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The myth that Islamic fundamentalist militants are the enemies of Israel and Western governments no longer needs debunking. In his latest work, Nafeez Mosaddeq Ahmed provides a concise summary of the deep politics of the War on Terror, articulated around an intricate web of chilling complicity between Western intelligence agencies and Islamist extremism spanning several decades and continents…………..Continue here!
Diese Politik der Einmischung in die inneren Angelegenheiten Irans wird unter der neuen schwarz-gelben Regierung wahrscheinlich noch forciert werden, schließlich steht mit Westerwelle ein Mann der FDP im Außenministerium an der Spitze. Und die FDP-nahe ‘Friedrich-Naumann-Stiftung’ hat erst kürzlich mit der Unterstützung des Putsches gegen den demokratisch gewählten Präsidenten in Honduras ihre Bereitschaft unter Beweis gestellt, mittels Terror und Gewalt Veränderungen herbei zu führen. Übrigens auch mit Ihren Steuergeldern, denn die Naumann-Stiftung bezieht jährlich Millionensummen vom Staat. Alleine 2007 über 36 Millionen Euro. Das verheißt nichts gutes für Iran.
Neben der Jundullah sind es vor allem zwei bewaffnete Gruppen in Iran, die Unterstützung erfahren. Die kurdische PJAK (Partei für ein Freies Leben in Kurdistan) und die MEK (Modschahedin-e Chalgh), besser bekannt auch als Volksmodschahedin. Eingebunden werden diese Gruppen in eine Strategie der Stärkung der Zentrifugalkräfte, die den iranischen Nationalstaat zerreißen sollen.
Denn Iran ist ein Vielvölkerstaat, in dem die (schiitischen) Perser nur eine knappe Mehrheit bilden. Zu den größten ethnischen Minderheiten gehören die Aseri, gefolgt von Kurden, Arabern, Balutschen und Turkmenen. Diese sollen angestachelt werden, gegen den iranischen Staat aktiv zu werden und unter der Parole der ethnischen Selbstbestimmung eine den westlichen geopolitischen Interessen entgegenkommende Politik zu betreiben. Dabei wird die zurecht kritisierte Menschenrechtslage im Iran, wie etwa die bestehende Todesstrafe oder die Unterdrückung von Meinungsfreiheit, instrumentalisiert für einen Politik, an deren Ende – das Beispiel Irak zeigt das deutlich – keine Verbesserung der Menschenrechtslage stehen wird.
‘German-Foreign-Policy’ vermeldete am 11.Juni 2009, also einen Tag vor der iranischen Präsidenschaftswahl:
Mit Hilfe iranischer Autonomie- und Sezessionsaktivisten erhöht Berlin den Druck auf Teheran. Die FDP-nahe Friedrich-Naumann-Stiftung kündigt für die kommende Woche eine Tagung zur „Nationalitätenfrage“ im „Vielvölkerstaat“ Iran an. Als Referenten werden mehrere Befürworter einer weit reichenden Schwächung der iranischen Zentralregierung angekündigt. Schon vor Jahren haben Fachleute darauf hingewiesen, dass trotz der „nicht hinnehmbaren“ Diskriminierung von Minderheiten im Iran „nicht geleugnet werden“ könne, dass Autonomie- und Sezessionskonflikte „durch Außenmächte zur Schwächung der Zentralregierung geschürt werden“. (Quelle)
Diese innenpolitische Labilität könnte – und sollte (geheimdienstlich verdeckt, versteht sich) – der Hebel westlicher Iran-Politik unterhalb des eigenen militärischen Eingreifens sein.
