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AUTOR:  Nahida IZZAT

 

 

Über Antisemitismus zu reden und die Beschuldigung mit Antisemitismus, ist für viele Leute  ein sensibles Thema, trotzdem habe ich das Bedürfnis, auf  einige Punkte ein Schlaglicht zu werfen.

Als Palästinenserin und als Muslimin ,die aus erster Hand Erfahrung mit Rassismus hat, ob hier in Großbritannien oder im besetzten Palästina, weiß ich, was es heißt, sich damit auseinanderzusetzen. Ich habe deshalb ein tiefes Mitleid mit denen, die unter Rassismus und Diskriminierung leiden, sei es verbal, physisch, emotional oder auf andere Weise nur deshalb weil sie „anders“ sind.

Und ich verstehe das schreckliche Gefühl,  subtilen rassistischen  Blicken ausgesetzt zu sein, die man nur selbst fühlt  – aber die Leute ringsum nicht.

Doch sehe ich einen riesigen Unterschied zwischen einer rassistischen  Bemerkung, die gegen eine Person oder eine Gruppe wegen ihres Glaubens, ihrer Volkszugehörigkeit (oder was auch immer sie von anderen unterscheidet), gerichtet ist, und einem unzufriedenen Gemurmel , einer spöttischen Bemerkung oder Sarkasmus gegen eine kriminelle Besatzungsmacht, die sich Israel nennt… wegen seiner Verbrechen.

Man sollte einen Unterschied machen zwischen der zornigen Wut, ( die entsteht) wenn man jahrzehntelang hilflos die grauenvollen, nicht-enden-wollenden Verbrechen beobachtet, die Jahr um Jahr straflos weitergehen, und dem rassistischen blinden Hass, der in einer Minderheit noch bestehen mag, die von Natur aus alles und jeden hasst, der irgendwie anders ist.

Außerdem: diese Besatzungs-Entität, Israel genannt ( ein Wort, das ich nicht einmal aussprechen mag und gewöhnlich meide) ist keine theoretische Angelegenheit, noch operiert sie in einem Vakuum; sie ist kein abstraktes Konzept, noch beruht sie auf Vermutungen-

Es ist eine Entität, die (konkret) von einem Volk betrieben wird
Von Leuten, die  Entscheidungen treffen
Von Leuten, die Politiker wählen
von Leuten, die alle in einer barbarischen Armee dienen,
von Leuten, die rassistische Überzeugungen, Haltungen und Aktionen unterstützen,
von Leuten, die das Land anderer überfallen, es enteignen und zwangsweise besetzen,
von Leuten, die Kinder ins Gefängnis setzen und Säuglinge erschießen
von Leuten, die ein Weltkulturerbe zerstören
von Leuten, die Wasser, Land, Meer und den Himmel  stehlen
von Leuten, die die Hoffnung, das Leben, die Schönheit und das Lächeln  töten,
von Leuten, die ihre Siedlungen auf dem Blut und  den Ruinen eines anderen Volkes bauen,
Es ist eine Entität von Leuten, von denen 94% für einen Angriff auf den Gazastreifen stimmten,
Es ist eine Entität von Leuten, von denen 71% wünschen, dass die USA den Iran angreift.
Es ist eine  Entität von Leuten, die schon alle benachbarten Länder angegriffen hat.
Es ist eine Entität von Leuten, die auf gestohlenem Land leben und seit über sechs Jahrzehnten ohne Zeichen von Scham, Reue, schlechtem Gewissen oder der Bereitschaft, Fehler einzugestehen und sie wieder gut zu machen.

Jeder normale Mensch mit  etwas  Mitgefühl würde sich mit Abscheu abwenden, wenn er von solch einer Entität oder solch einem Volk hört, das solche verabscheuungswürdigen  Taten begeht.
Ich kann nur mühsam begreifen, dass eine Reaktion auf solche schrecklichen Verbrechen – Israel oder Israelis betreffend – Rassismus bzw. Antisemitismus sein soll.

Eine andere Anmerkung: Wir Palästinenser haben weder Verantwortung für den Holocaust noch für den europäischen Rassismus gegen das jüdischen Volk.

Außerdem sehe ich keinen Unterschied zwischen irgendeiner Art von Rassismus, einschließlich dem gegen das jüdische Volk, der als Antisemitismus bekannt ist. Wenn wir akzeptieren, dass der Rassismus gegen das jüdische Volk etwas anderes ist, impliziert er, dass wir die rassistische Absurdität eines jüdischen Exzeptionalismus akzeptieren. Rassismus ist Rassismus. Er hat dieselben Konsequenzen.

Also sehe ich das Leiden des jüdischen Volkes (so schrecklich sie gewesen sein mögen) nicht als einzigartiges Leiden an, das eine besondere Beachtung verdient, und als wesentlich und grundsätzlich anders als anderes menschliches Leiden angesehen werden muss; in derselben Weise, sehe ich auch unser Leiden als Palästinenser nicht als einzigartig  oder unvergleichbar mit anderem Leiden an.

Weitere laut dröhnende Fragen kommen hoch:
Wie kommt es, dass wir Palästinenser so konstant an die Schrecken des Holocaust erinnert werden, mit dem wir nichts zu tun haben?
Wie kommt es, dass wir Palästinenser dasselbe Schicksal erleiden müssen wie die Opfer des Holocaust (ausgerechnet)  durch die Hände derjenigen, die weltweit prahlen „Nie wieder!“?
Warum wünscht die UNO, dass die Kinder in den Flüchtlingslagern die Geschichte der Unterdrücker und Besatzer – den Holocaust – lernen, die Kinder, die mit ihren Eltern und Großeltern die Opfer der ethnischen Reinigung (Palästinas) waren, geplant und ausgeführt aber von jenen, von denen man Mitgefühl erwartete. Wie kommt es, dass wir hartnäckig unter der Fixierung des Antisemitismus  unten gehalten werden, während wir diejenigen sind, die seit 60 Jahren (bald ein Jahrhundert)  unaufhörlich  unter einem hässlichen Rassismus (Ethnischer Säuberung, die so nach und nach die Form einer „Endlösung“ annimmt *) leiden , der von einer ganzen Bevölkerung rassistischer Zionisten ausgeführt wird*.

Ehrlich gesagt, muss ich gestehen, dass ich mir vorstelle, es würde leichter und weniger schmerzvoll für uns sein, vergast  und schnell getötet zu werden, als diese Politik des unerträglich langsamen Todes, den wir  seit  über einem Jahrhundert durchmachen.

Wie kann die Welt weiter von uns verlangen, dass wir die „Humanität“ des Siedler anerkennen, der mit seiner Frau und Kindern  – bis an die Zähne bewaffnet -  kommt und mit gezogener Waffe eine palästinensische Familie aus ihrem Haus vertreibt, all ihre Besitz hinauswirft und selbst einzieht.
Welche Art von Humanität ist das denn?

Und was noch wichtiger ist: Warum werden wir ständig darum gebeten, Mitleid mit unseren Peinigern zu haben, die uns unentwegt morden und demütigen, die versuchen, uns und unsere Geschichte zu  vernichten, und warum werden wir darum gebeten, ihre Humanität zu spüren, während sie ihr Messer tief in unser Herz drücken?

Schließlich kann ich nicht für alle Palästinenser reden, sondern nur für mich selbst, ich muss zugeben: die Ereignisse im Gazastreifen um die  Jahreswende  2008/2009 waren der letzte Strohhalm, der dem Kamel den Rücken brach. Vor diesem dachte ich gewöhnlich, es gebe noch Hoffnung, jenes Volk würde  eines Tages  zur Menschlichkeit aufwachen und bedauern. Doch je mehr ich von ihnen sehe, um so mehr wird mir klar, dass diese Hoffnung, dieser Traum leider eine Illusion war.

Während der letzten Jahre habe ich viel gelesen und mit vielen dieser „sanften Zionisten“ des sogenannten  „Friedenslagers“ debattiert. Ich fand, dass es eine äußert arrogante Gruppe von Leuten ist, die nicht in der Lage ist, die Verbrechen, die sie begangen haben, anzuerkennen, zuzugeben oder zu korrigieren.

Sie sind nur an „Frieden“ interessiert, der ihre Interessen schützt und das gestohlene Land festhält.

Außerdem stolperte ich rein zufällig vor kurzem über einige schreckliche Informationen, die  den schwerwiegenden  Verfall von Moral und Mangel an Humanität unter diesen rassistischen Zionisten enthüllte – deren ideologische Bigotterie und Chauvinismus alles andere übersteigt – dies ließ mich tagelang in einem Schockzustand; weinend, zitternd und nach Luft ringend mit Herzklopfen und Panikanfällen. Ich hoffe und  bete, dass ich bald in der Lage bin, über diese schreckliche Realität  zu schreiben, die so viel Angst und Verzweiflung verursachte und mich bis in mein Innerstes erschütterte und traumatisierte.

Zweifellos sollte die Weltgemeinschaft es den Opfern überlassen, wie man in Zukunft mit diesen Verbrechern umgeht. Nur die Opfer können die empfindlichen Wege des Vergebens oder der Strafe ermitteln. Die Opfer sollten hier das letzte Wort haben – ungeachtet, wie ihr Urteil ausfallen wird, sie sollten nicht diffamiert, beschuldigt oder moralisiert werden, denn  sie haben mehr als genug gelitten.

Für Vergebung und Versöhnung sind gewisse Vorbedingungen nötig:
1. Schluss mit den Verbrechen
2. Schuldeingeständnis
3. Bitte um Vergebung
4. Wiedergutmachung

Keine diese Bedingungen sind bisher als Option in der mächtigen, kranken, rassistischen Gesellschaft angedacht worden.

Was mich betrifft, ich habe nicht die Vollmacht, im Namen  aller Palästinenser zu reden, aber ich kann ganz ehrlich sagen, ich wünsche die zionistischen Mörder, diejenigen die direkt oder indirekt in die Massaker involviert waren, die mit dem Diebstahl des Landes, mit Unterdrückung und Unterwerfung zu tun hatten – ich will nicht, dass sie nach der Befreiung in Palästina bleiben, in dem Land, das sie unaufhörlich vergewaltigten, zerstörten und verunstalteten. Ich wünsche auch nicht, dass sie meine Nachbarn sind. Sie haben keine Achtung gezeigt, keine Wertschätzung und keine Liebe zu diesem Land und seinem Volk. Sie verdienen nicht, hier zu leben.

Das sind nur meine Empfindungen, und ich weiß, dass diese Entscheidung nicht bei mir liegt.

