Am 12. April explodierte eine Bombe in einer vollbesetzten Moschee in der südiranischen Stadt Shiraz, welche elf Menschen das Leben kostete und 191 weitere verletzte. Jetzt hat der iranische Oberstaatsanwalt mitgeteilt, dass die Attentäter bei ihrer Vernehmung Verbindungen zu den USA und Israel zugegeben hätten, wie die IRNA Nachrichtenagentur am Freitag meldete.

Die Verantwortlichen für den Angriff auf die Moschee von Shiraz haben gebeichtet, sie hätten Verbindungen zur weltweiten Unterdrückung, speziell zu den Vereinigten Staaten und zu Israel“ sagte Ghorbanali Dorri-Najafabadi der Agentur.

Sie haben auch zugegeben „weitere kleinere Operationen“ ausgeführt zu haben, sagte die Agentur, ohne weitere Details zu nennen, ausser sie hätten ihre Militäroperationen vor einem Jahr begonnen.

Am Freitag sagte der iranische Geistliche Ayatollah Ahmed Khatami, diese Leute hätten auch Anschläge in der heiligen Stadt Qom ausgeheckt, 120 Kilometer südlich von Teheran und auch an einer Buchmesse in der Hauptstadt des Landes.

Der Iran hat bereits Grossbritannien und die USA beschuldigt, die verantwortlichen Attentäter für den Anschlag finanziert und ausgebildet zu haben. In der Vergangenheit haben sie amerikanische und britische Agenten beschuldigt, die im benachbarten Irak und Afghanistan ihre Basen haben, von dort aus Terrorattacken auf die Grenzprovinzen mit signifikanten Minderheiten auszuführen.

Der Angriff in Shiraz war der erste in Jahrzehnten mitten im Zentrum des Iran. Die sonst ruhige Stadt ist nicht nahe der Grenze, noch ist sie die Heimat irgendwelcher ethnischen oder religiöser Minderheiten. (Yahoo)

Mitlerweile hat die iranische Regierung einen offiziellen Protest über die Schweizer Botschaft an die USA gerichtet, weil sie diese Terrorgruppen unterstützt. Der iranische Aussenminister sagte, das Bombenattentat gegen eine Moschee in Shiraz wurde von einer durch die USA unterstützte Terrorgruppe ausgeführt.

Laut einer Verlautbarung, die durch die Schweizer Botschaft weitergeleitet wurde, werden „mit Hilfe der Medien und des Internet in den USA Terroristen angelockt, die dann mit Geld finanziert, ausgebildet und in den Iran geschickt werden. Die Gruppe hat diesen Angriff und weitere Anschläge zugegeben“ sagte der Minister.

Das Ministerium forderte die US-Regierung auf, ihre internationalen Verpflichtungen gegen den Terrorismus wahrzunehmen und die Führer der Gruppe an den Iran für ein Gerichtsverfahren auszuliefern. Die USA wurde ebenfalls informiert, dass die Gruppe weitere Pläne für Anschläge im Iran vor hat.

Die Schweiz vertritt die Interessen der USA im Iran, seitdem Washington die diplomatischen Beziehungen mit Teheran im Jahre 1980 abgebrochen hat.

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