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Vor sechs Tagen haben sich Israel und Hamas auf einen Waffenstillstand geeinigt. Wie fast immer ist es Israel, das den Waffenstillstand bricht, und wie fast immer wird es von der westlichen Presse gedeckt und später die Hamas beschuldigt werden!

Als der Waffenstillstand zwischen dem radikalzionistischen Israel und der angeblich radikalsoundsoistischen Hamas (warum soll nur immer die Hamas solch ein merkwürdiges Attribut erhalten?) am vergangenen Donnerstag begonnen wurde, hatte eigentlich keine der Seiten damit gerechnet, dass er lange halten wird. Zu oft wurden jene Waffenstillstände vorab immer wieder vereinbart und zu oft gebrochen. Es war fast immer die zionistische Seite, welche den Waffenstillstand gebrochen hat. Es war fast immer die westliche Hofberichterstattung, die jenen Abkommensbruch Israels gedeckt hat. Und es waren fast immer die die westlichen Medien, die am Ende der Hamas den Bruch des Waffenstillstandes vorgeworfen hat. Warum sollte es dieses Mal anders sein? Als der Waffenstillstand immerhin vier Tage andauerte und die Belagerungsbedingungen des Gaza geringfügig erleichtert wurden, keimte sogar so etwas wie Hoffnung auf.

Heute Morgen wurden zwei Palästinenser im Westjordanland von Soldaten Israels erschossen. Der Vorfall habe sich in der Nähe von Nablus ereignet. Bei einem der Getöteten soll es sich um einen 24-jährigen Widerstandskämpfer handeln. Wie üblich in den westlichen Medien ist jeder von Israel getötete Palästinenser, entweder ein Anführer oder “Drahtzieher“ für irgendetwas. Israel tötet grundsätzlich nur Anführer und Drahtzieher, wenn man der westlichen Berichterstattung glauben schenken würde! Der zweite getötete war ein unbeteiligter 21-jähriger Student. Die Rechtfertigung der westlichen Presse für diesen Waffenstillstandsbruch Israels (der ja immerhin fast sechs Tage angehalten hat) besteht darin, dass sie behaupten, dass der Waffenstillstand nur für den von Hamas kontrollierten Gaza-Streifen gelten würde. So absurd jene Behauptung ist, so sehr wird dadurch auch der Diener westlicher Interessen an der Spitze des Westjordanlands Abbas im Regen stehen gelassen. Denn wenn es nur einen Waffenstillstand mit dem Gaza-Streifen gibt, dann müsste Abbas sich jetzt wehren.

Genau das aber ist im gesamten westlichen Konzept für Israel nicht vorgesehen. Es ist vorgesehen, dass Israel Palästinenser töten darf, aber nicht vorgesehen ist, dass Palästinenser sich wehren. Es ist vorgesehen, dass Israel Landraub betreiben darf, aber nicht vorgesehen ist, dass Palästinenser auf ihrem legitimen Recht auf Widerstand bestehen. Es ist vorgesehen, dass Israel nach Belieben Besatzung betreiben darf, nicht vorgesehen ist, dass die Besetzten damit nicht einverstanden sind. Es ist vorgesehen, dass Israel über jede nur erdenkliche und unerdenkliche Waffe dieser Welt verfügt und sie bei Bedarf auch einsetzt wo immer sie es wünscht. Nicht vorgesehen ist, dass die Beschossenen zurückschießen. Und letztendlich ist eben auch ein Waffenstillstand vorgesehen, bei dem die Palästinenser sich daran zu halten haben, aber Israel eben nicht! Man bedenke nur die westliche Berichterstattung, wenn Palästinenser aus dem Westjordanland auf Israel geschossen hätten! Dann würde sicherlich keines der Westblätter den absurden Hinweis bringen, dass es kein Bruch des Waffenstillstandes wäre, weil das Waffenstillstandsabkommen nur für den Gazastreifen gelte.

Das zionistische Konzept für Palästina ist das westliche Konzept für die gesamte islamische Welt. Es ist vorgesehen, dass Israel Atomwaffen lagert, so viel es wünscht, und sogar in Deutschland Atomwaffen lagern dürfen, die die islamische Welt bedrohen! Aber es ist nicht vorgesehen, dass der Iran sein legitimes Recht zur Atomenergienutzung unabhängig in Anspruch nimmt. Es ist vorgesehen, dass die ölproduzierenden Ländern mehr fördern, mehr investieren, mehr dafür tun, dass der Ölpreis stabil gehalten wird, aber es ist nicht vorgesehen, dass die westlichen Ländern auf ihre enormen Steuereinnahmen aus dem Ölverkauf verzichten. Es ist vorgesehen, dass westliche Länder ohne UN-Beschluss und ohne jegliche sonstige Legitimation Gelder anderer Länder “einfrieren“, es ist aber nicht vorgesehen, dass jene Länder als dann legitime Vergeltung Güter des einfrierenden Landes im Gegenzug ebenfalls einfrieren.

Wer bei solch einer Weltsicht glaubt, auch nur ein Fünkchen Hoffnung auf echten Frieden, auf Freiheit und Gerechtigkeit zu verbreiten, der betrügt sich nur selbst.

Das Konzept der aktuellen westlichen Politik ist ein Konzept der Kriegspolitik, die auf Gewalt, Brutalität, Mord und Totschlag aufgebaut ist. Israel stellt nur die Speerspitze dieser Politik dar. Aber solch eine Politik schadet allen Menschen gleichermaßen, den Muslimen wie den Nichtmuslimen zugleich. Der Muslim wird zwar ermordet, aber der von der westlichen Welt getragene Schütze wird zum Mörder. Wer glaubt, dass ein Mörder keinen Schaden in seiner eigenen Seele nimmt, wer glaubt, dass Hofjournalisten, die jene Morde mittragen, keinen Schaden in ihren eigenen Seelen nehmen, der kennt die menschliche Seele nicht.

Dieser neuerliche Waffenstillstand mit Israel ist gescheitert. Und man muss wirklich kein Prophet sein oder über hellseherische Fähigkeiten verfügen, um vorauszusehen, wie es weiter geht. Irgendwann in den nächsten Tagen wird die Hamas reagieren (in welcher Form auch immer); möglicherweise sogar “nur“ vom Westjordanland aus. Dann wird Israel behaupten, dass die Hamas den Waffenstillstand gebrochen hätte. Die westlichen Hofjournalisten werden jene Behauptung Israels versuchen zumindest in die westlich Welt zu tragen. Außer den Bürgern der westlichen Welt glaubt ihnen ohnehin niemand mehr. Und dann geht das Morden im heiligen Land weiter; ein westliches Konzept, dass für jeden getöteten Besatzer ca. 50 getötete Besetzte vorsieht, ohne dass darin jemand ein Unrecht vermuten darf.

Während alle obigen Schilderungen mehr oder weniger nachvollziehbar sein müssten, bleibt aber eine Frage offen, die unverständlich bleibt. Warum zerstört ein erfolgreiches System sich selbst? Es gibt doch keinen Zweifel daran, dass die westliche Welt technisch einen weiten Vorsprung genießt. Und halbwegs vernünftige Ökologen werden sicherlich erkennen, dass ein Konzept der Kooperation für jegliche Industrie (einmal abgesehen von der Waffenindustrie) hilfreicher und lukrativer wäre, als das Konzept der Konfrontation. Auch in der muslimischen Welt leben Konsumenten, die gerne qualitativ hochwertige Ware bevorzugen. Der Wohlstand steigt weltweit – auch in der muslimischen Welt. Und somit wäre der technische Vorsprung der westlichen Welt eine Gelegenheit zu noch schnellerer Entwicklung. Jeder kann vorrechnen, dass ein Frieden in Palästina allen Beteiligten (auch den Israelis) ökonomisch zum Vorteil gereichen würde.

Was also ist der Grund dafür, dass ein auf Wirtschaftlichkeit und Materialismus basierendes Weltsystem seine eigenen Fundamente zerstört? Der Grund liegt genau darin, dass es eben auf Materialismus basiert! Moral, Ethik, menschliche Werte usw. sind schon längst auf der Strecke geblieben und dienen bestenfalls dazu, westliche Weltmachtanspruche zu festigen. Die Arroganz der Wertlosigkeit zerstört sogar den einzigen bestehenden eigenen Wert des Materialismus, das Kapital. Denn genau jener Verlust an Moral, Ethik und vor allem dem Gerechtigkeitsgefühl führt zur eigenen Zerstörung. Das so enorm mächtige westliche Weltimperium wird nicht das erste Imperium sein, das an der eigenen Arroganz und Morallosigkeit untergegangen ist; und möglicherweise auch nicht das letzte.

Daher kann es hier an dieser Stelle nur immer und immer wieder wiederholt werden: Ohne ein Minimum an Gerechtigkeit wird es keinen Frieden in dieser Welt geben! Und so lange die Gerechtigkeit derart mit Füßen getreten wird, wie aktuell in Israel, werden alle darunter leiden. Andererseits hätten Juden, Christen und Muslime im Heiligen Land (und nicht nur dort) durchaus das Potential dazu, Vorreiter für Frieden zu sein.

Es ist erst wenige Tage har, dass ein von Israelis erschossener Palästinenser durch Organspenden israelisches Leben gerettet hat. Die Eltern des 18-Jährigen hatten eingewilligt, die Organe ihres Sohnes zur Transplantation freizugeben, und damit wurden gleich sechs Israelis das Leben gerettet! War das nicht eine echte Sensationsmeldung? Hätte nicht jene Meldung über alle Nachrichtensprecher der westlichen Welt verbreitet werden müssen, um darzulegen, wie das Übel der Besatzung durch die Güte und Opferbereitschaft der Eltern eines Ermordeten überwunden werden kann! Hätte es nicht sogar Sondersendungen dafür geben müssen? Aber jene Meldung wurde von den westlichen Medien kollektiv ignoriert, obwohl die israelische Nachrichtenagentur inn es verbreitet hat!

Das aktuell praktizierte Konzept der westlichen Welt ist nicht nur zerstörerisch für andere sondern auch für sich selbst. Lichtblicke, die dagegen wirken könnten, werden in einer heute kaum noch vorstellbaren Art der Gleichschaltung ausgeblendet. Aber jenes Konzept wird nur noch von einer kleinen Clique Politiker und ihrer Hofjournalisten getragen. Es wird Zeit, dass sich die Bevölkerungen dagegen erheben und einen Weg des Friedens suchen, einen Weg den die Eltern des ermordeten Palästinenser vorgemacht haben. So sehr deutlich wird, dass die Bevölkerungen der westlichen Welt die kriegstreiberische Politik ihrer Anführer verachten, so sehr muss allerdings auch festgestellt werden, dass sie durch ihre Schweigsamkeit eine gehörige Mitverantwortung tragen.