Mehr über Antisemitismus

Es gibt noch ein paar Punkte, auf die ich aufmerksam machen möchte:
1.) „Israel“ nennt sich selbst ein „jüdischer Staat“ und behauptet, im Namen des jüdischen Volkes zu handeln und durch jüdische Leute. Es erfreut sich noch immer der moralischen und finanziellen Unterstützung der Mehrheit der jüdischen  Gemeinden weltweit. Das Fehlen eines großen Aufschreis der Verurteilung und Distanzierung durch die Mehrheit des Weltjudentums macht es Leuten schwer, die zionistischen Juden für ihre Schuld der Komplizenschaft, der aktiven Verbindung oder passiver Selbstzufriedenheit anzuklagen, die außerhalb des besetzten Palästina leben, indem sie entweder schwiegen oder die Kriminellen  unterstützten.

2.)“Israel“ genießt den Schutz des “Sicherheitsrates“ mit dem US-Veto bei jeder UN-Resolution, die Israels endlose Liste andauernder Verbrechen und Verletzungen des Völkerrechts sanktionieren. Die „israelischen“ Kriminellen wandern immer noch straflos umher, frei vor strafrechtlicher Verfolgung durch irgendeine Gerichtsbarkeit. Diese unerträgliche Situation schürt die Wut gegen die Doppelstandards und die Sonderbehandlung, die dem jüdischen Staat gewährt wird.

3.) Der exzessive Gebrauch des Terminus „Antisemitismus“:
 a) durch zionistische Juden, die alle Nichtzionisten anklagen
 b) durch sanfte  zionistische Juden, die die anti-zionistischen Juden anklagen
 c) durch antizionistische Juden, die ihre anti-zionisischen Juden und auch die nicht-Juden des Antisemitismus verklagen, sobald sie es wagen, das Judentum kritisch zu prüfen, einige Aspekte, einige Überzeugungen,  die Haltung oder  das Verhalten desselben kritisieren. All dies hat dazu beigetragen, ein Gefühl zu schaffen, die Freiheit des Ausdruckes zu unterdrücken und zweifellos auch ein Gefühl der Einschüchterung und der Gedankenkontrolle.

Dies hat auch die Bedeutung des Wortes Antisemitismus verwässert und ihm praktisch jede Bedeutung genommen. Es wird jetzt bis zur Übelkeit  und ad absurdum benützt, auf einen einfachen rhetorischen Trick reduziert, jedem ins Gesicht geschleudert, sobald der geringste Verdacht besteht …Das Wort hat  – so fürchte ich – seine Wirksamkeit verloren, eine Form von Rassismus aufzudecken. Je mehr wir es unüberlegt ausgesprochen hören, umso gleichgültiger wird es in Zukunft verwendet werden. Ja, noch schlimmer: es mag sogar – Gott bewahre – zu einer Form des Rückschlages beitragen … die Geschichte von dem Jungen der „Wolf!“ schreit –( also blinden Alarm auslöst), ist nur zu bekannt.

Deshalb wäre ein ernsthafter Rat von jemandem, der sich Sorgen macht, für alle seine jüdischen Freunde, die wirklich daran interessiert sind, ein neues Auftauchen von wirklichem Antisemitismus und für all jene „Israelis“ sinnvoll, die sich noch etwas Humanität bewahrt haben:

1. Statt Zeit zu verschwenden und Humanität unter ‚israelischen’ Kriminellen zu suchen, würde ich sagen: deckt die israelischen Verbrechen auf und deckt die Unmenschlichkeit auf
2. trennt euch selbst vollkommen von solch einer Entität und proklamiert laut und klar seine Annullierung
3.  löst euch von der Idee, dass Antisemitismus eine Sonderform von Rassismus ist; behandelt  jeden Rassismus mit demselben Grad eindeutiger Verurteilung,
4. Versucht die Situation vom Standpunkt des nicht-jüdischen Volkes zu sehen, das  die beharrliche Behauptung  des einzigartigen jüdischen Leidens nicht akzeptieren und verstehen wird, während die Welt seit Ende des 2. Weltkrieges die Massaker von aber Millionen von Nichtjuden gesehen hat. Die Welt ist von Hass gegen Muslime erfüllt – nicht gegen Juden.
5. Mit Liebe in meinem Herzen, mit ernsthaften und reinen Gefühlen möchte ich euch aufrufen, schaut in euch und sucht nach Gründen, warum ihr das Gefühl habt, dass die Welt den Rassismus gegen euch irgendwie schlimmer oder anders akzeptiert und warum ihr das Gefühl habt,  Euer Leiden  sei so einzigartig  und anders als das der anderen; denn die Welt sieht es nicht so. Alles Leiden hat denselben Wert für die, die es durchstehen und jeder Rassismus hat dieselben Konsequenzen und muss mit derselben Schärfe geächtet werden.
6. Diejenigen von uns, die die palästinensische Sache unterstützen, werden unweigerlich des Antisemitismus angeklagt; doch macht uns  dies in keiner Weise zu Antisemiten, denn wir wissen sehr genau, dass wir es nicht sind. Also  sollten uns falsche Etiketten und falsche Behauptungen nicht von unserer Entschlossenheit abschrecken, nicht ablenken oder hindern, das zu tun, was wir für richtig halten.
7. Und schließlich, rastet bitte nicht aus, wenn Leute auf gewisse Aspekte des Judentums und der jüdischen Kultur hinweisen, die sie nicht mögen oder die sie mit Humanität, Gleichheit oder Fairness unvereinbar finden,  dies  wurde schließlich  von anderen Religionen, Glaubenssystemen und Kulturen akzeptiert: vor allem Freiheit der Gedanken und Redefreiheit und das Recht,  sich andere Ideologien anzusehen, sie zu prüfen, zu kritisieren und das auszusieben, was die moralische Entwicklung des Menschen hindern könnte.  Dies sollte  nicht in beleidigender, verleumderischer Art und Weise geschehen, sondern mit Respekt und guter Absicht und mit akademischer echter Suche nach Wahrheit.

PS. Ich weiß, dass das von mir Gesagte zu streng, ungewohnt oder schmerzlich anzuhören ist, aber ich kann nur  das aussprechen, was in meinem Herzen ist, da ich davon überzeugt bin, dass nur durch Offenheit und Ehrlichkeit, Vertrauen aufgebaut werden kann.

Es gibt ein arabisches Sprichwort: „Dein wahrer Freund ist derjenige, der dir gegenüber ehrlich ist und dir glaubt.“ „Sadeequka man sadaqak,wassaddaqak“

Das arabische Wort für ehrlich:“ sidq“ und für Freund „sadeeq“ haben dieselbe Sprachwurzel: sadaqa = die Wahrheit sagen
 (Vgl auch den Namen der isr-arab. Gruppe „Re’ut-Sadaqa“  ER)

Wer glaubt, dass eine Boycott – Kampagne gegen Israel, wie sie u.a. von Naomi Klein und Tariq Ali propagiert wird, nur geringe Aussichten auf Erfolg hätte, sollte sich eines besseren belehren lassen:

  • Februar 2009 meldete die israelische Presse, daß der Verkauf israelischer Waren aufgrund des Boykotts um 21% zurückgegangen ist.
  • Der israelische Botschafter in den USA, Michael Oren, bezeichnete die Boykottkampagne im Mai in einem Artikel der neokonservativen Zeitschrift „Commentary“ als eine der „sieben existentiellen Bedrohungen“ Israels.
  • Die US-Kampagne zur Beendigung der israelischen Besatzung beispielsweise konzentriert sich auf die US-Konzerne Motorola und Caterpillar, die die israelische Kriegs- und Aufstandsbekämpfungsmaschinerie beliefern.
  • Im Vereinigten Königreich erreichte die, der britischen Presse zufolge, „größte Studentenbewegung seit 20 Jahren“, die aus Protest gegen den Krieg 34 Universitäten besetzt hatte, daß an einigen Universitäten Produkte aus israelischen Kolonien boykottiert werden.
  • In Norwegen begannen die Gewerkschaften bereits im Januar mit einer Kampagne zum Abzug aller staatlichen Investitionen aus Israel und 31% der Bevölkerung sprachen sich in Umfragen für einen vollständigen Boykott Israels aus.
  • Noch im Dezember 2008 kündigte die Church of England den Abzug ihrer Investitionen aus dem US-Konzern Caterpillar an, der Militärbulldozer an die israelische Armee liefert.
  • In Südafrika und Australien weigerten sich die Hafenarbeiter im Februar, israelische Schiffe zu entladen.
  • Die an den Gewerkschaftsverband [extern] COSATU angeschlossenen südafrikanische Hafenarbeitergewerkschaft rief darüber hinaus zum Boykott israelischer Waren auf und forderte von der Regierung, die ökonomischen und politischen Beziehungen zu Israel abzubrechen.
  • In Frankreich setzen Aktivist/inn/en die Carrefour-Supermarktkette, im Vereinigten Königreich die Tesco-Supermärkte und in den USA Trader Joe unter Druck, israelische Waren aus ihrem Sortiment zu nehmen.

Diese und andere Fakten sind im Artikel „Boykott, Desinvestment und Sanktionen“ in telepolis nachzulesen.

Uri Avnery, 10.10.2009

GESTERN FEIERTE unser Stammtisch mit Ada Yonath.

Dieser „Stammtisch“ feierte gerade sein 50. Jubiläum. Er begann zufällig im „California“, dem Cafe, damals von Abie Nathan gegründet, der später als Friedenspilot bekannt wurde. Später trafen wir uns jahrelang im legendären Künstlercafe Cassith. Seitdem dieses verschwunden ist – wie viele andere Tel Aviver Wahrzeichen – wanderte der Stammtisch an verschiedene andere Orte und wurde bekannt als die „Tafelrunde der Cassith-Exilanten“ – das „House of Lords“, wie sie von einer Zeitung genannt wurde.

Die Stammgäste dieses Stammtisches kommen aus sehr verschiedenen Lebensbereichen: ein früherer Direktor der israelischen Fernsehbehörde, mehrere bekannte Journalisten, ein Linguist und Bibelexperte, ein Filmemacher, ein Mediziner, eine Psychiaterin, ein Städteplaner, ein Industrieller, ein Übersetzer von Literatur, eine Radioproduzentin. Und eine Naturwissenschaftlerin.

Die Tafelrunde ist nicht politisch. Aber all ihre Stammgäste tendieren zufällig zur Linken.

