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Chaim Ben Pesach hat einiges auf dem Kerbholz. Seine erste Gefängnisstrafe verbüßte er von 1978 bis 1983, weil er Bombenattentate auf ägyptische Ziele in den USA verübte. Nur vier Jahre später musste er wieder hinter Gitter, dieses Mal wegen Bombenanschlägen auf sowjetische Einrichtungen in den Vereinigten Staaten. Er wurde zu zehn Jahren Haft verurteilt, kam aber schon nach fünfeinhalb Jahren Haft auf Bewährung wieder frei. Nach seiner Entlassung gründete er die Jewish Task Force (JTF). Unter dem Namen Victor Tancier ist er heute Stefan Niggemeier zufolge deren Sprecher. Niggemeier weiter:

Die JTF folgt den Lehren von Rabbi Meir Kahane und will einen jüdischen Gottesstaat Großisrael (weit über die heutigen Grenzen Israels hinaus) frei von Nichtgläubigen errichten, auch mit Gewalt. Rabbi Meir Kahanes Partei Kach war 1986 als rassistische Partei von der Knesset ausgeschlossen worden. Nach einem Massaker an 29 Palästinensern durch einen Kahanisten wurde die Organisation in Israel insgesamt verboten. Kahane wurde 1990 in New York erschossen.

Sowohl die amerikanische Regierung als auch die Europäische Union führen Kach und die Schwesterorganisation Kahane Chai auf ihren Listen von terroristischen Organisationen (pdf). Und auf Kahane beruft sich ausdrücklich die ‘Jewish Task Force’.

Und haGalil schreibt über Tancier:

[…] Victor Vancier, ein stämmiger junger Mann, dessen hauptsächliche Arbeit darin bestand, Sprengsätze und Molotowcocktails zu basteln. Seinen Dutzenden von gewalttätigen Attacken auf Schwarze, Mitarbeiter sowjetischer Einrichtungen und Araber verdankte er die Aufnahme in die ‘Terroristen’-Kartei des FBI.

Und nun darfst du dreimal raten, wer für die JTF wirbt. Du ahnst es sicher schon – die politisch inkorrekten (PI) Terroristenfreunde:

Das bislang letzte Terrorattentat, das auf das Konto der Kach-Bewegung geht, ist übrigens erst drei Jahre her: Der 19-jährige Eden Natan Zada erschoss in einem Bus in Schfaram fünf Araber und verletzte 12 schwer. Allerdings überlebte Zada den Anschlag nicht:

Er wurde von einer aufgebrachten Menschenmenge anschließend gelyncht.

 

Es begann im Januar 2008 mit einem offenen Brief an die Bundeszentrale für politische Bildung, lief über den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages und ist jetzt Ende April zu einem gewissen Ende gekommen: Die Bundeszentrale mußte in ihrem Text zum Antisemitismus-Dossier die Formulierung, der Iran wolle Israel von der Landkarte tilgen, fallenlassen und eine Übersetzung des Sprachendienstes des Deutschen Bundestages ergänzen.
Weiterlesen hier.

Wenn das Institut für Friedensforschung SIPRI oder ein renommiertes Max-Planck-Institut eine Mitteilung an die Nachrichtenagenturen senden, ist davon in Presse und Funk kaum etwas zu finden. Ganz anders verhält es sich, wenn die als „US-Institut SITE“ bezeichnete Quelle wieder einmal eine angebliche Al Qaida-Drohung im Internet gefunden hat. DPA, AP, AFP, Reuters und Kollegen leiten diese Meldung gerne an alle Medien weiter. Und die drucken und senden die Nachricht zeitnah. Unverändert, unkommentiert, selten hinterfragt. Inklusive der vom „Institut“ gleich mitgelieferten Übersetzung ausgewählter Textpassagen. Ohne Nachprüfung. Die vom SITE-Partner IntelCenter zeitgleich verfasste Echtheitserkläung rundet die so genannte „Berichterstattung“ ab.