Der wahre Widerstand gegen all dieses Unheil beginnt bei Moral, Ethik und Selbsterziehung. Dazu bietet der heutige Weltfrauentag des Islam, der Tag des Geburtstags der besten aller Frauen, der gesegneten Fatima (a.) eine gute Gelegenheit. Sie hat nicht geschwiegen gegen Unrecht und hat ihren ausschließlich verbalen Widerstand sogar mit ihrem Leben bezahlt. Das wird heute von kaum einem Menschen in der westlichen Welt verlangt. Aber ein Minimum an Opferbereitschaft der eigenen Gemütlichkeit könnte durchaus helfen, die Welt zu verbessern; und dabei zählt jede Lippenbewegung und jede Bewegung der Finder auf der Tastatur eines jeden Einzelnen, erscheine sie zunächst noch so unbedeutend. Auch das Leben der Fatima zu studieren, kann ein Meilenstein sein!

Eines der vielen Vorwürfe gegen das neue Feindbild Islam und Muslime besteht darin, dass sie ihr heiliges Buch nicht abändern und “modernisieren“. Im folgenden Text soll in einer Analyse “schlimmer“ Stellen aus religiösen Texten dieser Frage nachgegangen werden.

Es ist zwar richtig, dass man religiöse Textstellen immer im Gesamtkontext, im Zusammenhang des Offenbarungsanlasses (falls sie offenbart wurden) und zahlreicher anderer Faktoren berücksichtigen muss, und Muslime behaupten, dass sie mit Gottes Buch das friedvollste und gleichzeitig barmherzigste und liebevollste Buch in der Hand halten, aber ist das wirklich so?

Und gilt das wirklich für alle religiösen und quasireligiösen Texte? Schließlich rezitieren tausende und abertausende Menschen jene Texte und tragen sie sogar voller Inbrunst in einer Art Singgesang vor. Einige Textstellen lassen den westlichen Bürger dabei Angst und Bange werden:

„Hört Ihr auf den Feldern die grausamen Krieger brüllen? Sie kommen bis vor eure Arme, Eure Söhne, Eure Ehefrauen zu köpfen! Zu den Waffen, Bürger! Formiert eure Bataillone, Vorwärts, marschieren wir! Damit unreines Blut unserer Äcker Furchen tränke! (1)

Ja da haben wir diese fürchterliche Darstellung, dass das Blut der “Feinde“ als “unrein“ beschrieben wird. Dieser martialische Ton lässt den westlichen Bürger in Angst und Schrecken versetzen und er mag es nicht, als “unrein“ herabgestuft zu werden. Noch mehr Angst aber bereitet die ständige Erwähnung der Todesbereitschaft, die sicherlich nicht als zeitgemäß betrachtet wird in der Westlichen Welt:

„Lasst uns die Reihen schließen, wir sind bereit zum Tod, wir sind bereit zum Tod, … (2) oder: „Dir will ich Treue bis zum Tode schwören.“ (3)

Immer wieder stößt man auf das kriegerische und blutrünstige Gedankengut, dass teilweise in mehreren gleich lautenden Versen wiederholt wird:

„Zu den Waffen, zu den Waffen! Über Land und über See, zu den Waffen, zu den Waffen!“ (4)

Es ist auch immer wieder die Kombination des Martialischen mit den religiösen Würdenträgern, die ganz und gar nicht mit der westlichen Vorstellung zu vereinbaren scheint:

„Mit bewaffneten Armen, euer Feuer in den Adern, “Leben in Freiheit, oder Tod!”, rufen alle. Geistliche, geht voraus, … Die Devise heißt Freiheit und der Zweck ist hochheilig, lieber glorreich in der Schlacht sterben, als wieder Sklaven auf unserem alten Boden zu sein!“ (5)

Auch ist das Element der ewigen Rache immer wieder Furcht einflößend, noch dazu immer wieder mit diesen orientalischen Säbeln:

„Solange wir leben, was uns fremde Übermacht nahm, werden wir uns mit dem Säbel zurückholen.“ (6)

Ach ja, sollte am Anfang vergessen worden zu sein darauf hinzuweisen, dann wird es spätestens jetzt Zeit: Natürlich handelt es sich bei obigen Furcht erregenden Versen nicht um irgendwelche Worte Gottes (nicht einmal aus dem Zusammenhang gerissen). Nein, es handelt sich um die Nationalhymnen einiger westlicher Länder, die bei der EM teilnehmen. Die deutsche Übersetzung kann im Videotext mitgelesen werden, während Tausende und Abertausende Kehlen im Stadion den Text herausbrüllen! Im Einzelnen sind es die Nationalhymnen von (1) Frankreich, (2) Italien, (3) Schweden, (4) Portugal, (5) Rumänien, (6) Polen. Auf die Idee jene Text zu ändern ist bisher kein Islamkritiker gekommen! Denn die „Nation“ ist das Heiligtum der Westlichen Welt und daher unantastbar, selbst wenn Nationen gespalten oder vereinigt werden.

Wir schlagen aber für Europa doch eine Änderung vor ausgehend von dem deutschen Text:

„Einheit, Gerecht’keit und Freiheit für das europäische Land“. Einheit klingt besser als “Einigkeit“, denn es schließt die Sehnsucht der Vereinigung mit Gott ein. “Gerechtigkeit“ klingt besser als “Recht“, denn Gerechtigkeit ist zumindest ein universeller Wert, während das, was die westliche Welt derzeit als Recht in der Welt praktizieret von allen andere als ungerecht empfunden wird. Und auf “Vaterland“ wurde auch verzichtet, weil jenes Land in vielen europäischen Ländern ein “Mutterland“ ist, um kein Elternteil zu diskriminieren.

Aber der Heilige Qur’an braucht nicht abgeändert zu werden (was ein Gläubiger mit Gottes Wort ja ohnehin niemals in Erwägung ziehen würde), zumal es darin heißt:

„Diejenigen, die glauben, und diejenigen, die Juden sind, und die Säbier und die Christen, all die, die an Gott und den Jüngsten Tag glauben und Gutes tun, haben nichts zu befürchten, und sie werden nicht traurig sein.“ (5:69)

Solch ein liebevolles Angebot an die gesamte Menschheit hat weder eine andere Religion noch eine andere Nation anzubieten.

Gut siebeneinhalb Jahre nach dem Reichstagsbrand, den Hanussen voraussagete, erschien der Film “Der ewige Jude”. Gut sechseinhalb Jahre nach dem Einsturz von WTC7, den Jane Standley voraussagte, erschien der Film “Fitna”.
Weiterlesen bei Mein Parteibuch.

Kritiker wie die Sozialwissenschaftlerin Necla Kelek gehen darüber hinweg, dass Religionen und gläubige Menschen existieren

Die 2006 eingerichtete “Deutsche Islamkonferenz” hat sich auf einen steinigen Weg begeben. Den 15 deutschen Parteipolitikern sitzen fünf Vertreter muslimischer Verbände und zehn muslimische Privatpersonen gegenüber. Das lässt Fragen der demokratischen Legitimation und Repräsentanz aufkommen. Schnelle und spektakuläre Ergebnisse sind von dem Dialog nicht zu erwarten, immerhin gelang eine Vereinbarung zur Einführung des islamischen Religionsunterrichts.

Konterkariert werden die Bemühungen von drei Seiten. Baden-Württembergs Verwaltungsgerichtshof entschied in zweiter Instanz, dass eine Lehrerin, die seit 1995 mit einem Kopftuch unterrichtet, dies in Zukunft nicht mehr tun darf, da sie damit “den religiösen Schulfrieden” bedrohe. Die Richter wiesen auf den “Gefährdungstatbestand” hin, der vom Kopftuch ausgehe und wollten im gleichen Atemzug glaubhaft machen, es liege keine “Ungleichbehandlung” vor, wenn katholische Nonnen in vollem Habit unterrichten dürften.

Die Kehrseite des Mannheimer Urteils, das christliche Schulen und ideologisches Abendländertum mit dem Kopftuchverbot verteidigt, ist der laizistische Fundamentalismus des türkischen Generalstaatsanwalts Abdurrhman Yalçinkaya. Der möchte die Regierung in Ankara anklagen und die Regierungspartei AKP gleich verbieten, weil sie das Kopftuchverbot an Universitäten kürzlich aufgehoben hat.

Das Mannheimer Urteil wie das Vorgehen des türkischen Generalstaatsanwalts sind Rückzugsgefechte. Gefährlicher ist die Agitation der “Islamkritiker”. Religionskritik, mit der Marx zufolge jede Sozial- und Gesellschaftskritik einsetzte, war einst eine durchaus ernstzunehmende Sparte. Sie ist heute verkommen zu einer grobianischen Verleugnung der Tatsache, dass Religionen und religiöse Menschen existieren.

Durchsichtig und plump ist der Versuch von Necla Kelek, “Gewalt gegen Frauen” zu einem exklusiv “islamischen Problem” zu erklären, so als ob es nicht jede Menge christlicher oder areligiöser Männer gäbe, die Frauen schlagen. Die berufsmäßige Islamkritikerin verwechselt in ihrem Eifer alles mit allem. Das beginnt schon mit ihrer Selbstbezeichnung als “säkulare Muslimin”. Was soll das sein? Eine Muslimin ohne Religion oder eine protestantische Muslimin? Kelek steigert die Konfusion noch, wenn sie “uns Säkulare” den “Religiösen” gegenüberstellt, womit die “säkulare Muslimin” im Handstreich zur Religionslosen wird. Dazu passt, dass sie zwar für sich und nur für sich spricht, aber beansprucht, “stellvertretend für die nichtorganisierten Muslime in diesem Land” aufzutreten.

Einige werden darüber nicht erfreut sein. Etwa jene, die noch unterscheiden können zwischen der Rechtsordnung und der diffusen “Werteordnung Deutschlands”, wozu neben diversen Religionen jede Menge “Werte” gehören - von jenen im Komment schlagender Verbindungen bis zu jenen in der Satzung von Schäferhundvereinen. Natürlich beruht die Rechtsordnung des Grundgesetzes auch auf Werten, aber die Rede von der “Bundesrepublik und ihrer Werteordnung” und der Teilhabe “an den Werten Deutschlands” verrät nur gesinnungsstarke Ahnungslosigkeit von deren chaotischen Vielfalt.

Ins gleiche Ressort passt die Behauptung: “Wir leben in einem säkularen Gemeinwesen, das Staat und Religion trennt.” Wie sehr da “getrennt” wird, zeigt das Mannheimer Urteil, aber auch die Tatsache, dass der deutsche Staat den christlichen Kirchen die Steuern eintreibt. Moscheen hält Kelek für den “Ausgangspunkt einer Selbstausgrenzung”. Und was sind christliche Kirchen, Klöster und Synagogen? Für die Islamkritikerin stehen die muslimischen Religionsvereine im Widerspruch zu “unserem Verständnis von der Souveränität unseres Landes”.

Mit einem Schlachtruf in der gleichen Preislage eröffnete Bismarck 1871 den Kulturkampf gegen den Katholizismus beziehungsweise die Zentrumspartei. Außer einer lange dauernden Vergiftung des politischen Klimas erreichte er damit nichts.