Die meisten westlichen Staaten werden sich auch dabei natürlich nicht die „Finger schmutzig machen“. Für die USA und Israel dürfte diese Vorgehensweise nicht nur existentiell, sondern geradezu „charmant“ sein. Indem sie den Iran schwächt, gegebenenfalls auflöst, wird die außenpolitisch-nukelare Gefahr durch den Iran verringert. (Quelle)
Die international als terroristisch bewertete MEK gilt als die aktivste und militanteste Oppositionsgruppe gegen die Islamische Republik Iran, die vor Gewaltanwendung nicht zurückschreckt. Seit Mai 2002 ist die MEK auf der EU-Liste terroristischer Organisationen („EU-Terrorliste“) verzeichnet. Nachdem die MEK aufgrund eines Urteils des Europäischen Gerichtes Erster Instanz vom 12.12.2006 aus formalen Gründen von der „EU-Terrorliste“ gestrichen wurde, hat der EU-Ministerrat die Organisation zwischenzeitlich nach Heilung der gerügten Formfehler am 28.06.2007 wieder auf die „EU-Terrorliste“ gesetzt. Aufgrund des Beschlusses des Rates der Europäischen Union vom 15.07.2008 verbleibt die MEK wie auch die (im Mai 2003 entwaffnete) NLA weiterhin auf der „EU-Terrorliste“. Der NWRI [Nationale Widerstandsrat] als politischer Arm der MEK ist von der Listung jedoch ausdrücklich ausgenommen. Die Organisationsführung verlangt von den Anhängern unbedingten Gehorsam und eine ständige weltweite Verfügbarkeit. Das vom NWRI nach außen hin propagierte Demokratieprinzip findet intern keine Anwendung. Die Aktivisten werden zur völligen Aufgabe ihrer eigenen Persönlichkeit gedrängt. (Quelle)
Am 23. Juni 2008 wurde die MEK auf Grund eines höchstrichterlichen Beschlusses von der britischen Liste terroristischer Organisationen entfernt. Die Europäische Union hat die Volksmudschahedin am 26. Januar 2009 bei einem Treffen der EU-Außenminister in Brüssel von ihrer Liste der Terror-Organisationen gestrichen. Damit muss die EU auch das eingefrorene Vermögen der Organisation freigeben. (Quelle)
Die Hinweise darauf, dass es dem Iran in kurzer Zeit gelingen könnte, eine Atombombe zu bauen, stammten in erster Linie von der iranischen Oppositionspartei MEK/PMOI, den Mujahedin of Iran.
Am 15. August 2003 schließlich setzte das State Department auch den NCR [Nationaler Widerstandsrat] auf die Liste der »Terrororganisationen«, beschlagnahmte dessen Bankkonten und schloß das Büro in Washington. Damit aber begann die eigentliche Karriere des Bürochefs und Sprechers von MEK und NCR, Alireza Jafarzadeh: Mit Hilfe von finanzkräftigen Hintermännern gründete er eine »unabhängige Firma« mit dem seriös und neutral klingenden Namen Strategic Policy Consulting. Sein Büro befindet sich jetzt an der Pennsylvania Avenue, dem Sitz vieler Lobbyfirmen unweit des US-Kongresses. Mit Selbstironie oder Dreistigkeit bezeichnet Jafarzadeh sich auf der Webseite der SPC als »bekannte Autorität für Terrorismus und islamischen Fundamentalismus«. Der Vertreter von offiziell verbotenen Organisationen ist jetzt als »Außenpolitikexperte« beim Sender Fox News unter Vertrag, der den Neokonservativen nahesteht. Regelmäßig ist er mit seinen Lügen über iranische Atomwaffenpläne, angebliche Zusammenarbeit Teherans mit Al Qaida und ähnlichen Themen im Fernsehen präsent. Als »Außenpolitikexperte« eines namhaften US-amerikanischen Senders hat Jafarzadeh auch schon den Sprung nach Europa geschafft, unter anderem in ein Magazin des österreichischen Fernsehsenders ORF. Es ist zu fürchten, daß man ihn künftig noch häufiger sehen wird.
Terrorist wird Terrorexperte
Die Mehrheit der über Irans angebliche Arbeiten an Atomwaffen verbreiteten Geschichten geht nachweislich direkt auf Jafarzadeh zurück. Meist wird er dabei nur als »iranischer Oppositioneller« oder »Exilpolitiker« bezeichnet, ohne die MEK zu erwähnen. Gelegentlich tritt aber auch die MEK mit »Enthüllungen« auf Pressekonferenzen in Paris und Wien in Erscheinung, obwohl sie in der EU offiziell ebenfalls als verbotene Terrororganisation gilt. In den Erzählungen Jafarzadehs und der MEK geht es vor allem um immer neue iranische Geheimfabriken, in denen angeblich hinter dem Rücken der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) schon eifrig Urananreicherung betrieben und an Atomwaffen gebastelt wird.
