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Je mehr der Zionismus sowohl auf dem militärischen Sektor als auch auf dem diplomatischen Sektor verliert, umso lauter ertönt die Propagandamaschinerie mit umso hässlicheren Lügen!

Heute – zum Geburtstag Imam Alis (a.) – fand zwischen Israel und dem Libanon ein Gefangenenaustausch statt, der es in sich hatte. Und die erneute Niederlage Israels ist für die Vertreter des Zionismus so schmerzhaft, dass sie in der gesamten Welt ihre Schreiber mobilisiert haben, um den erneuten Erfolg der Hizbullah zu denunzieren.

“Ist der Mörder eines kleinen Mädchens euer Held?” So lautet die Schlagzeile in einer seriösen deutschen Zeitung. Und wie es dann in den weniger seriösen Blättern klingen wird, kann sich jeder vorstellen. Aber ist es wirklich so, dass Israel heute einen Kindesmörder frei lässt und die muslimische Welt die Freilassung eines Kindermörders feiert?

Ist es überhaupt vorstellbar, dass irgendeine Gruppe von Menschen, unabhängig davon, welcher Ethnie sie angehört und welcher Religion einen Kindermörder feiert? Welchen Hass muss man verspüren, und wie sehr muss man rassistisch orientiert sein, um gleich einer ganzen Gruppe von Menschen so etwas vorzuwerfen? Ja, sicher kann es sein, dass eine Gruppe von Menschen durch eine Falschinformation oder Propaganda jemanden feiert, der in Wirklichkeit ein Verbrecher ist, aber dann würde sie es in Unkenntnis der Geschehnisse tun. Aber gleich einer gesamten Religionsgemeinschaft und dazu dem Volk im Libanon inklusive Drusen und Christen, die heute mitfeiern, vorzuwerfen, sie würden einen Kindesmördern feiern, ist der perfideste Beweis für den Niedergang des Zionismus, der das Gesicht seiner menschenverachtende Ideologie nur noch durch die Schreiberlinge der westlichen Welt derart überschminken kann, dass man das Gesicht selbst nicht mehr erkennt. Wer aber ist denn da heute frei gekommen, und warum ist der Mann so “gefährlich“ für den Zionismus, dass sie solch eine lautes Geschrei um ihn veranstalten, wie sonst nie bei einem Gefangenenaustausch?

Knapp zwei Jahre nach Ende des Überfalls Israels auf den Libanon hat die Hizbullah heute die Särge mit den sterblichen Überresten der zwei israelischen Soldaten übergeben, deren Festnahme auf libanesischem Boden Vorwand für den israelischen Überfall war, bei dem auf libanesischer Seite etwa 1200, zumeist Zivilisten, und in Israel 159 Menschen, zumeist Soldaten, ums Leben kamen. Im Gegenzug wurden fünf Libanesen aus israelischer Haft entlassenen. Unter ihnen Samir Quntar.

Wer aber ist Samir Quntar? Und warum hat die Hizbullah seine Freilassung zur obersten Bedingung gemacht obwohl er gar kein Muslim ist?

Samir Quntar ist inzwischen 46 Jahre alt und ein libanesischer Druse. Er war 1979 an einer Kommandoaktion der damals aktiven Palästinensischen Befreiungsfront (PLF) als Anführer eines vierköpfigen Trupps beteiligt. Der Angriff erfolgte am 22. April 1979 nahe der Küstenstadt Naharija. Ziel der Operation war eine Militärbasis bei einer jüdischen Siedlung. U.a. wollte man nach eigenen Angaben eine hohe israelische Persönlichkeit gefangen nehmen und ihn dann gegen in Israel einsitzende Widerstandskämpfer gegen die Besetzung Palästinas austauschen. Der Trupp ist mittels eines Schlauchboots von Tyros im Südlibanon aus gestartet, um eine der größten israelischen Militärbasen in Naharija anzugreifen. Die Besonderheit der Aktion lag u.a. darin, dass es Quntar gelang, sämtliche Abwehrmaßnahmen und den Radar der Israelis zu durchbrechen. Bei der Ankunft in Naharija kam es dann zum ersten Schusswechseln mit israelischen Sicherheitskräften. Dabei wurde ein israelischer Korporal getötet. Daraufhin ist man in ein Hochhaus eingedrungen, in dem Quntar den israelischen Atomwissenschaftler Dany Haran gefangen nahm. Im Anschluss beim Versuch, wieder das Boot zu erreichen, gerieten sie in ein Feuergefecht, dass ihre Rückkehr verhinderte. Insgesamt wurden dabei sechs israelische Soldaten getötet und zwölf weitere verwundet, darunter auch der kommandierende General des Nordsektors, Jossef Zahur, welchen Samir Quntar mit drei Kugeln in die Brust getroffen hat. Zahur selbst hatte seine schweren Verletzungen überlebt und die Ereignisse zehn Jahre später in einem Interview mit einer israelischen Zeitung bestätigt. Quntar wurde von fünf Kugeln getroffen und zusammen mit einem zweiten Mitkämpfer von Israelis gefangen genommen. Die beiden anderen des Trupps wurden getötet.

Der enorme militärische Erfolg der Kommandoaktion – selbst wenn sie letztendlich vereitelt wurde – war ein Schock für Israel. Denn sie waren offenbar nicht in der Lage ihre eigenen Atomwissenschaftler, die wohl am Bau von Atomwaffen beteiligt waren, hinreichend zu schützen und zudem konnte ein Schlauchboot in Israel eindringen und so viel Schaden anrichten.

Um diesen Misserfolg zu kaschieren, wurde eine Geschichte von zwei getöteten israelischen Mädchen in die Medien gesetzt. Dabei soll eines sogar von der eigenen Mutter erstickt worden sein, die das angeblich schreiende Kind mit einem Kissen zur Ruhe bringen wollte, um nicht selbst in das Visier der “Terroristen“ – wie es bei den Israelis heißt – zu geraten. Wenn aber Palästinenser, die ihr besetztes Gebiet im Kampf gegen Besatzungssoldaten befreien wollen, Schuld daran sind, dass eine Mutter ihr Baby aus Todesangst erstickt, welche Schuld tragen dann israelische Mütter, die ihre Babys auf besetztes Gebiet bringen, von dem Tausende einheimische Babys gewaltsam vertrieben wurden?

Dennoch, das alles ist noch nicht Erklärung genug, um die heutigen Reaktionen zu verstehen. Schließlich war die damalige Aktion von der damaligen PLF geleitet, die kaum islamische Ziele verfolgte, sondern aus einer rein nationalistischen Motivation heraus agierte. Und immerhin liegt die Aktion nunmehr fast 30 Jahre zurück! Was ist so anders an diesem Fall und dieser Person, dass Israel ihn nicht frei geben wollte und er zum mit Abstand langjährigsten Gefangenen Israels wurde?

Quntar wurde damals schwer verletzt festgenommen, nach seinen Angaben ohne Narkose operiert und nach seiner Genesung wegen Mordes zu vierfacher lebenslänglicher Freiheitsstrafe in Israel verurteilt. Anders als bei schiitischen Gefangenen hatte man bei diesem jungen Drusen in Israel die Hoffnung, dass man ihn “umerziehen“ und für die Belange Israels hätte einsetzen können, wie es bereits vorher bei einigen Drusen gelungen war. Daher durfte Quntar im israelischen Gefängnis Englisch und Hebräisch lernen. An der Open University von Tel Aviv erwarb er einen Abschluss in Soziologie. Der englische Titel seiner auf hebräisch geschriebenen Diplomararbeit lautet: “The Contradiction of Democracy and Security in Israel.” Selbst heiraten durfte er im Gefängnis.