Quelle: FREITAG. Die Ost-West-Wochenzeitung

Muslime in Deutschland kennen es nicht anders, als dass die Hofberichterstattung alle möglichen Unwahrheiten über sie verbreitet. Wenn aber selbst die so genannten „Seriösen“ mitmachen, wird es mindestens grob fahrlässig.Die Westliche Welt ist es inzwischen gewohnt, dass der Rest de Welt nach ihrer Pfeife zu tanzen hat. Tut sie es nicht, dann liegt es nach Vorstellung der Westlichen Welt daran, dass “Mehrheiten“ ungerecht zusammen gestellt wurden und/oder der böse Muslim gegen die westliche Welt ist. Jüngstes Beispiel für diese verlogene Art der Berichterstattung ist eine Entscheidung des UN-Menschenrechtsrats!

So hatte sich der UN-Menschenrechtsrat am Donnerstag besorgt über Diffamierung von Religionen gezeigt. Selbst wenn jenes Gremium nicht viel zu sagen hat, so ist es immerhin der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen. In einer nicht bindenden Resolution wurden die Regierungen aufgefordert, dies zu verbieten. Die Europäische Union bezeichnete den Text als einseitig, da er sich vor allem auf den Islam konzentriere. Die Resolution wurde aber dennoch mit einer Mehrheit von 21 Stimmen gegen 10 Westliche Stimmen bei 16 Enthaltungen beschlossen! Die Westliche Welt wurde klar überstimmt!

Da nicht sein kann, was nicht sein darf, hat die Westliche Welt sofort ein Argument parat, wie es zu jenem Abstimmungsverhalten kommen konnte! Gleich mehrere Medien behaupteten, dass “islamische Staaten“ in dem Menschenrechtsrat die Mehrheit hätten, darunter selbst die Frankfurter Rundschau vom Samstag!

Schauen wir uns daher einmal die Zusammensetzung des Menschenrechtsrats an. Folgende Länder sind derzeit Mitglied des Menschenrechtsrats (mit einem Stern wurden gekennzeichnet jene Länder, die man mit (ggf. mit sehr viel Wohlwollen) als mehrheitlich muslimisch bezeichnen kann:

Ägypten*, Angola, Aserbaidschan*, Bangladesch*, Bolivien, Bosnien Herzegowina*, Brasilien, China, Deutschland, Dschibuti*, Frankreich, Gabun, Ghana*, Guatemala, Indien, Indonesien*, Italien, Japan, Jordanien*, Kamerun, Kanada, Kuba, Madagaskar, Malaysia*, Mali*, Mauritius, Mexiko, Niederlande, Nicaragua, Nigeria*, Pakistan*, Peru, Philippinen, Qatar*, Republik Korea, Rumänien, Russland, Saudi Arabien*, Sambia, Schweiz, Senegal*, Slowenien, Südafrika, Sri Lanka, Ukraine, Vereinigtes Königreich, Uruguay

Bei großzügiger Zählung kommt man auf 15 von 47 Mitgliedern, die man als „muslimisch“ bezeichnen könnte. Solch eine Konstellation als “Mehrheit“ zu bezeichnen, kann gewiss als “dreist“ gewertet werden! Russland, China und Kuba haben ebenfalls für die Resolution gestimmt!

Tatsache ist, dass die Westliche Welt zunehmend isoliert ist in einer Welt, in der so viele ihrer Handlungen als kriegslüstern, aggressiv, imperialistisch und entwürdigend empfinden. Muslime haben keine Mehrheit in der Welt, aber der westliche Imperialismus ist eine isolierte Minderheit!

Behauptungen aufzustellen, die derart an den einfach nachprüfbaren Realitäten vorbeigehen, dass von einer Lüge ausgegangen werden muss (von wem auch immer), deuten aber darauf hin, dass der Propagandaapparat der Westlichen Welt, in welchen sich leider auch zunehmend die so genannten “Seriösen“ eingliedern, immer mehr Stürmer-Qualitäten einnehmen.

Tatsache ist, dass die absolute Mehrheit dieser Welt die Entwürdigung durch die Westliche Welt restlos satt hat! Und jene Mehrheit ist echt!

Als erstes dachte ich….meep…das isses? WAS? DAS ISSES? Das ist der schlimme schlimme Film über den Islam? Ein Film den jeder Hobbyregieseur besser und ansehnlicher hätte machen können? Es kommt weder was Neues, noch etwas was man nicht wiederlegen oder anders auslegen könnte oder was ein Meinung darstellt die von gut 90% der Muslime nicht geteilt wird. Der Film…oh pardon…dieses Filmchen ist einfach….LANGWEILIG!

Zum Inhalt ist folgendes zu sagen

1. Gleich als erstes wird die Sure 8 Vers 60 zitiert.
Sofort fällt das Unwissen dieses Nationalisten auf denn er zitiert Vers 62, nicht Vers 60 (die übrigen stimmen teils, teils nicht, woran das liegt ist mir schleierhaft, aber ich halte mich an die Angaben im Video) Weiter ist es verheerend die stellen nicht weiter zu zitieren, denn weiter heißt es: “sind sie aber zum Frieden geneigt, so sei auch du dazu geneigt” und “wenn sie (ausgewanderte Muslime) euch wegen der Religion um Beistand anrufen, so liegt es an euch Hilfe zu leisten, AUSSER gegen ein Volk, mit dem ihr ein Bündnis geschlossen habt” (die ist zu erwähnen da dies selbst in heutiger Zeit nicht selbstverständlich ist - desweiteren wird im Koran sehr oft darauf hingewiesen, dass auch Verträge mit Andersgläubigen GÜLTIG sind, anders als im Talmud, wo jeder Jude einen Vertrag mit einem Nichtjuden ohne Konsequenzen aufkündigen kann).

2. Sure 4 Vers 56…stimmt soweit…in etwa, doch vergisst man hier zu erwähnen, dass (wie weiter vorne und hinten eindeutig klar wird) es hier um das Leben NACH dem Tode geht. Und wie wir wissen verspricht das Christentum nicht gerade wenigerschlimmes.

3. Basmallah, das kleine Mädchen. Es gibt nur Basmallah. Also als Hass-Propaganda-Video-mit-einem-Mädchen-das-gegen-Juden-wettert. Es wird immer wieder gezeigt. Gleichzeitig gibt es ein Video dass ein jüdisches Kind zeigt dass ähnliches über Muslime sagt. Es ist schlimm, ja. Und ja es gibt Menschen die so denken. Aber ich kann meiner schwester auch ein Eis versprechen, sie in ein buddhistisches Nonnenkostüm stecken und sie etwas schlimmes über….zB…Mormonen (?) sagen lassen.
Im Koran kommen die Begriffe “Affen” und “Schweine” nicht bzw nicht im Zusammenhang mit ungläubigen vor (nur in den Essensgeboten).

4. Sure 47 Vers 4… D ja so steht es da…ok…fast, denn auch das Wort “Blutbad” kommt nichteinmal ansatzweise vor (zumindest in keiner deutschen Übersetzung), es ist nur von “Niedermachen” in ABGRENZUNG vom Töten die Rede, denn weiter heißt es: “dann zieht die Fesseln fest. Dann GNADE oder LOSKAUF (!!!!!!!!!!!!!!….die Ausrufezeichen sind von mir ;) ), bis der Krieg seine Lasten ablegt. Wollte es Gott, er könnte sich selber an ihnen rächen…”

5. Sure 4 Vers 89…hier scheiden sich die Geister, ob es Freund oder Beschützer heißt, was den sinn ändern würde, doch ansonsten findet sich diese Praxis doch auch im Christentum und im Judentum… wieviele (zu) gläubige Christen (Evangelikale, sehr konservative Katholiken) haben keine Muslimischen Freunde. Und wohl am allerwenigsten der “Atheist” Wilders ;)
Weiter ist ebenfalls richtig zitiert worden, doch der Rest fehlt, in dem widerum hingewiesen wird, dass Friedensverträge und Bündnisse eingehalten werden müssen. Dies war damals (und wie ich schon sagte heute teilweise immernoch) eine Revolution, denn Verträge waren alles andere als heilig!

6. Sure 8 Vers 39…Boa mal etwa, das stimmt P ohne Einschränkungen. Doch kann ich hier nur auf die vorhergenannten Punkte verweisen!

7. tatsächlich leben auf dem ontinent Europa 35-53 Millionen Muslime….die meisten aber in Russland und im Europäischen Teil der Türkei! In der EU ist ihre Zahl mit höchstends 16 Millionen eher gering. Doch tatsächlich ist der Anteil in den letzten Jahren trastisch gestiegen, nämlich von 3,28% auf sage und schreibe über 3,3%….aber SELBER SCHULD, denn dies lag einzig und alleine an der EU-Osterweiterung!

8. Über den Talmud, eines der heiligen Bücher des Juden rede ich ein anderes mal…

Wir sehen also…das ist nichts anderes als Propaganda eines Nationalisten…Propaganda, die nichts Neues und weltbewegendes vorzubringen hat.

Doch frei nach dem Koran: Möge Allah ihm vergeben und Gnade walten lassen!

Allahu (oder an wen ihr auch immer glaubt) akbar!

Quelle: http://terrainc.wordpress.com/

Zehn Thesen

Die zehn Thesen aus Jürgen Todenhöfers Buch `Warum tötest du, Zaid?´  sind der Versuch, die Welt einmal auch aus der Sicht eines Muslims darzustellen. Todenhöfer hofft, durch die folgenden zehn Thesen die Fenster zu öffnen zu einer anderen Sicht der muslimischen Welt - oder wenigstens zu einer fairen Diskussion.

1. Der Westen ist viel gewalttätiger als die muslimische Welt. Millionen arabische Zivilisten wurden seit Beginn der Kolonialisierung getötet.

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2. Angesichts der Kriegspolitik des Westens ist es nicht wirklich erstaunlich, dass muslimische Extremisten immer mehr Zulauf bekommen.

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3. Islamisch getarnte Terroristen sind Mörder. Für christlich getarnte Anführer völkerrechtswidriger Angriffskriege kann nichts anderes gelten.

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4. Muslime waren und sind mindestens so tolerant wie Juden und Christen. Sie haben die westliche Kultur entscheidend mitgeprägt.

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5. Nicht nur in der Bibel, auch im Koran sind die Liebe zu Gott und die Liebe zum Nächsten die zentralen Gebote.

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6. Die westliche Politik gegenüber der muslimischen Welt leidet unter einer erschreckenden Ignoranz einfachster Fakten.

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7. Der Westen muss die islamische Welt genauso fair behandeln, wie er Israel behandelt. Muslime sind so viel wert wie Juden und Christen.

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8. Die Muslime müssen sich wie ihr Prophet Mohammed für einen Islam des Fortschritts und der Toleranz einsetzen. Sie müssen dem Terrorismus die religiöse Maske vom Gesicht reißen.

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9. Nichts fördert den Terrorismus mehr als die „Antiterrorkriege“ des Westens. Die muslimischen Länder müssen ihre Probleme mit dem radikalen Islamismus selber ausfechten.

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10. Das Gebot der Stunde heißt Staatskunst, nicht Kriegskunst – im Irankonflikt, im Irakkonflikt und im Palästinakonflikt.

