Die israelische Tageszeitung Yedioth Ahronoth berichtet, dass hunderte israelische Siedler am Samstag ein palästinensisches Dorf nahe Nablus stürmten, Autos in Brand steckten, Wohnhäuser angriffen und Einwohner verprügelten. Mindestens zwei Palästinenser mussten in einem Krankenhaus medizinisch behandelt werden.

Der Vorfall ereignete sich am Samstag im Dorf Asira al-Qabaliya. Siedler aus der nahe gelegenen Siedlung Itzhar sollen das Dorf gestürmt und zahlreiche Gebäude des Dorfes beschädigt haben. Neben zahlreichen Fahrzeugen sollen auch dutzende Acker landwirtschaftlich genutzten Landes verbrannt worden sein.

Die israelische Armee bestreitet die Vorwürfe und beschuldigt die Bewohner des palästinensischen Dorfes sich der Siedlung genähert zu haben, was zu gegenseitige Steinewürfen gefüjhrt hätte. Zudem sollen nicht die Siedler, sondern Palästinenser auf dem Ackerland Feuer gelegt haben.

Ein Bewohner des Dorfes berichtete gegenüber Yedioth Ahronoth: “Die Soldaten verteilten sich auf den Dächern der Häuser und richteten ihre Gewehre auf jeden, der ihnen widersprach. Währenddessen legten Siedler Feuer, zerstörten und verprügelten.”

Der Mann fügte hinzu: “Mein Haus ist Itzar am nächsten und ich wurde oft von ihnen (den Siedlern) verpügelt. Sie haben auch dutzende meiner Schafe gestohlen. Unser Problem ist, dass die Armee sie nicht nur unterstützt sondern aktiv mit ihnen kooperiert.

Vor allem Palästinenser in ländlichen Gebieten werden fast täglich Opfer von Übergriffen radikaler israelischer Siedler. Erst gestern griffen bewaffnete Siedler ein Dorf südlich von Hebron an, forderten die Bewohner zum Verlassen des Dorfes auf und verwundeten zwei Italiener. Die israelische Armee schreitet nur selten ein oder unterstützt die Siedler bei ihren Angriffen.

Quelle: http://www.ism-germany.net/