Und so haben die regelmäßigen angeblichen Drohungen mittlerweile eine gewisse Popularität erfahren. Wer kennt sie heute nicht, die Überschriften wie „Bin Laden droht Europa“ und die nachfolgenden Einschätzungen von Politikern, so genannten „Experten“, „Sicherheitsorganen“ und „Behörden“, die aus den überbrachten Botschaften ein Erstarken des „Internationalen Terrorismus“ herauslesen und vor dem nächsten Anschlag in Deutschland warnen. Nicht ohne auf die „leider notwendige“ Einschränkung der Bürgerrechte hinzuweisen.

Aber wer kennt die Quelle „SITE“?

HINTERGRUND wollte wissen, ob sich Nachrichtenagenturen, Zeitungen, Magazine, Politiker und Ministerien die Mühe gemacht haben, Hintergrundinformationen über die oft zitierte Quelle zu beschaffen, um diese einschätzen zu können.

Das Resultat ist erschütternd. Nachfolgend nur einige Beispiele:

HINTERGRUND fragte in der Bundespressekonferenz den Sprecher des Bundesministeriums des Innern nach der Quelle SITE: „Herr Paris, können Sie uns sagen, was von der Organisation SITE aus den USA zu halten ist, auf die die Drohungen von Bin Laden zurückgehen? Kennen Sie das? Ist das der Bundesregierung ein Begriff? Ist das eine Quelle für eigene Erkenntnisse? Antwort: „Damit bin ich derzeit leider persönlich überfragt. Dazu müsste ich mich schlau machen.“(1) Danach folgte die Frage des BMI-Sprechers, wie man SITE buchstabiert. Das wurde allerdings nicht ins Protokoll aufgenommen. Zwei Tage später: „ Zu Ihrer Nachfrage vom Montag/Mail an Herrn Paris darf ich Ihnen mitteilen, dass es sich beim SITE-Institut (Search for International Terrorist Entities) um eine Einrichtung handelt, die Internetaktivitäten terroristischer Organisationen im Internet verfolgt (vgl. www.siteintelgroup.org, hier bietet das Institut auch Arbeitsproben zum Download an). Über die genaue Art und Weise der Finanzierung der Einrichtung kann das BMI keine Aussage treffen. Die Sicherheitsbehörden des Bundes nehmen Arbeitsergebnisse des SITE zur Kenntnis.“ (2)

Nicht selten ergab sich bei unseren Nachfragen, wie hier beim BMI, daß es sich bei der Quelle eigentlich um die SITE Intelligence Group handelt – eine Firma. Die Nachrichtenagentur AFP antwortete HINTERGRUND sogar “In der Regel heißt es bei uns: „das in den USA ansässige SITE-Institut“, wobei Sie Recht haben, dass der Begriff „Institut“ nicht treffend ist. Insofern bedanken wir uns für Ihren Hinweis.“ (3)

Aus der Redaktion der Tageszeitung „DIE WELT“ kam die Antwort, der Kenntnisstand sei leider nicht aktuell. (4)

„DER SPIEGEL“ teilte HINTERGRUND mit: „Site ist eine kommerzielle Organisation in Washington, die sich auf das Beobachten und Auswerten islamistischer Internetseiten spezialisiert hat. Detailliertere Informationen über die Organisation waren bisher nicht Gegenstand einer Recherche.“ (5)

Die DPA sendete als Antwort zunächst einfach den Link zur Webseite. Dieser führte ebenfalls zur SITE Intelligence Group in Maryland. Auf die Nachfrage „Ich gehe davon aus, daß sich dpa näher mit der Quelle beschäftigt hat und Sie mir genauere Auskünfte über das oft zitierte Institut geben können.“ kam die Antwort „Sorry, andere Informationen haben wir nicht“. (6)

 