Seit Jahren ist Ada Yonath unsere Kandidatin für den Nobelpreis gewesen. Vor neun Jahren lud sie uns ein, ihre historische Entdeckung anzusehen. Was die Chemie betrifft wie auch alle anderen Naturwissenschaften … da bin ich ein total Unwissender. Deshalb verstand ich nicht, worum es da eigentlich geht: die Struktur und die Funktion des Ribosom, eines der Grundbausteine des Lebens. Es war kein Zufall, dass die Entdeckung in Israel gemacht wurde. Ada hatte einen genialen Einfall, als sie bei ihren Experimenten versuchte, eine im Toten Meer – dem tiefsten Punkt der Erdoberfläche -gefundene Mikrobe zu verwenden.

Während der Jahre unterhielt sie uns mit amüsanten Geschichten über die häufigen wissenschaftlichen Konferenzen, die sie überall auf der Welt besuchte, und über die haarsträubenden Intrigen an der Spitze der wissenschaftlichen Welt. Einige ranghohe Naturwissenschaftler versuchten, sich ihre Entdeckung anzueignen. Ich erfuhr, dass Adas Entdeckungen ungeheuer wichtig sind, viel bedeutender als so manche Entdeckung der letzten Jahre, die für nobelpreiswürdig betrachtet wurden. Sie betreffen die Grundlagen des Lebens und sein Werden und sind so bedeutsam wie die Entdeckung des menschlichen Genoms. Sie könnten die Tür für vollkommen neue Heilmethoden von Krankheiten öffnen.

ICH ERZÄHLE all dies nicht nur, um damit zu prahlen, dass Ada „eine von uns“ ist und nicht nur, um an Adas Freude teilzunehmen, sondern um auf einen Punkt hinzuweisen, der oft in den Debatten über unsere Kriege und die Besatzung vergessen wird: es gibt noch ein anderes Israel.

Dieses Jahr gab es in Israel drei anerkannte Anwärter auf den Nobelpreis, die es bis in die Schlussrunde schafften: außer Ada Yonath waren auch der Physiker Yakir Aharonov und der Schriftsteller Amos Oz darunter. Für ein kleines Land wie Israel ist das eine eindrucksvolle Leistung.

Ada Yonath könnte nicht israelischer sein: eine Sabra ( also eine Einheimische), in Jerusalem geboren, die ihre ganze Ausbildung an israelischen Schulen erhalten hat. Ihre Charakterzüge sind die für Israelis typischen: sie ist direkt, hat einfache Manieren, sie mag keine Formalitäten, sie ist bereit, über sich selbst zu lachen. Kein bisschen Arroganz oder Eitelkeit, aber eine unglaubliche Kraft an Ausdauer.

Ein Fremder, der den täglichen Nachrichten über Israel folgt, kann sich die Existenz dieses Israels, dem Ada angehört, nicht vorstellen. Auch in dieser Woche wurden die Nachrichten von der Besatzung, der Brutalität, der Rohheit des offiziellen Israel beherrscht.

Die Nachrichten über Adas Auszeichnung war wie eine Oase in der Wüste. Fast alle anderen Nachrichten im Fernsehen, im Radio und in den Zeitungen befassten sich mit Blutvergießen und Aufständen. Die Schlacht um den Tempelberg (Haram al-Sharif), die Zusammenstöße zwischen der Polizei und den Demonstranten in den arabischen Vierteln Jerusalems, zusammen mit Nachrichten über Morde, betrunkene Jugendliche, die einander zu Tode stechen, einem alten Mann der seine schlafende Frau mit einem Hammer erschlägt, eine Gruppe Jungs, die eine Frau mittleren Alters am hellerlichten Tage beraubt und vergewaltigt hatten.

Und über allem schwebt der Goldstone-Bericht über Verbrechen, die während des Gazakrieges begangen wurden und den die israelische Regierung beinahe erfolgreich und mit der großzügigen Assistenz von Mahmoud Abbas ausgelöscht hätte.

DAS THEMA, das in dieser Woche die Nachrichten beherrschte, war Jerusalem.

Alles geschah ‚plötzlich’. Plötzlich stand der Tempelberg in Flammen, nachdem der Ramadan-Monat ziemlich ruhig verlaufen war. Plötzlich rief die islamische Bewegung in Israel die arabischen Bürger dazu auf, zur Al-Aqsa-Moschee zu eilen und sie zu retten. Plötzlich baten ranghohe islamische Prediger dringend, die ganze muslimische Welt von 1,5 Milliarden Muslimen sich zur Verteidigung der Heiligen Stätten zu erheben. (Es geschah nichts).

Der Polizeichef in Jerusalem hat eine einfache Erklärung: die Muslime seien ‚undankbar’.
Wir haben ‚ihnen erlaubt’, sicher während des ganzen Ramadan zu beten – und nun zahlen sie es uns zurück. Diese koloniale Arroganz machte die Araber nur noch wütender.

Nach Meinung der israelischen Behörden habe sich nichts ereignet, das diesen plötzlichen Aufruhr rechtfertigen könne. Das heißt, es ist eine arabische Provokation, ein abscheulicher Versuch, aus dem Nichts einen Konflikt zu schaffen.

Aber nach arabischer – und nicht nur nach arabischer – Sichtweise sieht es ganz anders aus. Seit Jahren befindet sich die arabische Gemeinde in einem Belagerungszustand. Seitdem Binyamin Netanyahu Ministerpräsident wurde und Nir Barkat Bürgermeister von Jerusalem, hat sich dieser Belagerungszustand vielfach verstärkt. Beide Männer gehören zur radikalen Rechten, und beide betreiben eine Politik, die zur ethnischen Säuberung führt.

Dies findet seinen stärksten Ausdruck im systematischen Ausbau jüdischer Siedlungen mitten in den arabischen Vierteln des annektierten Ostteils der Stadt, die die Hauptstadt des palästinensischen Staates werden soll, deren endgültiger Status aber Gegenstand von weiteren Verhandlungen werden soll.

Die Vollstreckung ist einer Gruppe von extremen Rechten anvertraut, die Ateret Cohanim (‚Krone der Priester’) genannt wird, finanziert vom amerikanischen Bingokönig Irwin Moskowitz. Nachdem sie einen überwältigenden Sieg errungen, den bewaldeten Jebel Abu Ghneim abgeholzt (Har Homa) und dort eine festungsartige Siedlung gebaut haben, sind sie nun dabei, jüdische Viertel mitten in Sheikh Jarrah, Silwan, Ras al-Amoud und Abu Dis zu bauen und natürlich auch im muslimischen Viertel der Altstadt selbst. Gleichzeitig versuchen sie, das Gebiet E1 zwischen Jerusalem und der riesigen Siedlung Maale Adumin zu bebauen.

Es sieht so aus, als wären dies sporadische Aktionen, initiiert von respektheischenden Milliardären und machttrunkenen Siedlern. Doch dies ist eine Illusion: hinter all dieser fieberhaften Aktivität lauert ein Regierungsplan mit einem wohl überlegten strategischen Ziel. Man muss nur auf die Landkarte schauen, um seinen Zweck zu verstehen: die arabischen Viertel sollen eingekreist und von der Westbank abgeschnitten werden. Außerdem soll Ostjerusalem nach Osten bis fast nach Jericho erweitert werden. So wird die Westbank in zwei Teile geteilt, der nördliche Teil mit Ramallah, Nablus, Jenin und Tulkarem und dem abgeschnittenen südlichen Teil mit Hebron und Bethlehem.

Und natürlich ist die Zielsetzung auch: das Leben der arabischen Bevölkerung in Jerusalem unmöglich zu machen, damit sie ‚freiwillig’ die ‚für alle Ewigkeit vereinigte Stadt, Israels Hauptstadt’ verlassen.
BEI DIESER Strategie spielt noch etwas eine zentrale Rolle. Es nennt sich ‚Archäologie’.

Seit hundert Jahren hat jüdische Archäologie vergeblich die Existenz des davidischen Königreiches zu beweisen gesucht, um ein für alle Mal unser historisches Recht auf diese Stadt festzulegen. Nicht eine Scherbe wurde als Beweis gefunden, dass König David je existiert hat, geschweige denn ein riesiges Reich, das sich von Ägypten bis Hamat in Syrien erstreckte. Es gibt keinen Beweis für einen Exodus aus Ägypten, die Eroberung von Kanaan, von David und seinem Sohn Salomo. Im Gegenteil: es gibt nicht unwichtige Anzeichen insbesondere in den alten ägyptischen Berichten, die zu beweisen scheinen, dass sich all das nie ereignete.

Für diese verzweifelte Nachforschung sind bei Ausgrabungen die obersten Erdschichten der letzten 2000 Jahre entfernt worden: die Periode des byzantinischen Reiches, der islamischen Eroberung, der Mamelukken und der Ottomanen. Die Nachforschung hat einen eindeutigen politischen Zweck, und die meisten israelischen Archäologen betrachten sich als Soldaten im Dienste des nationalen Kampfes.

Der Skandal, der sich jetzt am Fuße der Al-Aqsa abspielt, ist ein Teil dieser Geschichte. Etwas Unerhörtes geschieht dort: die Grabung in ‚Davids Stadt’ (natürlich eine Propagandabezeichnung) ist derselben ultra-nationalistischen religiösen Gesellschaft Ateret Cohanim übergeben worden, die die provokativen jüdischen Stadtteile in und um Jerusalem baut. Die israelische Regierung hat diese wissenschaftliche Arbeit ganz offiziell dieser politischen Gruppe anvertraut – die nicht nur irgend eine politische Gruppe ist, sondern eine ultra-radikale. Die Grabung selbst wird von Archäologen durchgeführt, die aber die Weisungen der Gesellschaft entgegen nehmen.

Israelische Archäologen, die auf die Integrität ihres Berufes achten (es gibt noch einige), protestierten in dieser Woche, dass die Grabung in völlig unsachgemäßer Weise geschieht: unwissenschaftlich und in großer Eile, gefundene Artefakte werden nicht genau und systematisch untersucht. Das einzige Ziel ist, so schnell wie möglich Beweise zu finden, die den jüdischen Anspruch auf den Tempelberg unterstützen.

Viele Araber glauben, das Ziel sei noch bösartiger: nämlich unter der al-Aqsa-Moschee zu graben, um sie zum Einsturz zu bringen. Diese Befürchtungen wurden diese Woche durch eine Mitteilung in Haaretz verstärkt, dass die Grabung unter arabischen Häusern durchgeführt wird und diese vom Einsturz bedroht seien.

