen wieder, der Würgegriff um 1.4 Millionen Menschen ist etwas gelockert und sogar die Fatah hat endlich aufgehört ihre israelischen Waffenbrüder mit Raketen zu beschiessen damit die Irren um den alten Sarkozy-Freund Benjamin Netanjahu im Likud einen Vorwand haben Olmert endgültig zu stürzen und endlich mal wieder richtig Araber umzubringen, weil das bestimmten Leuten einfach Spass macht.

Gut. Darauf kann man aufbauen.

Das eigentliche, das alte, das elementare Problem ist und bleibt aber dass die Palästinser das einzige Küstenvolk am Mittelmeer seit ungefähr 4000 Jahren sind, die keinen Hafen betreiben.
Natürlich hat das damit zu tun, dass die israelischen Kriegsschiffe nach Angaben der israelischen Menschenrechtsorganisation B’Tselem jedes Fischerboot beschiessen, was nur drei nautische Meilen (5.5 Kilometer) hinaus auf´s Meer fährt.

Das Militär in Israel ist nicht dumm. Das ist niemand, der seit Jahren ein ganzes Volk wie Sklaven, wie Vieh einsperrt und ebenso unter aller wohlwollenden Augen der Welt nach Belieben umbringt. Es hält die Palästinenser vom Mittelmeer fern, weil das die Lebensader ist welches dieses Volk braucht und nicht die zu Waffenhändlern und Schurken in arabischen Staaten die sie seit Jahrzehnten als Fronttruppen und Bauern in ihrem Schachspiel benutzen.

Seit dem Jahre 2000 liegt die Baustelle des Hafens von Gaza brach. Warum?
Nun, diesen Lügner Mahmoud Abbas und seine gekaufte Fatah-Bande braucht man nicht zu fragen. Aber warum baut die Hamas – die gewählte Regierung der Palästinenser, das darf man nicht vergessen – nicht diesen Hafen einfach weiter? Warum verlangt sie nicht anstelle der Zerstörung der Atommacht Israel zur Abwechslung mal etwas nicht Irrationales?

Vor allem würde diese Initiative endlich einmal die Augen der Weltöffentlichkeit auf die Heimtücke, auf die Gemeinheit und die grenzenlose Heuchelei der israelischen Machthaber und ihrer Clique im Hintergrund lenken, welche die Palästinenser für ein paar Schekel mehr als Arbeitssklaven mal importiert wie Vieh und dann unter irgendwelchen Vorwänden wieder rausschmeisst. Immobilienspekulanten (besser: Landräuber), die Baumafia, pseudoreligiöse Heuchler und Trickbetrüger, sie machen sogar mit dem Teil der Israelis alles was sie wollen welcher nicht jüdischen Glaubens ist oder nicht als Jude gilt weil er “nur” einen jüdischen Vater hat.

Mit den Palästinensern aber gehen sie um wie der Pharao mit Moses, vielleicht ihr ganz besonderes Vorbild. Gemeint ist jetzt der Pharao.

Nun braucht sich das Meer nicht gleich teilen und Shimon Peres und alle diese Superverräter von der (ex-)Arbeitspartei darin ersaufen. Aber drin fischen sollte man können. Natürlich weiss man in Haifa und Tel Aviv ganz genau, dass die dort bezahlten Wucherpreise in den Hafenanlagen, in den Zulieferbetrieben und den Docks nur der Tatsache geschuldet sind dass es in der Region keine Konkurrenz gibt. Der Gazastreifen wurde im Frieden sofort die israelische Küstenregion wirtschaftlich abhängen und einem traditionellen Handelsvolk die Chance geben die es braucht und auf die es ein Anrecht hat.

Wenn, ja wenn die Hamas nicht zu dumm wäre.

Von den Israelis, die derzeit das politische Geschehen bestimmen, ist nichts zu erwarten. Die wollen einfach Araber töten und dürfen das auch. EU und USA liefern Geld, Waffen, geheimdienstliche Unterstützung und sind wahrscheinlich so verrückt diesen kaputten, gefährlichen Staat auch noch in den “Nordatlantikpakt” NATO, in eine “Mittelmeerunion” oder in ähnliche Organisationen aufzunehmen wo die kriminellen Seilschaften einer seit Jahrzehnten unangetasteten Mafia in Israel sich endlich, endlich unbegrenzt entfalten können jedes einzelne ihrer selbst verursachten Probleme auf ganz Europa abwälzen können. Der Bauchtanz unserer Kanzlerin vor der Israellobby ist da das weltweit gefürchtete Beispiel.

Wenn die Hamas jetzt ausnahmsweise mal gewinnen will, dann schmeisst sie ihre ganzen Milizen raus die nichts als Unfug machen und dumm im Weg rumbomben, hält sich von gesteuerten und unterwanderten Raketenschiessern fern die ihr andauernd in den Ohren liegen, sorgt jetzt endlich für die Freilassung von Gilad Shalit (wer immer den hat) dessen Schicksal dem gleichzeitig nach Gaza, Libanon, Syrien und dem Iran schielendem Militär Israels immer noch als Vorwand dient und kümmert sich einfach mal um die Infrastruktur eines Staates den sie schliesslich mal regieren will. Militärisch ist hier nichts zu gewinnen, für keine der erwähnten Seiten und Parteien.

Aber darum geht es ja manchen gar nicht. Manche sind durch Jahrzehnte Krieg, Blutvergiessen und Beerdigungen so verrückt geworden, dass sie gar nicht mehr ohne können.

Jetzt wird sich zeigen ob die Hamas auch dazu gehört.

(…)

 Quelle

 

Von Uri Avnery

WAS ERREGT die Israelis in dieser Woche am meisten? Was lässt sie auf den Fernsehsesseln kleben? Was lässt sie zu den Kiosken eilen, um Zeitungen zu kaufen?

Das Drama in der Knesset, als es für einen Augenblick so aussah, die Mitglieder würden gegen die Naturgesetze stimmen und sich selbst entlassen? Die Verletzung der Tadiyeh (Waffenruhe) rund um den Gazastreifen, nach der Exekution von Jihad-Militanten in Nablus? Die Friedensverhandlungen mit Syrien? Die Diskussion über den Gefangenenaustausch mit der Hisbollah im Norden und der Hamas im Süden?

Red keinen Unsinn!

Das, was immer wieder stürmische Emotionen auslöste, waren die Fußball-Europameisterschaften, Deutschland gegen Türkei, Spanien gegen Russland.

Was für Spiele! Was für Tore! Wow!!

VERGLICHEN MIT diesen Fußballspielen sind die Spiele auf der politischen Bühne nur eine Nebenvorstellung.

Zum Beispiel: Ehud Olmerts Überlebensspiel.

Seitdem zweifellos feststeht, dass er korrupt ist, hat seine Regierung den wichtigsten Aktivposten einer Regierung in einer demokratischen Gesellschaft verloren: das Vertrauen.

Keiner glaubt dieser Regierung noch ein einziges Wort. Alle ihre Entscheidungen sind a priori verdächtig – dass sie nicht um ihrer selbst willen getroffen werden, sondern nur als Mittel dazu dienen, noch einen Monat, noch eine Woche, noch einen Tag des Überlebens zu retten. Dies ist eine Regierung, die nicht regieren kann.

Dies erinnert mich an eine Szene in einem alten Film, der sich auf Jules Vernes Novelle gründete “In 80 Tagen um die Erde”. Um eine Wette zu gewinnen, muss der Held den amerikanischen Kontinent mit größter Geschwindigkeit mit der Bahn überqueren. Als die Kohle der Lokomotive zu Ende war, demolierte er einen Wagen nach dem anderen und warf ihre hölzernen Wände und Sitzbänke ins Feuer. Danach begann er die Lokomotive selbst auseinander zu nehmen, bis nichts mehr übrig blieb außer der Maschine, dem Heizkessel und den Rädern.

Die Regierung Israels gleicht diesem Zug. Um zu überleben, opfert sie alle ihre Aktivposten.