1) Protokoll der Bundespressekonferenz vom 31. März 2008

2) EMAIL des BMI vom 2. April 2008

3) EMAIL von AFP an HINTERGRUND vom 28. März 2008

4) EMAIL von DIE WELT an HINTERGRUND vom 15. April 2008

5) EMAIL von DER SPIEGEL an HINTERGRUND vom 16. April

6) EMAIL von dpa an HINTERGRUND vom 3. April 2008

 

Quelle: http://hintergrund.de/

Wenn da jetzt dass deutsche Verteidigungsministerium sagt, es wolle in dieser Woche über den Einsatz von deutschen Kampfverbänden ausserhalb ihrer Besatzungszone im Westen von Afghanistan an der Grenze zu Iran entscheiden, dann heisst das übersetzt, “Hmm, mal gucken, vielleicht haben die Deutschen aufgegeben rumzuzicken, rücken endlich die Soldaten raus damit wir unser westliches Blutbad im Iran oder in Pakistan oder über verdeckte Operationen in unruhigen Provinzen Chinas endlich starten können. Diese Scheiss-Deutschen sind uns viel zu pazifistisch, was bilden die sich eigentlich ein? Wir sind schliesslich die NATO und alles hat sich vor uns auf den Boden zu schmeissen und seine Pflicht zu tun, damit das mal klar ist.”
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Im Atomstreit mit Iran kommen die USA und EU mit immer neuen Forderungen. Eine Beilegung des Konflikts ist offensichtlich nicht gewollt. Teheran bleibt am Pranger

Die »Iran-Sechs« – China, Deutschland, Frankreich, Groß­britannien, Rußland und USA – haben einen neuen diplomatischen Vorstoß angekündigt, um eine Einigung mit Teheran über dessen Atomprogramm zu erreichen. Die Alternative liegt in einem Krieg gegen Iran, mit weitreichenden und nachhaltigen Folgen für die gesamte Region. Es gibt jedoch von seiten der USA und ihrer Partner mehrere Faktoren, die einer Einigung fast unüberwindlich im Wege stehen.

Frage der Glaubwürdigkeit

Ausgehend von den USA und Israel hat sich in der westlichen Propaganda die Behauptung festgesetzt, Iran strebe die Produktion von Atomwaffen an und arbeite an deren Entwicklung. Anders als vor dem Irak-Krieg wird diesmal darauf verzichtet, angebliche Beweise für diese Unterstellung zu konstruieren. Sie steht axiomatisch und daher unwiderlegbar, obwohl sie von den Untersuchungsergebnissen der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) nicht gestützt, sondern im Gegenteil im Rahmen des Möglichen sogar widerlegt wird. Die Anlage zur Urananreicherung in Natanz, deren Schließung der UN-Sicherheitsrat fordert, steht vollständig unter Kontrolle der IAEA. Die exakte Menge des angereicherten Urans wird protokolliert, es bleibt unter Aufsicht der internationalen Behörde. Daß Iran nach dem Atomwaffensperrvertrag berechtigt ist, schwach angereichertes, nicht waffenfähiges Uran herzustellen, wie es in Atomkraftwerkwerken als Brennstoff benutzt wird, steht außer Zweifel.

Es gibt allerdings in den mindestens vierteljährlichen Berichten der IAEA einen stets wiederkehrenden Passus, der den Interessen der Feinde Irans entgegenkommt. Er lautet: »Die IAEA ist nicht in der Lage, Versicherungen über die Nichtexistenz von undeklarierten nuklearen Stoffen und Aktivitäten in Iran abzugeben.« – Die Logik dieses propagandistischen Dauerbrenners liegt auf der Hand: Die Nichtexistenz einer Sache, sei es der Yeti oder das Seeungeheuer von Loch Ness, ist grundsätzlich nicht beweisbar. Nach der Besetzung des Irak 2003 war eine Kommission mit mehreren hundert Mitarbeitern mehr als ein Jahr lang landesweit tätig, bevor offiziell konstatiert wurde, daß keine Spur der angeblichen Massenvernichtungswaffen aufzufinden war. US-Präsident George W. Bush hatte die Invasion im Zweistromland bekanntlich mit deren Existenz begründet.