Keine einzige der überaus zahlreichen und immer sehr detaillierten Behauptungen Jafarzadehs und der MEK – mit einer einzigen gleich noch zu erläuternden Ausnahme – hat bisher Eingang in die vierteljährlichen Berichte des IAEA-Generalsekretärs gefunden. Eine ganze Reihe von Angaben wurden durch IAEA-Inspektionen vor Ort sogar definitiv widerlegt. Im Jahr 2004 trat Jafarzadeh bei Fox News mehrmals, zuletzt noch im November, mit der weltweit beispiellosen Behauptung auf, Iran werde schon Mitte 2005 seine erste Atombombe besitzen. Eigentlich sei die Fertigstellung erst im Dezember 2005 geplant gewesen, aber Ajatollah Khameini, die oberste religiöse Autorität des Landes, habe eine Beschleunigung befohlen, wußte Jafarzadeh zu berichten. Nach seinen Aussagen hatte er diese »Informationen« direkt aus »Kreisen innerhalb des Regimes« erhalten. Überhaupt stammen angeblich alle Angaben der MEK aus einem weitverzweigten Netzwerk im Iran, das bis in die Atomindustrie hineinreichen soll. Tatsächlich ist es aber aufgrund der Geschichte der MEK, insbesondere ihrer Kollaboration mit dem Regime Saddam Husseins, äußerst unwahrscheinlich, daß sie über eine nennenswerte Zahl von Agenten im Iran verfügt – und schon gar nicht in sensiblen Bereichen. (Quelle)
Spuren einer Terroroffensive iranischer Sezessionisten, die von den USA unterstützt werden, weisen nach Deutschland. Gleichzeitig mit einem Bombenanschlag im Ostiran, dem Ende letzter Woche über 40 Menschen zum Opfer fielen, haben auch Terroristen im Westiran neue Attentate gestartet. Verantwortlich ist die „Partei für ein freies Leben in Kurdistan“ (PJAK). (…)
Die Tätigkeit der PJAK in Deutschland war in den vergangenen beiden Jahren mehrfach Gegenstand von Medienberichten. Demnach hat die Organisation nicht nur zahlreiche Milizionäre in der Bundesrepublik angeworben; auch ihr Vorsitzender residiert hier – in Köln (Nordrhein-Westfalen). PJAK-Chef Haji Ahmadi gelingt es laut einer Fernsehdokumentation, regelmäßig aus Deutschland zu seinen Milizen zu reisen, die in der Autonomen Region Kurdistan im Irak stationiert sind – unter den Augen eines Berlin eng verbundenen Clans (Barzani), der gegenwärtig „Irakisch-Kurdistan“ beherrscht.[Tip zum Googlen: "Siggi Barzani"] Die deutschen Behörden sind ausweislich der offiziellen Verfassungsschutz-Berichte über die Tätigkeit der PJAK informiert, schreiten jedoch – anders als im Falle der türkischen PKK – nicht ein. Der BND soll laut Berichten Kontakte zu PJAK-Chef Haji Ahmadi unterhalten haben. Auch in den Vereinigten Staaten genießt die PJAK laut mehreren Recherchen Unterstützung. Zwar hat die Regierung Obama die Organisation zu Beginn ihrer Amtszeit auf die offizielle Washingtoner Terrorliste gesetzt, um gegenüber Teheran Gesprächsbereitschaft zu signalisieren; wirkungsvolle Sanktionen gegen sie sind bislang jedoch nicht bekannt. (Quelle)
Die PJAK ist eine weitere Organisation, die grenzübergreifende Überfälle in Iran durchführt. Israel versorgt die Gruppe mit „Ausrüstung und Training“, während die USA ihnen „eine Liste mit Zielen in Iran gab, die im Interesse der USA liegen“, behauptet ein Berater des US-Verteidigungsministeriums. Hilfe für Guerilla-Gruppen, berichtet der Berater, sind „Teil der Bemühung, alternative Mittel zu erkunden, mit denen Druck auf Iran ausgeübt werden kann“. Es ist bekannt, dass PJAK in jüngster Zeit bei ihren Operationen einen beeindruckenden Zuwachs an Fähigkeiten gezeigt hat, sowohl in Hinsicht auf Größe als auch auf Bewaffnung. Eine Tatsache, die sicherlich auf die Unterstützung durch den Westen zurückzuführen ist. (Quelle)
Warum Al-Qaida sich ausgerechnet mit den Staaten anlegt, die den Hegemonie-Bestrebungen der USA, dem vermeintlich großen Satan, im Wege stehen, bleibt ihr Geheimnis. Aber vielleicht ist Al-Qaida auch nur ein Werkzeug dieser Hegemonie-Bestrebungen? In den Fällen Iran und China spricht einiges dafür……………………WEITERLESEN.