Ehud Barak hat ein Ultimatum gestellt: wenn Olmert nicht abgesetzt wird, dann würde er, Barak, die Koalition auflösen. Aber als sich der Zeitpunkt näherte, war ihm klar, Olmert würde ihn mit sich in den schrecklichen Abgrund, Wahlen genannt, ziehen. Nach allen Umfragen würden Neuwahlen den Likud an die Macht bringen. Die beiden Ehuds schauen verzweifelt nach einem Ausweg. Jetzt stehen sie wie zwei erschöpfte Boxer da und liegen sich in den Armen, um nicht umzukippen.

Olmert hat im Augenblick überlebt. Die Vorwahlen für die Kadima-Partei – einer fiktiven Partei – werden erst im September stattfinden. Ihre Lage ähnelt der ihres Gründers Ariel Sharon, der mit künstlicher Beatmung am Leben erhalten wird, ohne sich rühren zu können.

Bis wann? Bis September? Oder Mai 2009? November 2010? Keiner weiß es. Aber eines ist sicher: dies ist eine Regierung, die nicht mehr fähig ist zu handeln.

BEISPIEL NUMMER 1: die Tahdiyeh.

Die Armee wollte eine Waffenruhe, weil sie keine entsprechenden Mittel hat, das Abfeuern von Raketen aus dem Gazastreifen zu verhindern. Das Letzte, was sie sich wünscht, ist die Wiederbesetzung des Gazastreifens – eine teure, gefährliche und hoffnungslose Operation.

Sie wollte die Waffenpause und wollte sie nicht. Logisch gesehen, wollte sie diese, emotional gesehen wollte sie diese nicht.

Letzte Woche schrieb ich hier, es würde leicht sein, der Waffenpause ein Ende zu setzen: “Die Armee wird ein Dutzend Jihad-Militante in der Westbank töten. Als Reaktion darauf wird die Organisation eine Salve Qassams nach Sderot abfeuern. Die Armee wird verkündigen, dies sei eine Verletzung der Waffenruhe, und sie wird mit einem Überfall in den Gazastreifen antworten …”. Aber nicht einmal ich hatte erwartet, dies würde schon so bald geschehen. Aber genau das geschah tatsächlich: Die Armee exekutierte zwei islamische Jihad-Militante in der Westbank. Der islamische Jihad reagierte mit dem Abschießen von Qassams aus dem Gazastreifen, die Armee erneuerte die Blockade.

Beschloss jemand diese Provokation? Olmert? Barak? Der Generalstabschef? Der Divisionskommandeur? Keiner sagt etwas. Nur eines ist sicher: Es gibt keine nennenswerte Regierung.

BEISPIEL NUMMER 2: Der Gefangenenaustausch.

Der deutsche Vermittler hat schließlich und endlich ein Abkommen für den Austausch unserer beiden in den Händen der Hisbollah befindlichen Gefangenen gegen ein paar libanesische Gefangene erreicht. Man vermutet allerdings, dass die beiden bei ihrer Gefangennahme tödlich verwundet wurden und längst gestorben sind. Aber es gibt dafür keine Bestätigung: die Hisbollah schweigt dazu.

Nach der jüdischen Religion ist die “Erlösung der Gefangenen” eine heilige Pflicht. Wenn im Mittelalter ein Jude aus London in die Hände türkischer Piraten geraten war, waren die Juden Istanbuls auf Grund ihrer Religion verpflichtet, Lösegeld für ihn zu zahlen. In der israelischen Armee gehört die Befreiung von Gefangenen zu den höchsten Werten. So wie man keinen verletzten Soldaten auf dem Schlachtfeld liegen lässt, lässt man keinen Gefangenen in der Hand des Feindes. Mehr als einmal wurden Hunderte palästinensischer Gefangenen gegen einen einzigen Israeli ausgetauscht.

Der 2. Libanonkrieg wurde (wenigstens offiziell) mit dem Ziel begonnen, diese beiden Gefangenen ohne einen Austausch zu befreien. Für dieses Ziel wurde das Leben von 150 israelischen Soldaten und Zivilisten und von mehr als eintausend libanesischen Kämpfern und Zivilisten geopfert. Ohne Erfolg. Wenn es so ist, wie kann jemand gegen die Freilassung von fünf libanesischen Gefangenen sein?

Das Problem ist mit einem Mythos verbunden. Einer der fünf, die frei gelassen werden sollen, ist Samir Kuntar, der mit seinen Kameraden für einen besonders brutalen Angriff in Israel verantwortlich war. Der “Mörder Kuntar” (wie er in unsern Medien immer genannt wird), ist ins nationale Gedächtnis als Monster eingegangen, der die Haran-Familie auf besonders hässliche Weise ermordet hat. Im Libanon wird er natürlich als Nationalheld betrachtet, der mitten im Feindesland eine kühne Heldentat ausgeführt hat.

“Erlösung der Gefangenen” auf der einen Seite, die Weigerung, ein “Monster” frei zu lassen, auf der anderen Seite. Einer muss entscheiden. Olmert entschied. Am nächsten Tag nahm er die Entscheidung zurück. Zwei Tage später nahm er auch diese Entscheidung wieder zurück. Alles aus sehr einfachen Kalkulationen: was hilft ihm, zu bleiben? Was wäre populärer?

Dasselbe gilt für den Soldaten Gilad Shalit, den Gefangenen der Hamas im Gazastreifen. Wenigstens wissen wir, dass er am Leben ist. Die Hamas erlaubt ihm, von Zeit zu Zeit eine Botschaft zu senden.

Hier ist das Problem mit einem anderen Mythos verbunden: “Blut an ihren Händen” – und zwar nicht irgendwelches Blut, sondern “jüdisches Blut”, wie die Schwätzer betonen. Die Hamas verlangt die Freilassung von Hunderten ihrer Kämpfer, die an Angriffen teilgenommen haben. Nun gibt es wieder ein Dilemma: “Erlösung von Gefangenen” gegen “jüdisches Blut”.

Die ganze Sache ist lächerlich. In einem Krieg wird Blut vergossen. Wir alle haben “Blut an unsern Händen”, ich auch. Und ganz sicher Ehud Barak.

“Tod und Leben stehen in der Zunge Gewalt “, erinnert uns die Bibel (Sprüche, 18,21), und das schließt das geschriebene – nicht nur gesprochene – Wort mit ein. Sage “gefangener Soldat” anstelle von “gekidnappter Soldat”, “palästinensischer Kriegsgefangener” anstelle von “palästinensischem Verbrecher”, “feindliche Kämpfer” anstelle von “Mördern mit Blut an ihren Händen”, und alles sieht einfacher aus. Aber die lautstarken Medien, die ständig nach höheren Zuschauerraten ausschauen, gießen mit ihrer Wortwahl Öl ins Feuer.

Also Olmert ist nicht in der Lage, zu entscheiden. Was ist populärer? Einen Soldaten frei zu lassen, der seit zwei ganzen Jahren in einem dunklen Keller festgehalten wird und dessen Leben in Gefahr ist, oder die Weigerung, “Mörder” frei zu lassen, die “Blut an ihren Händen” haben. Geheime Meinungsumfragen werden regelmäßig konsultiert – und es wird keine Entscheidung getroffen.

BEISPIEL NUMMER 3: Syrien

Es scheint Verhandlungen zu geben. Sie scheinen mit einander über Frieden zu sprechen. Die Türken laden Unterhändler aus Israel und Syrien in ein Hotel ein und werden zwischen den Räumen zu “indirekten” Verhandlungen hin und her pendeln.

Dies ist Theater. Sie trinken Wein aus leeren Pokalen. Keiner glaubt ernsthaft an einen Frieden, der notwendigerweise die Auflösung der israelischen Siedlungen auf dem Golan zur Folge haben müsste. In der Zwischenzeit wachsen die Siedlungen.

Allein der Gedanke, Olmert habe die moralische und politische Kraft, diese Siedlungen aufzulösen, ist lächerlich. Nicht einmal er selbst würde davon träumen. Tatsächlich gibt er sich nicht die geringste Mühe, die öffentliche Meinung für diese Möglichkeit vorzubereiten. Bestenfalls wäre dies nur nach entschlossenen und kontinuierlichen Bemühungen möglich, die sicher von einem großen öffentlichen Sturm begleitet werden würden.