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Quelle: http://www.warumtoetestduzaid.de/

Wie mit dem Qur’an umzugehen sei, beschäftigt Muslime seit Anbeginn der Offenbarung an den Propheten Muhammad. So kommt es nicht von ungefähr, dass Allah Selbst im Qur’an Bezug nimmt auf denselben, seine Funktion erklärt und uns unterweist, wie wir uns ihm zu nähern haben. Der so genannte „Einbruch der Moderne“ und die Entstehung der - zuerst zu kolonialen Zwecken entwickelten - Orientalistik (beziehungsweise Islamwissenschaften) brachte einen quasi-wissenschaftlichen (bei gleichzeitiger Negation der muslimischen Wissenschaften) und quasi-objektiven Umgang mit dem Wort Allahs hervor. Eines der neuesten Projekte in der akademischen Landschaft ist das so genannte Projekt „Corpus Coranicum“ der Berliner-Brandenburger Akademie der Wissenschaften.

Im folgenden ein offenen Brief , in dem der Autor Stellung zum Projekt, aber auch zum übergeordneten Ansatz des „objektiven“ Umgangs mit dem Qur’an bezieht:

Lieber Freund!

Vielen Dank für die sehr interessante Information über das Corpus-Coranicum-Projekt. Als Muslim hofft man natürlich, dass die Wissenschaftler dieses Projektes die Fähigkeit besitzen über den Rahmen ihres Faches hinausblicken zu können. Denn ein solches Projekt wird sich nicht nur an ihrer wissenschaftlichen Güte und Sorgfalt messen lassen müssen, sondern letztlich an der Kernfrage der Muslime: Haben die Wissenschaftler Kenntnis davon, dass es sich beim Qur’an zuallererst mal überhaupt nicht um einen papiernen Text, um ein gedrucktes Buch handelt? Sondern dass der Qur’an (wörtlich: der zu Rezitierende) zuallererst mal Allahs unverändertes Wort ist, das sich 1. im Unsichtbaren (Al-Ghaib) „auf einer wohlverwahrten Tafel“ (Al-Lauh Al-Mahfuz) und 2. in den Herzen jener Muslime befindet, die ihn nicht auf Papier im Regal, sondern seit 1400 Jahren auswendig gelernt im Herzen tragen! An diesen beiden „Orten“ - weder zwischen Buchdeckeln noch im Internet - wird der Qur’an bis zum Jüngsten Tag unangreifbar verwahrt sein. Das hat uns Allah garantiert. Ist das den Wissenschaftlern bekannt? Und wenn ja: Wird das nur als metaphysische Mythologie, für die exakte Wissenschaft nicht relevanter „vorwissenschaftlicher Überbau“ abgetan, oder bedenkt der Wissenschaftler die existenziellen Konsequenzen dieser Erkenntnis für sich selbst? Hat er eine Ahnung davon, dass die analytisch-wissenschaftliche Sicht, die den Qur’an nicht als das Wunder sieht, als das größte Geschenk Allahs an die Menschheit sieht, das Muslimen deshalb ansatzlos Tränen in die Augen treibt, dass diese nichtmuslimische Sicht von vornherein immer nur die sozusagen schon erkaltete, geronnene Form des Mushaf (das gedruckte Exemplar des Qur’an) wahrnimmt und das eigentliche Element des Qur’an, die orale Rezitation, seine Herkunft und Etymologie, seine Quelle im Grunde kaum je in den Blick bekommen kann?

Und dies weil die Wissenschaft ihren eigenen blinden Fleck, ihre Unfähigkeit zur existenziellen Ergebung unter Allahs Wort, zur Hinnahme der eigenen ­Vergänglichkeit, Hinfälligkeit und ­Abhängigkeit als Geschöpf vom Schöpfer, dass sie diese vor- und überwissenschaftliche „Versuchsanordnung“ kaum je selbstkritisch in den Blick bekommt? Hinter dem Mikroskop oder unter dem Mikroskop?

Sieht man den Qur’an als Gotteswort oder als Menschenwort? Diese entscheidende Frage wird diesem Projekt von muslimischer Seite immer gestellt werden. Sie berührt bei weitem nicht nur den „privaten Glauben“ eines Menschen, sondern - siehe Schrödingers Katze - auch die Tiefenschärfe des wissenschaftlichen Blickes! Denn der hängt nicht nur davon ab, was man mit dem Mushaf tut, sondern vor allem von dem, wie man es tut, mit welchem Adab (Verhalten, Höflichkeit des Herzens, Ehrfurcht gegenüber Allahs Wort).

Wenn dieser Blick mit Adab fehlt - was hat man dann verstanden von der Wahrheit des Qur’an? Mangelnder Adab kann von keiner wissenschaftlichen Präzision und Gewissenhaftigkeit, von keinem Apparat der Welt aufgewogen werden! Spätestens seit Schrödinger weiß auch die Wissenschaft, dass unser Blick das Objekt immer schon mit beeinflusst - das meine ich, wenn ich von Adab, dem ­eigenen notwendigen Verhalten des ­Betrachters/Wissenschaftlers im Hinblick auf den Untersuchungsgegenstand spreche. Mehr als eine moralische ­Haltung hat Adab mit Sehfähigkeit zu tun. „Liebe macht blind“ für die niederen Möglichkeiten, für die höheren Möglichkeiten des Betrachteten macht sie hellsichtig! Darum sagt Hölderlin über seinen Hyperion in der Vorrede: „Ich verspräche gerne diesem Buch die Liebe der Deutschen. Aber ich fürchte, die einen werden es lesen, wie ein Compendium, und um das fabula docet sich zu sehr bekümmern, indess die andern gar zu leicht es nehmen, und beede Theile verstehen es nicht. Wer blos an meiner Pflanze riecht, der kennt sie nicht, und wer sie pflückt, blos, um daran zu lernen, kennt sie auch nicht. Die Auflösung der Dissonanzen in einem gewissen Charakter ist weder für das blosse Nachdenken, noch für die leere Lust.“ (Faksimileausgabe, 1797) Wer den Qur’an nicht als Gottes Wort zulässt, was hat er verstanden? Hat er es mit lebendem oder nur mit totem Material zu tun? Sieht er nur noch die „ausgerissene Pflanze“ unter dem Mikroskop oder bekommt er das lebende Phänomen in den Blick?

Für die Gegner des Propheten (Allahs Friede und Segen seien auf ihm allezeit!), also jene, die ihn nicht lieben konnten, war Muhammad bestenfalls nur ein Mensch wie alle anderen, der Sohn Abdullahs. Sie sahen in ihm nie das, was er in Wirklichkeit war: Ein von Allah der Menschheit gesandter Mensch, das beste Geschöpf, das Allah je gemacht hat und je machen wird. Ähnlich wird es sich bei Orientalisten, Qur’an-Forschern verhalten, die im Qur’an einen Text unter anderen Weisheitstexten sehen…

Wenn weder das Pflücken/Ausreißen noch das oberflächliche Riechen am Objekt die Wahrheit des Untersuchungsgegenstandes erkennt, was ist dann die beste Verhaltung angesichts von Gottes Wort? Schon die Griechen, die Väter der abendländischen Wissenschaft, wussten, dass die höchste Verhaltung gegenüber einer vorzüglichen Sache nur die Homoiosis, griechisch: Anverwandlung, Angleichung (mit Gott), die Nachfolge eines Philosophen(königs), Weisen und Propheten sein kann.

Eine Vorverurteilung eines solchen Projektes von unserer Seite ist dagegen sicher nicht angebracht. Dass jede - natürlich auch die wissenschaftlich-analytische - Beschäftigung mit dem Wunder Qur’an die Herzen eines jeden Menschen öffnen kann, ist natürlich bei Allah und sollte ebenfalls nicht vergessen werden. Und welcher Muslim würde es einem Nichtmuslim nicht wünschen, dass Allah ihm das Geschenk des Glaubens (arab. Iman, wird fast besser mit Vertrauen übersetzt) machte? Sie wären nicht die ersten und werden nicht die letzten sein, die durch das Staunen nicht nur zu denken, sondern auch zu danken begännen. Allah macht, was Er will.

Ich bin jedenfalls gespannt, was Deine Beobachtungen dieser Unternehmung zutage fördern werden.

Bis dann,

A. Almendinger

Berlin, Regierungsviertel: Genauso hat es genau hier schon einmal angefangen. Gegen alle Vernunft, gegen alle Fairness, gegen alle Menschenrechte und -plichten kriecht der Faschist aus seinem Loch und hetzt gegen eine Religion. Er hetzt gegen das friedliche Zusammenleben der Völker, die Demokratie und Verfassung. Und genauso wie früher kriecht die feige, kriecherische Medien- und Propagandabande herbei, fällt ihm zu Füssen und leckt ihm die Stiefel. Unterwürfig, feist, dumm-träge-verknötert dabeistehend: “Sozialdemokraten”, “Linke” und “Gewerkschaftler” die uns wieder dreckig und korrupt verraten.

Wolfgang Schäuble hat eine Studie machen lassen. Inhalt der Schlagzeilen über diese Studie: “Zahlreiche Muslime in Deutschland laut Studie gewaltbereit”(z.B. afp, 1). Die “Tagesschau” schreibt, dass die “Frankfurter Rundschau” geschrieben hätte, dass Wolfgang Schäuble gesagt häte, in seiner Studie würde drinstehen, jeder “vierte junge Islam-Gläubige” sei zu Gewalt gegen Andersgläubige” bereit (2). Von Wünschen nach der Todesstrafe durch Muslime ist die Rede. Von Fanatismus und tiefer Religiösität.

Für die Todesstrafe ist u.a. der sogenannte UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon (3). Für die gezielte Tötung von “Terrorverdächtigen” ohne Verfahren, den “Auftragsmord” (5), ist u.a.Wolfgang Schäuble (4). Dabei sitzen die “Demokratiefeinde” Deutschlands und Europas an der Regierung.
Der ehemalige Bundespräsident und Verfassungsrichter Roman Herzog am 14.Januar dieses Jahres in einem Essay:”Es stellt sich die Frage, ob man die Bundesrepublik Deutschland überhaupt noch uneingeschränkt als parlamentarische Demokratie bezeichnen kann”. Die Politik der EU “leidet in besorgniserregender Weise unter einem Demokratiedefizit und einer faktischen Aufhebung der Gewaltenteilung”, so Herzog. Die schleichende Zentralisierung der EU habe den Bundestag weitgehend entmachtet. Dieser sei in die für Deutschland relevante EU-Gesetzgebung nicht so eingebunden, wie es das Grundgesetz für das deutsche Parlament verlange. (6)

Die “Taz” gibt dem Faschisten Bernard-Henry Lévy am 13.April die Lobby, uns zu erklären, warum der weltweite Kampf gegen den “Islamismus” so wichtig ist. Dabei sagt er uns auch, was der Preis ist, den wir für den Krieg zu zahlen haben: “Demokratie ist nicht heilig”, sagt er, und die Taz druckt es willig.(7)
Dabei sind bereits letztes Jahr nicht nur 78% der Deutschen der Meinung, dass diese CDU-SPD-Regierung nichts kann, sondern 72% ausserdem der Meinung, dass JEDE Regierungs nichts kann (8). 82% sagen, dass das Volk überhaupt nichts mehr zu sagen hat. (10)

Doch bereits 36% sehen die Muslime in diesem Land pauschal als Bedrohung an (Umfrage im August), 35% halten dagegen, der Rest ist unentschlossen (9).
Am 25.November dieses Jahres hält Claudia Roth (Grüne) eine flammende Rede für unsere Verfassung und ihre Werte: “Die Große Koalition ist der Totengräber unserer lebendigen Demokratie und deshalb braucht es Widerstand”, so Roth.Immer mehr werde “jeder verdächtigt, der in diesem Land lebt”. Sie nennt die Grünen die Partei, die die Bürgerrechte verteidigt und den Rechtsstaat schützt. (11)

Wo ist sie heute?