Verzicht gefordert

Wenn die USA, die EU und Israel trotz lückenloser Kontrolle sämtlicher iranischer Atomanlagen durch die IAEA seit Jahren mit großem Medienerfolg behaupten, es werde insgeheim an der Produktion von Nuklearwaffen gearbeitet, würden sie an dieser Propaganda höchstwahrscheinlich auch nach einer Schließung von Natanz festhalten. Wenn man den Iranern ohne jeden konkreten Beweis prinzipiell die Glaubwürdigkeit abspricht, fehlt aus ihrer Sicht selbstverständlich jeder Grund für irgendein Abkommen, mit dem sie auf einen Teil ihres zivilen Atomprogramms verzichten würden. Das könnte nur einen Rattenschwanz von immer neuen Kontrollforderungen auch außerhalb der Atomanlagen nach sich ziehen.

Iran ist mit der absurden Situation konfrontiert, daß sich mit zunehmendem eigenen Entgegenkommen und der Klärung aller offenen Fragen durch die IAEA die Position der Gegenseite verhärtet und radikalisiert. Blickt man auf die IAEA-Resolutionen von 2003 und 2004, so wird dort lediglich an Iran »appelliert«, als »vertrauensbildende Maßnahme« für die Dauer der IAEA-Untersuchung die Arbeiten an der Urananreicherung zu unterbrechen. Das wird ausdrücklich als »freiwillig« und »nicht gesetzlich bindend« bezeichnet. Auch im Pariser Abkommen zwischen Iran und dem EU-Trio Deutschland, Frankreich und Großbritannien von 2004 ist nur von einer »freiwilligen« Unterbrechung für die Dauer der Verhandlungen die Rede. Diese sollten »objektive Garantien« für den ausschließlich friedlichen Charakter des Atomprogramms festlegen. Erst in den Gesprächen mußten die Iraner enttäuscht feststellen, daß die EU darunter ausschließlich die Verewigung des iranischen Verzichts auf eigene Urananreicherung verstehen wollte.

Seit der ersten Resolution des UN-Sicherheitsrats vom 23. Dezember 2006 ist von »freiwillig« und »nicht gesetzlich bindend« ebensowenig die Rede wie von einer Befristung des Moratoriums. Die Einstellung der Arbeiten an der Urananreicherung ist in eine durch Strafmaßnahmen zu erzwingende »Verpflichtung« umgewandelt worden, für die es aber keine rechtliche Grundlage gibt. Wenn der russische Außenminister Sergej Lawrow kürzlich behauptete, vom Iran werde nur ein Moratorium für die Dauer der Verhandlungen verlangt, so mag das auf einem Irrtum oder auf Wunschdenken beruhen. Es könnte auch eine neue diplomatische Strategie andeuten. Der Text der Sicherheitsratsresolutionen widerspricht jedenfalls dieser Interpretation.

Parallel-Sanktionen

Der UN-Sicherheitsrat hat bisher drei Sanktionsbeschlüsse gefaßt, die die iranische Wirtschaft aber nur am Rande berühren. Weitaus schwerwiegender sind die vom amerikanischen Kongreß und der US-Regierung beschlossenen eigenen Strafmaßnahmen, die mit massivem wirtschaftlichen Druck auch international durchgesetzt werden. Sie treffen zum einen die iranischen Banken und erschweren damit die Finanzgeschäfte Irans. Vor allem aber zielen sie mit großen Erfolgen darauf ab, ausländische Investitionen in die iranische Erdöl- und Erdgasindustrie zu blockieren. Rußland und China füllen diese Lücke nur teilweise, und wie lange sie dem Druck der USA noch standhalten, ist ungewiß.