Israelische Sprecher regen sich auf. Was für üble Verleumdungen! Wer kann sich nur so etwas vorstellen?! Aber es ist kein Geheimnis, dass in den Augen vieler national-religiöser Fanantiker die pure Existenz der beiden Moscheen – der al-Aqsa und des Felsendoms – ein abscheuliches Unding ist. Vor Jahren planten Mitglieder einer jüdischen Untergrundgruppe, den Felsendom zu sprengen; dies wurde aber noch rechtzeitig aufgedeckt und die Betroffenen ins Gefängnis gesteckt. Vor kurzem konnte man auf einer religiösen Website lesen: „Heute steht dort ein übles Ding, ein großes Hexenwerk, das verschwinden muss. Der Tempel wird anstelle dieses Furunkels stehen, der mit gelbem Eiter bedeckt ist und jeder weiß, was mit einem Furunkel geschehen muss, man muss seinen Eiter entfernen. Das ist unser Ziel, und mit Gottes Hilfe werden wir es tun.“ Mit dem Eiter ist die goldene Kuppel des Domes gemeint. Schon werden Schafe für Opferzwecke im Tempel großgezogen.

Man kann über diese Ergüsse lachen und behaupten, dass diese wie immer vom wahnsinnigen Rand der Gesellschaft kommen. Das sagte man auch vor und nach dem Mord an Yitzhak Rabin. Aber für die Araber, die mit eigenen Augen die täglichen Bemühungen sehen, die Oststadt zu judaisieren und die einheimische Bevölkerung zu vertreiben, ist es kein Scherz. Ihre Ängste sind echt.

Da die Millionen Bewohner der Westbank und des Gazastreifens keinen Zugang zum Tempelberg haben – im Gegensatz zu allem Gerede über ‚religiöse Freiheit’ – hat die islamische Bewegung im eigentlichen Israel den Schutz der beiden Heiligtümer übernommen. In dieser Woche gab es einen Aufruf , diese Bewegung zu verbieten und ihren Führer Sheikh Raed Salah ins Gefängnis zu werfen.

Sheikh Ra’ed ist ein charismatischer Führer. Ich traf ihn vor 16 Jahren, als wir beide 45 Tage und Nächte lang in einem Protestzelt gegenüber dem Amtssitz des Ministerpräsidenten lebten, nachdem Rabin 415 islamische Aktivisten über die libanesische Grenze deportiert hatte. Der Sheikh war damals eine freundliche und liebenswürdige Person, voller Humor, die auch Rachel mit größter Freundlichkeit behandelte (ohne ihr die Hand zu geben, wie auch unsere orthodoxen Rabbiner). Ich lernte viel von ihm über den Islam und beantwortete, so gut ich konnte, seine Fragen über das Judentum. Heute ist er viel strenger und kompromissloser.

ETWAS SYMBOLISCHES liegt in der Zeitnähe der beiden Ereignisse: der Verleihung des Nobelpreises und den Vorfällen auf dem Tempelberg. Beide Ereignisse stellen die beiden Optionen dar, denen Israel gegenüber steht.

Wir müssen uns entscheiden, was wir sind: das Israel von Ada Yonath oder das Israel von Ateret Cohanim. Ein Israel, das seine Kultur, die Wissenschaften, die Hightech, Literatur, Medizin und Landwirtschaft hegt und pflegt, das in der ersten Reihe der fortschrittlichen menschlichen Gesellschaft auf eine bessere Zukunft zugeht, oder ein Israel der Kriege, der Besatzung und Siedlungen, ein fundamentalistischer Staat, der in die Vergangenheit zurückschaut.

Im Gegensatz zu den Schwarzsehern glaube ich, dass diese Schlacht noch nicht entschieden ist. Israel ist weit davon entfernt, ein monolithischer Block zu sein, wie er in Karikaturen erscheint. Es ist eine vielfältige Gesellschaft mit vielen Facetten und Möglichkeiten. Die eine führt zum Krieg und die andere zu Frieden und Versöhnung.

Der Friedensnobelpreisträger Barack Obama kann einen großen Einfluss bei dieser Wahl haben.
Wurde ihm diese Auszeichnung nicht schließlich als Vorschusszahlung für zukünftige Taten verliehen?

                        END OCCUPATION!!!

 

Bei den Gebetsansprachen am Freitag in Teheran hat der Prediger die westlichen Länder gewarnt, dass der kleinste Schaden für die Islamische Republik eine konsequente Antwort Irans haben wird. Ayatollah Seyyed Ahmad Khatami sagte: Imperialistische Länder sollten eigentlich über die Atomarsenale des zionistischen Regimes besorgt sein, anstatt sich Sorgen um die Atomtechnologie Irans zu machen. Denn dieses Regime verfügt über 200 Atomsprengköpfe und hält sich an keines der internationalen Energieabkommen, darunter auch nicht den NPT-Vertrag.
Khatami sagte: In der iranisch-islamischen Doktrin gibt es keinen Platz für Atomwaffen; die friedliche Atommacht Irans hat eine Botschaft an die Nachbarn und Länder der Region, nämich dass man auch diese Technologie erringen und sich gegen die Imperialisten stellen kann.
Ayatollah Khatami wies ferner auf den gescheiterten Plan der Iran- und Islamophobie hin und betonte: Die Stärke Irans ist ein Streben nach weltweitem Frieden.
Er nannte die Genfer Gespräche einen weiteren Erfolg für die IRI und sagte: Vor diesen Gesprächen sahen alle Sanktionen und Boykotts gegen Iran voraus; diese Gespräche fanden aber mit Blick auf das iranische Vorschlagspaket statt und die westliche Seite forderte eine Fortsetzung der konstruktiven Gespräche statt der gescheiterten Sanktionspolitik.
Auch verurteilte er schließlich die Anstrengungen der Zionisten zur Judaisierung von Beitologhaddas und sagte: Dieses unheilvolle Streben wird nicht fruchten

The call for BDS—Boycott, Divestment, Sanctions—has finally reached Israeli public opinion. The decision of Norway to divest from Israeli corporations involved in settlement building made the difference, and provided the first big success to that important campaign. After having ignored the BDS campaign for several years, Uri Avnery finally felt obliged to react, twice, in his blog. Like Uri, I rarely react to other’s opinions and in my own blog, as he put it nicely, “I don’t want to impose my views, I just want to provide food for thought and leave it to the reader to form his or her opinion”. Some of the arguments put forward by Avnery, however, require an answer, because they may mislead his readers.

Despite the fact that I sometimes disagree with Avnery’s opinions—though much less than in the past—I have great respect for the man, the journalist, the activist and the analyst, and since the bankruptcy of Peace Now during the Oslo process, we have been closely active together, and I would dare say that we became friends. This is why I feel compelled to react to his criticism of the BDS campaign.

Let’s start with the obvious and with what I consider to be a false debate. “Hatred is a very bad advisor” writes Uri, and I will be the last to disagree with him. I know also that he will agree with me if I add that in our political context, hatred is understandable.

“Israel is not South Africa” says Uri. Of course it isn’t, and every concrete reality is different from every other. Nevertheless, these two countries have some similarities: both are racist states with (different kinds of) apartheid systems (the literal meaning of apartheid being “structural separation”). Both countries were established as “European states” in a national/ethnical environment composed of non-European who were considered a hostile environment, and rightly so. We do also agree—and this is even more important—that in order to achieve substantial results in our struggle, we need to build joint dynamics including the Palestinian national resistance, Israeli anti-occupation forces, and an international solidarity movement. Ten years ago, I call this the „winning triangle.”

We share a lot in common indeed, until the issue of Uri’s misrepresentation of his political opponents comes up. In his article debating Neve Gordon’s article in LA Times, Uri writes: “Neve Gordon and his partners in this (BDS) effort have despaired of the Israelis.” If this were true, why do Neve, myself and many other Israeli BDS campaigners devote so much of their time in building, together with Uri Avnery, an Israeli movement against war, occupation and colonization? The true question is not “changing Israeli society,” but how and for what.

The political goal of Uri Avnery is „an Israeli-Palestinian peace,“ i.e., a compromise that should satisfy the majority of the two communities, on a symmetrical basis (in another important article, he called it „truth against truth“). Such symmetry is the result of another important political assumption by Avnery: the conflict in Palestine is a conflict between two national movements with equal legitimacy.

Neve and many supporters of the BDS campaign disagree on both assumptions: our goal is not peace as such, because „peace“ in itself doesn’t mean anything (almost every war in modern history was initiated under the pretext of achieving peace). Peace is always the reflection of relation of forces in which one side cannot impose on the other all that it considers being its legitimate rights.  

Unlike Uri, our goal is the fulfillment of certain values, like basic individual and collective rights, an end of domination and oppression, decolonization, equality, and as-much-justice-as-possible. In that framework, we obviously may support „peace initiatives“ that can reduce the level of violence and/or achieve a certain amount of rights. In our strategy, however, this support for peace initiatives is not a goal in itself, but merely a means to achieve the above-mentioned values and rights.

That difference between „peace“ and „justice“ is connected to the divergence concerning the second assumption of Uri Avnery: the symmetry between two equally legitimate national movements and aspirations.

For us, Zionism is not a national liberation movement but a colonial movement, and the State of Israel is and has always been a settlers’ colonial state. Peace, or, better, justice, cannot be achieved without a total decolonization (one can say de-Zionisation) of the Israeli State; it is a precondition for the fulfillment of the legitimate rights of the Palestinians—whether refugees, living under military occupation or second-class citizens of Israel. Whether the final result of that de-colonization will be a „one-state“ solution, two democratic states (i.e., not a „Jewish State“), a federation or any other institutional structure is secondary, and will ultimately be decided by the struggle itself and the level of participation of Israelis, if at all.

In that sense, Uri Avnery is wrong when he states that our divergences is about „one state“ or „two states.“ As explained above, the divergence is on rights, decolonization and the principle of full equality. The form of the solution is, in my opinion, irrelevant as long as we are speaking about a solution in which the two peoples are living in freedom (i.e., without colonial relationships) and equality.
Another important divergence with Uri Avnery concerns the dialectics between the Palestinian national liberation agenda and the role of the so-call Israeli peace camp. While it is obvious that the Palestinian national movement needs as many Israeli allies as possible to achieve liberation as quick as possible and with as little suffering as possible, one cannot expect the Palestinian movement to wait until Uri, Neve and the other Israeli anti-colonialists convince the majority of the Israeli public. For two reasons: first, because popular national movements do not wait to fight oppression and colonialism; second, because history has taught us that changes within the colonialist society have always been the result of the liberation struggle, and not the other way round: when the price of occupation becomes too high, more and more people understand that it is not worth continuing.

Yes, a hand extended for coexistence is needed, but together with an iron fist fighting for rights and freedom. The failure of the Oslo process confirms a very old lesson of history: any attempt for reconciliation before the fulfillment of rights strengthens the continuation of the colonial domination relationship. Without a price to be paid, why should the Israelis stop colonization, why should they risk a deep internal crisis?