ÜBER “SANDNIGGERS” UND ANDERE “UNTERMENSCHEN”

Der deutsche Soldat Jürgen Rose, der als erster den Mumm hatte den Einsatz zum Töten im deutschen Kolonialkrieg am Hindukusch zu Verweigern, am 30.November über ein Buch des US-Soldaten Joshua Key, der den Einsatz im Kolonialkrieg an Euphrat und Tigris verweigerte:

http://www.freitag.de/2007/48/07481701.php

Die militärische Lebenswelt lernt Rekrut Key in Fort Leonard Wood, Missouri, bei der 35th Combat Engineer Company kennen. Dort, so brüsten sich die Drill Sergeants, würden er und seine Kameraden nun zu den “gemeinsten Killern auf dem Schlachtfeld” ausgebildet. Es folgen Wochen der Erniedrigung (”Sie sind ein dämlicher Haufen Scheiße, ein nutzloses Arschloch”), in denen es vor allem darum geht, die zukünftigen Kämpfer mental zu brechen und nach dem Ideal der Army wieder neu aufzubauen. Je weiter die Zeit voranschreitet, desto mehr wächst, wie er zugibt, der Stolz des Soldaten Key eine “perfekte Killermaschine” zu sein.

Begleitet wird das militärische Training von systematischer Hasserziehung: Muslime sind keine Zivilisten, Afghanen sind “Scheißterroristen, die den Tod verdienen”, Iraker sind “keine Zivilisten, ja nicht einmal Menschen”, sondern nichts anderes als der Feind. Dem Feind aber “durften … [wir] nicht einmal ein Fünkchen Menschlichkeit zugestehen”, gibt Key zu Protokoll. Als ob die Soldaten alle ein virtuelles Siegel “Brainwashed by U.S. Army” auf der Stirn trügen, brüllen sie auf Befehl hirnlos rassistische Parolen: “One shot, one kill, one Arab, one Asian”. Am Ende sind sie perfekt zugerichtet für das große Morden im Namen des “Globalen Krieges gegen den Terror”: “In den Augen unserer Armee waren die Iraker keine Menschen, sondern Terroristen, Selbstmordattentäter, Sandnigger und Lumpenköpfe. Wir mussten sie geringer achten als Menschen, um überhaupt zu unseren Taten fähig zu sein. In der Militärausbildung brachte man uns bei, die Iraker als minderwertig zu betrachten, und diese Haltung überquerte mit uns die Meere, als wir in den Kampfeinsatz flogen.”

Das war am 10. April 2003. Mittlerweile zum “Private First Class”, zum Obergefreiten, avanciert, dient Key nun in der 43rd Combat Engineer Company. Eigentlich war ihm bei seiner Rekrutierung ja versprochen worden, er würde ausschließlich in den USA selbst auf einer “Nondeployable Military Base” eingesetzt, um dort Brücken zu bauen. Aber dies entpuppt sich augenscheinlich als glatte Lüge. Nun befindet er sich also in Ramadi, einer Stadt von 300.000 Einwohnern rund hundert Kilometer westlich von Bagdad, mitten im so genannten “sunnitischen Dreieck”, wo den Invasoren härtester Widerstand entgegenschlagen sollte. Regel Nummer eins, so befehlen die Offiziere, heißt: “Wenn Sie sich bedroht fühlen, schießen Sie erst und fragen später.”

Diese Anweisung ist nicht anderes als die Lizenz zum Morden, wie Key an einem ebenso beklemmenden wie empörenden Beispiel schildert. Während er wochenlang immer wieder an einem Krankenhaus Wache schieben muss, bettelt ein siebenjähriges Mädchen bei ihm um Essen. Nach und nach begreift er, dass sie keine Terroristin ist, sondern einfach nur ein Mädchen. Key gibt ihr Verpflegungsrationen, freut sich auf ihre Besuche, auch auf den letzten, tödlichen, als sie wieder zu ihm gerannt kam. “Ich griff nach einer Einmannpackung in meiner Tasche”, berichtet er, “und als ich aufblickte, sah ich sie drei Meter vor mir, hörte Schüsse aus einem halbautomatischen Gewehr und sah ihren Kopf platzen wie einen Pilz”. Da nicht ein einziger bewaffneter Iraker zu sehen war, ist Key überzeugt davon, dass einer seiner eigenen Leute das Mädchen abknallte. “Ihr Tod verfolgt mich bis heute. Ich versuche, damit leben zu lernen”, beschreibt er sein Trauma.

Doch entkommt auch er nicht der eigenen Brutalisierung durch Krieg und Besatzung: “Meine moralische Urteilsfähigkeit begann unter dem Druck, dem ich als Soldat ausgesetzt war, zu bröckeln. Ich fühlte mich angreifbar und hatte keinen klar erkennbaren Feind, den ich töten konnte. Man ermutigte uns, den Feind fertig zu machen, und da wir keinen zu fassen bekamen, nahmen wir uns wehrlose Zivilisten vor. Wir wussten, dass man uns für unser Handeln nicht zur Verantwortung ziehen würde. Weil wir Angst hatten und zu wenig Schlaf abbekamen, aufgeputscht waren von Koffein, Adrenalin und Testosteron und unsere Offiziere uns ständig in Erinnerung riefen, dass alle Iraker, Zivilisten eingeschlossen, Feinde seien, war die Versuchung groß zu stehlen, war es völlig normal, Prügel auszuteilen, war es einfach zu töten. Wir waren Amerikaner im Irak, und wir konnten tun, was uns gefiel.”

Key macht mit, auch wenn ihm mitunter sein Gewissen in die Quere kommt. Doch je länger der Einsatz dauert, desto stärker wachsen seine Skrupel. Bis ihm eines Tages klar wird, “dass wir, die amerikanischen US-Soldaten, die Terroristen waren. Wir terrorisierten die Bevölkerung, schüchterten sie ein, schlugen sie, demolierten ihre Häuser, vergewaltigten sie wohl auch. Diejenigen, die wir nicht umbrachten, hatten allen Grund der Welt, ihrerseits zu Terroristen zu werden. Angesichts dessen, was wir ihnen antaten - wer konnte es ihnen da zum Vorwurf machen, dass sie uns und alle Amerikaner umbringen wollten? … Wir die Amerikaner, waren im Irak zu Terroristen geworden.”

DAS PRINZIP VERBRANNTE ERDE

Wir befinden uns in einer Republik, die Teil einer sogenannten “westlichen Welt” sind, die in 2 muslimischen Ländern eingefallen ist und dort Hunderttausende bestialisch hingemetzelt hat, unter dem Vorwand dort befänden sich dieselben Wahnsinnswaffen, die wir besitzen. Jetzt soll schon wieder ein Land, das Nachbarland des Irak, der Iran, mit denselben Lügen durch die gleichen Leute wegen den gleichen Waffen, die sie nicht besitzen, MIT DIESEN WAFFEN ANGEGRIFFEN WERDEN. Waffen, die das sogenannte “jüdisch-christliche” Abendland entwickelt hat um diese Welt zu vernichten, natürlich um sie dadurch zu retten. Die verbrannte Erde, welche mitten im Nichts eines unendlichen Universums schwebt wird und von einer Horde tumber Trottel bewohnt wird, soll hinterlassen werden durch eine Bande von Wahnsinnigen, Schlächtern und Ausbeutern, die uns jeden Tag auf´s Neue Angst machen wollen, vor denen, die nichts haben, keine Macht, keine Lobby, niemanden der für sie das Wort ergreift, niemanden der sich auf ihre Seite schlägt, niemanden der sie verteidigt und damit doch nur sich selbst verteidigt und alles, was einmal Zivilisation, Philosophie, Kunst, das Schöne, das Gute und die Wahrheit genannt wurde.

Der “Brite” Harold Pinter, wie ich ein Künstler, ein “bleeding heart” dieser Welt, sagte bereits am 9.Dezember 2005 bei der Verleihung des Nobelpreises alles was noch dazu zu sagen ist.
“Linke”, “Sozialdemokraten” und “Gewerkschaftler”, schweigt, geht aus dem Weg oder geht zu Boden. Ihr seid Versager, ihr seid Feiglinge, ihr seid Kriecher, ihr seid eine Schande für die Menschheit.

http://nobelprize.org/nobel_prizes/literature/laureates/2005/pinter-lecture-g.html
http://kunstgegenkapital.de/~kgk/Harold_Pinter_Nobel_Prize_Speech_(Dec.07.2005).avi

“Nach dem Ende des 2. Weltkriegs unterstützten die Vereinigten Staaten jede rechtsgerichtete Militärdiktatur auf der Welt, und in vielen Fällen brachten sie sie erst hervor. Ich verweise auf Indonesien, Griechenland, Uruguay, Brasilien, Paraguay, Haiti, die Türkei, die Philippinen, Guatemala, El Salvador und natürlich Chile.
Die Schrecken, die Amerika Chile 1973 zufügte, können nie gesühnt und nie verziehen werden.
In diesen Ländern hat es Hunderttausende von Toten gegeben. Hat es sie wirklich gegeben? Und sind sie wirklich alle der US-Außenpolitik zuzuschreiben? Die Antwort lautet ja, es hat sie gegeben, und sie sind der amerikanischen Außenpolitik zuzuschreiben. Aber davon weiß man natürlich nichts.
Es ist nie passiert.
Nichts ist jemals passiert.
Sogar als es passierte, passierte es nicht.
Es spielte keine Rolle. Es interessierte niemand.
Die Verbrechen der Vereinigten Staaten waren systematisch, konstant, infam, unbarmherzig, aber nur sehr wenige Menschen haben wirklich darüber gesprochen.
Das muss man Amerika lassen. Es hat weltweit eine ziemlich kühl operierende Machtmanipulation betrieben, und sich dabei als Streiter für das universelle Gute gebärdet. Ein glänzender, sogar geistreicher, äußerst erfolgreicher Hypnoseakt.

Ich glaube, dass den existierenden, kolossalen Widrigkeiten zum Trotz die unerschrockene, unbeirrbare, heftige intellektuelle Entschlossenheit, als Bürger die wirkliche Wahrheit unseres Lebens und unserer Gesellschaften zu bestimmen, eine ausschlaggebende Verpflichtung darstellt, die uns allen zufällt. Sie ist in der Tat zwingend notwendig.