Aber all jene Behandlungen halfen nicht. Quntar entwickelte sich im Gefängnis immer mehr zu einem Sympathisanten der Hisbollah und der islamischen Befreiungstheologie. Als der Drusenanführer Dschumblatt sich zuletzt gegen die Hizbullah stellte, schmuggelte Quntar Botschaften aus dem Gefängnis heraus, dass sich die Drusen mit Hizbullah-Anführer Nasrullah verbinden sollen. Während sein Mitgefangener Truppengefährte bereits 1986 ausgetauscht wurde, stellte Quntar eine Gefahr für Israel dar und wurde daher nicht frei gelassen.

Für die Hizbullah ist der heutige Austausch ein mehrfacher Erfolg. Der Austausch erfolgte genau zum Geburtstag Imam Alis (a.). Zwar hat die westliche Propagandapresse so die Gelegenheit zu behaupten, dass außergewöhnliche Feierlichkeiten anlässlich der Freilassung im ganzen Land stattfinden, aber in der muslimischen Welt ist man sich des Symbolcharakters dieser Freilassung durchaus bewusst. Denn dadurch steigt auch das Ansehen der Hizbullah bei den Drusen, nachdem sich schon die Christen im Land mehrheitlich hinter die Hizbullah gestellt haben. Dabei gehen viele davon aus, dass Israel sich selbst eliminieren wird, wie einstmals die UdSSR oder das Apartheidsregime von Südafrika. Zwar sind heute noch viele Israelis betäubt von der Propaganda, dass ein angeblicher Kindermörder frei gekommen sei, aber irgendwann wird sich auch die eigene Bevölkerung fragen, wer letztendlich die Schuld daran trägt, dass so viele Kinder auf beiden Seiten sterben.

Kein Muslim wird wissentlich die Freilassung eines Kindesmörders feiern! Und kein seine eigene Religion kennender und gebildeter Muslim wird annehmen, dass Juden im Allgemeinen so etwas tun würden oder Christen! Umso erstaunlicher ist es, dass es offenbar möglich ist, jenes Märchen einer breiten Leserschaft in der westlichen Welt zu verkaufen. So lange man aber Muslime als Monster verkauft, ist niemandem gedient außer jenen, die die Freiheit aller Menschen beschneiden wollen, um sie zu beherrschen.

Frieden in der Region wird es – völlig unabhängig vom heutigen Fall – erst dann geben, wenn der Zionismus überwunden wird. Und das können Juden, Christen und Muslime gemeinsam schaffen. Danach wird keine Mutter mehr um den Verlust des eigenen Babys durch Besatzung oder Widerstand gegen die Besatzung weinen müssen. Und inschaallah – so Gott will – wird das schon bald sein.

Eine Schlussbemerkung sei der deutschen Vermittlung des Gefangenenaustausches gewidmet. Sie hat sich geschichtlich entwickelt und noch vertrauen beide Seiten der deutschen Gründlichkeit. In wieweit Deutschland aber diese Rolle auch in Zukunft angesichts der zunehmenden Islamfeindlichkeit im Inneren wie im Äußeren spielen kann, wird sich zeigen.

Beirut: Es dauerte 18 Monate und brauchte noch einen blutigen, gescheiterten Entmachtungsversuch der Regierung gegen die Opposition. Dann einigte man sich endlich im sogenannten “Doha Agreement” diese Woche in Katar. Nun ist der ehemalige Armeechef Michel Suleiman endlich, im 19.Anlauf, zum Präsidenten des Libanon gewählt worden.
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Der drohende Bürgerkrieg im Libanon konnte in letzter Minute abgewendet werden. Gestern verständigten sich die Konfliktparteien überraschend im katarischen Doha und beschlossen die Bildung einer neuen Einheitsregierung, in der die Hisbollah Vetorecht hat. Was ein Segen für alle Libanesen ist, ist gleichzeitig ein Paradigmenwechsel im Machtgefüge hinter den Kulissen, dessen eindeutiger Verlierer Saudi-Arabien ist, während Iran ein weiteres Mal seinen Einfluss in der sunnitisch-arabischen Region stärken konnte.
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Die Milizen der Parteien Hisbollah und Amal entmachten Siniora und Hariri. Beirut: Der Umsturz begann (wie so vieles ausser in Deutschland) mit einem Generalstreik der Gewerkschaften gegen die miesen Lebensbedingungen der Libanesen unter einer bis ins Mark von Korruption zerfressenen Regierung, die bis gestern von Saad Hariri kontrolliert wurde, welcher nach dem plötzlichen Tod seines Vaters am 14.Februar 2005 Milliardär geworden war. Der Ablauf der Geschehnisse seit Dienstag..

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Die USA haben eine “politische Aggression” gegen den Libanon ausgelöst. Das sagte Scheich Naim Kassem von der radikalen Hisbollah-Bewegung.

Im Rahmen dieses Kampfes habe Washington “die gesamte Welt gegen die libanesische Opposition aufgehetzt”, zitiert die Webseite der Hisbollah seine Worte.

“Der Libanon hat jetzt zwei Möglichkeiten: Entweder er wird zu einer Marionette der USA oder er wählt den Widerstand und verteidigt seine Souveränität”, so der Scheich.

Vor zwei Tagen hat der für den Nahen Osten zuständige US-Vizeaußenminister David Welsh in Abu Dhabi geäußert, den Libanon erwarte wegen seiner ungelösten politischen Krise “ein heißer Sommer wie im Jahr 2006″.

Kassem konterte, der libanesische Widerstand fürchte solch eine Prognose nicht.

Der Libanon steckt seit mehreren Jahren in einer tiefen politischen Krise. Seit dem 24. November hat das Land keinen Präsidenten. Die Präsidentenwahlen werden wegen heftigen Meinungsdifferenzen zwischen der durch die USA und Saudi-Arabien unterstützten Regierungsmehrheit und der prosyrischen Opposition in Bezug auf die Regierungsbildung ständig verschoben.

Vor zwei Jahren gab es im Libanon rund einen Monat heftige Kämpfe zwischen der israelischen Armee und den Kämpfern der Hisbollah, deren Widerstand nicht gebrochen wurde.

Die Hisbollah wurde im Jahr 1982 als Widerstandsbewegung zur israelischen Okkupation des Libanon gegründet. Die USA und Israel haben sie als Terrororganisation eingestuft.

Mit einem Schreckensszenario hat sich Israel einem Zeitungsbericht zufolge auf einen möglichen opferreichen Krieg gegen die libanesische Hisbollah-Miliz vorbereitet. Das geheime Szenario, dass vom Katastrophenschutz-Büro der Regierung entworfen worden sei, gehe von hunderten Toten und tausenden Verletzten durch Raketen der schiitischen Hisbollah auf israelisches Gebiet aus, berichtete die Zeitung “Jediot Ahronot” am Montag. Der Entwurf gehe von einem einmonatigen Konflikt unter Beteiligung Syriens und des Iran aus. Die Experten halten demnach den Raketenbeschuss der Metropole Tel Aviv, eine vollständige Lahmlegung des dortigen Flughafens Ben Gurion, einen Zusammenbruch der Wasserversorgung sowie lange Stromausfälle für möglich.Das als geheim eingestufte Gedankenspiel sei den betroffenen Ministerien und Kommunen zugeleitet worden, berichtete “Jediot Ahronot” weiter. Es enthalte nach Angaben der Autoren denkbare schwerwiegende Ereignisse, “die zum Teil die Haare zu Berge stehen lassen”. Das Papier ist demnach eine Konsequenz aus dem rund fünfwöchigen Libanon-Krieg im Sommer 2006, den die israelische Armee gegen die Hisbollah führte.