Dem Iran wäre also mit einer Aufhebung der UN-Sanktionen, die ihm allenfalls als Gegenleistung für einen Verzicht auf die Urananreicherung vage in Aussicht gestellt wird, nur wenig geholfen. Die Bedingungen, unter denen der US-Kongreß bereit sein könnte, das Gestrüpp von antiiranischen Strafmaßnahmen zu revidieren, sind unbekannt. Zu einem Großteil sind diese Sanktionen gar nicht oder nicht ausschließlich durch das Atom­programm begründet.

Quelle: http://www.jungewelt.de/

Vor sechzig Jahren verloren mehr als 700.000 Palästinenser ihre Häuser und ihr Eigentum.
Sie wurden durch jüdische Milizen und später durch die israelische Armee von ihren Bauernhöfen, aus ihren Geschäften, aus ihren Dörfern und ihren Städten vertrieben.

Die Regierung des neu gegründeten Staates Israel beförderte schnell jüdische Bürger in die geleerten palästinensischen Häuser, um so eine jüdische Majorität in Palästina zu sichern.
„Nakba“ heißt auf Arabisch „Katastrophe“.

Die Palästinenser bezeichnen die Zerstörung ihrer Gesellschaft und das Rauben ihrer Heimat als „An-Nakba“ – „die Katastrophe“.
Bis heute bedeutet die Jahreszahl 1948 für sie Flucht und völkerrechtswidrige Vertreibung. Dieses traumatische Ereignis verursachte die palästinensische Flüchtlingskrise.
Bis Ende 1948 wurden zwei Drittel der palästinensischen Bevölkerung vertrieben.
Es wird geschätzt, dass mehr als 50 Prozent der Menschen durch direkte Militärangriffe verjagt wurden.

Führende Israelis sahen die Vertreibung als wichtige Maßnahme zur Stabilisierung des Staates Israels.
Sie sprachen öffentlich von der Notwendigkeit eines Militäreinsatzes, um die Palästinenser zu vertreiben.

Der “Plan Dalet” der Haganah-Miliz war ein Plan für diese ethnische Säuberung.
Israels erster Premierminister David Ben Gurion sagte, „Wir müssen Terror, Mord, Einschüchterung, Landbeschlagnahmung und die Streichung aller sozialen Dienste einsetzen, um Galiläa von seiner arabischen Bevölkerung zu reinigen“.

Über 450 palästinensische Dörfer und Städte wurden zerstört.

Die neu hergestellte israelische Regierung konfiszierte Flüchtlingsland und Eigentum ohne Rücksicht auf die palästinensischen Rechte.
Rückkehrwünsche der Palästinenser wurden ignoriert.
Die Palästinenser verloren alles, was sie hatten, während die Einwanderer alles, was sie benötigten, fanden – Häuser, Felder, Gärten, Tische, Stühle, Wandschränke, Töpfe, Wannen, manchmal Kleidung, Familienalben, Haustiere….

Während die meisten Palästinenser verjagt wurden, blieben einige in dem Land, das zu Israel wurde.

Heute heißen diese Menschen israelische Araber.
Es sind fast 20 Prozent der Bevölkerung Israels. Viele von ihnen leben als „Flüchtlinge im eigenen Land“.

Sie dürfen nicht zu den Häusern und zu den Dörfern zurückkehren, aus denen sie 1948 vertrieben wurden. Sie leben als Menschen zweiter Klasse, denn mehr als zwanzig israelische Gesetze privilegieren ausdrücklich Juden gegenüber Nichtjuden.

Heute gibt es laut UNO-Statistik 4,4 Millionen palästinensische Flüchtlinge.

Nach geltendem Völkerrecht haben alle Flüchtlinge weltweit das Recht, in die Regionen, aus denen sie geflohen sind oder aus denen sie vertrieben wurden, zurückzukehren oder Schadenersatz zu bekommen, wenn sie nicht zurückkehren wollen.