Wenn sich diese Entschlossenheit nicht in unserer politischen Vision verkörpert, bleiben wir bar jeder Hoffnung, das wiederherzustellen, was wir schon fast verloren haben -

“DIE WÜRDE DES MENSCHEN.”

Quelle:
(1)
http://afp.google.com/article/ALeqM5i1URaJS8bV-ixy1zBSpI6XFXaKVA
(2)
http://www.tagesschau.de/inland/gewaltbereitschaft2.html
(3)
http://www.welt.de/data/2007/01/03/1164367.html
(4)
http://www.taz.de/index.php?id=start&art=1671&id=442&cHash=d1d88fe398
(5)
http://www.sueddeutsche.de/,tt2m4/deutschland/artikel/677/123504/
(6)
http://www.focus.de/politik/deutschland/fehlentwicklungen_nid_42631.html
(7)
http://www.taz.de/dx/2007/04/13/a0233.1/text
( 8)
http://www.tagesspiegel.de/politik/nachrichten/grosse-koalition/81019.asp
(9)
http://www.rheinpfalz.de/perl/cms/cms.pl?cmd=showMsg&tpl=ronMsg.html&path=/ron/welt/deutsch&id=DEUTSCHLAND070831115746.3dttpma2
(10)
http://stern.de/politik/deutschland/forsa/:Forsa-Umfrage-Die-Regierung-Volk/579367.html
(11)
http://www.tagesschau.de/inland/gruene58.html

Via http://www.radio-utopie.de/

Morgen soll einmal mehr eine so genannte Nahost-Konferenz eröffnet werden. Und einmal mehr werden die Palästinenser sicherlich über den Tisch gezogen. Derweil werden von Muslimen weltweit die absurdesten Dinge verlangt.Welch unlogisches und jegliche Grenzen von Vernunft übersteigendes Maß an Verhalten derzeit weltweit gegen Muslime gezeigt wird, lässt sich exemplarisch am Beispiel der bevorstehenden so genannten Nah-Ost-Konferenz darlegen. Im Vorfeld verlangte der israelische Präsident Olmert, dass die Palästinenser vor den Verhandlungen, Israel als “jüdischen Staat“ anerkennen müssten.

Wer immer noch auf palästinensischer Seite glaubt, dass es auch nur irgendeinen Sinn macht, mit Israel über irgendetwas zu verhandeln, und wer glaubt, dass irgendwelche Zugeständnisse gegenüber dem zionistischen Staat zu irgendeiner Form von einem Minimumfrieden führen könnte, müsste spätestens jetzt eines besseren belehrt worden sein. Denn schließlich will Olmert mit Abbas verhandeln und mit der PLO-Spitze. Und die haben Israel als Staat schon längst anerkannt. Aber ein zionistisches Prinzip seit Staatsgründung bestand und besteht immer darin, dass wenn eine Forderung erfüllt ist, eine weitere folgt, so dass die Gesamtheit der Forderungen niemals erfüllt werden kann. Die Verhandlungspartner haben den Staat schon längst anerkannt. Allein das ist schon absurd genug, denn wie kann man einen Staat anerkennen, der seine Staatsgrenzen nie festlegt? Jetzt aber wird verlangt, dass Israel als “jüdischer Staat“ anerkannt wird. Es sei an dieser Stelle daran erinnert, dass die PLO den Staat Israel bereits in Oslo 1993 anerkannt hat, aber Israel im Gegenzug bis heute kein Existenzrecht für einen Staat der Palästinenser in der Region anerkannt hat! Ganz im Gegenteil beweist die fortgesetzte Siedlungstätigkeit im besetzten Gebiet, die nebenbei auch Völkerrechtswidrig ist, dass Israel überhaupt nicht gewillt ist, irgendetwas für die Palästinenser anzuerkennen; eine Kostante israelischer Politik seit der Gründung.

Jetzt sollen also die Palästinenser anerkennen, dass Israel ein “jüdischer Staat“ ist. Das Problem bei solchen Forderungen an Muslime besteht weltweit immer in zwei Besonderheit: Zum einen werden solche Forderungen nur noch an Muslime gestellt, und zum anderen wird nie definiert, was eigentlich gefordert wird. So verlangt z.B. die Bundesrepublik Deutschland nicht, dass alle Länder der Welt den Staat als „Bundesrepublik“ anerkennen. Und Großbritannien verlangt nicht, dass alle Staaten der Welt den Staat als „Königreich“ anerkennen, was ja auch ziemlich dumm wäre, wenn die Briten eines Tages keinen König mehr wollten. Eigentlich verlangt kein einziger Staat dieser Erde, dass neben dem Staat auch die Staatsform von allen anderen Menschen der Erde anerkannt werden müsse. Israel aber tut das, verlangt es ausschließlich von Muslimen und wird in seiner Forderung von der Westlichen Welt unterstützt, wobei auch noch der Name des Judentums missbrauch wird.

Aber selbst wenn man annehmen würde, dass solch eine Sonderforderung akzeptable wäre, so muss man doch dem Vertragspartner (selbst wenn er ein zum Diener degradierter Staat ist) erklären, was er dort unterschreiben soll. Jede Forderung muss doch erklärt werden, damit derjenige, dem die Forderung gestellt wird, es annehmen oder ablehnen kann.

Was also ist aus zionistisch-israelische Sicht ein jüdischer Staat? Wie ist jener Staat definiert? Ist es ein Staat mit einer Mehrheit jüdischer Bürger? Unabhängig von der Fragestellung, was denn ein jüdischer Bürger ist, würde sich dann die Frage stellen, was denn passiert, wenn aufgrund demographischer Entwicklungen die Mehrheit nicht mehr Juden sind? Und was wäre, wenn eine großer Teil der Juden nicht mehr jüdisch sein will. So absurd ist jene Vorstellung nicht, denn in der christlichen Welt will in so manchem Land die Mehrheit schon lange nicht mehr christlich sein. Und falls ein jüdischer Staat der Staat des jüdischen Volkes sein soll, wer ist dann damit gemeint? Sind auch Juden in Brooklyn, Moskau und Berlin gemeint? Und wenn jeder Jude in Berlin ein Israeli ist, wie ist es dann, wenn er als Deutscher bei der Bundeswehr dient? Und wie ist es, wenn ein deutscher Jude in der israelischen Armee Besatzung ausübt? Müsste er dann nicht nach dem deutschen Gesetz angeklagt werden? Oder hat „jüdischer Staat“ etwas mit den religiösen Gesetzen des Judentums zu tun? Was aber ist dann mit Christen in Israel? Sind sie gleichberechtigte Bürger. Die Frage nach Muslimen stellen wir hier nicht, da sich die Westliche Welt bezüglich dieser Personen Gruppe schon geeinigt hat.

Tatsache ist, dass bis heute nirgends geklärt ist, was ein „jüdischer Staat“ ist. Selbst Herzls Definition eines “Judenstaates“ kann kaum helfen, da noch nicht einmal klar ist, wer eigentlich Jude ist. So bekommen z.B. zahlreiche Juden aus den ehemaligen Sowjetrepubliken die israelische Staatsbürgerschaft, weil sie Juden seien, können dort aber nicht heiraten, weil die Rabbiner sie nicht verheiraten, da sie keine Juden seien. Daher ist Zypern ein sehr beliebter Heiratsort für Israelis. Nicht einmal in Israel sind diese Fragen geklärt, aber der Palästinenser soll sich schon einmal vorsorglich dazu bekennen! Und ist es nicht bereits eine Form des Antisemitismus, wenn man Israel und Judentum gleich setzt; zumal man dann die Verbrechen Israels mit einer monotheistischen Religion in Verbindung setzen würde.

Eine Frage sollte Europa bezüglich Israel sich aber selbst einmal stellen. Wenn Israel als „jüdischer Staat“ nicht allen seinen Bürgern gleichermaßen gehört, wenn Muslime und Christen in einem jüdischen Staat nicht gleichberechtigte Bürger sein sollten, wie wollen die Europäer, die Israel so massiv unterstützen, dann der muslimischen Welt erklären, dass sie für Demokratie seien?

Wer glaubt, dass diese Verhalten der absurden Forderungen nur Palästinenser zu „schlucken“ hätten, der schaut offenbar nicht in seine eigene Umgebung. So wird z.B. von Muslimen im deutschsprachigen Raum verlangt, dass sie sich zur freiheitlich-rechtlichen Grundordnung bekennen müssen, ohne dass man jemals im Detail erklärt, was damit gemeint ist. Das ist auch nachvollziehbar: Denn wenn man bestimmte Urteile des Verfassungsgerichtes zum Thema genau analysieren würde, könnte man zu dem Schluss kommen, dass nicht die Muslime im Land, sondern die Wirtschaft, so manch ein Politiker und viele Medienbosse eine ernsthafte Gefahr für die freiheitlich-rechtlichen Grundordnung darstellen.

Noch abstruser wird es, wenn Politiker auf das christlich-jüdische Erbe des Landes Verweisen, und dass die Muslime dieses anzuerkennen hätten. Es gibt wohl keine Gruppe im deutschsprachigen Raum, die sich so eindeutig zu den zehn Geboten der Bibel bekennt, wie es die Muslime tun, nicht einmal manche Kirchen können da noch mithalten (siehe z.B. Homo-Ehe und Abtreibungsdebatte).

Das ganze gleicht einer bisher noch nicht existierenden aber durchaus denkbaren Forderung an Muslime, den Weihnachtmann zu akzeptieren und sich zu diesem zu bekennen. Denn schließlich erscheint jene in den USA kreierte rot-weiße Cola-Figur inzwischen auch in Kirchen zusammen mit einem Weihnachtsbaum, wobei niemand die Frage stellt, wie denn eine Tanne nach Bethlehem gekommen ist. Und so wird schon in wenigen Wochen wieder ein Geburtstag gefeiert, bei dem so ziemlich jeder beschenkt wird, der noch so etwas ähnliches, wie eine Familie hat, nur das eigentliche Geburtstagskind zumeist außen vor gelassen wird. Und dazu sollen sich also Muslime bekennen?!

Wäre es nicht hilfreicher, wenn wenigstens Muslime an den Adventstagen und vor allem zu Weihnachten Jesu und Marias gedenken würden, um das jüdisch-christliche Erbe zu schützen? Und wäre es nicht hilfreich, wenn zumindest praktizierende Muslime im Land versuchen die zehn Gebote zu leben, um das jüdisch-christliche Erbe zu retten. Und macht es nicht Sinn, dass Muslime weltweit gegen einen “jüdischen Staat“ protestieren, um die Gleichberechtigung aller Bürger eines Landes, unabhängig von ihrem religiösen Bekenntnis, und nebenbei auch noch Bethlehem zu schützen.

Viele Bürger im Lande werden überrascht sein, aber es sind die praktizierenden Muslime, die die freiheitlich-rechtlichen Grundordnung und das jüdisch-christliche Erbe schützen, denn sie leben einen freiheitlich-rechtliche Religion die das jüdisch-christliche Erbe zu schützen als Freiheitsrecht in sich verankert hat.