Warum dann die Vorstellung? Jeder hat seine eigenen Gründe:

  • Bashar al-Assad nützt es mit viel Talent aus, um von der “Achse des Bösen” weg zu kommen, um einen amerikanischen Militärangriff auf sein Land zu verhindern (was jetzt schon äußerst unwahrscheinlich ist) und um die Fesseln der Isolierung zu brechen.
  • Die türkische Regierung, von internen Feinden bedroht – von der Armee und den Gerichtshöfen, – erwirbt Prestige und fördert ihr Hauptziel, sich der EU anzuschließen.
  • Sogar der agile Nicola Sarkozy wittert eine Gelegenheit. Nachdem er, von seiner phantastischen Frau begleitet, auf eine Schmeicheltour hierher kam (seine Kritik an den Siedlungen war von den Medien fast ignoriert worden), möchte er nun Olmert und Assad in Paris als Gäste für eine große Schau am selben Tisch (ohne Händeschütteln). Wer kann dies einer Person verweigern, die dabei ist, die im Turnus wechselnde Präsidentschaft der EU zu übernehmen und die hofft, Napoleon IV. zu werden?
  • Aber Olmert ist derjenige, der am meisten profitiert. In dieser Woche wetterte er vom Knesset-Rednerpult gegen die Likudmitglieder, die ihn mit höhnischen Buhrufen überschütteten: “Ihr wollt ja gar keinen Frieden!”

Da ist er also: nicht Olmert, der Korrupte, nicht Olmert, der Versager, sondern Olmert, der Tapfere, der sich selbst auf dem Altar des Friedens opfert, der jeden Augenblick den Traum von Generationen verwirklichen kann, wenn ihm nur ermöglicht wird, an der Macht zu bleiben.

BEISPIEL NUMMER 4: Palästina

All das, was oben gesagt wurde, trifft auch auf die Beziehungen mit Palästina zu. Sie treffen sich. Sie umarmen sich. Sie tauschen Versprechen aus. Da gibt es eine Menge Vermittler, die alle etwas für sich selbst gewinnen wollen.

In dieser Woche wurde eine besonders widerliche Vorstellung in Berlin unter der Schirmherrschaft von Angela Merkel abgehalten, die uns vor kurzem auch mit einer Pilgerreise der Huldigung geehrt hat. Es war eine Konferenz “für die Palästinenser”. Worüber wurde nicht gesprochen: über die Besatzung; über die Siedlungen; über die Mauer; über die Tausende von Gefangenen in unsern Händen; und auch nicht über die anhaltende ethnische Säuberung Jerusalems.

Worüber wurde gesprochen? Über das Training der palästinensischen Polizei, die die Sicherheit der Besatzung sicher stellen soll. Über den Bau von palästinensischen Gefängnissen, um Hamasmitglieder einzusperren. Die Hauptsache ist Gesetz und Ordnung – Gesetz und Ordnung der Besatzung.

Und wer waren dort die Stars? Der unvermeidbare Tony Blair. Die tragikomische Condoleeza Rice. Und natürlich Zipi Livni (die genau an diesem Tag verlangte, die israelische Armee müsse in den Gazastreifen eindringen). Aber alle handeln für den Frieden.

Es war einmal eine Zeit, in der die Israelis von beidem sehr eingenommen waren, vom Fußballspiel und vom politischen Spiel. Es gab ein tiefes emotionales Engagement für beides. Nun bleibt nur noch der Fußball, ein Spiel mit transparenten Regeln. Man sieht, was vorhanden ist. Man kann es ohne Empörung ansehen, während die Politik allgemeine Verachtung und Ekel hervorruft.

Das ist der Preis, den wir für Olmerts politisches Überleben zahlen müssen.

Im laufenden Monat Juni sind bisher 24 Patienten im Gaza-Streifen infolge fehlender medizinischer Behandlung und fehlender Ausreisegenehmigungen verstorben, das erklärte die „Europäische Kampagne zur Aufhebung der Blockade“. Seit der israelischen Blockade des Gaza-Streifens im Juni 2007 verstarben bis heute 195 Personen, während weitere 1.500 schwer erkrankte Patienten auf medizinische Behandlung warten.

Allein in April und Mai sind insgesamt 52 Patienten verstorben, darunter 11 Säuglinge und Kleinkinder, teilte die Kampagne weiter mit.

 

Ein Imperium ist, im Grunde genommen, ein Unternehmen, welches Schutz bietet. Die Leute in Amerika haben applaudiert, als die Sowjetunion damals zusammengebrochen ist und auch als China den Weg in den Kapitalismus eingeschlagen hat… aber es hat sie letzten Endes selbst aus dem Geschäft befördert. Es gab nichts, vor dem man jetzt noch Schutz anbieten konnte.
Das Klügste, was die Vereinigten Staaten hätten tun können, als der erste und einzige große Feind unterging, wäre gewesen, den Verteidigungshaushalt zu reduzieren… das Geld in die Infrastruktur und die Kapitalsteigerung zu stecken, so dass die Amerikaner mit besseren Bedingungen mit den fortschrittlicher werdenden Ökonomien ihrer einstigen Feinde in den Wettbewerb treten könnten.

Es war ganz offensichtlich, dass mit Milliarden von Menschen, die zum ersten Mal in die moderne Wirtschaft eintreten, für die Welt eine neue und wettbewerbsstärkere Phase beginnen würde… und dass ohne große Kapitalanlagen, die Stundenlöhne für die weniger gut ausgebildeten Arbeitskräfte zum Niedergang bestimmt waren.

Aber was wäre das für eine Welt, in der sich die Leute immer klug verhalten? Stattdessen hat man in den Vereinigten Staaten eine große Party gefeiert. Die Amerikaner sind auf Einkaufstouren gegangen, haben Geld geliehen und angefangen, weichere Köpfe zu bekommen.

Die Colleges lehrten ihre Studenten nicht mehr das Ingenieurswesen, sondern ließen sie über Geschlechtsrollen und rassistische Ungerechtigkeit nachdenken. Die führenden Gewinnmacher sattelten derweil zwischen Detroit und der Wall Street von der Produktion auf die Finanzierungen um… davon, etwas herzustellen, dahin, etwas zu finanzieren…. Neue Regulierungen führten zu höheren Betriebskosten… und zu mehr Rechtsanwälten und Verzögerungen. Und die Lobbyisten erhielten Milliarden als besondere Gefälligkeiten.

Kein Lobbyist war so erfolgreich damit, die öffentlichen Quellen auszuquetschen, wie die, die für das Verteidigungsministerium arbeiten. Die Leute fingen an zu glauben, was sie glauben mussten, als sie es glauben mussten. Die Vereinigten Staaten sind eine Imperialmacht, mit nur einem führenden Industriezweig: der Verteidigung. Aber ohne einen Feind, der wirklich in der Lage wäre, dem Land einen echten Schaden zuzufügen, musste sich die Verteidigungsindustrie erst einen neuen Feind erfinden:

Den Terrorismus… und die Leute mussten daran glauben.

Normalerweise wollen sich Leser über diesen Punkt streiten: „Wie sieht es denn mit dem 11. September aus?“, fragen sie.

Terroristen stellen natürlich immer eine Gefahr für die Individuen dar. Und wenn sie waghalsig und entschlossen genug sind, dann stellen sie für viele Individuen eine Gefahr dar. Aber sie stellen keine wahre Gefahr für den Staat dar… und auch nicht für das Pentagon. Man könnte all die Terroristen der gesamten Welt geschlossen in eine einzige Armee stecken… sie hätten immer noch keinerlei Chance, die Vereinigten Staaten von Amerika zu besiegen.

Normalerweise ist es die Polizei, die damit beauftragt wird, die Bürger zu schützen. Die Bullen bekämpfen das Verbrechen und die Kriminellen… sogar Gangs von Kriminellen. Terroristen in den Vereinigten Staaten sind, soweit ich sagen kann, quasi nicht existent. Sie scheinen nicht in der Lage, die Parkuhren aufzubrechen, ganz zu schweigen davon, dass sie die amerikanische Armee herausfordern könnten. Es muss 10.000 bezahlte Polizisten für jeden von ihnen geben. Warum setzt man das Pentagon auf sie an?