This is where the BDS campaign is so relevant: it offers an international framework to act in order to help the Palestinian people achieve their legitimate rights, both on the institutional level (states and international institutions) and on that of civil society. On the one hand it addresses the international community, asking it to sanction a State that is systematically violating international law, UN resolutions, the Geneva Conventions and signed agreements; on the other hand, it calls on international civil society to act, both as individuals as well as social movements (trade-unions, parties, local councils, popular associations etc) to boycott goods, official representatives, institutions etc. that represent the colonial State of Israel.

Both tasks (boycott and sanctions) will eventually be a pressure on the Israeli people, pushing them to understand that occupation and colonization have a price, that violating international rules will, sooner or later, make the State of Israel a pariah-country, not welcome in the civilized community of nations. Just like South Africa in the last decades of apartheid. In that sense, and unlike Uri’s claim, BDS is addressed to the Israeli public, and, right now, is the only way to provoke a change in Israeli attitudes towards occupation/colonization. If one compares this BDS to the anti-apartheid BDS campaign that took twenty years to start bearing real fruits, one cannot but be surprised at how efficient the anti-Israeli occupation campaign has already been, and even in Israel we already witness its first effects.

The BDS campaign was initiated by a broad coalition of Palestinian political and social movements. No Israeli who claims to support the national rights of the Palestinian people can, decently, turns his or her back to that campaign: after having claimed for years that „armed struggle is not the way,“ it will be outrageous that this BDS strategy will too be disqualified by those Israeli activists. On the contrary, we must all together join to „Boycott from Within“ in order to provide Israeli support to this Palestinian initiative. It is the minimum we can do, and it is the minimum we should do.

Quelle

Der iranische Präsident droht zu einen echten Enttäuschung zu werden. Nachdem langsam durchsickert, dass das mit dem Leugnen des Holocaust wohl eher nicht stimmt -auch wenn unserer konservativen Medien wohl noch ein paar Jahre brauchen, bis auch diese Qualiatätsjournalisten merken, dass bei Übersetzungen schon mal Fehler unterlaufen können, wenn man die falschen Leute damit  betraut, scheint er auch wohl keine Atombomben zu bauen, die nach Washington oder sonst wohin  fliegen können.

Einige haben sogar bemerkt, dass er nicht die Israelis ins Meer zurücktreiben, sondern dessen  Apartheitsregime in Gaza beseitigt wissen will. Gut, Springeredakteure müssen unterschreiben, dass sie so etwas glauben müssen und sind hier entschuldigt. Der Rest könnte allerdings, wenn er wollte,  die Wahrheit schreiben.

Auch das Fälschen von Wahlen scheint im Einflussbereich der Koalition der Willigen -wir erinnern uns, gemeint sind die tapferen Verteidiger von Freiheit und Demokratie- besser zu klappen. Gegner des absurden Kriegs gegen den Terror soviel Tatsachen zu Tage befördern wie sie wollen -es nützt nichts.  Wenn man den Irak und Afghanistan auf Grund unbewiesener Behauptungen oder glatten Lügen  überfallen kann, warum dann nicht auch den Iran?

Was dabei überrascht ist die grenzenlose Dummheit der Öffentlichkeit, die jederzeit bereit ist, jedem Propagandamärchen, das die CIA oder sonst eine PSYOPS-Truppe aus den Fingern saugt rückhaltlos zu glauben. Es spielt offenbar überhaupt keine Rolle, ob irgendetwas davon wahr ist, was über den nächsten potentiellen Gegner behauptet wird. Zwar haben viele durchaus bemerkt, dass wir ja im Falle des Irak übelst belogen worden sind, trotzdem gibt es offenbar keinen Lerneffekt. Kein Wunder, wenn mittlerweile einige glauben, unsere Medien seien längst von Agenten unterwandert und wenn man sich anschaut, was Leute wie Sommer von der Zeit zur US-Außenpolitik schreiben fragt man sich schon, ob das etwas mit seiner Mitgliedschaft bei der Trilateralen Kommission oder seinen Teilnahmen bei den Treffen der Bilderberger zu tun hat. Wenig überraschend ist Die Zeit  z.B. in diesem Artikel -wer den verbrochen hat weiß ich nicht-  ist sich so gut wie sicher, dass der Iran schon eine primitive Atombombe bauen könnte. Heiliger Kaffeesatz -recherchieren die eigentlich noch?

Ganz naiv sollte man doch annehmen, dass sich die Leser nur einmal in den Krieg hetzen lassen. Leider ist das tatsächlich naiv und die Herde wird ein weiteres Mal brav hinterhertrotten -wie jedes Mal. Die USA will den Krieg mit dem Iran und jetzt, da die “grüne Revolution” wohl gescheitert sein dürfte, muss  man wohl damit rechnen, dass die “militärische Lösung” gesucht wird. Um die grüne Revolution ist es ein wenig schade, bot sie doch so lustige Details wie in englischer Sprache beschriftete Transparente, die bei Demonstrationen hoch gehalten wurden, was freilich keinem “Qualitätsjournalisten” irgendwie komisch vor kam. Wir beschriften unsere Transparente ja auch in persisch, wenn wir auf Demos gehen.

Was passiert denn im Moment: Da versucht man ein Land, dass sein vertraglich zugesichertes Recht auf die friedliche Nutzung der Kernernergie wahrzunehmen und baut kerntechnische Anlagen. Interessierte Kreise -in erster Linie die USA- behaupten, der Iran wolle Atombomben bauen. Es gibt keine Beweise für diese Behauptung. Witzigerweise muss auch nicht der Westen beweisen, dass die Behauptung stimmt, sondern der Iran hat bitteschön die Pflicht, die Behauptung zu widerlegen.

Angesichts der Ereignisse stellen sich Fragen. Wo sind wir hier, dass man einfach solche Behauptungen aufstellen kann ohne den geringsten Beweis für die Richtigkeit erbringen zu müssen? Haben wir so etwas wie ein Völkerrecht, dass doch eigentlich geschaffen wurde, kleine  Staaten vor wahllosen Angriffen von Großmächten zu beschützen und wenn ja: gilt das für alle und immer oder nur solange, wie es die Interessen der Großmacht unterstützt?

Fragen lassen müssen sich aber auch all die Journalisten, die tagtäglich die Kriegspropaganda und all die Lügen über Ahmadinedschad brav wiederholen, ob von ihrem Berufsethos und dem Bewustsein, die ach so wichtige vierte Kraft der Demokratie zu sein noch irgendetwas übrig ist. So wie sich viele verhalten hätten sie auch ohne große Probleme für den Stürmer schreiben können.

Zuletzt noch eine Frage: wo ist der zivilisatorische Unterschied zwischen aufgebrachten Muslimen, die sie über Karikaturen von Mohammed ereifern und von uns mit Kopfschütteln bedacht werden und einer kriegslüsternden, geifernden westlichen Öffentlichkeit, die den Iran bombardieren will ?

Selbst wenn der Iran Atombomben baute- wer würde es ihnen verdenken wollen. Schließlich ist der Besitz von Atomwaffen die einzige halbwegs funktionierende Versicherung gegen Überfälle der Westens und jedes kleine Land dürfte bemerkt haben, dass diese Versicherung besser funktioniert als der Schutz, den das Völkerrecht zu bieten in der Lage ist.

Es schmerzt sehr mitzuerleben, wie eine auf Krieg ausgerichtete Hasspresse manche Politiker vor sich hertreibt, um den Iran zu bombardieren. Aber wenn es denn eines Tages geschieht, werden jene Hassprediger auf Seiten der Politik und Medien jegliche Verantwortung von sich weisen!

Gestern hat die Islamische Republik Iran ganz regulär den Bau einer neuen Urananreicherungsanlage fern der bisherigen Anlage bei der IAEO formgerecht und fristgerecht angekündigt. Die Anlage wird frühestens in 18 Monaten Uran anreichern können, so dass sämtliche Vereinbarungen der Ankündigung einer solchen Anlage eingehalten wurden. Aber was macht die westliche Krieghetze daraus (der Begriff “westliche Hofberichterstattung“ wäre angesichts dieser Blutrünstigkeit eine Schmeichelei).

Es wird behauptet, der Iran hätte eine bisher geheim gehaltene Anlage “zugegeben“. Aber die Statuten der IAEO sehen bestimmte Fristen vor der atomaren Nutzung einer Anlage vor, die einzuhalten sind bei der Ankündigung. Und die hat er Iran eingehalten! Warum wird der Iran dann von heute auf morgen “noch gefährlicher“, wenn jene Anlage noch im Aufbau ist? Und ist es angesichts der tagtäglichen unwidersprochenen Bombendrohungen aus der westlichen Welt gegen die bestehende Anlage nicht sinnvoll aus Sicht einer jeden vernünftigen Staatsführung, eine zweite Anlage aufzubauen?

Es wird behauptet, der Iran wollte jene Anlage eigentlich geheim halten, aber weil die Terrororganisation “Volksmudschaheddin“, die im Westen Schutz genießt, da ihr Terror sich “nur“ gegen den Iran richtet, angeblich westliche Geheimdienste informiert habe, und die jene Erkenntnisse schon bald herausgegeben hätten, wäre der Iran dem zuvor gekommen! Ja wirklich, so steht es in der westlichen Presse! Vor dem weiterlesen bitten wir den Leser höflichst, sich selbst zu vergewissern, ob es so in den Blättern der Volksverdummung steht oder nicht! Denn offenbar ist den Schreibern jener Zeilen entgangen, was das bedeuten würde! Offenbar können jene Art von verblendeten, eingebetteten Kriegsjournalisten nicht einmal eins und eins zusammenzählen!

Daher hier noch einmal im Einzelnen die Behauptungen: Sie behaupten, dass die von ihnen geschützten Terroristen so viele Spione im Iran hätten, dass sie die Information herausgeschmuggelt haben über jene angeblich so geheime Anlage, die im Aufbau ist. Und sie behaupten, dass westliche Geheimdienste jene Information schon bald (aber eben erst bald) veröffentlichen wollten, um Iran zu diskreditieren und daher der Iran dem zuvor gekommen ist. Aber woher wusste denn der Iran, was westliche Geheimdienste vor haben, so dass er dem zuvor kommen konnte? Wollen hier die Menschen-Bombardier-Fetischisten tatsächlich behaupten, dass der Iran alle westlichen Geheimdienste derart geschickt infiltriert hat, dass sie deren Absichten und Erkenntnisse studieren und dem zuvor kommen konnte? Nein, darum aber geht es nicht: Es geht um den “Endsieg“, eine Ideologie, welche die Verantwortlichen der Westlichen Welt sich offenbar auf die Fahnen geschrieben haben.

