Chaim Ben Pesach hat einiges auf dem Kerbholz. Seine erste Gefängnisstrafe verbüßte er von 1978 bis 1983, weil er Bombenattentate auf ägyptische Ziele in den USA verübte. Nur vier Jahre später musste er wieder hinter Gitter, dieses Mal wegen Bombenanschlägen auf sowjetische Einrichtungen in den Vereinigten Staaten. Er wurde zu zehn Jahren Haft verurteilt, kam aber schon nach fünfeinhalb Jahren Haft auf Bewährung wieder frei. Nach seiner Entlassung gründete er die Jewish Task Force (JTF). Unter dem Namen Victor Tancier ist er heute Stefan Niggemeier zufolge deren Sprecher. Niggemeier weiter:

Die JTF folgt den Lehren von Rabbi Meir Kahane und will einen jüdischen Gottesstaat Großisrael (weit über die heutigen Grenzen Israels hinaus) frei von Nichtgläubigen errichten, auch mit Gewalt. Rabbi Meir Kahanes Partei Kach war 1986 als rassistische Partei von der Knesset ausgeschlossen worden. Nach einem Massaker an 29 Palästinensern durch einen Kahanisten wurde die Organisation in Israel insgesamt verboten. Kahane wurde 1990 in New York erschossen.

Sowohl die amerikanische Regierung als auch die Europäische Union führen Kach und die Schwesterorganisation Kahane Chai auf ihren Listen von terroristischen Organisationen (pdf). Und auf Kahane beruft sich ausdrücklich die ‘Jewish Task Force’.

Und haGalil schreibt über Tancier:

[…] Victor Vancier, ein stämmiger junger Mann, dessen hauptsächliche Arbeit darin bestand, Sprengsätze und Molotowcocktails zu basteln. Seinen Dutzenden von gewalttätigen Attacken auf Schwarze, Mitarbeiter sowjetischer Einrichtungen und Araber verdankte er die Aufnahme in die ‘Terroristen’-Kartei des FBI.

Und nun darfst du dreimal raten, wer für die JTF wirbt. Du ahnst es sicher schon – die politisch inkorrekten (PI) Terroristenfreunde:

Das bislang letzte Terrorattentat, das auf das Konto der Kach-Bewegung geht, ist übrigens erst drei Jahre her: Der 19-jährige Eden Natan Zada erschoss in einem Bus in Schfaram fünf Araber und verletzte 12 schwer. Allerdings überlebte Zada den Anschlag nicht:

Er wurde von einer aufgebrachten Menschenmenge anschließend gelyncht.