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Die Grafik des Tages ist ein Foto aus dem Irak. Es zeigt, wie einer der heldenhaft die Freiheit des amerikanischen Volkes und seines größten Präsidenten aller Zeiten und Obersten Kämpfers George Walker („Der auf dem Pfade des Krieges wandelt“) Bush verteidigender US-Recke einen der größten Terroristen, den er – trotz der meisterhaften Tarnung – durch schnelles Denken entlarvt hat, ins Visier nimmt:


Fuck The Army: Antiterrorkampf im Irak (Source: junge Welt)

Da dieses Foto unter den Augen der Öffentlichkeit entstand, ist damit zu rechnen, daß der Betreffende die Enttarnung überlebt hat und verhaftet wurde. Er dürfte bereits in Guantanamo Bay eingeliefert worden sein und den dort üblichen und nicht einmal für bundesdeutsche Innenminister tadelnswerten Verhören unterworfen worden sein.

Quelle: http://worldcontent.twoday.net/

Die gestrige Exekution des zukünftigen Oberbefehlshabers über das libanesische Militär, Francois al-Hajj („Hadsch“), war eine exakt durchgeführte militärische Operation, vorheriges Ablenkungsmanöver inbegriffen, welches zum Ziel hatte die Wahl seines Vorgesetzten Michel Suleiman (Sulaiman) als Präsident von Libanon zu verhindern. Das Aufrücken dieser beiden Militärs in entscheidende Positionen wäre – als ganz spezieller „Fall Libanon“ – ein Stabilisierungsfaktor für das gesamte fragile Staatsgebilde gewesen, was an zwei ehemalige Besatzungsmächte grenzt, eine davon Atommacht und enger Verbündeter des NATO-Blocks.Die Exekution von Francois Hajj politisch möglich gemacht haben erst haarsträubende Fehler der libanesischen Opposition, wenngleich völlig klar ist, dass sie – genauso wenig wie Syrien – nichts damit zu tun hat.

DIE OPERATION

Laut Pressemeldungen spielte sich im wohlhabenden (2) Beiruter Stadtteil Baabda folgendes ab:
um 7.10 Ortszeit (1) explodiert dort ein Sprengsatz, der das Auto des in diesem Augenblick vorbeifahrenden Hajj zerfetzt. Praktisch sofort nach der Explosion wird aus „Sicherheitskreisen“ von einem „olivgrünen BMW“ und 35 kg Sprengstoff gesprochen (1,2), der von einem Fernzünder zur Explosion gebracht worden sei (2). Das dürfte so ziemlich der erstaunlichste Fall von Hellseherei der letzten Monate sein, selbst im von vertrauenswürdigen Personen überfüllten Beirut.
Zwei Personen seien „15 Yards“ (knapp 13.5 Meter) weit geschleudert worden, heisst es, der tote Hajj bereits identifiziert (1). In der westlichen „Welt“ hiess es dagegen interessanterweise, der Körper von Hajj („Hadsch“) sei 100 Meter vom Explosionsort gefunden worden, man bezog sich auf eine Meldung von „L’Orient-Le Jour“ (3). Dass würde heissen, der Körper im Auto wurde durch eine horizontal erfolgte Explosion in einem anderen Auto irgendwie seitlich aus seinem Auto heraus geschleudert, um dann vertikal nach oben zu fliegen um dann entgegen erster Meldungen nun 100 Meter vom Explosionsort gefunden zu werden.

Die Explosion riss laut Meldungen einen 2 Meter breiten und ein Meter tiefen Krater (1). Das lässt nicht auf eine Autobombe schliessen – deren kinetische Energie zur Seite geht – sondern auf Granaten- oder Raketenbeschuss (hierzu eine Beschreibung diverser Krater durch Explosionen auf globalsecurity.org, 4).