Der UN-Beauftragte für den Kampf gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus sieht in der Verunglimpfung der Religionen und insbesondere des Islams eine Bedrohung des Weltfriedens. “Die heutige Islamphobie ist die schlimmste Form religiöser Diffamierung”, sagte Doudou Diene am Freitag vor dem in Genf tagenden UN-Menschenrechtsrat.Der Anwalt aus dem Senegal beklagte in einem dem Gremium vorgelegten Bericht vor allem zunehmende antiislamische Aktionen in Europa. Als Beispiele nannte er Initiativen gegen den Bau von Moscheen in Deutschland und der Schweiz, Kundgebungen rechtsextremer Gruppen in Belgien, in denen vor einer Islamisierung Europas gewarnt werde, und jüngste Karikaturen des Propheten Mohammed in einer schwedischen Zeitung.

“Wir beobachten die Initiativen und Aktionen vieler Gruppen und Organisationen, die einen Krieg der Zivilisationen heraufbeschwören wollen”, sagte Diene. Er kritisierte in diesem Zusammenhang den Versuch rechter Kreise, den Islam mit Terror und Gewalt gleichzusetzen.

Der Bericht des UN-Beauftragten enthält auch Kapitel über Antisemitismus und andere Formen religiöser oder rassistischer Verfolgung in der Welt.

In der deutschen Öffentlichkeit werden die Begriffe Islamismus, Fundamentalismus und politischer Islam oft als Synonym verwendet, ohne dass klar ist, was genau gemeint ist. Seit kurzem taucht zudem immer wieder der Begriff des Islamofaschismus auf. Welcher dieser Begriffe ist richtig und was bedeuten sie genau?

Die Unterscheidung zwischen den Begriffen Islamismus, Fundamentalismus und politischer Islam ist in erster Linie eine Frage der Genauigkeit. Anders steht es um den Begriff des Islamofaschismus, den in den letzten Jahren wiederholt verschiedene Autoren und Politiker - darunter George W. Bush im August 2006 - verwendet haben. Der Begriff stellt die strukturellen und ideologischen Parallelen zum europäischen Faschismus heraus. Auch wenn gewisse Parallelen tatsächlich existieren, geht ein direkter Vergleich am Wesen des Phänomens vorbei. Diese Wortneuschöpfung ist daher vor allem als Kampfmittel im Ringen um die sprachliche Deutung zu verstehen.

Auch die Verwendung des Begriffs ‚Fundamentalismus’ ist problematisch. Zum einen, weil er ursprünglich eine protestantische Strömung in Amerika bezeichnete, die eine Rückbesinnung auf die ‚Fundamente’ des Christentums, d.h. die Bibel, predigte. Zum anderen, weil die Bezeichnung dem Anspruch seiner Anhänger entgegenkommt, die Fundamente des Islam und damit die wahre und reine Form der Religion zu vertreten. Dies impliziert, dass andere Formen des Islam weniger islamisch sind, und ignoriert, dass diese angeblich ursprüngliche Form des Islam selbst eine Neuauslegung der Schriftquellen im Licht der Moderne ist.

Entstanden ist der Islamismus in den 1920ern Jahren als religiös-politische Reformbewegung, die angesichts des steigenden Einfluss des Westens und der wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Schwäche der Muslime den Islam durch die Rückbesinnung auf die Schriftquellen und die Reinigung von fremden Einflüssen stärken wollte. Anstatt sich der westlichen Vorstellung der Moderne anzupassen, sollten die Muslime eine eigene ‚islamische Moderne’ schaffen. Auch wenn einige Aspekte - wie das islamistische Frauenbild – eher mittelalterlich anmuten, so ist der Islamismus doch eine moderne Ideologie.

Ähnlich wie andere Ideologien des 20. Jahrhunderts strebt der Islamismus die Transformation des Menschen und der Gesellschaft an. Er fordert die Rückkehr zur gesellschaftlichen Ordnung des ‚goldenen Zeitalter’ zur Lebzeit Mohammeds. Da dieser ideale Urzustand nicht direkt auf die aktuelle Situation zu übertragen ist, muss er angepasst werden. Dabei sind mehrere Auslegungen möglich. Daher unterscheidet sich das Gesellschaftsmodell der Islamisten zwischen Amerika und Afghanistan erheblich. Trotz der Bezugnahme auf den Koran ist oft letztlich der kulturelle und politische Kontext bestimmend.

Die islamistischen Bewegungen, Parteien und Gruppen unterscheiden sich nicht nur in ihrer Zielsetzung, sondern auch in ihren Mitteln. Die einen streben die Transformation der Gesellschaft im Rahmen des bestehenden Systems an, die anderen durch dessen gewaltsamen Umsturz. Wieder andere stellen die soziale Veränderung von unten vor die politische Reform von oben. Noch andere schließlich suchen allein die Erweckung des Einzelnen und halten sich aus der Politik raus. Der Begriff ‚politischer Islam’ ist daher problematisch, insofern er durch die Betonung des politischen Aspekts nicht-politische Spielarten des Islamismus auslässt.

Letztlich kann Islamismus als eine Form des Islam verstanden werden, die durch öffentliches Handeln die Transformation des Menschen und der Gesellschaft anstrebt. Das Problem mit diesem Begriff ist jedoch, dass er so breit gefasst ist, dass zur Unterscheidung wiederum Adjektive wie orthodox, traditionell, konservativ, radikal oder progressiv verwendet werden müssten – die ihrerseits zu definieren wären.

Quelle: http://islamineuropa.cafebabel.com/de/

Mit dem Begriff “Islamo-Faschismus” reduzieren Bush & Co. die komplexen politischen Realitäten in den muslimischen Ländern auf die schlichte Formel: Wir gegen sie

Wer die Worte kontrolliert, beherrscht die Debatte. Also wird der Slogan vom “Krieg gegen den Terror” nun entsorgt, da die Politik der Bush-Regierung im Nahen und Mittleren Osten in blutigem Chaos versinkt. Stattdessen heißt es jetzt “Krieg gegen den Islamo-Faschismus”.

Dieser Ausdruck existiert schon eine ganze Weile. Als Erster verwendete ihn der Publizist und Historiker Malise Ruthven im Londoner Independent in den 90ern, um die Diktaturen in der muslimischen Welt zu beschreiben. Nach dem 11. September 2001 übernahmen Neocons und Bellizisten wie Christopher Hitchens den Begriff - und meinten damit so ziemlich alle muslimischen Bösewichte, von Bin Laden bis zu den iranischen Mullahs. Richtig populär ist der Ausdruck allerdings erst seit kurzem. George W. Bush fühlte sich neulich durch den geplanten Flugzeuganschlag britischer Islamisten daran erinnert, dass sich “unsere Nation im Krieg gegen islamische Faschisten befindet”. Der demokratische Senator Joe Lieberman verglich den Krieg im Irak mit dem Spanischen Bürgerkrieg vor 70 Jahren, der auch “Vorbote des Folgenden” war, nämlich eines noch größeren Krieges.

Der Wechsel des Slogans mag pedantischen Zeitgenossen sogar gefallen, die es intellektuell immer etwas problematisch fanden, Krieg gegen eine Taktik, nämlich Terrorismus, zu führen. Ganz zu schweigen von denen, die sich wunderten, warum Terrorismus das Problem und der Krieg gegen Irak die Lösung sein sollte. - Präsident Bush antwortete übrigens am 21. August auf die Frage eines Journalisten, was “der 11. September mit dem Irak zu tun” hatte: “Nichts”. Das sagt er uns jetzt!

Nun, was ist falsch am Begriff “Islamo-Faschismus”? Der italienische Faschismus, der deutsche Nationalsozialismus und die faschistischen Bewegungen im Europa der 20er- und 30er-Jahre waren chauvinistisch, säkular und eng mit Kapitalinteressen verknüpft. Ihr Ziel waren mächtige, moderne Staaten. Es gab auch antimoderne Elemente - etwa Mussolinis Retrobegeisterung für das alte Rom oder die Faszination der Nazis für die nordische Mythologie. Aber das ändert nichts daran, dass der Faschismus im Kern modern, bürokratisch und rational war.

Es gab keinen faschistischen Führer, der in der Bibel nachschaute, um zu ergründen, wie das Bankensystem, das Strafgesetzbuch oder die Modeindustrie auszusehen hatte. Sogar der Antisemitismus der Nazis war “wissenschaftlich”. In ihrer Ideologie waren die Juden genetisch minderwertig, was zahllose Biologen, Anthropologen und Mediziner zu beweisen suchten. Das religiöse Motiv, dass die Juden Christus ermordet hatten und den wahren Glauben nicht anerkannten, spielte indes keine Rolle. Auf die Gefahr hin, etwas kleinlich zu wirken: Die schlimmsten Verbrechen der Neuzeit wurden von modernen Politikern geplant und durchgeführt - und der Begriff “Faschismus” sollte für diese Ära und diesen historischen Kontext reserviert bleiben.

Der zweite Einwand gegen die Vokabel “Islamo-Faschismus” ist wichtiger. Der Begriff meint eine Vielzahl von höchst unterschiedlichen Staaten, Bewegungen und Organisationen, suggeriert aber, dass wir es, wie beim Faschismus, mit etwas klar Umrissenem zu tun haben. Die Neocons aber haben Saddam Hussein und die syrische Baath-Partei als islamo-faschistisch charakterisiert. Doch diese säkularen, nationalistischen Tyranneien haben mit geheimnisumwitterten, fundamentalistischen Gruppen wie al-Quaida nichts gemein - das hat sogar George W.Bush inzwischen begriffen.

Die Taliban wiederum sind ziemlich verschieden von den Mullahs im Iran, die wiederum anders und sogar weniger repressiv sind als das Regime unseres Verbündeten in Saudi-Arabien. Ja, wer sind denn derzeit die “Islamo-Faschisten” in Saudi-Arabien - die Regierung oder ihre fanatischen-religiösen Gegner? Immerhin sorgt dieses Regime dafür, dass Frauen nicht Auto fahren dürfen, dass nichtmuslimische Religionen verboten sind und dass der Wahhabismus, die “islamo-faschistische” Konfession, in die ganze Welt exportiert wird.

“Islamo-Faschismus” ist ein Gefühlsbegriff, der uns dazu bringen soll, weniger zu denken und mehr Angst zu haben. Er reduziert die verwirrend komplexen, politischen Realitäten in den muslimischen Ländern auf ein simples Schema: Wir gegen sie. Und er suggeriert, wie diese Auseinandersetzung enden muss: mit einem Krieg, wie damals gegen Hitler. Wer bezweifelt, dass jeder junge britische Muslim bereit ist, sich für Allah in die Luft zu jagen, wer bezweifelt, dass es notwendig ist, unsere Verfassung zu zerschreddern, um uns vor Selbstmordattentätern zu schützen, oder wer glaubt, dass die Hamas vielleicht weniger populär wäre, wenn es den Palästinensern besser ginge - der betreibt Appeasement. Er ist ein Wiedergänger des unglückseligen Neville Chamberlain. Und George W. Bush darf in diesem Bild die Rolle von Franklin Delano Roosevelt spielen.