Wie schon öfters auf diesen Seiten erwähnt, fügen die Verantwortlichen immer noch mehr zu den offiziellen staatlichen Schulden hinzu, und das mit 1,5 Milliarden Dollar am Tag. Doch weder die Demokraten noch die Republikaner wagen es, den jüngsten Prassereien des Pentagons von 600 Milliarden in Angriff zu nehmen. Niemand will das Pentagon überprüfen. Niemand will sich ihm widersetzen.

Das Pentagon selbst ist eine Blase.

Der Durchschnittsbürger ist kein Genie. Und die Hälfte der Bevölkerung ist noch dümmer. Er antwortet auf öffentlichen Themen instinktiv. Er wird seine Freizeit nicht damit verbringen, darüber nachzudenken, wie der Komplex der Militärindustrie funktioniert. Stattdessen wird er sich hinter den Mann mit der schicken Uniform stellen. Er wird die führende amerikanische Industrie unterstützen… bis sie ihn ruiniert.

Ja, liebe Leser… jedes Imperium ist eine Art Blase der Macht… eine außergewöhnliche, zeitweilige Sache.

Und wie jede Blase, enden auch die Imperien mit dem Konkurs… der Blamage… und dem Vorführen der Täter.

Quelle

Wer Dollar behält, kann sie ebenso gut wegwerfen – er erspart sich die Mühe sie aufzuheben. Jetzt hat er wohl verstanden, wie es um die USA, um die FED und überhaupt um ihr liebes Papiergeld steht. Och, Bennie, nu weine mal nicht. Einstweilen heizt ihm Trichet ordentlich ein – dem armen, armen Bennie. Vorab aber, im März standen die USA bei einer Verschuldung von 53 trillion Dollars – auf Deutsch, bei 53 Billionen Dollar Schulden, zu denen sich die Zahlungsverpflichtungen aus Renten und Krankenversicherungen addieren … mit weiteren 60 Billionen. …. WEITERLESEN.

Kanzlerin Merkel, vormals gegen Schröder für Bush, sucht neuerdings die Mitte zwischen den Abtretern Bush und Putin. Busenfreund Dalai Lama wird leise zur Ordnung gerufen. Man weiß nicht, sind die 140 toten Aufstands-Tibeter Täter oder Opfer. Die 4.000 toten US-Soldaten im Irak dagegen sind sicher Opfer und die 500.000 bis eine Million getöteten Iraker Täter. 

In Afghanistan sind wir hingegen alle gemeinsam NATO-Opfer und zählen jeden Abend die von uns erlegten Taliban-Täter wie einst unsere siegreiche Wehrmacht die liquidierten Partisanen im Osten und auf dem wilden Balkan. Ordnung muß sein bei den Freiheitskämpfen…….WEITERLESEN.

Die USA heben Handelsbeschränkungen gegen Nordkorea auf und werden das Regime in Pjöngjang binnen 45 Tagen aus der Liste der Terrorstaaten streichen. Das kündigte US-Präsident George W. Bush am Donnerstag in Washington an. In der US-Politik ist das ein Kurswechsel. Bush hatte Nordkorea noch vor wenigen Jahren als Teil der “Achse des Bösen” bezeichnet, zu der er noch den Irak und den Iran rechnete.

Am Mittwoch nun hat Nordkorea aber der chinesischen Regierung einen umfangreichen Bericht über sein Atomprogramm übergeben. China ist faktisch Vorsitzender der Sechs-Staaten-Konferenz, die sich um die atomare Abrüstung Nordkoreas bemüht.

Das “Feindstaatenhandelsgesetz” der USA wird daraufhin künftig nicht mehr auf Nordkorea angewendet. Damit können US-Firmen und Banken künftig in Nordkorea aktiv werden. Das Gesetz von 1917 ermächtigt den Präsidenten, zu Kriegszeiten Handels- und Finanzbeziehungen mit Feindstaaten zu untersagen. Es richtet sich auch gegen Firmen aus Drittstaaten, die sowohl in den USA als auch in sogenannten Feindstaaten tätig sind: Ihnen kann die Aktivität in den USA faktisch untersagt werden. Nordkorea fiel 1950 unter diese Regelung, die aktuell nur mehr Kuba betrifft.

Zu den Schurkenstaaten zählten die USA Nordkorea seit 1988, weil es Terroristen und Rebellen auf den Philippinen unterstützt haben soll. Staaten auf dieser Liste sind von günstigen Weltbank-Krediten und der Zusammenarbeit mit anderen internationalen Geldinstituten ausgeschlossen.

Die Aufhebung dieser Sanktionen hatte Nordkorea als Preis für die Offenlegung seines Atomprogramms verlangt. Die am Donnerstag in Peking übergebene Liste enthält jedoch vereinbarungsgemäß keine Daten über nordkoreanische Nuklearwaffen. Darüber soll in der nächsten Phase der Sechs-Staaten-Konferenz befunden werden. Der Runde gehören beide koreanische Staaten, die USA, China, Russland und Japan an.

Kühlturm soll heute fallen

Nordkorea hat zugesagt, den Atomreaktor in Yongbyon stillzulegen. Der Kühlturm der Anlage, in der angeblich waffenfähiges Plutonium erzeugt wurde, soll am heutigen Freitag gesprengt werden. Dazu wurden erstmals westliche Medienvertreter zugelassen, wie es aus Tokio und Seoul heißt. Beobachter werten dies als Hinweis auf den Spielraum, den internationale Beobachter bei der Verifizierung der jüngsten Einigung haben könnten. Einen Verzicht auf seine 2006 erstmals getestete Atombewaffnung hat Nordkorea nicht zugesagt.

Das Regime bleibt bei seiner kritischen Haltung zu den USA und Japan. In Kommentaren zum 58. Jahrestag des Koreakriegs nannten nordkoreanische Kommentare Japan einen Kriegsverbrecherstaat und bezichtigten die USA wilder Aggressionpläne.

Eisschollen in Bewegung

An der letzten Front des ersten Kalten Kriegs geraten die Eisschollen in Bewegung. Nordkorea liefert den überfälligen Bericht über sein Atomprogramm ab, und die USA beschließen, nach 58 Jahren die Handelsbeziehungen des Nord-Regimes nicht weiter einzufrieren. Von tief unter null steigt das politische Thermometer in die Größenordnung von minus zehn. Bis zum Tauwetter, will das heißen, ist es noch weit.

Der nächste dicke Brocken ist Nordkoreas Atomwaffenbestand. Einschlägige Fragen ehrlich zu beantworten, wird dem Regime schwerer fallen als der Abbau des Yongbyon-Reaktors, selbst in dem unwahrscheinlichen Fall einer heftigen Liebesaffäre mit den USA. Wenn man schon befreundet ist, soll der Außenminister einem US-Unterhändler anvertraut haben, dann kommt’s auf ein paar Atomwaffen im Silo gar nicht mehr an. Südkorea sieht das selbstverständlich anders. Und wenn die Nord-Presse gerade heute zum Jahrestag des Kriegs von 1950 das Süd-Volk zur Befreiung vom imperialistischen Joch aufruft, bekommt nicht nur Gänsehaut, wer sich den Kalten Krieg partout nicht abgewöhnen will.

Die Süd-Konzerne, aus deren Chefetagen der heutige Präsident stammt, hören einen anderen Akkord im Pekinger Sechs-Mächte-Konzert. Da klingt es nach Geld. Da das US- “Feindstaatengesetz” nicht mehr gilt, sind so viele Geschäfte möglich, wie die Nord-Regierer erlauben. Natürlich wollen Japaner und Amerikaner auch verdienen. Dieses Interesse mag US-Kreise auch bewegen, dem Präsidenten zum Entgegenkommen zu raten. Aber unauffällig bitte; es ist Wahljahr. Und es gibt die schrecklichen Vereinfacher, die National-Demagogen.