Heute nun wird berichtet, bereits unmittelbar nach der Explosion (hier heisst es: 7.05 Ortszeit Uhr) sei ein Mann in der Nähe des Explosionsortes festgenommen worden. Wie war der bloss aufgefallen, „in der Nähe“ eines vollständig zerstörten Geländes? Hatte er eine Fernbedienung in der Hand und rief „ICH WAR´S, ICH WAR`S“?
Das ominöse Auto, der oliv-grüne BMW habe den Explosionsort BEREITS 8 MINUTEN VOR DER EXPLOSION VERLASSEN, so die Zeitung „Safir“. Auch sind bereits gestern (surprise, surprise..) drei Männer im Südlibanon festgenommen worden, ausgerechnet in Sidon. (5)

DAS ISRAELISCHE TERRORNETZWERK IM LIBANON

Libanon, im Juni 2006:
Der Mossad-Agent Mahmoud Rafeh wird vom libanesischen Geheimdienst (DRAL) verhaftet. Rafeh soll nach Angaben der libanesischen Regierung ein eigenes Terrornetzwerk unterhalten und angeführt, sowie als Kommandeur mehrere tödliche Anschläge im Auftrag des israelischen Geheimdienstes Mossad zu verantworten haben.
Bei der Explosion einer Autobombe in der südlibanesischen Stadt Sidon am 26. Mai 2006 war Mahmoud Al-Majzoub, ein Führungsmitglied des Islamischen Dschihad, und dessen Bruder getötet worden.

Der UN-Sicherheitsrat sollte damalsi „die wiederholten Verletzungen des libanesischen Luftraums durch israelische Militärflugzeuge“ untersuchen, so der damalige libanesische Außenminister Fawzi Salloukh. Verteidigungsminister Elias Murr hatte zuvor erklärt, es sei „sehr wahrscheinlich“, daß die Autobombe, die gegen Al-Majzoub gerichtet war, von israelischen Militärflugzeugen ferngezündet wurde. Dies hätten bisherige Ermittlungen ergeben. Murr war am 12. Juli 2005 selbst einem Mordanschlag entgangen.

Gefahndet wurde in diesem Zusammenhang auch nach Husein Khattab, der nach Aussagen von Rafeh an dem Anschlag in Sidon beteiligt war. Khattab war demnach auch für einem Mordanschlag am 20. Mai 2002 verantwortlich, bei dem Jihad Ahmad Jibril, der Sohn von Ahmad Jibril, des Chefs der Volksfront für die Befreiung Palästinas (PFLP), getötet worden war. Offenbar als Revanche für die Festnahme ihres Terroristen Rafeh bombardiert die israelische Luftwaffe während des Libanonkrieges in der Nacht zum 17.Juli genau den libanesischen Militärgeheimdienst DRAL in Abde, der den Mossad-Terroristen festgenommen hatte.
In der deutschen Papierpresse, mit Ausnahme der „Jungen Welt“, wurde der Fall totgeschwiegen.(6)

DIE MERKWÜRDIGE ROLLE VON FRANKREICH UND BERNARD KOUCHNER

Die Republik Libanon ist eine ex-Kolonie unserer Nachbarn. In dem Tauziehen um die Wahl von Generalstabschef Michel Suleiman trat nun ausgerechnet ein erklärter Bellizist als Vermittler auf – der französische Aussenminister Bernard Kouchner. Derselbe Kouchner, der – zusammen mit seinem Präsidenten Sarkozy, der deutschen grossen Koalition von Merkel und Steinmeier, sowie der israelischen grossen Koalition von Ehud Olmert und Ehud Barak – trotz eines Berichtes sämtlicher US-Geheimdienste über das Nichtexistieren eines iranischen Atomprogramms weiter voll auf Kriegskurs gegen die Perser steuert.
Derselbe Kouchner, der schon 2003 mit aller vergeblichen Macht auf einen Beitritt Frankreichs zur Koalition der Willigen gedrängt hatte. (Nun jetzt hat er, was er will.)
Derselbe Kouchner, der noch in diesem August, im Jahre 2007, davon schwafelte, er wolle das Blatt wenden im Irak (9) und am 18.November beim Besuch in Israel davon, den Iran zu bombardieren. (10)

Kouchner sprach diesen Montag nun davon, dass er hoffe, Libanon werde bis zum JAHRESENDE einen neuen Präsidenten haben – nur EINEN TAG vor dem 8.Versuch Suleiman im Parlament zum Präsidenten zu wählen (7).
Optimismus sieht anders aus. Auch sprach Kouchner davon – ausgerechnet er und angesichts Tausender französischer und anderer UNIFIL-Soldaten im Libanon, die durch den Libanonkrieg Israels elegant hinein gebombt worden waren – es gäbe da eine „grössere ausländische Intervention“ (11). Eine andere Übersetzung der Äusserung sprach von „signifikanter äusserer Intervention“ (12).