Luftangriffe befürchtet

Dem Szenario zufolge würde Syrien auf den von Israel 1967 besetzten Golan-Höhen angreifen und tausende Raketen auf Ortschaften im angrenzenden Galiläa abschießen. Auch die Hisbollah würde dem Szenario zufolge Raketen auf diese Region sowie auf die nordisraelische Stadt Haifa und auf Tel Aviv abfeuern. Israel würde zudem von Raketen aus dem Iran, dem Gazastreifen und dem Westjordanland sowie Selbstmordanschlägen von Palästinensern erschüttert. Auch Luftangriffe auf militärische und strategische Ziele in Israel sowie Entführungen von Zivilisten und Soldaten werden der Zeitung zufolge befürchtet. Laut Szenario würden bis zu 230 Zivilisten getötet und bis zu 16.000 weitere verletzt, davon 1200 schwer. Bis zu 227.000 Menschen würden obdachlos.

Die Gefahr eines neuen Konflikts mit der pro-iranischen schiitischen Miliz hatte sich in den vergangenen Wochen konkretisiert, nachdem Mitte Februar der Hisbollah-Anführer Imad Mugnieh in der syrischen Hauptstadt Damaskus getötet worden war. Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah hatte Israel für den Anschlag verantwortlich gemacht und dem Land den “offenen Krieg” erklärt. Israels Verteidigungsminister Ehud Barak sagte am Montag im staatlichen Rundfunk, Sicherheitskräfte und Geheimdienste seien gut auf mögliche Gewalt der Hisbollah vorbereitet.

Quelle: http://www.ksta.de

Hisbollah-Führer Hassan Nasrallah hat Israel gestern Vergeltung für die Tötung des Kommandanten Imad Mughniyah angedroht.

Gedenkveranstaltungen der rivalisierenden Lager in Libanon haben gestern Hunderttausende Menschen angezogen. Schiiten strömten zur Beisetzung des in Syrien durch einen Anschlag getöteten, weltweit meistgesuchten Terroristen Mughniyah, während sich zur gleichen Zeit prowestlich orientierte Demonstranten in Beirut versammelten, um an den vor drei Jahren ermordeten Premier Rafik Hariri zu erinnern.

Um Gewalt zwischen beiden Seiten zu verhindern, wurden Tausende Soldaten in Beirut stationiert und Strassen gesperrt. Saad Hariri griff die syrische Regierung scharf an, nicht aber die Hisbollah, wohl aus Rücksicht auf die Trauerfeier. Der Drusenführer und scharfe Hisbollah-Kritiker Walid Jumblat sagte, die Regierung werde den Mühen der Opposition nicht unterliegen, Libanon den von Iran und Syrien repräsentierten Bösen auszuliefern. Jumblat warf Syrien vor, Mughniyah getötet zu haben.

Nasrallah aber warf Israel vor, die Grenzen mit der Ermordung Mughniyahs in Syrien überschritten zu haben. «Mit diesem Mord, seinem Zeitpunkt, Ort und Methode – Zionisten, wenn ihr diese Art offenen Krieges wollt, lasst die ganze Welt zuhören: Lasst diesen Krieg eröffnet sein.» Israelische Einrichtungen im Ausland würden ins Visier genommen, sagte er. Israel versetzte alle Botschaften in Alarmbereitschaft.

In Jerusalem wurde die Beschuldigung zurückgewiesen, Mughniyahs Tod wurde aber dort und in den USA begrüsst. Tausende Hisbollah-Anhänger versammelten sich am Sarg von Mughniyah, dessen Tod auch die Spannungen in Libanon noch verschärfen dürfte. Denn die von der Hisbollah geführte Opposition und die westlich orientierte Regierung sind dort in erbittertem Machtkampf verstrickt.

Quelle: http://www.tagblatt.ch/

Das wichtigste Ergebnis des gerade veröffentlichten Berichts über den Libanonkrieg ist die Entlastung von Regierungschef Ehud Olmert. Er wird alle Rücktrittsforderungen überstehen, denn der Bericht der Kommission unter Leitung des ehemaligen Richters Eliyahu Winograd fand Olmerts Entscheidung vom 12. Juli 2006, israelische Truppen in den Libanon zu schicken, „beinahe unvermeidlich“ und die angestrebten Ziele des militärischen Schrittes legitim. Auch Verteidigungsminister Ehud Barak wird seinen angekündigten Rücktritt widerrufen und von seiner Forderung nach Neuwahlen Abstand nehmen, denn vor den Türen des Regierungssitzes wartet bereits Benjamin Netanjahu. Der Winograd-Bericht lässt allerdings außer Zweifel, dass der Libanonkrieg ein politisches und militärisches Desaster war, der keine seiner Ziele erreichte. “Dieser Krieg war ein großes und schwerwiegendes Scheitern”, “gravierende Fehler auf höchster politischer und militärischer Ebene” seien gemacht worden, heißt es im Bericht. Man wird eine Reorganisation der Armee und eine bessere Vorbereitung auf künftige Militäreinsätze fordern, man wird den Mut loben, überhaupt eine Untersuchungskommission eingerichtet zu haben und zur ohnehin schwierigen palästinensischen Tagesordnung übergehen.

Der Winograd-Bericht erwähnt allerdings mit keinem Wort, dass es sich um einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gehandelt hat, in dessen Verlauf zudem schwere Verletzungen des humanitären Völkerrechts begangen worden sind. Auch die internationale Presse schweigt dazu. Aber die Kommission sollte sich von Anfang an ja nur auf die Gründe für das militärische Versagen der stärksten Armee im Nahen Osten gegen eine „quasimilitärische Organisation“ konzentrieren. Die beiden immer noch in den Händen der Hisbollah gefangenen Soldaten wiegen dabei politisch offenbar schwerer als die Toten des 34 Tage dauernden Krieges: 1.184 Libanesen und 118 Israelis.

Für die völkerrechtliche Beurteilung des Konfliktes ist entscheidend, wer der Angreifer, der Aggressor, gewesen ist. Die Entführung der beiden israelischen Soldaten und die Tötung drei weiterer Soldaten am 12. Juli 2006 war zweifelsfrei ein völkerrechtswidriger Akt, der die Bestrafung der Verantwortlichen nach sich ziehen musste. Die Entführung war aber nichts anderes als einer der zahlreichen Zwischenfälle, wie sie sich seit Mai von beiden Seiten an dieser Grenze ereignet hatten. Sie wog nicht so schwer, dass sie den Tatbestand eines bewaffneten Angriffs i.S. des Artikels 51 UN-Charta erfüllte. Ein derartiger Grenzzwischenfall löst allenfalls das Recht auf eine unmittelbare und verhältnismäßige Abwehrmaßnahme aus, wie z.B. die Verfolgung der Täter, um sie zu ergreifen und weiteren Zwischenfällen vorzubeugen. Ein umfassendes Selbstverteidigungsrecht folgt aus einem derartigen Zwischenfall jedoch nicht. Erst die am 13. Juli begonnene Bombardierung des Flughafens und eines Vororts von Beirut sowie die Seeblockade erreichten einen derartigen Umfang und Schwere, dass sie den Tatbestand der Aggression nach Art. 51 UN-Charta erfüllten. Nicht Israel sondern Libanon stand nach der eindeutigen Aggressionsdefinition der UN-Generalversammlung von 1974 das Recht auf Selbstverteidigung zu.

Die israelische Luftwaffe bombardierte Wohnhäuser und ganze Wohnsiedlungen mit Schulen und Moscheen, etwa 1800 Gebäude bis weit in den Norden über Beirut hinaus. Über 600 km Straßen, 78 Brücken, die Autobahn Damaskus – Beirut wurden bombardiert. Am 14. Juli wurde ein Elektrizitätswerk nahe der Küste zerstört, 12.000 Tonnen Öl ergossen sich nach Angaben des World Wildlife Fund (WWF) ins Meer. Ein UN-Beobachtungsposten wurde „offensichtlich gezielt“ angegriffen, wie UN-Generalsekretär Kofi Annan vor der Presse erklärte. Zwei Blauhelmsoldaten kamen ums Leben. Das humanitäre Völkerrecht, wie es in der Haager Landkriegsordnung von 1907, den Genfer Abkommen von 1949 und den Zusatzabkommen von 1976 kodifiziert ist, verbietet eindeutig eine solche Kriegsführung, wo es keine Unterscheidung zwischen zivilen und militärischen Objekten als Ziel der Angriffe gibt. Die Berufung auf die sog. Kollateralschäden zur Rechtfertigung wirkt wie Hohn angesichts der Äußerung des israelischen Generalstabschefs Dan Halutz, „die Uhr im Libanon um 20 Jahre zurückzudrehen“, falls die entführten Soldaten nicht freigelassen würden.