Quelle: Frankfurter Rundschau

Der Hamas-Sprecher Sami Abu Zuhri kritisierte heute das Abfeuern von zwei Raketen auf israelisches Territorium aus dem Westjordanland. Zu dem Raketenabschuss auf unbewohntes Gebiet in Israel hatte sich der bewaffnete Arm der Fatah-Bewegung des palästinensischen “Präsidenten” Mahmud Abbas, die sogenannten Al-Aksa-Brigaden bekannt. Die Hamas verlautbarte in ihrer Stellungnahme dass diese Raketenangriffe nichts und niemandem ausser der Besatzung durch Israel nützen würden, indem sie dieser noch ein Alibi verschafften……..WEITERLESEN.

Antisemitismus ist eine spezifische Form des Rassismus, der sich gegen Juden richtet. Selbst wenn der Begriff “Antisemitismus“ missverständlich erscheint, so ist zumindest klar, was damit gemeint ist. Gefährlich aber ist der Begriff heute vor allem deshalb, weil manch schlimme Antisemiten als Judenfreunde auftreten und gleichzeitig viele Antirassisten diffamieren.

Es ist mühselig darauf einzugehen, dass der Begriff “Antisemitismus“ vom Wortlaut her eine Gegnerschaft zu “Semiten“ beinhaltet und daher offenbar auch gegen Araber, die ja bekanntlich auch von Abraham und damit von Sem abstammen und also Semiten sind. Tatsache ist, dass jener Begriff heutzutage im deutschsprachigen Raum für Judenhasser bzw. Judenfeindlichkeit verwendet wird. Gemeint ist damit nicht jemand, der einen speziellen Juden hasst, weil er berechtigte oder unberechtigte Gründe dafür hat, sondern dass man Juden im allgemeinen hast, weil sie Juden sind, undifferenziert, ohne Unterscheidung der Einzelperson, einfach nur, weil sie Juden sind.

Jener Judenhass kann sich in unterschiedlichsten Formen ausdrücken bzw. im Verborgenen gären. So werden “den“ Juden z.B. Eigenschaften zugeschrieben, wie den Wunsch die Welt zu beherrschen, Nichtjuden (die Gojim) als “Untermenschen“ anzusehen usw. usf.. Spätestens hier müssten Muslime aufwachen und merken, dass manche Vorwürfe gegen Juden offenbar eins zu eins auch auf Muslime übertragen werden können und übertragen werden, so dass die Frage im Raum stehen muss, wer sich solche Vorwürfe ausdenkt! So gekürzt und vereinfacht die obige Schilderung auch sein mag, wird sie doch die Zustimmung derjenigen finden, die sich gegen Antisemitismus engagieren.

In dem Moment aber, in dem man versucht die oben erwähnten Aspekte genauer zu betrachten, fällt auf, dass es einige “Ungereimtheiten“ gibt, an denen weder Juden, noch “typische“ Antisemiten allein schuld sind. Denn wenn man “Juden“ etwas vorwirft, wie man es z.B. auch gegenüber Muslimen tut, dann müsste zunächst einmal klar sein, wer “Jude“ ist. Beim Muslim ist das Vorwurfsziel klar definiert: Muslim ist jener, der sich zum Islam bekennt (mehr oder weniger). Jemand, der als Muslim geboren ist, sich dann aber dem Christentum, Buddhismus oder gar Atheismus zugewandt hat, würde nicht in das Schema passen und somit auch nicht Ziel der Anfeindung gegen Muslime sein können. Der “Antimuslim“ richtet sich gegen den, der sich zum Islam bekennt. Das kann ein Deutscher, ein Araber, ein Iraner, ein Türke, ein Inuit oder ein Japaner sein. Die Gegnerschaft richtete sich somit gegen eine Ideologie oder Religion, nicht aber gegen eine Rasse oder Ethnie. Letzte Anmerkung gilt für diejenigen, denen es in ihren Köpfen immer noch gelingt die Menschen in Rassen oder Ethnien aufzuspalten.

Gegen wen richtete sich aber der “Antisemit“? Schaut man in die Zeit der Nazis und die zu jener Zeit verabschiedeten, in Kraft getretenen und praktizierten Gesetze als unbestreitbaren Beweis für Antisemitismus, so richtete sich der Antisemitismus der Nazis gegen die “Rasse“ Juden! Es spielte überhaupt keine Rolle, an wen oder was jener Jude glaubte. Der Antisemitismus richtete sich gegen das jüdische “Blut“ und nicht gegen eine Ideologie! Und das Ergebnis jenes unbestreitbaren Rassismus ist bekannt. Selbst diejenigen, die am Ausmaß des grauenvollen Unheils gegenüber Juden durch das Hitler-Regime Zweifel anmelden wollen, es aber aufgrund der deutschen Gesetzgebung öffentlich nicht tun, werden nicht in der Lage sein, die Existenz der Nürnberger Rassengesetze zu leugnen! Der Antisemitismus der Nazis war ein perfider und brutaler Rassismus gegen Juden! Insofern überrascht es nicht, wenn heutige Nazis zwar “ideologisch“ zuweilen mit antisemitisch scheinenden Muslimen zu paktieren suchen, um ihren antisemitischen Hass auszuleben, aber jene Muslime, die mit Nazis paktieren, merken nicht, wie sich jener Rassismus auch gegen alle anderen “Ausländer“ richtet und somit auch gegen Muslime! Letztendlich sind Nazis aber doch nur eine Randerscheinung der Gesellschaft.

Wer gegen Juden ist, weil sie an das Judentum glauben, ist ein Gegner einer Religion. Wer aber gegen Juden ist, weil sie jüdischer Herkunft sind, der ist ein Rassist! So weit lässt sich sicherlich ein weitgreifender Konsens in der Definitionsfrage finden.

Interessanterweise aber gibt es heutzutage keine einzige ernst zu nehmende Bewegung in der Welt, die gegen Juden ist, weil sie jüdischer Herkunft wären (einmal abgesehen von unverbesserlichen Nazis)! Und noch weniger findet sich irgendeine Bewegung, die gegen die Religion des Judentums ist. Dennoch wird überall das Schreckgespenst des “Antisemiten“ groß geschrieen? Woran liegt das?

Jene angeblichen Antisemiten, die es doch geben soll, zeichnen sich demnach nicht allein dadurch aus, dass sie gegen “Juden“ sind, weil jene der jüdischen Religion angehören. Oder wo gibt es irgendeine Bewegung, die sich gegen z.B. koschere Speisen engagiert? Tierschützer, die gegen das Schächten sind, richten sich gleichermaßen gegen Juden und Muslime und können daher kaum als Antisemiten bezeichnet werden. Wer ist gegen jüdische Feiertage? Wer versucht die jüdischen Moral- und Sittenregeln zu bekämpfen? Wo gibt es jemanden, der gegen das jüdische Eherecht eintritt oder gar zur Änderung der unmenschlich anmutenden Passagen der Thora aufruft? Immerhin gibt es derartige Bestrebungen ja hinreichend gegen den Islam und die Muslime! Wo aber gibt es noch “Judaismus-Experten“, die in ähnlicher Form gegen das Judentum hetzen, wie es heutzutage gegen den Islam durch “Islamexperten“ zur Mode geworden ist?

Aber auch den rassistischen Ansatz der Antisemiten gibt es kaum mehr! Wer fragt denn heute noch danach, welcher Religion oder “Rasse“ die Großeltern angehörten? Und wer richtet sich gegen einen Menschen, weil seine Großeltern Juden waren?

Gott sei Dank, all das gibt es heute nicht mehr! Es gibt den Antisemitismus in seiner klassischen Form faktisch nicht mehr, weder gegen gläubige Juden, noch gegen “ethnische“ Juden! Einzelne versprengte Unbelehrbare können das Gesamtbild nicht trüben!