Dieses Recht ist ausdrücklich in den Friedensvereinbarungen in Kambodscha, in Ruanda, in Kroatien, in Bosnien-Herzegowina, in Guatemala, in Nordirland, in Kosovo, in Sierra Leone, in Burundi und in Darfur bestätigt worden.

Dieses Recht wurde auch für die Palästinenser durch die UN-Resolution 194 von 1948 bestätigt.

Doch Israels Regierung hält sich nicht an das Völkerrecht.
Palästinensischen Flüchtlingen wird das Rückkehrrecht verweigert und sie bekommen keine Entschädigung. Andererseits können Menschen, die sich als Juden bezeichnen aus der ganzen Welt nach Israel einreisen und können dort leben.

Israels Verweigerung der palästinensischen Rechte und die einseitige Parteinahme westlicher Regierungen, die Israel finanziell, militärisch und diplomatisch unterstützen, beeinflusst die Haltung der arabischen Bevölkerung gegenüber der westlichen Welt negativ.

Die Flüchtlingslager sind wie offene Wunden.

60 Jahre Unabhängigkeit des Staates Israel bedeuten für uns Palästinenser 60 Jahre Krieg, Besatzung, Unterdrückung, Vertreibung und Rassismus, 60 Jahre lang Verletzung der Menschenrechte seitens der Besatzungsmacht Israel.
Ohne Gerechtigkeit für die palästinensischen Flüchtlinge wird es keine dauerhafte Friedenslösung geben.

Quelle: http://www.profi-reporte.de/

von Ali Abunimah

Diesen Monat begeht Israel den 60. Geburtstag seiner Staatsgründung. Mitten in den Festlichkeiten – inklusive Besuchen von internationalen Prominenten und Politikern – herrscht ein sehr ungutes Gefühl. Israel hat Leichen im Keller, die es bemüht war und ist, zu verstecken. Und Israel hat Angst angesichts seiner ungewissen Zukunft. Viele Israelis fragen sich, ob der Staat seinen 80. Geburtstag noch begehen wird.

Das offizielle Israel leugnet weiterhin absolut, dass der gefeierte Geburtstag unentrinnbar mit der beinahe vollständigen Zerstörung einer lebendigen palästinensischen Kultur und Gesellschaft verbunden war, die bis dahin existiert hatten. Viele Siedlernationen kennen dieses Dilemma. Ich lebe in den USA – einem Land, das feststellen musste, dass für eine Nation selbst mehrere Jahrhunderte nicht ausreichen, um sich nicht mehr ihren Gründungsverbrechen stellen zu müssen.

Der bekannte israelische Historiker und trotzige Zionist Benny Morris drückte es 2004 so aus: „Ohne die Entwurzelung von 700 000 Palästinensern hätte es keinen Jüdischen Staat gegeben. Aus diesem Grund war es notwendig, sie zu entwurzeln“. Weiter sagte er: „Es gibt historische Umstände, die eine ‚ethnische Säuberung‘ rechtfertigen“.

Wer nicht bereit ist, offen für ‚ethnische Säuberungen‘ einzutreten, dem bleiben nur zwei Optionen: Erstens man leugnet die Geschichte und sucht Trost in einer geschönten Version – in der die Israelis als tapfere, von Gott inspirierte Pioniere dastehen, die in eine Wüste ohne indigene Bevölkerung kamen, umlagert von äußeren Feinden. Die zweite Möglichkeit ist, sich den Konsequenzen zu stellen und die enormen Bemühungen zu unterstützen, die nötig sind, um Frieden und Gerechtigkeit herzustellen.

Kurz vor Gründung des Staates Israel waren zwei Drittel der sesshaften Bevölkerung des historischen Landes Palästina Palästinenser (aller Religionen). Das restliche Dritte bestand überwiegend aus jüdischen Immigranten, die kurze Zeit zuvor aus Europa gekommen waren.