Der „Vermittler“ der ex-Kolonialherren, Bernard Kouchner, meinte damit aber natürlich nicht die quasi ins Eigentum zurückgekehrten französischen Soldaten, nein, nein. Er meinte damit natürlich Syrien und den Iran.

WER PROFITIERT? WER WILL DIE WAHL SULEIMANS ZUM PRÄSIDENTEN VERHINDERN?

Lassen wir zuerst einmal die libanesische Opposition beiseite, die sich – mit Ausnahme der Hizb-Allah – dieses Desaster selbst zuzuschreiben hat. Diese Dummheit, gerade von Parlamentspräsident Nabih Berri und „General“ Michel Aoun, ist ohne rassistische Vergleiche mit Kamelgehirnen kaum zu beschreiben.

Nehmen wir uns mal die israelische Haltung zum libanesischen Generalstabschef Michel Suleiman vor. Da ist die beste Referenz das bekannte Megafon der israelischen Geheimdienste, „DEBKAfile“. Diese Webseite spuckte nach der Nominierung Suleimans Gift und Galle und beschuldigte die Saudis diesen Deal mit den Syrern in Annapolis hinter dem Rücken der Bush-Regierung eingefädelt zu haben, auch gegen den Willen der ex-Kolonialherren in Paris (13). DEBKAfile berichtete – übereinstimmend mit der staatlich kontrollierten Nachrichtenagentur Syriens, „Almanar“ (14) – dass Suleiman die libanesische Armee während des Überfalls von Israel auf den Libanon eben nicht gegen die Hizb-Allah marschieren liess, sondern sich gegen die Invasoren positionierte.

Auch angesichts der Tatsache, dass der nun ermordete mögliche Suleiman-Nachfolger Francois Hajj ehemaliger Offizier vom oppositionellen Aoun ist und gegen die rechtsradikalen „Lebanese Forces“ von Samir Geagea kämpfte, ist die These, dass ausgerechnet Syrien hinter dem Attentat steckt, eine bodenlose Frechheit. Auch soll er, jedenfalls nach Meldungen von „Almanar“, explezit vor der Rolle der „Lebanese Forces“-Milizen gewarnt haben (15).

Vielmehr ist folgende Meldung nicht unwichtig: hier wird berichtet, Hajj sei nur EINER VON ZWEI möglichen Nachfolgern Suleimans (16). Es gibt da also einen potentiellen Konkurrenten um den Posten als Chef
des libanesischen Militärs. Auch der Vater von Hajj berichtete explezit, er glaube, er sei wegen der möglichen Nachfolge von Militärchef Suleiman umgebracht worden. (16)

Die Lage ist nun folgendermassen: im Falle einer Wahl von Suleiman würde nun ein anderer, der Opposition nicht vertrauter Militär an die Spitze der Streitkräfte rücken. Eine Zwickmühle für die Opposition, die sich das selbst eingebrockt hat.

DIE UNGLAUBLICHEN FEHLER DER LIBANESISCHEN OPPOSITION

Die für die Opposition um den „christlichen“ General Aoun, Nabil Berri (Parlamentspräsident und Chef der schiitischen „Amal“-Partei) und die Hizb-Allah („Hisbollah“) äusserst günstige Entwicklung um den als Präsidenten nominierten Militärchef Suleiman wurde vor allem durch eins behindert: die berüchtigte Raffgier von libanesischen Lobbyisten und Interessengruppen. Allen voran – die Opposition. Sah sie die Chance auf eine Stärkung ihrer Interessen, konnte sie den Schlund natürlich nicht voll genug bekommen und ruinierte die Chance auf friedlichen Ausgleich und baldige Wahl eines Präsidenten.