Ein Antisemitismus ohne Antisemiten ist aber nicht vorstellbar! Und da der Antisemitismus eines der Gründe dafür ist, die auf Gewalt aufgebaute Existenz Israels zu rechtfertigen, muss es per Definition auch Antisemiten geben. Da es die klassische Form nicht mehr gibt, wird eine neue Form festgelegt. Die neue Definition besagt, dass Antizionisten die neuen Antisemiten seien! Diesen Mythos verbreiten Hofjournalisten wie auch Politiker tagtäglich. Selbst im Verfassungsschutzbericht steht diese unwahre Aussage von Jahr zu Jahr immer wieder! Solch eine Behauptung ist aber allein schon deshalb erstaunlich, da sich der Antizionismus gegen eine Ideologie richtet, und die Gegnerschaft zu einer Ideologie ja wohl kaum mit Rassismus verglichen werden kann.

Der Antizionismus richtete sich gegen die Ideologie, die dem Staat Israel zugrunde liegt. Nach jener Ideologie ist es u.a. möglich, dass sich eine Gruppe von Menschen einer bestimmten Ideologie zusammenschließt und auf einem Gebiet, auf dem vormals Hunderttausende anderer Menschen seit Jahrhunderten gelebt haben (die jene Ideologie nicht teilen), mit dem Einsatz von Terrorismus, Gewalt, Vertreibung und Mord einen neuen Staat ausrufen, den es zumindest einige tausend Jahre dort nicht gegeben hat. Die Gründungsgeschichte Israels ist hinreichend bekannt. Selbst wenn man die Darstellung der Israelbefürworter, also der Zionisten selbst, zugrunde legt, eröffnet sich folgende bedeutsame Frage, die kaum ein Zionist bereit ist, in einer sachlichen Diskussion zu beantworten: „Ist die Gründungmethode des Staates Israel eine allgemeingültige Gründungsmethode, die für alle Menschen gilt, oder ist sie Zionisten vorbehalten?“ Haben also Zionisten Sonderrechte in dieser Welt oder gelten ihre Rechte auch für alle anderen Menschen und Völker?

Wenn die Gründungsmethode Israels eine den Zionisten vorbehalten Methode wäre, dann wäre es Unrecht, eine neue Art des ideologischen Wahns und würde die Zionisten in ihrem Unrecht entlarven. Wenn sie hingegen nicht den Zionisten vorbehalten ist, dann muss der Staat Israel ständig mit der Bedrohung leben, dass auf seinem Gebiet eines Tages andere “Zionisten“ auftreten und einen anderen Staat ausrufen, andere Menschen vertreiben usw.. In beiden Fällen wird klar, dass die Gründungsgeschichte Israels auf Unrecht beruht und zukünftiges Unrecht bewirkt. Nicht das Judentum sondern die Gründungsgeschichte Israels ist die Basis für Antizionismus.

Zionisten kommen an dieser Stelle oft mit dem Argument, dass das damalige Unrecht von Nazis ausging und Juden einer Heimat bedurften. Aber das Unrecht, welches Nazis praktiziert haben, kann kaum dafür herhalten, dass 60 Jahre lang Palästinenser in Vertreibung und unter Besatzung leben müssen. Die Tatsache, dass irgend ein Volk dieser Erde von wem auch immer und welchem Ausmaß auch immer (selbst wenn es singulär wäre) unterdrückt wird, die Tatsache, dass ein Völkermord welchen Ausmaßes auch immer ausgeübt wird, gibt niemandem das Recht, irgendwem Unrecht zuzufügen (selbst wenn es nur eine einzige Person wäre). Gestriges Unrecht darf nicht die Rechtfertigung für heutiges und zukünftiges Unrecht sein, selbst wenn das gestrige Unrecht einmalig in seinem Ausmaß wäre und das heutige Unrecht sich nur gegen eine einzige Person richten würde. Das ist ein universelles Gerechtigkeitsverständnis, dem alle friedliebenden Menschen zustimmen würden! So haben z.B. Palästinenser nicht das Recht in irgendeinem Stadtteil Berlins, in dem sie durch Zukäufe und organisierten Umzug in Zukunft die Mehrheit bilden könnten, einen Staat Palästina auszurufen mit welcher Begründung auch immer (und Türken in Kreuzberg haben das Recht auch nicht)!

Heutige Antizionisten richten sich gegen den Zionismus und nicht gegen Juden! Das ist allein schon daran ersichtlich, dass es sehr viele Menschen jüdischen Glaubens gibt, die Antizionisten sind. Außerdem werden auch viele Nichtjuden dem Zionismus zugerechnet. So gilt z.B. US-Präsident Bush als einer der einflussreichsten Zionisten und zuweilen wird sogar Bundeskanzlerin Merkel als Zionistin bezeichnet; beide sind weder ethnisch noch religiös dem Judentum zuzuordnen. Der Antizionismus ist somit eine gegen Rassismus, Vertreibung, Unterdrückung und gegen Besatzung gerichtete Ideologie. Er ist aber nicht gegen Juden gerichtet, sondern wird sogar von zahlreichen Juden mitgetragen! Dieser sehr bedeutsame Unterschied zwischen Zionismus und Judentum wird aber von Zionisten mit allen nur erdenklichen und teilweise unvorstellbaren Mitteln bekämpft!

Wo aber bleiben die echten Antisemiten, wenn sie weder unter Antizionisten noch unter den klassischen Rassisten zu finden sind?

Es gibt heutzutage in Deutschland (aber nicht nur dort) tatsächlich eine sehr einflussreiche und lautstarke jedoch kleine Gruppe von Menschen, die man vom Auftreten, ihren Äußerungen und Veröffentlichungen als Antisemiten bezeichnen könnte. Sie behaupten faktisch, dass jeder Jude immer Jude sei, unabhängig davon, welcher Religion er sich zuwendet. Sie behaupten faktisch, dass jeder Mensch, der das Existenzrecht Israels in seiner heutigen Form ablehnt, ein Antisemit sei. Damit vereinnahmen sie das gesamte Judentum für die Verbrechen Israels! Sie behaupten faktisch, dass Zionismus und Judentum gleich seien und somit jeder Jude der Ideologie des Zionismus angehöre, was eine Verhetzung vieler Juden ist. Sie zeichnen sich dabei insbesondere dadurch aus, dass sie eine rassistische Ideologie verfolgen, denn sie setzen sich in den seltensten Fällen für koscheres Essen noch für irgendein anders Gebot des Judentums ein! Ihr gesamter Einsatz beschränkt sich auf Israel, und sie verdammen jeden, der Israel kritisiert, unabhängig davon, ob es die Gründungsgeschichte ist oder die heutige Besatzung. In ihrer Auseinandersetzung mit Antizionisten lassen sie sich gar nicht erst auf Argumente ein, sondern greifen fast ausschließlich die Person oder Gruppe an, die Israel kritisiert. Ihr gesamtes Verhalten ist nicht auf Sachlichkeit, Gerechtigkeit und Gleichheit der Menschen ausgerichtet sondern ausschließlich auf der Verteidigung jedes Verbrechens Israels! Für sie kommt ein gemeinsamer Staat von Juden, Christen und Muslimen in Jerusalem überhaupt nicht in Frage, und das Rückzugsrecht von vertriebenen Palästinensern lehnen sie ab. Auch verdammen sie jeden Christen, der Juden zum Christentum einlädt (gläubige und praktizierende Juden haben keine solchen Berührungsängste, da sie von ihrer Religion überzeugt sind).

So könnten die Merkmale der wahren Antisemiten unserer Zeit beschrieben werden. Denn sie vereinnahmen jeden Juden der Welt für ihren Zionismus und missbrauchen die Religion des Judentums für ihre Zwecke. Und sie verdammen auch jeden Menschen, selbst wenn er jüdischen Glaubens oder jüdischer Herkunft ist, der sich gegen Israel wendet!

Der Zionismus ist eine menschenverachtende Ideologie, die von jedem aufrichtigen Juden, Christen und Muslime gemeinsam abgelehnt werden muss. Und zu behaupten, jeder Antizionist wäre ein Antisemit ist die Methode, mit der man die menschenverachtende Ideologie des Zionismus rechtfertigen möchte. Nein, nicht jeder Antizionist ist ein Antisemit; die allermeisten sind es nicht! Aber fast jeder Zionist, der Israels Besatzung mitträgt und den Besetzten jegliches Recht auf Widerstand abspricht, ist wohl ein Antisemit, denn er missbraucht das Judentum für äußerst unjüdische Zwecke!