“Islamo-Faschismus” schützt, nebenbei, die Neocons vor den harschen Urteilen über das Resultat der US-Invasion im Irak. Denn in dem Konzept des “Islamo-Faschismus” schrumpft das fortwährende Debakel im Irak zu einer zweitrangigen Episode der Großen Erzählung vom unserem Kampf gegen das Böse. So gesehen ist plötzlich nur noch ein Detail, dass Saddam Hussein gar keinen Kontakt mit den Attentätern des 11. 9. hatte und auch keine Massenvernichtungswaffen, die Israel und die USA hätten fürchten müssen. Saddam hasste die Freiheit - das war Grund genug, um einen Angriffskrieg vom Zaun zu brechen. Ebenso zweitrangig erscheint im Konzept des “Islamo-Faschismus”, dass Sunniten und Schiiten derzeit im Irak wenig Interesse zeigen, sich in der islamischen Umma zu vereinen - und sich stattdessen gegenseitig massakrieren.

Wer an den “Islamo-Faschismus” glaubt, soll so viel Angst haben, dass er kaum fragen wird, warum wir weiterhin ausgerechnet Leuten trauen sollen, die für den spektakulärsten politisch-militärischen Misserfolg der USA in den letzten 30 Jahren verantwortlich sind. Und er soll ertragen, dass wir diese Fratzen weiterhin auf dem TV-Bildschirm sehen, in der zweiten Staffel der gleichen Serie - mit neuer Mission: Auf nach Teheran! “Islamo-Faschismus” ist ein Angstbegriff, mit dem die Republikaner die liberalen “Security Moms” zurückgewinnen wollen. Die haben 2004 meist Bush gewählt, neigen inzwischen aber den Demokraten zu. Dies ist das innenpolitische Kalkül.

Ziemlich sicher ist aber, dass der Begriff “Islamo-Faschismus” auch noch jene Muslime gegen uns aufbringen wird, die uns noch nicht hassen. Der Begriff “Islamo-Faschismus” verbreitet einen ideologischen Nebel, in dem verschiedene Konflikte und Orte - Libanon, Palästina, Selbstmordattentäter. Afghanistan und Irak - verschwimmen. Nötig ist das exakte Gegenteil - nämlich klar die Unterschiede zu erkennen und entsprechend zu handeln.

Quelle: http://www.taz.de/

Der Staat ist berechtigt, eine Religion besser zu behandeln als andere, also etwa das Christentum besser als den Islam. Das ist das Ergebnis einer rechtswissenschaftlichen Studie des Hamburger Professors für Öffentliches Recht Karl-Heinz Ladeur und seines wissenschaftlichen Mitarbeiters Ino Augsberg. Die Autoren wollen die religiöse Neutralität des Staates nicht aufheben, sondern richtig zur Geltung bringen.

Nach ihrer Ansicht muss der Staat darauf achten, welche Leistungen eine Religion für das Funktionieren einer toleranten Gesellschaft erbringt. Die kulturelle Leistung einer Religion erlaube deren Bevorzugung. Darum schlage sich beispielsweise zu Recht die kulturelle Leistung des Christentums im Deutschunterricht der Schulen nieder. Eine Religion, die mit den hier geltenden Prinzipien der Religionsfreiheit erkennbare Schwierigkeiten habe, könne keine Gleichstellung mit dem Christentum erwarten. Die Juristen sprechen von einer „gewichteten Gleichbehandlung“. Dieses Prinzip gilt zum Beispiel auch bei der Vergabe von Sendezeiten für die Wahlwerbung der Parteien bei den öffentlich-rechtlichen Anstalten. Sie werden nicht formal gleich zugeteilt, sondern entsprechend dem Gewicht der Parteien in der Öffentlichkeit, wie es sich in ihren Parlamentsmandaten zeigt. Erste Reaktionen sprechen davon, dass die Autoren das herrschende Neutralitätsprinzip des Staates im Rahmen der Verfassung erläutern und die Ideengeschichte der Toleranz gründlich aufarbeiten. Die Arbeit ist im Tübinger Verlag Mohr Siebeck unter dem Titel „Toleranz – Religion – Recht“ erschienen.

Kommentar des Administrators:

Dieses Erkenntnis gibt der Frage nach mehr Religionsfreiheit für Christen in islamischen Staaten und der Diskussion darüber einen ganz neuen Blickpunkt! Oder etwa nicht?

Quelle: http://www.idea.de/

Was ist ein “Verdächtiger”? Kennen Sie nicht auch einen? Einen, den Sie echt ü-ber-haupt nicht mögen und ihm (oder ihr) wirklich die Pest oder die Polizei an den Hals wünschen, auf dass er morgens auf Verdacht von einem Sonderkommando vor den Augen der Nachbarn aus dem Haus geführt und sein Bild auf allen Kanälen gezeigt wird?
Kein Problem. Sie können ihn fertig machen. Er braucht nur Muslim zu sein. Helfen tut dem keiner.

FAST KEINER.Was die Bundesregierung in Vertretung von Minister Brigitte Zypries hier macht, indem sie die Muslime in Deutschland zur gegenseitigen Denunziation aufruft (1) ist ein weiterer Schritt in den offenen, denunziatorischen, faschistischen Polizeistaat. Wie im Dritten Reich wird hier in der Dritten Republik eine ganze Religion verteufelt, daraus widersinnig eine “Volksgruppe” gebastelt, Angst produziert und das friedliche Zusammenleben der Völker sabotiert.

Wem hier in Berlin oder anderen Grossstädten grosskotzige (männliche) Gangmitglieder (zwischen 15 und 25) auf die Nerven gehn, der hat wahrscheinlich vergessen, dass die sich in Oberbuffzen oder Kleinspiesserhausen zwar anders ethnisch zusammensetzen, aber genau dieselbe Attitüde an den Tag legen wie alle anderen Idioten auch, die glauben ihnen gehört die Strasse. Wer darauf Lust hat zu sehen, wie diese Attitude demnächst Zehntausende bewaffneter Uniformträger in staatlichem Auftrag und ohne die Kette Grundgesetz am Fuss auf unseren Strassen an den Tag legen, der (oder die) halte jetzt einfach weiter feige die Schnauze und sehe sich das weiter an, wie wir Deutschen hier gegeneinander ausgespielt und aufgehetzt werden.

Der Ministerpräsident von Bayern, Günter Beckstein, hat Deutsche, die sich in freier Entscheidung, IN FREIER, SELBSTBESTIMMTER ENTSCHEIDUNG für den moslemischen Glauben entschieden haben, nicht nur zu “Konvertiten” gemacht, als hätten wir hier eine vorgeschriebene Staatsreligion, sondern auch noch gesagt:
Menschen, die die Seite wechselten, seien geeignet, “sich extrem zu verhalten”.
Nichts zeigt die rückständige, autistische und mittelalterliche Mentalität dieser Person besser als dieser Spruch. Ein Christ, ein Katholik, ist also auf seiner Seite.

Günter, Du Mickerling. Wie sehr Du Dich doch irrst.

In dieser Republik herrscht Religionsfreiheit. Niemand ist durch seine Religion verdächtig. Keine Religionsgemeinschaft ist zu irgendeiner Denunziation von irgendwem verpflichtet und die Muslimischen Gemeinden dieses Landes sollten im Interesse aller Bürger diese Aufforderung äusserst entschlossen und mit unbedingtem Willen zum Widerstand gegen diese faschistische Mentalität und diese bodenlose Gemeinheit zurückweisen.

Wenn hier durch die Muslime in Deutschland nachgegeben und vor einer Regierung auf die Knie gefallen wird, dann ist die Würde des Menschen bedroht. Dann ist sie für uns alle bedroht.

Wenn hier die Muslime in Deutschland sich selbst zum Sündenbock, zum Aussenseiter, zum potentiellen Verbrecher machen lassen, dann macht sie das symbolisch für alle Anderen, die demnächst im Fadenkreuz des neuen Faschismus unserer Zeit ist.

Niemals beugen, niemals aufgeben, niemals nachgeben gegen Krieg und Völkerhass, gegen Diktatur und Polizeistaat. Das ist zuviel, was das sich die Bundesregierung da leistet. Jetzt reicht´s, jetzt ist es genug. Artikel 20 Absatz 4 unserer Verfassung ist mittlerweile relevant.

Artikel 20
(1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.
(2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.
(3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.
(4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist

Frau Zypries, Herr Beckstein und alle anderen da oben:

Vorsicht. Vorsicht…

Quellen:
(1)
http://de.today.reuters.com/news/newsArticle.aspx?type=domesticNews&storyID=2007-09-08T091626Z_01_NEI833361_RTRDEOC_0_DEUTSCHLAND-SICHERHEIT-ZYPRIES.xml
(2)
http://www.tagesspiegel.de/politik/Deutschland-Online-Durchsuchung-Schaeuble;art122,2374181

via http://radio-utopie.de/

Islamische Bewegung-kein Monopol

Wir,die wir uns erhoben haben,taten dies für den Islam.Unsere Republik ist eine Islamische Republik.Die Islamische Bewegung kann nicht nur auf ein bestimmtes Land beschränkt sein.Auch nicht nur auf die islamische Welt.Eine Bewegung, die um des Islam willen erfolgt.ist die Bewegung der Propheten.Auch sie, die Bewegung der Propheten,war nicht auf ein Gebiet begrenzt.Der Prophet des Islam stammte aus Arabien,seine Einladung aber erging nicht nur an die arabische Bevölkerung,war nicht nur auf die arabische Halbinsel beschränkt,sondern meinte alle,die gesamte Welt.

Ihn überall verwirklichen

Schreitet auf dem Weg des Islam einher, und setzt euch für ihn ein.Damit das Schahadat auf seinem Wege zuteil wird.Und sollten wir - In Scha´Allah - obsiegen,zum Erstarken und Sieg des Islam beitragen und überall,wo auch immer, erhobenen Hauptes sein und in allen Ländern,in allen Teilen der Welt,den Islam verwirklichen und sein Banner aufrichten können.

Islam-Ein Recht aller

Ich hoffe,dass wir das Banner des Islam - das Banner der Islamischen Republik - in allen Teilen der Welt aufrichten können und sich alle dem Islam,der ein Recht aller ist, anschliessen werden. Imam Ayatollah Ruhollah Al Musavi Al Khomeini

Smash Zionism

Widerstand gegen Zionismus,Zionisten und deren Unterstützern!

Revolution I

"Without a revolutionary theory there cannot be a revolutionary movement"

Revolution II

Revolution! Revolution! Nicht vom Osten!! Nicht vom Westen!! ISLAMISCHE REVOLUTION!!!

Ideologie

"Also wenn wir den Krieg nicht gewinnen was haben wir dann von der Ideologie? Eine Ideologie ist doch nicht etwas was nur in einem Buch steht. Eine Ideologie ist doch etwas lebendiges, ist doch etwas praktisches, ist doch etwas für Menschen!"

Islam Inside

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