Der Hintergrund ist folgender: laut Artikel Verfassung 49 Absatz 3 der libanesischen Verfassung kann Suleiman nicht Präsident werden, da es die Wahl eines ehemaligen Staatsbediensteten zum Staatsoberhauot erst 2 Jahre nach Ende seines Amtes erlaubt (17). Aber anstatt diesen Artikel einfach zu streichen – was ohne Weiteres durch eine 2-Drittel-Mehrheit im Parlament geschehen könnte – versuchten die Hornochsen der Opposition ein typisch arabisches Gefeilsche um ein „Amendment“, eine Verfassungsergänzung. Diese müsste aber verfassungsgemäss durch die Siniora-Regierung bestätigt werden. Da aber die Opposition diese nach dem Rückzug der eigenen Minister als zurückgetreten ansieht, lehnte sie eine Bestätigung der Verfassungsergänzung durch die Rumpf-Regierung von Siniora ab. Amal-Chef Berri verkündete diesbezüglich erst diesen Montag neue Bedingungen. (19)
So trat man also sinn- und hirnlos auf der Stelle.

Es war dann auch ausgerechnet Aoun, der ebenfalls am Montag dem 10.Dezember den wahrlich brillianten Einfall hatte in die nächste Regierung hineinreden zu wollen, mehr Macht in ihr zu verlangen und ausserdem den nächsten Ministerpräsidenten bestimmen zu wollen (18). Eine noch dümmere Steilvorlage für den Gegner hätte der ehemalige Präsident des Libanon gar nicht geben können.

So wurde dann die Wahl von Suleiman am Dienstag zum achten Mal verschoben. Aoun gab dafür dem regierungsnahen Bündnis „March 14“ die Schuld. „Ich glaube, dass die (Siniora-nahe Parlaments-) Mehrheit General Suleiman gar nicht wählen will und dass das alles nichts als ein Manöver ist“, so Aoun. (20)
Erstens hätte das dem alten Trottel von Anfang an klar sein müssen und zweitens gab er seinen eigenen Gegnern auch noch alle Trümpfe in die Hand. Ein Beispiel dafür, dass das gesamte alte libanesische Establishment, egal ob „Opposition“ oder „Regierung“, nur die eigenen Machtinteressen und nichts anderes im Kopf hat.

Keine 24 Stunden später war Hajj tot.
Dann jammerte sich Aoun der Presse gegenüber aus und kritisierte kryptisch – ohne klar zu sagen, wen er damit meinte – internationale Geheimdienste und Sicherheitsbehörden, die eigentlich dem Libanon bei der Aufklärung bereits erfolgter Attentate hätten helfen sollen.
Aoun gestern (21): „Wir müssen wissen, wer hinter dieser andauernden Blockade („obstruction“) steckt, besonders da wir kurz davor sind eine Einigung über die Wahl eines Präsidenten nächsten Montag zu erzielen. Wir haben das ungute Gefühl, dass diejenigen, die uns beschützen, die sind, die uns umbringen. Ich will meine Anklagen jetzt nicht speziell gegen eine Seite richten, aber die Umstände dieses Verbrechens führen uns dazu zu glauben, dass dies ein BESCHÜTZTES VERBRECHEN WAR…“

DIE ROLLE DER DEUTSCHEN GEHEIMDIENSTE, DER DEUTSCHEN MILITÄRS UND DER DEUTSCHEN REGIERUNG IM LIBANON

Bereits am 8.März berichteten wir den wegen Journalisten-Bespitzelung gefeuerten ex-BND-Chef August Hanning, der kurz zuvor zusammen mit Premierminister Siniora, dem Innenminister des Libanon, Hassan Sabaa, sowie dem Chef der „Internen Sicherheitskräfte“ (ISF) Ashraf Rifi, die Installierung eines „modernen“ Kontroll- und Überwachungssystems im Norden von Libanon angekündigt hat. Erklärtes Ziel: Syrien zu überwachen (22).
Ausgerechnet Innenminister Sabaa beschuldigte nun General Aoun, hinter dem Attentat auf General Hajj zu stecken. 15 Attentate seien in seiner Amtszeit geschehen, keines sei aufgeklärt worden.(21)

Hat Sabaa denn nicht mal seinen Kumpel August diesbezüglich um Rat gefragt hat? Oder vielleicht sogar um TAT..?