Wie aber sahen denn die “Informationen“ der westlichen Geheimdienste in den letzten acht Jahren aus? Sie haben behauptet, dass USAma aus den Höhlen von Afghanistan heraus drei hohe Gebäude mit zwei Flugzeugen zum Einsturz gebracht hat, sind aber nicht in der Lage ihn zu finden, während der Gesuchte regelmäßig YouTube füttert, inzwischen allerdings ohne bewegte Bilder, weil die Belichtung in den Höhlen so schlecht ist. Sie haben behauptet, dass Saddam über viele Massenvernichtungswaffen verfüge, konnten aber nicht ahnen, dass jener Verbrecher alle jene Waffen, die man ihm vorher geliefert hatte, bereits vernichtet hat. Sie haben vor sechs Jahren behauptet, der Iran hätte in spätesten drei Jahren die Atomwaffe. Sie haben vor fünf Jahren behauptet, der Iran hätte spätestens in einem Jahr die Atomwaffe. Sie haben vor vier Jahren behauptet, der Iran könnte innerhalb von 24 Monaten die Atomwaffe zünden. Vor drei Jahren sollte es dann wiederum nur zwei Jahre dauern. Vor zwei Jahren stand es unmittelbar bevor und vor einem Jahr wurde darauf verwiesen, dass der Iran sein Atomprogramm vor etlichen Jahren eingestellt hätte. Jetzt heißt es wieder, dass der Iran in einiger Zeit (man legt sich nicht mehr fest) die Atomwaffe besitzen könnte. Der Iran hingegen hat die ganze Zeit behauptet, dass er keine Atomwaffen anstrebt, weil diese mit dem Islam nicht vereinbar sind. Während dieses ganzen Medienspektakels hat Israel nicht nur sein Atomwaffenarsenal fleißig weiter “geheim“ gehalten, sondern faktisch die Auflösung von Palästina eingeleitet, mit der gleichen Planung, wie sie Indianer einstmals in den USA erlebt haben, mit allerdings dem Unterschied, dass Nichtjuden niemals gleichberechtigte Bürger in Israel werden können!

So weit die Analyse mit der Fragestellung zum Verhalten der Westlichen Welt. Politiker und Kriegstreiber unter den Medien können es nicht weiter ertragen, dass ein Präsident jeden Tag beliebter in der ganzen Welt wird und nach Gerechtigkeit verlangt! Jene Journalisten haben uns aufgezeigt, wie der israelische Ministerpräsident vor der UN-Vollversammlung die Anwesenden gescholten hat, dass sie sitzen geblieben sind, als der iranische Präsident sprach, um dann auf den Holocaust zu verweisen. Aber warum haben uns die Medien zuvor die Bilder vom vollen Saal so extrem fanatisch vorenthalten und nur die wenigen freien Sitze der Europäer gezeigt, wenn doch so viele der Rede gelauscht haben, dass sie dann gescholten werden mussten, gescholten von einem Ministerpräsidenten, dessen Außenminister ganz offen damit droht 20% der einen Bevölkerung zu deportieren und der gegen sämtliche UN-Beschlüsse ungehindert fremden Boden besiedeln lässt!

Die Fragestellung könnte aber auch an den Iran gerichtet werden. Warum hat der Iran jene Ankündigung ausgerechnet dann veröffentlicht, als die so genannte G20 (eine Gruppe Staaten, die sich selbst in den Medien als Weltregierung ausrufen lässt, ohne dass sie irgendjemand dazu legitimiert hätte) tagte? Warum hat sie nicht noch eine Woche gewartet, bis die ersten Gespräche Anfang Oktober abgeschlossen wären. Jene Anlage hätte man dann immer noch fristgerecht ankündigen können, falls es dann überhaupt noch nötig gewesen wäre, jene Anlage weiter zu bauen. Was also bewegt die Islamische Republik Iran bzw. seinen Präsidenten dazu, gerade jetzt mit jener Ankündigung in die Öffentlichkeit zu treten? So sehr die Leistung des iranischen Geheimdienstes nicht zu unterschätzen ist, so sehr dürfte ein “Zuvorkommen“ gegenüber westlichen Enthüllungen die Absurdeste aller Erklärungen sein. Denn schließlich können westliche Geheimdienste auch völlig ohne Belege irgendetwas behaupten, und das tun sie auch. Und wie soll man etwas Unbeweisbarem “zuvorkommen“?

Es ist eher anzunehmen, dass ein gewisses Umdenken im gesamten System der Islamischen Republik Iran Grund für dieses Verhalten ist. Galt bisher die USA als engster Verbündeter Israels und damit zumindest die Politik der USA als Feind, zu dem man nicht einmal diplomatische Beziehungen pflegt, hat Europa unter Merkel es mehr und mehr geschafft, den USA diesen Rang streitig zu machen. Hatte der Iran in den letzten Jahren zumindest noch eine gewisse Hoffnung auf eine sachlichere, logischere und vernünftigere Haltung Deutschlands, ist jene Hoffnung inzwischen offenbar vollends geschwunden. Darauf deuten auch die Äußerungen des iranischen Präsidenten hin, dass sie stolz darauf sind, wenn sich die Feinde (insbesondere Deutschland) ärgern! Hatte man Anfangs noch zumindest ein gewisses Verständnis für die historische Rolle Deutschlands gezeigt, steht Deutschland immer mehr im Fokus der verbalen Angriffe aus dem Iran. Das ist vor allem deshalb so verheerend, weil die exportorientierte Wirtschaft Deutschlands miterleben muss, wie französische Ölunternehmen genau so erfolgreich im Iran mitmischen, wie chinesische, indische und sogar US-Amerikanische über Drittländer. Nur Deutschlands Unternehmen wird der Zugang zum Iran als Schlüsselland der gesamten Region, und damit auch zu vielen weiteren Ländern verwehrt. Hauptverantwortliche dafür ist das Merkel-System. Insofern ist der Zeitpunkt der Veröffentlichung jener Atomanlagenankündigung auch ganz anders zu deuten: Sie erfolgte unmittelbar vor den Wahlen zum Bundestag!

Die westliche Welt hat es bis heute nicht geschafft, die Politik und Diplomatie der Islamischen Republik Iran auch nur in Ansätzen zu verstehen. Zunächst geht man von sich selbst aus und denkt in Kategorien wie Machtstreben, Wachstumszwang, Kolonialismus und Neokolonialismus, Imperialismus, Herrenmenschendenken usw.. Die Hauptvorstellung dahinter ist, dass jeder Menschen und jedes System seinen “Preis“ hat. Das ist eine der Grundvoraussetzungen für das Funktionieren des Kapitalismus! Alles wird verdinglicht, Dinge werden vergöttert und gekauft. Entweder ist etwas (oder jemand) durch hinreichend Kapital käuflich, oder aber durch die Androhung seine Dinglichkeit (sprich sein Leben) zu vernichten. Etwas anderes hat er ja nach Vorstellung des Kapitalismus nicht zu verteidigen. Das genau war auch die Methode derjenigen, die in Mekka die Anhänger des Monotheismus, welche den Götzenanbetern “gefährlich“ wurden, zu kaufen bzw. zu vernichten versucht haben. Aber sie sind gescheitert! Denn der wirklich freie Mensch ist nicht käuflich, weder mit Geld noch mit Drohungen! Da es in einer materialistisch orientierten Gesellschaft immer weniger wirklich freie Menschen gibt, ist auch der vernünftige Umgang mit ihnen nicht mehr bekannt.

Da man zudem im Iran einige “käufliche“ Gegenstücke zu der eigenen Käuflichkeit gefunden hat, dachte man stets, dass der Iran so zu handhaben ist, wie eben alle Länder der Erde. Aber es funktioniert nicht. Man bietet dem Iran Geld an, aber der Iran will es nicht. Man droht dem Iran an, es zu vernichten, und der Iran lädt die Feinde ein, loszulegen! Wirklich “freie“ Menschen sind jedem System der materiellen Welt überlegen und unbesiegbar, selbst wenn man Atomwaffen über ihnen abwirft! Wirklich freue Menschen verbeugen sich eben nur vor Gott und vor keinem Menschen.

Jahrelang haben die maßgeblichen Verantwortlichen in der Islamischen Republik Iran die Vorstellung gehabt, dass es zumindest einige vernunftbegabte Menschen in westlichen Führungsriegen gibt, die – selbst wenn sie materialistisch orientiert sind – zumindest zum materiellen Wohl ihrer eigenen Völker eine auf Vernunft basierende Politik gegenüber dem Iran betreiben würden. Darin haben sie sich getäuscht, das kann man einigen iranischen Ministern sicherlich vorwerfen. Umso “schmerzlicher“ fällt jetzt die Kehrtwende aus. Und jeder Tag, an dem die Westliche Welt – allen voran Deutschland – zum Schaden der eigenen Bevölkerungen diese auf Unterdrückung und Besatzung basierende Politik betreibt bzw. unterstützt wird auch der Schaden für den Weltfrieden größer.

Außenminister Steinmeier hat die letzten Tage gemäß Medienangaben gesagt, dass Ahmadinedschad eine Schande für das iranische Volk sei. Er sollte aufpassen, dass nicht eines Tages Bundeskanzlerin Merkel als Schande für Deutschland in die Geschichtsbücher eingehen wird, die deutsche Soldaten erstmals nach dem zweiten Weltkrieg in einen offenen Krieg geführt hat. Und es sieht so aus, als wenn ihm die Aufgabe zufällt, genau jene Kanzlerin wiederum zu ermöglichen.

Sollte ein auch nur halbwegs freies Deutschland ernsthaftes Interesse an einer atomwaffenfreien Welt haben, sollte Deutschland zunächst sämtliche Atomwaffen vom eigenen Grund und Boden verbannen, denn militärisch machen sie keinen Sinn! Aber es ist erheblich leichter ein anderes Land zu beschimpfen, das noch keine Atomwaffen hat, als seine eine irrsinnige Politik zu korrigieren.

In diesem Sommer sind Israels Zeitungen voller zorniger Artikel, die sich gegen den Druck für einen internationalen Boykott gegen Israel richten. Für mich, als israelischen Bürger, ist es keine leichte Sache, ausländische Regierungen, regionale Behörden, internationale Sozialbewegungen, Organisationen mit religiöser Basis, Gewerkschaften und BürgerInnen dazu aufzurufen, die Kooperation mit Israel einzustellen………WEITERLESEN.