Allerdings hat auch die Hisbollah, die ebenso wie die israelische Armee an das Völkerrecht gebunden ist, mit ihrem wahllosen Raketenbeschuss der nordisraelischen Städte gegen die Konventionen verstoßen. 55 Tote und an die 2000 Verletzte hatten die Israelis zu beklagen. Diese Kriegsführung ist nicht durch das Selbstverteidigungsrecht gedeckt. Ein besonderes Problem stellte die Taktik der Hisbollah dar, ihre Raketenstellungen vielfach in Wohngebieten unterzubringen. Dies verstößt ganz eindeutig gegen das Gebot des Kriegsvölkerrechts, militärische und zivile Ziele voneinander zu trennen und die Zivilbevölkerung nicht für ihre militärischen Aktionen zu benutzen. Dennoch gab dieser Völkerrechtsverstoß den Israelis nicht das Recht, ganze Wohnviertel zu bombardieren.

Schließlich stellt der Abwurf von Streubomben auf libanesischen Boden in den letzten Tagen des Krieges eine schwere Verletzung des humanitären Völkerrechts dar. Israel rechtfertigt den Abwurf zwar damit, dass diese Waffen bis jetzt nicht ausdrücklich geächtet seien. Nach den allgemeinen Regeln der Haager und Genfer Konventionen handelt es sich jedoch um verbotene Waffen, da sie unnötige Leiden an Zivilisten auch nach den Kriegshandlungen verursachen. Hisbollah soll nach Angaben von Human Rights Watch ebenfalls Streubomben eingesetzt haben.

Es gibt keine Kriege, in denen die Regeln des humanitären Völkerrechts vollständig beachtet werden. Das erlaubt jedoch nicht die Haltung, diese Regeln auszublenden oder zu übersehen. Die Winograd-Kommission war auf dem rechtlichen Auge blind. Ein Phänomen, das wir bedauerlicherweise vom Umgang mit Palästina in der Nahost-Debatte kennen. Doch sollten wir uns nicht mit der Hälfte der Wahrheit begnügen. Zudem haben wir bei unserem „ceterum censeo“ zu bleiben, dass nur der Rückzug aus den besetzten Gebieten, die Vereinbarung sicherer Grenzen zwischen Israel und einem palästinensischen Staat sowie eine Regelung für die Geflüchteten und Vertriebenen dem Frieden in dieser Region eine Chance geben.

Quelle: http://www.uni-kassel.de/

Schiitenbewegung sieht in der Errichtung von US-Militärbasen im Libanon “feindseligen Akt”

Der höchste geistliche Würdenträger der libanesischen Schiiten, Großayatollah Scheich Mohammed Hussein Fadlallah, hat die USA beschuldigt, den Libanon zu einem amerikanischen Militärstützpunkt machen zu wollen. Er reagierte damit in einer Rede am Sonntag auf eine Aussage von US-Verteidigungsstaatssekretär Eric Edelman, der in einem Interview mit dem libanesischen Staatsfernsehen gemeint hatte, Washington wünsche sich eine “strategische Partnerschaft” mit dem Libanon.

Die pro-iranische Schiitenbewegung Hisbollah erklärte daraufhin am Montag, sie betrachte die Errichtung von US-Militärbasen als “feindseligen Akt”, auf den sie in adäquater Form reagieren würde.

Scheich Fadlallah rief die libanesische Armee zu äußerster Vorsicht bei amerikanischer Militärhilfe auf. “Die Libanesen sind Zeugen der amerikanischen Niederlage im Irak und der amerikanischen Verwicklung in den Krieg der Israelis gegen den Libanon. Sie müssen sich dessen bewusst sein, dass die Bush-Administration andere Ziele verfolgt, als die libanesische Armee zu unterstützen”, betonte der Vorsitzende des obersten schiitischen Rates des Landes. Washington brauche eine neue Basis, um mehr Druck auf regionale Mächte ausüben zu können, sagte er offenbar in Anspielung auf den Iran.

Dementi

Die libanesische Regierung, deren schiitische Mitglieder im November 2006 ausgeschieden waren, hatte am Freitag energisch dementiert, dass sie mit den USA Stützpunkt-Verhandlungen führe. Weder habe die Regierung eine derartige Idee, noch hätten die USA irgendwelche Vorschläge in diese Richtung gemacht, erklärte Informationsminister Ghazi Aridi. Er wies damit einen Bericht der Beiruter Tageszeitung “As-Safir” zurück, die sich auf vertrauenswürdige US-Quellen berief. Das Pentagon wolle so rasch wie möglich ein bilaterales militärisches Kooperationsabkommen mit Beirut schließen, hieß es.

Der Botschafter der USA im Libanon, Jeffrey Feltman, bezeichnete den Zeitungsbericht als eine “Beleidigung” der libanesischen Armee. Die USA wollten nur zum Aufbau einer starken libanesischen Armee beitragen. Die multikonfessionelle Armee war im Bürgerkrieg (1975-90) auseinandergefallen und in den 1990er Jahren insbesondere mit US-Hilfe wieder aufgebaut worden. Nach Angaben der US-Botschaft in Beirut beträgt die amerikanische Militärhilfe für den Libanon im laufenden Jahr 270 Millionen Dollar, ein fünfmal höherer Betrag als 2006.

Nach der 34-tägigen israelischen Libanon-Offensive vom Sommer des Vorjahres war die libanesische Armee in den südlichen Landesteil entlang der Grenze zu Israel vorgerückt, der bis dahin von der Miliz der Hisbollah kontrolliert wurde.

Quelle: http://derstandard.at/

Nasrallah, Chef der libanesischen Schiitenorganisation, warnt in einer Rede die antisyrische Parlamentsmehrheit

Der Chef der libanesischen Schiitenorganisation Hisbollah, Hassan Nasrallah, hat Israel beschuldigt, hinter den Morden an antisyrischen Politikern im Libanon zu stehen. “Es sind die Israelis, die libanesische Persönlichkeiten umbringen, um Zwietracht im Libanon zu säen”, sagte Nasrallah am Freitagabend in einer Rede in einem schiitischen Vorort im Süden Beiruts. Israel sei der Hauptnutznießer der innenpolitischen Krise, die den Libanon lähme, betonte Nasrallah, dessen Milizen den 34-Tage-Krieg mit Israel vom Sommer 2006 provoziert hatten.

Wahl verschoben

Zuletzt war am 19. September der christliche Parlamentsabgeordnete Antoine Ghanem von der rechtsgerichteten Falange-Partei einem Sprengstoffanschlag zum Opfer gefallen. Das antisyrische Lager machte Syrien für das Verbrechen verantwortlich. Daraufhin war die Wahl des neuen libanesischen Staatspräsidenten mangels Quorums vom 25. September auf den 23. Oktober verschoben worden.

Nasrallah warnte zugleich die antisyrische Parlamentsmehrheit vor der Wahl eines Präsidenten, der nicht die Zustimmung der Opposition hätte. Der Libanon brauche einen Staatspräsidenten, “der ein Nationalist ist und bewiesen hat, dass er sich nicht ausländischem Druck unterwirft”, so der Hisbollah-Chef.