Eine deutsche Flotte lungert vor der libanesischen Küste rum. Was macht die da? Offziell nichts. Sie hat bis heute kein einziges Schiff durchsucht, was auf den genialen Einfall gekommen wäre anstatt über die vollkommen unbewachte Grenze zu Syrien den Umweg über´s Meer zu nehmen, um so irgenein illegales Zeug zu schmuggeln. Die ganze Sache ist eine so erbärmliche Farce, dass man die ganzen Bücker im Bundestag nochmal 10 Zentimeter kleiner stauchen möchte, damit sie dann gleich in Merkels Handtasche passen.

Es gab da neulich eine interessante Gerichtsverhandlung in Berlin, am 23.Oktober. Dabei ging es um ganz wilde Geschichten. Die Ausbildung von RAF-Terroristen vor und nach 1970 in arabischen Ländern und in palästinensischen Lagern, wovon Berichten zufolge manch ein „westlicher Geheimdienst“ etwas wusste, es ging um die Infiltration der deutschen Linken um sie zu paralysieren, usw, usw, rasend interessant.
Trotzdem rückte gerade im Nachhinein noch etwas in den Blickpunkt aufmerksamer Berliner Journalisten: der Hariri-Mord und ein Berliner Staatsanwalt.

DER UN-UNTERGENERALSEKRETÄR UND SONDERERMITTLER ZUM HARIRI-MORD DETLEV MEHLIS

(alles Quelle 23)
Detlev Mehlis ist für Linke in Berlin kein Unbekannter. Er fing in den 80er Jahren in der „Abteilung P“ der Westberliner Senatsverwaltung gegen „Linke und Hausbesetzer“ an.

Nach dem Attentat auf das französische Kulturzentrum „Maison de France“ im August 1983 bewies Mehlis als Berliner Staatsanwalt die Mittäterschaft des Terroristen Ilich Ramírez Sánchez, auch bekannt als „Carlos, der Schakal“. 1994 wurde Carlos auch dank der Hartnäckigkeit von Mehlis im Sudan vehaftet, dessen Stellvertreter Johannes Weinrich wurde 1995 im Jemen entdeckt.
Seine Arbeit als Ankläger im Prozess um den Bombenanschlag auf die Diskothek La Belle in Berlin im April 1986 macht ihn weltweit bekannt, war aber nicht gerade unumstritten. Schwarz auf weiß bescheinigten die Richter dem Staatsanwalt damals „verbotene Vernehmungsmethoden“.

Zwischen Mai 2005 bis Januar 2006 arbeitete er im Auftrag der Vereinten Nationen im Range eines UN-Untergeneralsekretärs mit einem bis zu 110 köpfigen internationalen Team an der Aufklärung des Autobombenanschlags vom 14. Februar 2005 in Beirut, bei dem der libanesische Ministerpräsident Rafik Hariri sowie weitere 22 Personen ums Leben kamen.

Am 20. Oktober 2005 übergab er einen Zwischenbericht seiner Untersuchungen an den UN-Generalsekretär Kofi Annan und berichtete am 25. Oktober dem UN-Sicherheitsrat über den Stand seiner Ermittlungen. Der Bericht enthielt Indizien, die auf eine Verwicklung von syrischen Offiziellen und dem ehemaligen Sicherheitschef im Libanon hinweisen. Der Bericht gelangte unmittelbar an die Presse und sorgte für einige politische Spannungen, wie insbesondere der Ruf nach internationalen Sanktionen gegen Syrien und der Forderung des Rücktritt von Émile Lahoud, dem pro-syrischen Präsidenten Libanons.