Der Friede im Heiligen Land, das für Juden, Christen und Muslime gleichermaßen heilig ist, wird erst dann eine ernsthafte und vorstellbare Option, wenn der Zionismus überwunden ist. Ansätze dafür gibt es immer häufiger und sie machen Mut!

Aufgrund der besonderen Bedeutung und der extremen Verheimlichung durch die Hofberichterstattung der westlichen Medien sei an dieser Stelle wiederholt: Es ist erst wenige Tage her, dass ein von Israelis erschossener Palästinenser durch Organspenden jüdisches Leben gerettet hat. Die Eltern des 18-Jährigen hatten eingewilligt, die Organe ihres Sohnes zur Transplantation freizugeben, und damit wurden gleich sechs Israelis (zumeist Juden) das Leben gerettet! War das nicht eine echte Sensationsmeldung? Hätte nicht jene Meldung über alle Nachrichtensprecher der westlichen Welt verbreitet werden müssen, um darzulegen, wie das Übel der Besatzung durch die Güte und Opferbereitschaft der Eltern eines Ermordeten überwunden werden kann! Hätte es nicht sogar Sondersendungen dafür geben müssen? Aber jene Meldung wurde von den westlichen Medien kollektiv ignoriert, obwohl die israelische Nachrichtenagentur inn sie verbreitet hat!

Der Arzt, der den Eingriff vornahm, sagte: „Ich habe wieder gemerkt, wie Herztransplantationen eine Annäherung zwischen Völkern schaffen können. Es gibt keinen Unterschied zwischen einem jüdischen und einem arabischen Herzen.“

Ja, zwischen einem jüdischen und einem nichtjüdischen Herzen gibt es genau so wenig einen Unterschied, wie zwischen einem christlichen und nichtchristlichen oder muslimischen und nichtmuslimischen Herzen. Es gibt aber einen Unterschied zwischen den Herzen von Antirassisten und Antisemiten, denn letztere Herzen sind verdunkelt. Gott schütze die Menschheit vor jedem Rassisten und Antisemiten.

Es ist jetzt wirklich unumgänglich geworden sich die Umstände der vor 2 Jahren erfolgten Entführung des Franko-Israeli Gilad Shalit genauer anzusehen, Fragen zu stellen und die weltpolitischen Zusammenhänge zu beleuchten…..WEITERLESEN.

Israel verhandelt an drei Fronten

Die Welt staunt: Israels Premier lässt mit Syrien und dem Libanon verhandeln, er billigt sogar eine dank ägyptischer Hilfe ausgehandelte Waffenruhe mit der Hamas. Jeder Außenstehende, der noch vor 14 Tagen Derartiges gefordert hätte, wäre der Unterstützung des Terrorismus oder schlimmstenfalls des Antisemitismus bezichtigt worden.

Israelische Führer können offenbar nur als unnachgiebige Falken an die Macht kommen, wollen aber als Tauben abtreten. So war es schon bei den im Sechs-Tage-Krieg von 1967 reüssierenden Supermilitärs Moshe Dayan und Yitzhak Rabin. Als sie in die Politik gingen, behandelten sie Gaza-Streifen und Westbank nicht als dauerhafte Eroberung, sondern als Tauschgut für einen dauerhaften Frieden mit den Muslimen. Wer Mitte der neunziger Jahre die Region bereiste, konnte sehen, dass die unter Rabin ausgehandelten Osloer Verträge – ungeachtet ihrer Mängel – eine für beide Seiten hoffnungsvolle Zeit der Koexistenz eingeleitet hatten. Nie vergesse ich den ärmlichen, aber von großer Zuversicht erfüllten Club in Ramallah, in dem aus westlichen Ländern heimgekehrte palästinensische Intellektuelle verkehrten, die mit UN-Geldern Projekte der Kultur, Archäologie und Wassererschließung aufbauen wollten. Ob solche Leute noch einmal bereit sind, zurück zu kommen?

Rabin bezahlte seinen Kurs 1995 mit dem Leben, sein Tod offenbarte die tiefe Spaltung der israelischen Gesellschaft, seither wurden die Friedenskräfte zusehends schwächer. Benjamin Netanjahu und Ariel Sharon schickten immer mehr Siedler in die Westbank und ersetzten palästinensische Arbeitskräfte in Israel durch Einwanderer aus dem ehemaligen Ostblock – die Utopie einer wirtschaftlichen Verflechtung rückte in weite Ferne. Durch systematische Provokation der Regierung Arafat und die Errichtung einer Mauer verschrieb sich Sharon einem Diktatfrieden, der Israel die Filetstücke im Westjordanland inklusive der Wasserressourcen sichern sollte. Doch erwies sich auch dieser Politiker als wandlungsfähig: Er räumte den Südlibanon und beorderte Siedler und Armee aus dem Gaza-Streifen zurück. Ein Schritt, der sich bald als diabolisches Manöver entpuppte, um den israelische Staat aus der Verantwortung für die Menschen in einem lange besetzten Gebiet zu lösen, zu der er völkerrechtlich verpflichtet war. Ehe die Palästinenser in Gaza bescheidene Früchte ihrer Souveränität – etwa die internationale Anerkennung freier Wahlen – ernten konnten, wurde Sharon durch Krankheit an weiterem Regieren gehindert. Offenkundig ermuntert durch die USA setzte Nachfolger Olmert wieder auf totale Konfrontation. Mit und ohne Anlass bombardierte er den Gaza-Streifen, brach mit seinen Panzern dort ein und ließ “Extremisten” gezielt töten, darunter den im Rollstuhl lebenden religiösen Führer Scheich Yasin. Olmerts erneuter Einmarsch im Libanon, der Israels Sicherheitsinteressen diametral entgegenstand, markierte im Sommer 2006 den Tiefpunkt einer wie auch immer verstandenen nationalen Politik. Der wahnwitzige Feldzug war nur zu verstehen, sah man die Operation als Ausdruck einer Strategie der USA, denen es darum ging, Syrien und Iran zu treffen.

Die jetzige vorsichtige Wendung darf sich nicht zuletzt Condoleezza Rice zugute halten, die bemüht ist, ihrem Präsidenten ganz zum Schluss ein paar Taubenfedern wachsen zu lassen. Zweifel an Olmerts plötzlichem Verhandlungsdrang sind angebracht – mit Diplomatie lässt sich auch das Terrain bereiten, um einen blitzschnellen Schlag gegen den Iran vorzubereiten.

Überdies liegt der Verdacht nahe, dass Israels Premier nur deshalb zur Taube wird, weil Korruptionsvorwürfe einen baldigen Rücktritt nahe legen, so dass es sich anbietet, kurz vor dem Abgang dem Friedensbedürfnis vieler Israelis entgegen zu kommen. Das löst in Jerusalem das alte Spiel aus: Minister Ramon nennt die faktische Anerkennung der Hamas als Verhandlungspartner einen “Sieg für den radikalen Islam”. Zugleich spielt die friedensfeindliche Front den Korruptionsverdacht gegen Olmert hoch, um ihn möglichst schnell gegen einen Falken austauschen zu können.

In Gaza und den palästinensischen Flüchtlingscamps ist eine neue Generation herangewachsen, deren Erfahrungen und Zukunftsaussichten düsterer sind als alles, was frühere Generationen nach der Vertreibung von 1948 erlebt haben. Unter der Besatzung haben sich die Palästinenser von einer der gebildetsten Nationen der arabischen Welt zu einer Gemeinschaft entwickelt, in der Fatalismus und Obskurantismus eine gefährliche Mischung eingehen und der Ruf nach dem Märtyrer nicht verstummt. Hochtechnisierte Gewalt kann dem nichts anhaben, im Gegenteil. Frieden erhält nur durch Frieden eine Chance, durch ein geduldiges Friedensangebot, bei dem Rückschläge nicht entmutigen.