Bush besorgt über syrische Einmischung

US-Präsident George W. Bush hatte am Donnerstag in Washington den libanesischen Mehrheitsführer Saad Hariri empfangen und dabei seine “tiefe Besorgnis” über syrische “Einmischungen” im Libanon ausgedrückt. Die Ermordung von Hariris Vater, Ex-Regierungschef Rafik Hariri, im Februar 2005 hatte die “Zedernrevolution” und den syrischen Truppenabzug aus dem Libanon zur Folge.

Die Verschiebung der Wahl des Staatspräsidenten durch das Parlament um vier Wochen hatte eine Annäherung zwischen den verfeindeten politischen Lagern im Libanon ermöglicht. Hariri und der zur Opposition gehörende schiitische Parlamentsvorsitzende Nabih Berri einigten sich darauf, gemeinsam einen Mechanismus auszuarbeiten, der zur Nominierung eines Konsenskandidaten für die Nachfolge des am 24. November aus dem Amt scheidenden Staatspräsidenten Emile Lahoud führen soll.

Quelle: http://derstandard.at/

Und Gott gehören die Heerscharen der Himmel und der Erde.” (Koran, 48.7)

Vorbemerkung:

Die Hizbu´llah gilt in den westlichen Medien als Terrororganisation. Bemerkenswerterweise wird dieser Vorwurf gegen eine der größten libanesischen Parlamentsparteien von allen politischen Seiten des Libanons zurückgewiesen. Es ist zwar lächerlich, wenn jene, die einen Stauffenberg oder die Mörder Heydrichs niemals als Terroristen sondern als Widerstandskämpfer bezeichnen würden, dieses Wort einer Bewegung anhängen, die offensichtlich den Kampf gegen eine fremde Besatzungsarmee geführt hat. Dennoch müssen zwei Dinge erwähnt werden:
1. Die Geiselnahmen in Beirut Anfang der Achtziger Jahre. Diese sind für mich nicht in allen Einzelheiten nachzuprüfen und sollen gar nicht pauschal gerechtfertigt werden. Bürgerkrieg ist eine schmutzige Sache und es wurden vermutlich von allen Seiten Dinge getan, die besser unterblieben wären. Für eine heutige Einstufung als Terrororganisation ist das ohnehin nicht mehr relevant.
2. Ein gravierender Vorwurf ist der des Bombenanschlages auf ein jüdisches Gemeindezentrum in Argentinien. Dafür wurden bisher keine überzeugenden Beweise vorgelegt und die Hizbu´llah hat diese Vorwürfe immer entschieden zurückgewiesen. Sollten die Taten von Sympathisanten oder Randfiguren der Hizbu´llah ausgeführt worden sein - wofür es, wie gesagt, keinen ernsthaften Anhaltspunkt gibt - , so wäre dies schlimm, daß die Führung den Auftrag gab, glaube ich ausschließen zu können. Sollte dies dennoch der Fall sein, so lehne ich dies nicht nur vollständig ab, sondern dies würde auch meine Darstellung in Frage stellen, die darauf beruht daß die Hizbu´llah keine Terrororganisation ist, sondern eine religiöse, soziale und nationale Befreiungsbewegung, die das Interesse auch der Nicht-Libanesen und Nicht-Schiiten finden sollte.

1. Unterdrücker und Unterdrückte

Und Wir wollten Unsere Huld den Unterdrückten im Lande erweisen und sie zu Vorbildern und Erben machen” (Koran, 28.5)

Die zentrale begriffliche Unterscheidung im Weltbild der Hizbu´llah ist die zwischen den Unterdrückten und den Unterdrückern. Diese kategorische Einteilung geht, wie ein großer Teil der Ideologie, auf den Imam Khomeini und das Vorbild der islamischen Revolution im Iran zurück.

Die Unterscheidung zwischen Unterdrückten und Unterdrückern und die Parteinahme für die Unterdrückten deckt sich weder mit einer Einteilung in Gläubige und Ungläubige noch innerislamisch in Schiiten und Sunniten. Dennoch ist der Islam für die Hizbu´llah eine Anleitung zur Befreiung, der Islam ruft nicht “nur” zum Sturz der falschen Götzen, sondern auch zum Sturz der falschen Herrscher auf, denn alle Macht liegt bei Allah, und die weltliche Macht, die er seinen Dienern - Gläubigen - zukommen läßt, ist ausschließlich für die Organisation von sozialer Gerechtigkeit und den Schutz der Gläubigen zugelassen. Die Schiiten wiederum sind in spezifischer Hinsicht die “Entrechteten” und Unterdrückten des Islam, da sie im Streit um das Kalifenamt unterlagen und schließlich von den fehlgeleiteten Kalifen unterdrückt, verfolgt und zu Märtyrern gemacht wurden. Von daher bezieht die Emphase der Aufhebung der Unterdrückung ihre religiöse Substanz, aber weder in der Propaganda noch in der Praxis verkürzt die Hizbu´llah dies in einer Weise, daß etwa die Schiiten unverrückbar den Verfolgtenstatus hätten, sozusagen diesbezüglich ein zweites “auserwähltes Volk” sei, dem, egal was es macht, nun einmal der Bonus des Opfers anhaften würde. (Die Realität ist natürlich genau umgekehrt, ihnen kann man antun, was man will, in der Weltmeinung bleiben sie immer bloß Terroristen und Fanatiker.) Nein, auch Schiiten können Unterdrücker sein und sind es manchmal. Auch Nicht-Muslime können unterdrückt sein und mit ihnen solidarisiert sich die Hizbu´llah, so mit dem von den USA bedrohten Kuba und Nicaragua (der Sandinisten), aber auch der IRA gegen England usw.

Wer sind nun die Unterdrücker? Zweifellos werden fast alle muslimischen Staaten von Unterdrückern beherrscht. Dennoch ruft die Hizbu´llah nicht generell zur Revolte auf, denn eine solche würde nur ein Chaos schaffen, das den Unterdrückern im Weltmaßstab zu Gute kommen würde. Statt dessen ruft sie diese Herrscher auf, ihrer Pflicht nachzukommen, um sich gegen “arroganten Mächte” im Weltmaßstab zur Wehr zu setzen. Dabei spielt es keine Rolle, daß manche der kleinen Machthaber, wie etwa die mit der Hizbu´llah verbündete Ba´ath-Partei säkularistisch ausgerichtet ist. (Generell ist die Hizbu´llah gegen Säkularisten auch in der islamischen Welt erstaunlich tolerant, solange diese nicht die Ausübung der islamischen Religion generell unterbinden.) Noch weniger würde die Hizbu´llah zu einem generellen Djihad gegen Christen und Juden aufrufen, wie dies das wahhabitische Netzwerk des Bin Ladin getan hat. Cui bono, wenn ganze Religionen zu Feinden erklärt werden, unabhängig davon ob die Einzelnen nun auf der Seite der Unterdrückten oder der Unterdrücker stehen? Genau die beiden erzrepressiven Staaten, die auch von jeder Verzettelung in Kämpfen gegen Lokalfürsten profitieren: USA und Israel. Die USA nehmen in der politischen Metaphysik der Hizbu´llah die Rolle des “sündigsten” Unterdrückers ein, insoferne als die USA der Staat sind, der jedes Maß verloren hat, der jedes Verbrechen, jede Abweichung vom menschlichen Auftrag, in maßloser Weise begeht. Israel, das “zionistische Gebilde”, das sie natürlich in keiner Weise als Staat anerkennen, ist hingegen der “Unterdrücker der Unterdrücker”, wie es in typisch arabischer Rhetorik ausgedrückt wird. Dabei beziehen sie sich natürlich auf Landraub und Vertreibung an den Palästinensern, es ist der Hizbu´llah aber auch nicht entgangen, daß die Zionisten die gesamte westliche Welt für ihre Zwecke zu instrumentalisieren verstanden haben, und daher hinter vielen Unterdrückungsphänomenen stehen bzw. diese verschärfen. Das Zentrum der Unterdrückung liegt damit sozusagen direkt vor der “Haustür” der Hizbu´llah, was kein Zufall ist, denn die Hizbu´llah ist ja im Widerstand gegen die zionistische Besetzung des Libanon entstanden und gewachsen, bis zu ihrem ersten Triumph als die israelische Armee - die viertstärkste Streitmacht der Welt - sich zurückziehen mußte. Seit diesem Tag hat die Hizbu´llah weitere Stufen ihrer Entwicklung durchgemacht, die die Unterordnung unter das Ziel der Bekämpfung Israels beweisen. So kam es auch zu keinem Rachefeldzug gegen jene Christen, die die südlibanesische Kollaborationsarmee unterstützten, stattdessen wurde eine libanesische Integrationspolitik betrieben, um eine starke und nicht eine geschwächte libanesische Gesellschaft vorzufinden. Übereilte Revolutionsschritte, die Kinderkrankheit auch des Islamismus, wie sie in anderen Ländern zu Chaos und Elend führten, sind nicht im Interesse der Hizbu´llah. Kompromißlos bekämpft sie hingegen alle, die sich zu direkten Erfüllungsgehilfen des Zionismus machen, vor allem die Palästinenserbehörde unter Arafat, die das Ziel der Befreiung ganz Palästinas aufgegeben hat und zu einem Bestandteil des Unterdrückungsapparates wurde.