Nun – wie sich herausstellte, war sein Kronzeuge Suheir al-Sadik nicht nur gekauft worden, sondern auch noch ein mehrfach verurteilter Betrüger. Al-Sadik war an dem Attentat selbst beteiligt und hatte nachweisbar mehrfach gelogen, dass wusste man sogar in der UNO – schon im Oktober 2005. Und die syrische Regierung hatte schon im September 2005 ein komplettes Dossier mit belastendem Material über den Mehlis-Kronzeugen Suheir al-Sadik – immerhin an einem Massaker mit 23 Toten beteiligt – „verschiedenen westlichen Regierungen“ zur Verfügung gestellt.
Es wäre fast wie im Film, wenn da ausgerechnet die Bundesregierung NICHT dabei gewesen wäre.

Trotzdem übergab der UN-Sonderermittler und ehemalige Hausbesetzer-Jäger Detlev Mehlis dem UN-Sicherheitsrat am 10. Dezember 2005 einen zweiten Report über die Untersuchung des Hariri-Attentats. In dem Report behauptete Mehlis abermals, das Syrien für das Attentat verantwortlich sei.
Unmittelbar danach legte Detlev Mehlis sein Amt als Leiter der Untersuchung nieder und kehrte als Staatsanwalt an das Kammergericht (Oberlandesgericht) Berlin zurück – aus „persönlichen Gründen“, wie es hiess.

Es ist schon merkwürdig, dass dem „Terrier“ Mehlis die Lügen seines Kronzeugen und Terroristen al-Sadik gegen Syrien nicht auffielen.
Aber immerhin verlieh ihm die Bundesregierung zum Dank noch das Verdienstkreuz Erster Klasse. Und nicht nur das – auch in Frankreich bedankte man sich und verlieh ihm den französischen Verdienstorden l´Ordre national du Mérite. (Während des Überfalls von Israel auf Libanon hatte der französische Präsident Jaque Chirac übrigens – laut konservativen israelischen Zeitungen – die Olmert-Regierung zu einem Angriff auf Syrien gedrängt)

Nun – zurück zum sagenhaften Augenblick am 23.Oktober, auf den Fluren des Landgerichtes zu Berlin…
Hierbei möchte ich nun – in dieser durchaus auch weltpolitisch nicht uninteressanten Angelegenheit – aus dem Artikel des „R-Archiv“ vom 26.Oktober zitieren. Er trägt den Titel „`Detlev Mehlis` ein ‚Verbrecher’` oder 1001 Nacht?“

http://www.r-archiv.de/article2941.html
„Der Berliner Oberstaatsanwalt Detlev Mehlis – sei ein `Verbrecher` und der Erste Hauptkommissar im BKA Gerhard L. habe im Libanon ein Terrornetzwerk aufgebaut, welches für Anschläge verantwortlich sei – verkündete eine Prozesspartei nach einer Verhandlung – am 23.10.2007 auf dem Flur des LG Berlin.
Oberstaatsanwalt Detlev Mehlis ist sicherlich eine Person der Zeitgeschichte – weshalb er hier seinen vollen Namen findet – nicht als Ermittler im Verfahren gegen den Terroristen Weinrich oder im La Belle Verfahren – aber sicherlich als UN-Sonderermittler im Mordfall Rafik Hariri.
Der EKHK im BKA – Gerhard L. – will (wie einige Prozesse beweisen) keine Person der Zeitgeschichte sein, weshalb sein Name anonymisiert wurde.
Hätte sich allerdings bestätigt, dass er der unbekannte `Sam` im Falle Khaled el Masri gewesen wäre, dann – ja dann wäre er eine Person der Zeitgeschichte.
Zur Person der Zeitgeschichte würde er – ohne jeden Zweifel aber auch dann – wenn obige Behauptung über sein angebliches Terrornetzwerk im Libanon stimmen würde.“

Man muss dazu sagen – es geht hier auch um Kinder eines Prozessbeteiligten, die im Stile von Nachrichtendiensten auffällig unauffällig durch Unbekannte fotografiert wurden. Auch bezüglich eines anderen Vorfalls gingen dann beim Autor vom „R-Archiv“, Ewald T.Riethmüller, offenbar einige Alarmglocken an.