Absichtliche und schwerwiegende Verstöße gegen internationales Recht und verschiedenen UN-Resolutionen, werden von der Besatzungsmacht Israel andauernd begangen. Illegale Aktionen sollen die demographische Zusammensetzung und den Charakter der besetzten palästinensischen Gebiete nachhaltig verändern. Das zeigt sich seit Monaten besonders in Ost-Jerusalem und den umgebenden Bezirken überdeutlich.

Ernsthafte Anstrengungen sind nötig, um Israel zu zwingen, die Gewalt gegen die Palästinensische Bevölkerung zu beenden

Israel verwirklicht auf äußerst brutale Weise seine Siedlungspolitik, ungeachtet aller Forderungen aus der internationalen Staatengemeinschaft, diese illegalen Aktionen zu beenden, die nur dafür geeignet sind, die Basis bei Verhandlungen zuungunsten eines zukünftigen, lebensfähigen Staat Palästina zu verändern.

Deswegen wollen wir ihre Aufmerksamkeit auf die letzte Vertreibung palästinensischer Familien aus ihren Häusern im besetzten Ost-Jerusalem richten. Gestern morgen, um 5 Uhr früh, ungeachtet der Anwesenheit zahlreicher Friedensaktivisten und Demonstranten, drangen israelische Soldaten in die Häuser der Familien Ghawi und Hanoun ein, warfen das Eigentum der Familien auf die Straße und verjagten rund 50 Bewohner aus den Häusern in unmittelbarer Nachbarschaft des Stadtteils Sheikh Jarrah. Darunter 19 Kinder! Beide Familien, die noch unter dem Schock der Vertreibung stehen, lebten seit über 50 Jahren in ihren Häusern. Eine Rückkehr in ihr Heim war nicht mehr möglich. Schon wenige Stunden später brachten israelische Militärfahrzeuge israelische Siedler mit ihren Sachen zu den Häusern, die von den Okkupanten umgehend bezogen wurden.

Dieses Ereignis ist nur eines aus eines einer nahezu täglich stattfindenden Kette von Raub und Vertreibung durch die zionistischen Besatzer. Dadurch soll die Kolonialisierung Ost-Jerusalems durch stetige Zunahme israelischer Siedlungszentren vorangetrieben werden. Hauszerstörungen, der Widerruf von Aufenthaltsgenehmigungen, die Schließung palästinensischer Einrichtungen und immer wieder die Vertreibungen sind an der Tagesordnung. Bei all diesen Aktivitäten haben die Siedlerorganisationen die volle Unterstützung der israelischen Regierung und der lokalen Militärbehörden. Dadurch können Siedlerfamilien ohne Schwierigkeiten die Häuser der illegal verjagten palästinensischen Eigentümer „übernehmen“.
Die Unrechtmäßigkeit dieser Aktionen in den besetzten Gebieten verletzt direkt die 4. Genfer Konvention, den Römischen Statusvertrag des internationalen Gerichtshofes und zahllose UN-Resolutionen, in den Israel mindestens zur Mäßigung seiner Verbrechen aufgefordert wird. Der Bericht eines Beobachter Gremiums des Internationalen Gerichtshofes von 2004, berichtet über die verheerenden Konsequenzen des Mauerbaus im besetzten Gebiet. Anläßlich des 5. Jahrestages dieses Reports ist festzustellen, dass Mauerbau und Landraub durch Israel ohne jede Pause weitergehen, bestätigt und für „rechtmäßig“ erklärt durch den Obersten Gerichtshofes Israels.

Auch müssen wir in Erinnerung rufen, dass unter der „Road-Map zum Frieden“ – unterstützt durch das „Nahost-Quartett“ – veranlasst vom UN-Sicherheitsrat in seiner Resolution 1515 (2003) Israel gedrängt wird, alle Siedlungsaktivitäten umgehend einzufrieren, einschließlich des so genannten „natürlichen Wachstums“. Ebenfalls sollten alle illegale „Außenposten“ die seit 2001 errichtet wurden sofort aufgelöst werden. Nichts davon wurde von der Besatzungsmacht Israel eingehalten, im Gegenteil, immer mehr wurde der Siedlungsbau forciert.

Unter dieser Sicht müssen wir festhalten, dass israelische Siedlungsaktivitäten, besonders in und um Ost-Jerusalem, die Spannungen zwischen beiden Parteien ins Unendliche steigert und die Errichtung eines lebensfähigen Staates Palästina unmöglich machen. Wir rufen dringend die internationale Staatengemeinschaft auf, endlich wirksame Schritte zu unternehmen, die diese zerstörerische und illegale Politik Israels beenden kann. Nur ein Ende dieser Apartheid- und Kolonialpolitik sichert eine friedliche Zukunft für beide Völker.

Die Bedrohlichkeit der Situation wurde in einem Bericht an den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen am 27. Juli 2009 festgestellt. Bei diesem Treffen waren sich alle Anwesenden mehr oder weniger einig in ihrer Forderung an Israel, endlich diese Politik zu beenden. Eine den Forderungen der UN entsprechende Politik sei fundamental für den Frieden und eine 2-Staaten-Lösung innerhalb der Grenzen vor 1967.

In dieser Debatte wurde mehrfach Rechtssicherheit und Gewaltlosigkeit – nicht nur von Israel – von der israelischen Besatzungsmacht gefordert. Weitere Missachtung der internationalen Regularien, der Bau der Trennungsmauer und die Ausbreitung weiterer illegaler Siedlungen in den besetzten palästinensischen Gebieten, ebenso wie alle damit einhergehenden Destabilisierungen sozialer und wirtschaftlicher Zusammenhänge, die Aufsplitterung der Gebiete – auch in Ost-Jerusalem, sollen nicht weiter hingenommen werden. Falls diese Vorstellungen der internationalen Gemeinschaft real werden, wird der Mittlere Osten den Weg zu einer friedlichen Region gehen. Die Zeit regionaler Kriege, der Gewalt, der ständigen Verletzung internationaler Gesetze und gesicherter Menschenrechte, die Besatzung palästinensischen Landes muss ein Ende haben!

Israel muss wegen seiner ständigen Kriegsverbrechen, seinem Staatsterrorismus und der systematische Verletzung von Menschenrechten gegenüber dem Volk Palästinas zur Rechenschaft gezogen werden und die Akteure dieser verbrecherischen Politik müssen vor ein internationales Gericht gestellt werden.

14.08.09 – Ma’an

Der alte Begriff Herrenrasse ging von einer Einteilung der Menschen in Rassen aus. Obwohl jenes Gedankengut in der westlichen Welt nach wie vor besteht – es heißt heute nur Ethnie statt Rasse – ist das Herrenmenschengedankengut heute mehr bezogen auf eine Gruppe von Menschen, die die Definitionshoheit über alle Begriffe der Welt für sich beansprucht.

In einer Medienwelt ist die Definitionshoheit über jegliche Begriffe ein Machtinstrument zur Unterdrückung von Menschen. Die neuen “Herrenmenschen“ treiben ihr Definitionsmonopol derart auf die Spitze, dass sehr viele Unterdrückungsmechanismen bis hin zu Morddrohungen und sogar Morden – ob in Dresden oder Guantanamo – die Folge jenes Machtmissbrauchs sind. Ausgeübt wird jene Unterdrückung vor allem von der Hofberichterstattung der westlichen Welt und deren Journalisten sowie jenen Politikern, in die sie eingebettet sind. Die Verzahnung ist inzwischen so eng, dass gar nicht klar ist, wer da in wen eingebettet ist.

Ein typisches Beispiel für die Definitionshoheit und daran gekoppelt üblen Missbrauch von Begriffen ist der “selbsthassende Jude“. Damit ist i.d.R. jeder Jude gemeint, der Israel kritisiert. Wenn ein Jude der Meinung ist, dass Israel ein rassistischer Imperialist ist, wenn er glaubt, dass Israel einen Rassismus wie einstmals Südafrika praktiziert, wenn er veröffentlicht, dass Israel den Holocaust instrumentalisiert, um Kritiker ruhig zu stellen, dann gilt er als “selbsthassender Jude“. Immer wenn ein besonders herausragender Jude und Jüdin, die ausgezeichnet wird – wie z.B. Herr Finkelstein für seine sachlichen Bücher oder Frau Langer für ihr Lebenswerk – ein bekannter Gegner des real existierenden Zionismus ist, dann gilt er als “selbsthassender Jude“ für Zionisten. Das Totschlagsargument fragt nicht nach Hintergründen oder geht auch nicht auf Inhalte ein. Der Angriff gilt gegen die Person als solches und entkräftet nicht eines der inhaltlichen Argumente. Bis heute hat noch kein Zionist inhaltlich erklären können, welches Recht Israelis haben, Menschen zu vertreiben und auf welcher menschenwürdigen Ideologie jene Vertreibungsverbrechen gerechtfertigt werden können. Tatsächlich ist es so, dass diejenigen, die jeden Juden der Welt für sämtliche Verbrechen Israels vereinnahmen wollen, die wahren “selbsthassenden Juden“ sein müssen. Sie sind antisemitisch, weil sie die Ideologie vertreten, dass jeder Jude den Rassismus Israels mittragen müsste. Sie sind antisemitisch, weil sie der Meinung sind, dass jeder Jude die tagtäglichen Verbrechen der Siedler mittragen müsste. Sie sind antisemitisch, weil sie das Gaza-Massaker als ein Recht des “Jüdischen Volkes“ betrachten. Denn viele Juden der Welt betrachten diese Dinge inzwischen als Verbrechen, sind nicht mehr bereit sie mitzutragen und wehren sich zuweilen dagegen! So ist diese Begriffsvergabe eine totale Umkehrung der Realität. Israelkritische Juden, antizionistische Juden treten im Namen des Judentums auf und verteidigen die menschlichen Werte des Judentums. Sie zeigen ein Bild des Judentums, das die Würde des Menschen achtet, unabhängig von Religion oder Herkunft. Für sie hat ein Nichtjude, der in Palästina beheimatet ist, das Recht auf seine Heimat. Das ist eine Vorstellung der Liebe, nicht des Hasses! Es ist eine Darstellung einer von Liebe geprägten Religion. Diese Juden verteidigen das Judentum! So sind sie nicht die “selbsthassenden Juden“ sondern die das Judentum liebenden Juden. Und sie werden immer mehr, je unerträglicher die Verbrechen Israels für die Seele eines jeden gesunden Menschen werden. Selbsthassend sind hingegen jene, die im missbrauchten Namen des Judentums all jene Verbrechen zu rechtfertigen suchen.