2. Der Islamische Staat und die Demokratie

Der Islam ist ein vollständiges und alle Lebensbereiche umfassendes Lebenssystem. Der Islam ist daher auch ein Staatssystem, dessen Verwirklichung religiöse Pflicht ist. Als Schiiten hat die Hizbu´llah jedoch kein historisches Modell vor Augen, außer dem gegenwärtigen System der Islamischen Republik Iran. Primäres Ziel des islamischen Staates ist die Verwirklichung der Gerechtigkeit.

Daraus ergeben sich zwei Faktoren, die kurzschlüssige westliche Analytiker oft nicht genügen beachten, sich aber aus den Aussagen und vor allem auch der Praxis der Hizbu´llah ergeben:

1. Eine religiöse Pflicht bedeutet nicht, daß der Staat jemandem aufgezwungen werden kann oder darf. Im Gegenteil: Es gibt keinen Zwang im Glauben. Dies ist eine grundlegende Aussage, die zwar von vielen mißachtet wurde und wird, aber gerade für die Schiiten, jahrhundertelang Opfer der Verfolgung, absolut verpflichtend. Aus diesem Grund kann nicht gegen, sondern nur mit dem Willen der Bevölkerung ein islamischer Staat errichtet werden.

2. Der islamische Staat ist die beste, aber nicht die einzige Form der Gerechtigkeit. Es gibt auch andere Regierungsformen, die als legitim anerkannt werden können, so die gegenwärtige des Libanon, in deren Rahmen sich die Hizbu´llah bewegt, um ihr zukünftiges Staatsmodell zu propagieren.

Wenn das Ziel des islamischen Staates die Gerechtigkeit ist, so folgt daraus nicht nur logisch daß eine ungerechte Einführung kein Weg sein kann, sondern auch, daß die Islamisierung der libanesischen Gesellschaft nicht ein primäres Ziel ist, sondern der Bekämpfung der größten Ungerechtigkeit, verkörpert in der Existenz des zionistischen Gebildes, untergeordnet ist. Ein nicht nach islamischen Regeln lebender Libanese, der sich der Bekämpfung Israels widmet, macht einen größeren Schritt in Richtung Gerechtigkeit als ein sich der minutiösen Einhaltung muslimischer Frömmigkeitsregeln widmender Schiite, der dabei den Kampf gegen die Ungerechtigkeit des Zionismus vergißt. Natürlich ist das Ziel der Hizbu´llah eindeutig, beides zu verbinden, aber die Hizbu´llah ist eine politisch-revolutionäre Kraft und keine Religionspolizei (wie in “Saudi”-Arabien und Taliban-Afghanistan).

Warum ist nach Ansicht der Anhänger der Islamischen Revolution die Demokratie dem Modell des Islamischen Staates in Hinsicht auf Gerechtigkeit unterlegen?

1. Bereits der Ausdruck Herrschaft der Mehrheit deutet auf eine unterdrückte Minderheit. Der Grad der Unterdrückung wird variabel sein, jedoch die Einteilung in Unterdrücker und Unterdrückte wohnt dem demokratischen Modell zwangsläufig inne.

2. Weiters neigen demokratische Systeme dazu, daß der Wille der Mehrheit in Wirklichkeit ein von einer Minderheit manipulierter Wille ist. Der Grundsatz der Mehrheit verschleiert nur die Herrschaft einer zumeist ökonomisch und sozial privilegierten Elite.

3. Die Demokratie ignoriert die nachwachsende Generation und erst recht die zukünftigen Generationen. Ein Leben auf Kosten der Zukunft des Volkes ist Ungerechtigkeit.

Gerecht regiert kann also nicht im Namen des Volkes werden - hinter dem sich wie man sieht bloß die Minderheit der jetztlebenden Menschen verbirgt - sondern nur in der Statthalterschaft Gottes (Khalifah t´Allah), wie der grundlegende Begriff des Koran lautet. Der islamische Staat kennt eine Pluralität im Rahmen des breiten Weges des vom Islam erlaubten, er besteht notwendigerweise aus einer pluralistischen Gesellschaft (”Was Gott erlaubt hat, darf nicht verboten werden.”) im Rahmen der von Gott vorgesehenen Ordnung, deren Regelungen, soziale Gerechtigkeit vorgeben und ungerechtfertigte wirtschaftliche Bereicherung (Wucher) verbieten. Die Entscheidung darüber, was im Rahmen des Gesetzes Gottes liegt, unterliegt dabei dem Wächteramt der Rechtsgelehrten.

Um dieses von Imam Khomeini ausgearbeitete Modell richtig einzuordnen, sollte man es auch nicht nur den westlichen Modellen der Demokratie und der Diktatur (z.B. der Pahlevi-Dynastie in Persien) gegenüberstellen, sondern auch den alten Herrschaftsformen, die in den Königtümern der islamischen Welt vor der Kolonialzeit bestanden. Damals gab es sehr wohl auch einen Berater (Wesir) des Sultans. Der Herrscher konnte dem Rat folgen oder nicht und in jedem Fall unterlagen die Menschen dem alleinigen Willen des Königs (soweit physisch durchsetzbar). Im Modell des Islamischen Staates können die Menschen frei handeln, sich beraten, Vertreter wählen usw. solange sie die Entscheidungen über die Grenzen, die die göttliche Offenbarung setzt, beachten. Hier muß auch über den Charakter des göttlichen Gesetzes etwas gesagt werden. Gott ist nicht nur Schöpfer der Naturgesetze, sondern kennt auch die “sozialen Gesetze”, die Regeln des Zusammenlebens, da er den Menschen erschaffenen hat. Im Koran - und in den früheren Propheten geoffenbarten Gesetzen - wird dem Menschen dieses Wissen zugänglich gemacht, um ein gedeihliches Zusammenleben und den Frieden zu ermöglichen.

Die Haltbarkeit der islamischen ökonomischen Vorschriften im Vergleich mit dem marxistischen Pfusch und mit der kapitalistischen Ausbeutung des Menschen bis hin zur Vernichtung der natürlichen Lebensgrundlagen ist in der Theorie leicht nachzuweisen. In der Praxis ist es schwerer, da jeder Versuch natürlich von jenen verhindert wird, die vom Wucher leben und an der Spitze der “kapitalistischen Nahrungskette” (die Großen fressen die Kleinen) stehen.