Zu den entwurzelten Palästinensern zählte auch meine Mutter. Sie war damals 9 Jahre alt. Sie lebt heute in Amman/Jordanien. Sie erinnert sich an eine glückliche Kindheit im Jerusalemer Stadtteil Lifta. Mein Großvater besaß dort mehrere Häuser, in denen auch viele jüdische Mieter wohnten, einschließlich einer Familie, die in das untere Apartment im Haus meines Großvaters gezogen war.

Anfang des Jahres 1948 – noch ehe irgendeine Armee eines arabischen Staates sich einmischte -, wurde meine Mutter mit ihrer gesamten Familie von zionistischen Milizen vertrieben. In manchen Vierteln West-Jerusalems wurden sämtliche Bewohner vertrieben. Am 7. Februar sagte Israels Staatsgründer David Ben-Gurion zu Parteimitgliedern (über diese Viertel): „Wenn Sie (nach Jerusalem) reinkommen – durch Lifta-Romema, durch Mahane Yehuda, durch King George Street und Mea Shearim – gibt es dort keine Fremden (das heißt Araber). Einhundert Prozent Juden“. Die Palästinenser waren zu Fremden im eigenen Land geworden.

Seither haben Millionen Flüchtlinge und deren Nachkommen Haus und Hof, Haine, Herden, Fabriken, Läden, Werkzeuge, Fahrzeuge, Bankkonten, Kunstwerke, Versicherungen, Möbel und Besitz aller Art verloren und wohnen im Exil – viele in dreckigen Flüchtlingslagern, die von Israel oder von arabischen Staaten aufrechterhalten werden. Mehr als 80% der Palästinenser, die heute im Gazastreifen belagert und ausgehungert leben, sind Flüchtlinge aus Städten, die heute israelisch sind. Doch etwas gibt es, von denen man Palästinenser nicht mit Gewalt trennen kann: Es ist die Liebe zu ihrem Heimatland und ihre Entschlossenheit, Gerechtigkeit zu finden. Das ist es, was wir feiern.

Auf der ganzen Welt erinnern sich Palästinenser an den Beginn einer Tragödie, die noch immer nicht zu Ende ist. Wir sind an einem wichtigen Wendepunkt. Zwei Dinge gehen parallel vor sich. Ungeachtet der rituellen Erklärungen über entsprechende internationale Unterstützung gibt es kaum noch Aussicht auf eine Zweistaatenlösung. Die Palästinenser im Gazastreifen und in der Westbank sind – durch wachsende israelische Siedlungen und immer mehr ‚Straßen nur für Siedler‘ – eingemauert und eingekerkert. Diese Situation erinnert an die Bantustans in Apartheid-Südafrika.

Zweitens, obwohl Israel versucht, die Palästinenser unter Kontrolle zu halten, wächst die palästinensische Bevölkerung unter israelischer Herrschaft, so dass sie demnächst mehr Köpfe zählen wird als die 5 Millionen israelische Juden. Heute leben 3,5 Millionen Palästinenser in Westbank und Gaza. Weitere 1,5 Millionen Palästinenser sind nominell Bürger Israels. Letztere werden oft als „israelische Araber“ bezeichnet. Diese Palästinenser in Israel sind zunehmend unzufrieden mit ihrem Status als Bürger Zweiter Klasse im Jüdischen Staat. Der Staat sieht sie als feindliche „Fünfte Kolonne“.  Die Palästinenser in Israel fordern gleiche Rechte und einen Staat für alle Bürger. Einige israelisch-jüdische Politiker drohen (den israelischen Arabern) mit Abschiebung nach Gaza, in die Westbank oder noch weiter weg.

Offizielle Zukunftsberechnungen belegen, die höhere Geburtenrate der Palästinenser wird bis 2025 dazu führen, dass zwei Millionen mehr Palästinenser im Land leben werden als israelische Juden. In der internationalen Gemeinschaft haben bislang nur Wenige die Realität kapiert, dass eine chirurgische Trennung zwischen den Populationen nicht möglich sein wird.