„Es war schon auffallend, der dunkle 7-ener BMW mit dem Ulmer Kennzeichen parkte fast vier Stunden vor meiner Haustür.
Der Fahrer – etwa 35 – 45 Jahre alt – machte auf mich den Eindruck eines Arabers und bewies 4 Stunden außerordentliches Sitzfleisch, bevor er davonfuhr – ohne seinen geliebten BMW verlassen zu haben.“

Ewald T.Riethmüller sah da eine Option, ein paar Personen durchaus soetwas wie einen vorsichtigen Hinweis zu geben.
„Ein enttarnter BND- Agent schrieb in seinem Buch: `…… er fühle sich nicht mehr an seine Verschwiegenheitsverpflichtung gebunden.`
Keine so schlechte Idee – finde ich.“

Das „R-Archiv“ machte gleichzeitig deutlich, dass es die Aussagen des einen Prozessbeteiligten – das Kind des anderen war fotografiert worden – über den BKA-Agent L. und den Berliner Staatsanwalt und ex-UN-Untergeneralsekretär Detlev Mehlis nicht für zutreffend hielt. Aber alle Beteligten der Ereignisse und journalistischen Recherche – inclusive Radio Utopie – waren sich einig, dass da eigentlich eine Reaktion des Berliner Staatsanwaltes Mehlis (oder anderer Personen) zu diesen Äusserungen fällig gewesen wäre.

Die kam aber nicht.

KOMBINATIONEN

Wenn es keine Autobombe, sondern ein ganz normaler (vielleicht satellitengestützter) Luftschlag war, hätte das den UNIFIL-Truppen – besonders den deutschen und französischen Militärs, die den Luftraum überwachen – auffallen müssen. Das würde nicht nur zu den Äusserungen Aouns passen.
Gestern gab es, vor dem Attentat, ein offensichtliches Ablenkungsmanöver. Vor einer Schule schmiss ein Motorradfahrer eine Handgranate, ohne jemanden zu verletzen. Es ist aber anzunehmen, dass dies einige Verwirrung auslöste. Diese Aktion fand ebenfall im christlichen Viertel Beiruts statt, wie das Attentat auf Hajj (24). Wer dass für einen Zufall hält, der glaubt auch an Bin Laden.

Auch muss man sich vor Augen halten, dass solche Aktionen im Umfeld eines Attentats ein Höchstmass an Präzision und Kommunikation erfordern. Soetwas kann nicht geschehen, ohne einem durchschnittlichen Geheimdienst aufzufallen.
Auch ist es nicht möglich, mal eben ein mit 35 Kilo Sprengstoff vollgestopftes Auto irgendwo zu parken und dann zu warten, ob dann mal zufällig die Zielperson vorbeifährt. Ein hoher Militär in Beirut, mit der Erfahrung von 30 Jahren Bürgerkrieg, fährt nicht Tag für Tag die gleiche Route. Professionell wäre es, erst kurz vor Beginn der Fahrt die Strecke festzulegen. So wäre man selbst bei Informanten aus dem engsten Umfeld geschützt, da ein solches Attentat nicht in letzter Sekunde geplant werden kann. Auch ein Peilsender würde im Falle einer geplanten Autobombe nicht zur Gefahr, wenn man die Route jeden Tag wechselt.

Nur ein Luftschlag würde alle diese Vorsichtsmassnahmen hinfällig werden lassen. Dafür spricht auch der Krater, der angeblich 100 Meter vom Explosionsort gefundene Körper von Hajj und die Zeitungsmeldung, dass der „oliv-grüne BMW“ bereits Minuten vor dem Attentat den Anschlagsort verliess.

In diesem Falle aber müsste, in der Tat, zumindestens die Luftüberwachung der UNIFIL Bescheid wissen.