Die Vortrefflichkeit der sonstigen sozialen Vorschriften, nicht zuletzt des Schutzes der Familie, die Verteidigung der Frau gegen ihre sexuelle Ausbeutung, die Achtung der Älteren, usw. ist rational leicht einsehbar, solange man nicht seine eigenen Götzen - die Bequemlichkeit und Lust - anbetet, sondern das Wohl der Gemeinschaft im Auge hat. Die Angst vor dem Vordringen der muslimischen Bevölkerung auf das von Dekadenz zerfressene Europa mit seinen korrupten Demokratien ist das Eingeständnis der Überlegenheit selbst der heute wenig konsequenten Anwendung der koranischen Gebote in den muslimischen Ländern, dem Europa nicht mehr als Vernichtungstechnologie und verstärkte Unterdrückungsmaßnahmen entgegensetzen kann, solange es nicht entweder wieder “seinem” Gott folgt oder den Gott der koranischen Offenbarung annimmt.

Apropos, die Verankerung der Teilnahme der religiösen Minderheiten in der Politik des Islamischen Staates ist nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich ein Gebot des Islam.

Welche politische Betätigung ist vom islamischen Staat ausgeschlossen? Diejenige, die ihn prinzipiell abschaffen will. Dies hat natürlich nicht nur seine Berechtigung, sondern leider auch eine große Schwierigkeit. Es wird keine Gruppierung mit diesem Ziel auftreten, wenn dies verboten ist, sondern man wird den Mantel von - prinzipiell legitimen - Reformbewegungen annehmen, was dann dazu führt, daß diese in Konflikte geraten, die zu Repressionen führen können. Dies ist die Tragik der Islamischen Republik Iran, wo Reformkräfte mit anscheinend moderaten Zielen ausgenutzt werden, um das Ziel der Rückführung des Iran in den Unterdrückungszustand vor der Revolution zu erreichen. Es wird zwar immer Menschen geben, die sich aus freien Stücken für die Unterdrückung entscheiden, weil sie meinen, sie müßten in größerem Ausmaß profitieren als die anderen. Primär ist es aber wieder die Existenz der beiden großen Unterdrückerstaaten USA und Israel, die jeden Versuch der Errichtung eines gerechten Systems - in der islamischen Welt, in Deutschland oder wo auch immer - zu hintertreiben versuchen, weil sie vom System der weltweiten Unterdrückung am meisten profitieren und weil sei eine Ausbreitung der Revolution der Gerechtigkeit fürchten. Daher wird ein stabiles Islamisches System nicht errichtet werden können, so lange diese beiden Unterdrücker in ihrer jetzigen imperialistischen Form bestehen. Der Erfolg eines Systems wie der Islamischen Republik Iran oder der Hizbu´llah bemißt sich daher nicht ausschließlich an der Herstellung von Gerechtigkeit in ihrem Bereich. Dieses Ziel können sie unter den gegebenen Umständen gar nicht vollständig erreichen, da sie zu Repressionen gegen die Wühlarbeit der Imperialisten und Zionisten greifen müssen. Der Erfolg bemißt sich vielmehr auch daran, diesen Feinden standzuhalten.

3. Zwischen islamischem Univeralismus und nationaler Identität

Der Name Hizbu´llah verrät ihn schon, den universalistischen Anspruch. Der islamische Anspruch, eine universale Botschaft für die Menschheit zu sein, bildet die wichtigste Identität für die Hizbu´llah, die Partei Gottes. Der Referenzrahmen für die Hizbu´llah ist die Gemeinschaft aller Gläubigen. Sie artikuliert den politischen Willen dieser Gläubigen im Libanon, so wie die Islamische Republik Iran die institutionalisierte Islamische Revolution im Iran repräsentiert.

Dieses Selbstverständnis hat zwei konkrete Folgen. Zum einen die Entgegensetzung zu einem Pan-Arabismus, der die Identität des Arabertums über die Ergebung unter den Willen Gottes stellt. Zum anderen die Avantgarde-Rolle in der Herausbildung einer gemeinsamen Revolution der islamischen Gemeinschaft gegen den zionistischen Unterdrücker.

Unterhalb dieser Identitätsebene liegt die Anerkenntnis regionaler und nationaler Gliederungen, die dann in ihr Selbstverständnis auch Nicht-Muslime einbezieht. So ruft die Hizbu´llah seit langem die libanesischen Christen auf, sich nicht dem Westen, sondern der arabischen Welt zugehörig zu fühlen, und dementsprechend nicht mit dem Zionismus zu kollaborieren, sondern ihm als Libanesen und Araber Widerstand zu leisten. Selbst ist die Hizbu´llah nach Aussagen ihres Führers bereit, im Falle eines Widerspruches der Interessen des Libanons und des Irans, den Libanon über die Bindung an das iranische Modell zu stellen. Für die Hizbu´llah besteht kein Widerspruch zwischen Islam und Nation. Im Gegenteil: der Islam verteidigt die Nation und die Nation verteidigt den Islam. In dieser Rolle als Verteidiger der Nation, als die sich die Hizbu´llah ja durch die Vertreibung der zionistischen Okkupanten aus dem Staatsgebiet des Libanon bestens bewährt hat, versteht sich die Hizbu´llah wie gute Nationalisten als Verteidiger aller Libanesen - Muslime oder nicht - obwohl sie, wenn man die Definition des Nationalismus als jener Bewegung, deren tiefste Loyalität der Nation gilt, zugrunde liegt, natürlich nicht nationalistisch ist. Aber es ist nur die verwirrte Sicht der westlichen politischen Lehren, die hier einen Widerspruch sehen kann. Die Partei Gottes zu ergreifen heißt: Alle menschlichen Eigenschaften und Bindungen zu verteidigen, die gerecht sind, dazu gehört auch der “Befreiungsnationalismus” der unterdrückten Völker, und all jene Selbst-Überhebungen des Menschen abzulehnen, die auf das Vorbild des Iblis (oder Shaitan) zurückgehen, jenes Engel, der sich nicht vor dem Statthalter Gottes verneigen wollte. Zu der Partei des Satans (Hizbu´shaitan) zählt auch der “schlechte Nationalismus” des Chauvinismus und Imperialismus, als deren extremste Form von der Hizbu´llah das israelische Staatsgebilde aufgefaßt wird.

4. Der Kampf gegen den Westen und gegen die zionistische Besatzung

“Satan hat völlige Macht über sie gewonnen und hat sie die Ermahnung Allahs vergessen lassen. Sie sind Satans Partei. Hört! es ist Satans Partei, die die Verlierende ist.” (Koran, 58.19)

Was unterscheidet den Kampf gegen den Westen grundsätzlich vom Kampf gegen andere Unterdrücker, vom Kampf gegen Feinde des Islam wie die christlichen Kreuzritter, Hindutva-Fanatiker oder dem Kampf der falschen Kalifen um Vorherrschaft in der islamischen Welt? All diese Feinde der gerechten Ordnung sind Abweichungen vom Idealbild der Statthalterschaft Gottes. In manchen Fällen sind sie vielleicht nicht einmal viel weniger legitim als die bestehende miserable Ordnung in Staaten der islamischen Welt. Sie entspringen menschlichem Gewinnstreben und Überheblichkeit oder Verblendung im Glauben an falsche Götzen. Was das Neue an der westlichen Bedrohung ist, ist der reine Materialismus. Es handelt sich nicht bloß um eine politische Konfliktsituation, sondern um eine “Kultur” (sofern die Negation jeder Kultiviertheit auch noch ein Grenzfall einer Kultur ist) der Leugnung jeden höheren Wertes, der alles Hohe in den Schmutz zieht, alle Güter zu bloßen Waren macht, lediglich die Befreiung der niedrigsten Instinkte als Emanzipationsziel angibt. Es ist die Partei des Satans, die radikale Verneinung jeden göttlichen Anspruchs. Die westliche Moderne ist die Verkörperung eines nun endlich im Weltmaßstab agierenden materialistischen Antriebes, der sich jeder Hegung durch göttliche Gebot versagt, jeden solchen Versuch als fundamentalistisch, rückständig, mittelalterlich, barbarisch brandmarkt. Man lese die Bücher der in Neu-York lebenden Oriana Fallaci um den Haß der materialistischen Lebenseinstellung auf die Gläubigen zu begreifen. Und man sieht leicht daß dieser Haß trotz der gelegentlichen aufgetragenen christlichen Abendlandstünche auch jede andere Religion treffen würde, die sich der westlichen Planierraupe aller Werte entgegenzustellen wagen würde. Nur jene, die sich in das große Geschäft einspannen lassen und die kapitalistische Grundlage nicht gefährden, dürfen auch zur Mobilisierung gegen den islamischen Feind beitragen.