Der “selbsthassende Jude“ ist aber nicht der einzige Medienmissbrauch mit selbst gewählten Definitionen. Eine der fürchterlichsten Missbräuche unserer Zeit ist der Begriff “Terrorist“. Seitdem sich Politiker und Hofberichterstattung darauf verständigt haben, dass jeder Terrorist ein Muslim zu sein hat, wird diese Hetze systematisch durchgezogen. Ein CDU-Politiker hatte einstmals nicht nur im Fernsehen gesagt: „Nicht jeder Muslim ist ein Terrorist, aber jeder Terrorist ist ein Muslim“. Diese Aussage selbst ist ein fürchterliches Verbrechen in den Augen vieler wahrheitsliebender Menschen und verdeutlicht das Herrenmenschendenken in der herrschenden Politik. Wie extrem jenes Gedankengut aber tatsächlich durchgezogen wird, konnte jeder gerade in den letzten Tagen nachlesen. Die baskische Terrororganisation Eta hat einen Bombenanschlag verübt, bei dem Dutzende von Menschen zu Schaden gekommen sind. Wie in einer unvorstellbaren Form der Gleichschaltung haben sämtliche Medien in Deutschland einschließlich ARD und ZDF stets von der “baskischen Untergrundorganisation“ gesprochen bzw. geschrieben. Da Basken keine Muslime sind, können sei folglich auch keine Terroristen sein, selbst wenn sie einen Terroranschlag ausüben. Die FAZ bildete diesbezüglich eine rühmliche Ausnahme, welche die Regel bestätigt. Den größten Terror dieser heutigen Welt üben aber weder Basken noch sonstige Organisationen aus, deren Terroranschläge allesamt zu verurteilen sind, sondern die Staaten USA, Israel und ihre Verbündeten mit Millionen von Toten! Der Begriff wird immer wieder auf den Kopf gestellt. Wenn z.B. deutsche Soldaten Zivilisten in Afghanistan erschießen, dann ist es ein Versehen und kein Terror. Wenn aber deutsche Soldaten selbst Opfer werden, dann ist es stets ein Terroranschlag.

Eine genau so auf den Kopf gestellte Begrifflichkeit ist die “Internationale Staatengemeinschaft“. Eine Handvoll Herrenmenschenstaaten versuchen ihre oft verbrecherischen Imperialentscheidungen damit zu rechtfertigen, dass die “Internationale Staatengemeinschaft“ so entschieden hätte. Tatsächlich ist oft das Gegenteil der Fall. Imperialistische Staaten mit Besatzungssoldaten in vielen Ländern setzen z.B. “Urangeschosse“ ein. Die Folgen sind eine radioaktive Verseuchung der betroffenen Länder für Jahrhunderte mit fürchterlichen Folgen für die Zivilbevölkerung! All das ist hinreichend nachgewiesen und in der UN haben sich mehr als 140 Staaten dafür ausgesprochen, derartige Munition zu ächten. Mehr als 140 Staaten haben sich für das Verbot solcher Waffen ausgesprochen, was als Rekordübereinkunft von Staaten gewertet werden kann. Das ist die wahre “Internationale Staatengemeinschaft“. Aber die Herrenmenschen in der westlichen Welt schert das kein Stück. Sie interessieren sich nicht für die wahre “Internationale Staatengemeinschaft“. Sie verwenden solche Begriffe nur dann, wenn sie für ihre Unterdrückungspolitik nützlich sind.

Den geradezu schulbuchmäßigen Missbrauch von Begriffsverfälschungen liefert Israel tagtäglich mit seiner Festlegung von Begriffen, die genau das Gegenteil von dem beschreiben, was Realität ist. Und die Hofberichterstattung der westlichen Welt folgt ihr: Palästinenserreservate werden Autonomiegebiet genannt, Besatzungsvorposten werden zu Siedlern, Vertriebene zu Flüchtlingen, Vertreibung und Verschleppung zur Umsiedlung, der Unterdrückungsprozess zum Friedensprozess, eine menschenverachtende Mauer zum Zaun, Verstümmelungsgeschosse zu Gummigeschossen und jeglicher Widerstand gegen Unterdrückung und Besatzung zum Terror.

Ähnliche Beispiele lassen sich aber in der gesamten westlichen Welt finden, bei dem Menschen mit Begriffsverfälschungen unterdrückt werden. Ein-Euro-Jobs ist nicht anders als eine moderne Form der Sklaverei. Die Finanzkrise ist eine Kapitalismuskrise und hat mit “Finanzen“ im Allgemeinen nichts zu tun, sondern mit einem spezifischen System im Umgang mit Finanzen. Die Gesundheitsreform ist eine Leistungskürzung, die Rentenreform auch. “Reform“ impliziert eine positive neue Formgebung, wohingegen eine Verminderung der sozialen Gerechtigkeit die Folge ist. Die Staatsverschuldung ist in Wirklichkeit eine ewige Gelddrucklizenz für die Zinswirtschaft, da fest steht, dass der Staat seine Schulden nie wieder wird zurückzahlen können. Der Autodiebstahl der letzten Tage war in Wirklichkeit ein brutaler Raubüberfall, wobei dem deutschen Bürger nicht zugemutet wird, darüber nachzudenken, wer denn den Chauffeur einer deutschen Ministerin gezielt überfällt und ein Fahrzeug stiehlt, dass niemand kaufen wird. Der angebliche Gebärboykott in Deutschland ist eigentlich eine Entmenschlichung und systematische Familienzerstörung, denn da, wo der Raubtierkapitalismus erst später Einzug genommen hat und daher die Menschen ihre Menschlichkeit mehr bewahrt haben, gibt es mehr Kinder! Und so ließe sich wohl bei fast jeder “Nachricht“ der westlichen Welt eine Herrenmenschenmentalität von Politikern und Journalisten herauslesen, die zur Ablenkung und Unterdrückung dient.

Sie schaffen sich und der Bevölkerung eine mediale Scheinwelt, die ihre eigenen Machtansprüche aufrecht erhält und ihre Unterdrückungsmechanismen vertuscht. Allerdings haben sie dieses Spiel inzwischen zu weit gerieben, so dass es immer weniger wirkt. Daher sind sie gezwungen, immer dreistere Lügen, immer intensivere Vertuschungen, immer größere Ablenkungen aufzutischen. Und das führt wiederum dazu, dass es immer leichter zu durchschauen ist; eine Verhängnisspirale, die letztendlich aber in die Befreiung der Menschen führen kann, die anfangen nachzudenken.

Von der Bevölkerung in Deutschland wurde einstmals behauptet, dass sie zu einer Revolution nicht fähig sei, weil die Bürger Bahnsteigkarten kaufen würden, bevor sie einen Bahnsteig besetzen. Aber jene, die das behauptet haben, haben selbst eine Revolution durchgeführt, die zur Unmenschlichkeit mutiert ist, weil das zugrunde liegende Menschenbild unmenschlich war. “Revolution“ muss nicht “Umsturz“ nach außen heißen. Wahre Revolution ist eine Revolution im eigenen Herzen. Wenn hinreichend Menschen sich selbst läutern, wenn hinreichend Menschen Politiker auffordern, Entscheidungen zu treffen, die den Menschen dienen, wenn hinreichend Menschen der Hofberichterstattung den Rücken zukehren, dann werden auch die sich ändern müssen. Wenn aber hinreichend Menschen bei der bevorstehenden Wahl die Herrenmenschenmentalität weiter an die Macht wählen, dann sind sie mitschuldig daran, dass sie weiter von Herrenmenschen regiert werden.

Die Juden, die trotz größer Unterdrückung durch Zionisten, unaufhörlich und immer deutlicher Israel kritisieren und dafür sogar als “selbsthassende Juden“ gebrandmarkt werden, zeigen mit ihrem Mut, dass Menschlichkeit unteilbar ist. Es wird Zeit, dass wir das auch für Deutschland verstehen.

Mein Parteibuch hat ja schon mal über die rechtsradikalen Parteien berichtet, die im rassistischen Apartheidstaat Israel die Regierung stellen. Da mit der streng religiösen Shas-Partei einer der rechtsextremen Koalitionspartner gerade für Schlagzeilen in der Weltpresse sorgt, hält Mein Parteibuch es trotz des Informationsembargos der deutschen Massenmedien für eine gute Idee, auch da mal einen Blick hinzuwerfen……………. WEITERLESEN.

Islamische Bewegung-kein Monopol

Wir,die wir uns erhoben haben,taten dies für den Islam.Unsere Republik ist eine Islamische Republik.Die Islamische Bewegung kann nicht nur auf ein bestimmtes Land beschränkt sein.Auch nicht nur auf die islamische Welt.Eine Bewegung, die um des Islam willen erfolgt.ist die Bewegung der Propheten.Auch sie, die Bewegung der Propheten,war nicht auf ein Gebiet begrenzt.Der Prophet des Islam stammte aus Arabien,seine Einladung aber erging nicht nur an die arabische Bevölkerung,war nicht nur auf die arabische Halbinsel beschränkt,sondern meinte alle,die gesamte Welt.

Ihn überall verwirklichen

Schreitet auf dem Weg des Islam einher, und setzt euch für ihn ein.Damit das Schahadat auf seinem Wege zuteil wird.Und sollten wir - In Scha´Allah - obsiegen,zum Erstarken und Sieg des Islam beitragen und überall,wo auch immer, erhobenen Hauptes sein und in allen Ländern,in allen Teilen der Welt,den Islam verwirklichen und sein Banner aufrichten können.

Islam-Ein Recht aller

Ich hoffe,dass wir das Banner des Islam - das Banner der Islamischen Republik - in allen Teilen der Welt aufrichten können und sich alle dem Islam,der ein Recht aller ist, anschliessen werden. Imam Ayatollah Ruhollah Al Musavi Al Khomeini

Smash Zionism

Widerstand gegen Zionismus,Zionisten und deren Unterstützern!

Widerstand macht Sinn

"Wenn die Zionisten die Waffen niederlegen und sich hinter die Grenzen von 1967 zurückziehen wird es Frieden geben. Wenn der palästinensische Widerstand die Waffen niederlegt wird es niemals ein freies, unabhängiges Palästina geben." Ahmed Ibn Fahdlan in Tehran.

Revolution I

"Without a revolutionary theory there cannot be a revolutionary movement"

Revolution II

Revolution! Revolution! Nicht vom Osten!! Nicht vom Westen!! ISLAMISCHE REVOLUTION!!!

Ideologie

"Also wenn wir den Krieg nicht gewinnen was haben wir dann von der Ideologie? Eine Ideologie ist doch nicht etwas was nur in einem Buch steht. Eine Ideologie ist doch etwas lebendiges, ist doch etwas praktisches, ist doch etwas für Menschen!"

Islam Inside

Smash Imperialism

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