Quellen:
(1)
http://abcnews.go.com/International/wireStory?id=3986933
(2)
http://news.yahoo.com/s/nm/20071212/ts_nm/lebanon_explosion_dc;_ylt=A0WTcU6Udl9HlbMAgTtZ.3QA
(3)
http://www.welt.de/politik/article1455330/Toedliche_Bombe_verschaerft_die_Krise_des_Libanon.html
(4)
http://www.globalsecurity.org/military/library/policy/army/fm/7-90/Appd.htm
(5)
http://www.naharnet.com/domino/tn/NewsDesk.nsf/getstory?openform&00509DBF06DABABFC22573B00021E4C1
(6)
https://www.jungewelt.de/loginFailed.php?ref=/2006/06-19/016.php
(7)
http://www.albawaba.com/en/countries/Lebanon/219836
(8)
http://radio-utopie.de/international.php?themenID=1343
(9)
http://www.radio-utopie.de/archiv.php?themenID=839&JAHR_AKTUELL=2007&MON_AKTUELL=8
(10)
http://www.radio-utopie.de/archiv.php?themenID=1246&JAHR_AKTUELL=2007&MON_AKTUELL=11
(11)
http://www.albawaba.com/en/countries/Lebanon/219836
(12)
http://yalibnan.com/site/archives/2007/12/kouchner_signif.php
(13)
http://www.debka.com/headline.php?hid=4821
(14)
http://www.almanar.com.lb/NewsSite/NewsDetails.aspx?id=31088&language=en
(15)
http://www.almanar.com.lb/NewsSite/NewsDetails.aspx?id=31088&language=en
(16)
http://news.yahoo.com/s/nm/20071212/ts_nm/lebanon_explosion_dc;_ylt=A0WTcUk7dF9HNLEAVihZ.3QA
(17)
http://www.dailystar.com.lb/article.asp?edition_id=1&categ_id=2&article_id=87429
(18)
http://www.thepeninsulaqatar.com/Display_news.asp?section=World_News&subsection=Gulf%2C+Middle+East+%26+Africa&month=December2007&file=World_News200712108103.xml
(19)
http://news.xinhuanet.com/english/2007-12/10/content_7226592.htm
(20)
http://www.presstv.ir/detail.aspx?id=34605&sectionid=351020203
(21)
http://www.almanar.com.lb/NewsSite/NewsDetails.aspx?id=31108&language=en
(22)
http://www.radio-utopie.de/archiv.php?themenID=331&JAHR_AKTUELL=2007&MON_AKTUELL=3
(23)
http://www.radio-utopie.de/archiv.php?themenID=1149&JAHR_AKTUELL=2007&MON_AKTUELL=11
(24)
http://www.dawn.com/2007/12/12/rss.htm#3

Via http://www.radio-utopie.de/

Islamische Bewegung-kein Monopol

Wir,die wir uns erhoben haben,taten dies für den Islam.Unsere Republik ist eine Islamische Republik.Die Islamische Bewegung kann nicht nur auf ein bestimmtes Land beschränkt sein.Auch nicht nur auf die islamische Welt.Eine Bewegung, die um des Islam willen erfolgt.ist die Bewegung der Propheten.Auch sie, die Bewegung der Propheten,war nicht auf ein Gebiet begrenzt.Der Prophet des Islam stammte aus Arabien,seine Einladung aber erging nicht nur an die arabische Bevölkerung,war nicht nur auf die arabische Halbinsel beschränkt,sondern meinte alle,die gesamte Welt.

Ihn überall verwirklichen

Schreitet auf dem Weg des Islam einher, und setzt euch für ihn ein.Damit das Schahadat auf seinem Wege zuteil wird.Und sollten wir - In Scha´Allah - obsiegen,zum Erstarken und Sieg des Islam beitragen und überall,wo auch immer, erhobenen Hauptes sein und in allen Ländern,in allen Teilen der Welt,den Islam verwirklichen und sein Banner aufrichten können.

Islam-Ein Recht aller

Ich hoffe,dass wir das Banner des Islam - das Banner der Islamischen Republik - in allen Teilen der Welt aufrichten können und sich alle dem Islam,der ein Recht aller ist, anschliessen werden. Imam Ayatollah Ruhollah Al Musavi Al Khomeini

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