Die Propagierung des materialistischen Way-of-Life des ungezügelten Konsums und der Ausschweifung, der eine Unterdrückung und Ausbeutung eines großen Teil des Planeten zur Voraussetzung hat, durch die Medien und die Pop-Kulturindustrie geht Hand in Hand mit einer propagandistischen und finanziellen Unterstützung des Zionismus. Auch ein erheblicher Teil der Gewinne der Konzerne, die vom selbstmörderischen Konsumrausch leben, wie auch des Gewinns im Rahmen der Finanzspekulation, fließen in die gleichen Hände. Die Hizbu´llah hält es daher für keinen Zufall, daß der unterdrückerischste Staat des Westens gerade das zionistische Gebilde ist, deren Bekämpfung nach ihrer Auffassung die höchste Aufgabe eines jeden Muslims und jedes gerechtigkeitsliebenden Menschen ist.

Der Kampf gegen den Zionismus richtet sich aber keinesfalls gegen den Juden als Angehörigen einer Abstammungsgemeinschaft, da dieser wie jeder Mensch Muslim werden kann. Er richtet sich genausowenig gegen den Juden, der den Geboten Moses und der Torah folgt. Imam Khomeini sagte zur Unterscheidung von Zionismus und Judentum ganz klar: “Die Zionisten sind keine religiöse Gruppe. Die Lehren des Propheten Moses waren göttlich inspirierte und sehr wertvolle Lehren; der Prophet Moses wird im Koran mehr als jeder andere Prophet erwähnt, seine Lebensgeschichte wird im Koran erzählt. Gottgegebene Macht und die Wahrung der Interessen der Unterdrückten gegenüber den arroganten Mächten, deren erste der Pharao war, und Auflehnung gegen diese arroganten Mächte bestimmten die Handlungsweise des Propheten Moses. Diese Lehren und diese Handlungsweise stehen in vollkommenen Gegensatz zum Handlungsprogramm der Zionisten. Die Zionisten stehen mit den arroganten Mächten unserer Zeit in enger Verbindung, sie spionieren für sie, sie agieren als deren Handlanger und handeln somit gegen die Interessen der Unterdrückten. (…) Wir wenden uns gegen die Zionisten, weil sie sich gegen alle Religionen stellen, sie sind keine Juden, sondern Politiker, die ihre schmutzigen Geschäfte im Namen des Judentums machen.”

Der Kampf der Hizbu´llah richtet sich also gegen den Zionisten und den Angehörigen der westlich-materialistischen “Kultur”, der von seinen mosaischen Ursprüngen soweit abgewichen ist, daß man sagen kann, er habe sie ins Gegenteil verkehrt. Die Mächte der materialistischen Ideologie des Karl Marx wurden besiegt - soweit dieser das soziale Anliegen der Gütergerechtigkeit zugrunde lag, wird dieses vom Islam besser vertreten - , dazu hat die Niederlage der Sowjetunion in Afghanistan ihren Teil beigetragen. Der materialistische Feind in Gestalt des Westens und seines Vorpostens in der zionistischen Besetzung Palästinas ist heute noch immer auf dem Vormarsch. Seine Niederlage ist nicht nur ein Anliegen der muslimischen Welt, sondern kommt auch den Unterdrückten im Westen zu Gute, deren Seele bis dahin besetztes Gebiet bleibt.

“Er wird sie in Gärten führen, durch die Ströme fließen. Darin werden sie weilen ewiglich. Gott ist wohl zufrieden mit ihnen, und sie sind wohl zufrieden mit Ihm. Sie sind Gottes Partei. Hört! es ist Gottes Partei, die erfolgreich ist.” (Koran, 58.22)

Die Darstellung beruht im Wesentlichen auf dem Buch von Amal Saad-Ghorayeb: Hizbu´llah. Politics and Religion; London 2002.

Weitere Literaturangaben:
Das Palästinaproblem aus der Sicht Imam Khomeinis (s.a.); Teheran 1996.
Imam Khomeini: Wilayat Faqih - Islamisches Government; Teheran o.J.

Quelle: http://eisernekrone.blogspot.com/

In einer weiteren, bereits 24 Stunden alten Schwachsinns-Attacke hatte das US-Medium CNN behauptet, der israelische Angriff auf Syrien sei wegen Waffenlieferungen des Iran an die Hisbollah im Libanon über Syrien erfolgt. (1)
Heute hatte die US-Regierung über die “New York Times” erklärt, die israelische Olmert-Regierung hätte “Atomanlagen” in Syrien aus Nordkorea bombardiert. (2)Das einzig Interessante an der Version von CNN-Reporterin Barbara Starr, die sich auf ungenannte “Quellen in der Region und in den USA” stützte: es seien auch israelische Bodentruppen auf syrisches Territorium vorgedrungen.

Gestern hatte die französische Regierung unter Präsident Nicolas Sarkozy (die derzeit den Vorsitz über den Sicherheitsrat der Welt hat) noch behauptet, Syrien habe nie einen Antrag auf Befassung beim welthöchsten Exekutivgremium abgegeben. (1)

Quellen:
(1)
http://www.cnn.com/2007/WORLD/meast/09/11/israel.syria/
(2)
http://radio-utopie.de/index.php?themenID=931

via http://www.radio-utopie.de/

Islamische Bewegung-kein Monopol

Wir,die wir uns erhoben haben,taten dies für den Islam.Unsere Republik ist eine Islamische Republik.Die Islamische Bewegung kann nicht nur auf ein bestimmtes Land beschränkt sein.Auch nicht nur auf die islamische Welt.Eine Bewegung, die um des Islam willen erfolgt.ist die Bewegung der Propheten.Auch sie, die Bewegung der Propheten,war nicht auf ein Gebiet begrenzt.Der Prophet des Islam stammte aus Arabien,seine Einladung aber erging nicht nur an die arabische Bevölkerung,war nicht nur auf die arabische Halbinsel beschränkt,sondern meinte alle,die gesamte Welt.

Ihn überall verwirklichen

Schreitet auf dem Weg des Islam einher, und setzt euch für ihn ein.Damit das Schahadat auf seinem Wege zuteil wird.Und sollten wir - In Scha´Allah - obsiegen,zum Erstarken und Sieg des Islam beitragen und überall,wo auch immer, erhobenen Hauptes sein und in allen Ländern,in allen Teilen der Welt,den Islam verwirklichen und sein Banner aufrichten können.

Islam-Ein Recht aller

Ich hoffe,dass wir das Banner des Islam - das Banner der Islamischen Republik - in allen Teilen der Welt aufrichten können und sich alle dem Islam,der ein Recht aller ist, anschliessen werden. Imam Ayatollah Ruhollah Al Musavi Al Khomeini

Smash Zionism

Widerstand gegen Zionismus,Zionisten und deren Unterstützern!

Revolution I

"Without a revolutionary theory there cannot be a revolutionary movement"

Revolution II

Revolution! Revolution! Nicht vom Osten!! Nicht vom Westen!! ISLAMISCHE REVOLUTION!!!

Ideologie

"Also wenn wir den Krieg nicht gewinnen was haben wir dann von der Ideologie? Eine Ideologie ist doch nicht etwas was nur in einem Buch steht. Eine Ideologie ist doch etwas lebendiges, ist doch etwas praktisches, ist doch etwas für Menschen!"

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