Israels Führer wissen, welches Problem sie haben. Im November sagte der israelische Premier Ehud Olmert: „Wenn der Tag kommt, an dem die Zwei-Staaten-Lösung kollabiert und wir uns einem Kampf um gleiches Wahlrecht im Stile Südafrikas gegenüber sehen – sobald dies passiert, ist der Staat Israel erledigt“.

Der Kampf hat schon begonnen. Immer mehr Palästinenser erkennen, dass ein (eigener) Staat unrealistisch ist. Sie diskutieren und optieren für eine Ein-Staaten-Lösung, die Israelis und Palästinensern gleiche Rechte in einem gemeinsamen Land bieten würde. 2007 gehörte ich zu einer Gruppe aus Palästinensern, Israelis und anderen, die eine ‚One State Declaration’* veröffentlichte. Diese Erklärung war zu einem gewissen Teil inspiriert von ‚South Africa’s Freedom Charta‘. In unserer Erklärung legten wir die Prinzipien für eine gemeinsame Zukunft in einem demokratischen Staat fest. Natürlich schrecken die meisten Israelis vor einem Vergleich mit Apartheid-Südafrika zurück. Die positive Nachricht für sie lautet: Das Ende der Apartheid führte nicht zu dem von vielen befürchteten Desaster, vielmehr war es die Morgendämmerung für alle Menschen  Südafrikas.

*http://electronicintifada.net/v2/article9134.shtml

Islamische Bewegung-kein Monopol

Wir,die wir uns erhoben haben,taten dies für den Islam.Unsere Republik ist eine Islamische Republik.Die Islamische Bewegung kann nicht nur auf ein bestimmtes Land beschränkt sein.Auch nicht nur auf die islamische Welt.Eine Bewegung, die um des Islam willen erfolgt.ist die Bewegung der Propheten.Auch sie, die Bewegung der Propheten,war nicht auf ein Gebiet begrenzt.Der Prophet des Islam stammte aus Arabien,seine Einladung aber erging nicht nur an die arabische Bevölkerung,war nicht nur auf die arabische Halbinsel beschränkt,sondern meinte alle,die gesamte Welt.

Ihn überall verwirklichen

Schreitet auf dem Weg des Islam einher, und setzt euch für ihn ein.Damit das Schahadat auf seinem Wege zuteil wird.Und sollten wir - In Scha´Allah - obsiegen,zum Erstarken und Sieg des Islam beitragen und überall,wo auch immer, erhobenen Hauptes sein und in allen Ländern,in allen Teilen der Welt,den Islam verwirklichen und sein Banner aufrichten können.

Islam-Ein Recht aller

Ich hoffe,dass wir das Banner des Islam - das Banner der Islamischen Republik - in allen Teilen der Welt aufrichten können und sich alle dem Islam,der ein Recht aller ist, anschliessen werden. Imam Ayatollah Ruhollah Al Musavi Al Khomeini

Boycott Zionism

Smash Zionism

Widerstand gegen Zionismus,Zionisten und deren Unterstützern!

Boycott Israel

Widerstand macht Sinn

"Wenn die Zionisten die Waffen niederlegen und sich hinter die Grenzen von 1967 zurückziehen wird es Frieden geben. Wenn der palästinensische Widerstand die Waffen niederlegt wird es niemals ein freies, unabhängiges Palästina geben." Ahmed Ibn Fahdlan in Tehran.

Revolution I

"Without a revolutionary theory there cannot be a revolutionary movement"

Revolution II

Revolution! Revolution! Nicht vom Osten!! Nicht vom Westen!! ISLAMISCHE REVOLUTION!!!

Ideologie

"Also wenn wir den Krieg nicht gewinnen was haben wir dann von der Ideologie? Also ich meine, das ist doch nicht einfach irgendetwas aus einem Buch. Eine Ideologie ist doch etwas praktisches, muß doch etwas lebendiges, etwas für Menschen sein!"

Islam Inside

Smash Imperialism

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