 

Quelle: FREITAG. Die Ost-West-Wochenzeitung

Die anti-demokratische und abgehobene EU-Politik wird zur Zeit mehr oder weniger überall kritisiert: Wie die EU-Verfassung ursprünglich an den Völkern vorbeigeschleust werden sollte, aber an den Referenden in Frankreich und den Niederlanden scheiterte. Wie sie dann in einen Reformvertrag umgeschminkt wurde, damit sie nur noch in Irland einer Volksbefragung ausgesetzt werden mußte. Wie die Iren Nein dazu sagten, und wie sich die EU-Zwangspolitiker nun neue Tricks überlegen, wie sie Irland doch noch ausmanövrieren können. Halt: Sagte ich, das werde „überall“ kritisiert? Nein! Ein kleines Magazin aus Hamburg findet das alles ganz in Ordnung so. Die EU-Politiker seien „weiter entschlossen, Politik gegen das Volk zu machen. Und das ist richtig.“

Kauft man sich den Spiegel, kommt man ja bekanntlicih aus dem Augenreiben nicht mehr heraus. An diesem Montag war es besonders schlimm. Ja, meine Augen fingen gar zu tränen an.

Der Europarat sei ohne Frage „die größte Versammlung von Schlawinern, die es weltweit gibt“, biedert sich der Spiegel vom 23. Juni 2008 zu Beginn noch bei Volkes Meinung an. „Sie tun so harmlos, wie sie da an ihrem gigantischen Tisch in Brüssel sitzen und parlieren, aber sie hecken wieder etwas aus. Sie wollen ihren Völkern eine große Sache unterjubeln (…) Sie jubeln ihren Völkern die Europäische Union unter, mehr und mehr. (…) Die Politik macht Politik gegen das Volk, und das fällt nur auf, wenn ein Volk mal gefragt wird, was es davon hält.“

Soweit, so gut, aber dann kommt’s: Unverblümte Werbung für das antidemokratische Vertragswerk, mit dem die europäischen Völker überrumpelt und ihnen ihre eigenen Verfassungen genommen werden sollen. Der Spiegel als Zentralorgan des Europarats:

„Die Iren haben einen Vertrag abgelehnt, der Europa ein bisschen besser gemacht hätte,“ heißt es da zum Beispiel. Und dann: „Weil alle Mitgliedstaaten zustimmen müssen, gefährdet dieses Votum den Fortschritt für alle.“

Und nicht nur das. Plötzlich gibt es auch „Gründe“, denselben Politikern, deren antidemokratisches Wirken die „Masterminds of Error“ aus Hamburg zuvor noch ausführlich beschrieben hatten, „Vertrauen zu schenken.“

Vertrauen ist natürlich ein ebenso großzügiges wie unverdientes Geschenk für diese „Schlawiner“. Denn Schlawiner ist ja ein bewußt harmlos gewählter Ausdruck. Ein Schlawiner ist sowas wie ein sympathischer Filou, ein nettes Schlitzohr eben. Ob unsere Politiker damit treffend beschrieben werden, ist jedoch fraglich.

Aber der Spiegel findet, daß sie ja eigentlich ganz in Ordnung sind und es einem nur etwas schwer machen, „nachhaltig Gefallen an Europas zu finden.“

„Die Schlawiner“ hätten den europäischen Völkern „einen Binnenmarkt untergejubelt, den Euro, die Aufhebung vieler Grenzkontrollen und zuletzt eine weltweit vorbildliche Klimapolitik.“

Bravo. Soll heißen: Unterjubeln bzw. sich etwas unterjubeln zu lassen, ist gut. Freilich ist Unterjubeln bisher in keinem Staatsmodell vorgesehen gewesen, ja, nicht mal in der getarnten EU-Verfassung steht das Wort drin.

Der Binnenmarkt wurde hauptsächlich für die Konzerne geschaffen, die auf diese Weise weiter rationalisieren, standardisieren und durch Einstampfung der Kulturen mit viel weniger Personal und Produktionsaufwand zwischen Sizilien und Stockholm denselben Quark verkaufen können.  Man muß die Leute nur dran gewöhnen. Mit dem Euro wurden in Europa die Löhne „umgerechnet“ (also halbiert), die Preise aber innerhalb kurzer Zeit im Rahmen einer 100prozentigen Inflation wieder auf DM-Zahlen hochgeschraubt – und darüber. Die Klimapolitik beruht auf Schwindel-Physik und führt zu einer Klima-Diktatur mit immer größerer Reglementierung und Besteuerung. Mit dem Klima-Argument kann in jeden Lebensbereich eingegriffen werden.

Aber: „All das“, jubelt der Spiegel die oben genannten Errungenschaften seinen Lesern unter, „war richtig und macht Europa zu einem sehr lebenswerten Kontinent“. Wenn damit die Konzerne gemeint sind, ist das sogar wahr.

„Trotz Bürokratie und anderer Defizite eine wunderbare Bilanz“.

Ist das nicht schön? Natürlich! Stören tut da eigentlich nur das Volk:

„In Referenden wäre das meiste mindestens aufgehalten worden, wenn nicht verhindert. “

Und jetzt kommt’s wirklich ganz dick:

„Demokratie heißt nicht, grenzenloses Vertrauen in den Bürger zu haben. das Große ist manchmal bei Politikern in besseren Händen, und es braucht Zeit.“

Also: Es geht gar nicht um das Vertrauen der Bürger in ihre mehr oder weniger gewählten „Vertreter“, sondern umgekehrt – es geht darum, ob die „Schlawiner“ Vertrauen in die Bürger haben können. Beiläufiger kann man die Abschaffung der Demokratie wohl kaum noch formulieren.

 

Islamische Bewegung-kein Monopol

Wir,die wir uns erhoben haben,taten dies für den Islam.Unsere Republik ist eine Islamische Republik.Die Islamische Bewegung kann nicht nur auf ein bestimmtes Land beschränkt sein.Auch nicht nur auf die islamische Welt.Eine Bewegung, die um des Islam willen erfolgt.ist die Bewegung der Propheten.Auch sie, die Bewegung der Propheten,war nicht auf ein Gebiet begrenzt.Der Prophet des Islam stammte aus Arabien,seine Einladung aber erging nicht nur an die arabische Bevölkerung,war nicht nur auf die arabische Halbinsel beschränkt,sondern meinte alle,die gesamte Welt.

Ihn überall verwirklichen

Schreitet auf dem Weg des Islam einher, und setzt euch für ihn ein.Damit das Schahadat auf seinem Wege zuteil wird.Und sollten wir - In Scha´Allah - obsiegen,zum Erstarken und Sieg des Islam beitragen und überall,wo auch immer, erhobenen Hauptes sein und in allen Ländern,in allen Teilen der Welt,den Islam verwirklichen und sein Banner aufrichten können.

Islam-Ein Recht aller

Ich hoffe,dass wir das Banner des Islam - das Banner der Islamischen Republik - in allen Teilen der Welt aufrichten können und sich alle dem Islam,der ein Recht aller ist, anschliessen werden. Imam Ayatollah Ruhollah Al Musavi Al Khomeini

Boycott Zionism

Smash Zionism

Widerstand gegen Zionismus,Zionisten und deren Unterstützern!

Boycott Israel

Widerstand macht Sinn

"Wenn die Zionisten die Waffen niederlegen und sich hinter die Grenzen von 1967 zurückziehen wird es Frieden geben. Wenn der palästinensische Widerstand die Waffen niederlegt wird es niemals ein freies, unabhängiges Palästina geben." Ahmed Ibn Fahdlan in Tehran.

Revolution I

"Without a revolutionary theory there cannot be a revolutionary movement"

Revolution II

Revolution! Revolution! Nicht vom Osten!! Nicht vom Westen!! ISLAMISCHE REVOLUTION!!!

Ideologie

"Also wenn wir den Krieg nicht gewinnen was haben wir dann von der Ideologie? Also ich meine, das ist doch nicht einfach irgendetwas aus einem Buch. Eine Ideologie ist doch etwas praktisches, muß doch etwas lebendiges, etwas für Menschen sein!"

Islam Inside

Smash Imperialism

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