Die offizielle Geschichte vom 11. September: ein Betrug – Der ‘Krieg gegen den Terrorismus’: ein Schwindel
Die Regierung der USA behauptet in offiziellen Dokumenten, dass 19 Personen mit arabischen Namen, die als fanatische Muslime dargestellt werden, am 11. September 2001 vier Verkehrsmaschinen entführt und im Zuge eines Selbstmordanschlags ungefähr 3000 Menschen umgebracht haben. In dem vorliegenden Beitrag wird gezeigt, dass es für diese Behauptung keine Beweise gibt, dass somit die offizielle Darstellung der Ereignisse vom 11. September unglaubhaft ist. Da die US-Regierung ihre Anschuldigungen gegen die 19 angeblichen Entführer nicht belegen kann, müssen diese Anschuldigungen als böswillige Verleumdung und die offizielle Darstellung der Ereignisse dieses Tages als ein Betrug an der ganzen Menschheit bezeichnet werden.
Nach offizieller Darstellung der Regierung der USA und ihrer Institutionen buchten 19 Personen, deren Bilder und Namen von der US-Bundespolizei (im folgenden: „FBI“) veröffentlicht wurden [1], für den 11. September 2001 Plätze für die Flüge AA 11, AA 77 (American Airlines), UA 93 und UA 175 (United Airlines), begaben sich an Bord dieser vier Flugzeuge, entführten die Flugzeuge und ließen sie schließlich samt Besatzung und Passagieren vorsätzlich in die Twin Towers des World Trade Center, das Pentagon und ein Feld in Pennsylvania stürzen. [2]
Die Anschuldigungen gegen diese neunzehn Personen fußten in der Hauptsache auf angeblichen „glücklichen Funden“ des FBI am 11. September. Der erste Fund bestand aus zwei Koffern des angeblichen Hauptverdächtigen Mohammed Atta. Diese wurden nicht auf die Maschine des Fluges AA 11 verladen sondern blieben aus unerklärten Gründen im Flughafen Boston stecken. James F. Fitzgerald, ein Beamter des FBI, behauptete zwar im Gerichtsverfahren gegen Zacarias Moussaoui, dass der Anschlussflug aus Portland, mit welchem Mohammed Atta und sein vermeintlicher Mittäter, Abdul Aziz Alomari, nach Boston flogen, “zu spät [in Boston] ankam, um das Gepäck auf Flug Nr. AA 11 umzuladen”. [3] Laut Untersuchungskommission der Ereignisse vom 11. September (im folgenden: “Untersuchungskommission”) kam aber der Anschlussflug in Boston eine ganze Stunde vor Abflug von AA 11 an, also zeitig genug für das Umladen des Gepäcks. [4] Es wurde nie erklärt, wie es zu diesem Umstand kam. Dafür sorgte dieser “glückliche Fund” zur Öffnung der Koffer, was dazu beitrug, das “Geheimnis der Identität der Selbstmordtäter rasch zu enträtseln und ihre Motivation zu verstehen.” [5]
Unter den Gegenständen, die angeblich in Attas Koffern gefunden wurden, waren ein tragbarer elektronischer Flugcomputer, ein Handbuch für Simulationsverfahren bei Flugzeugen vom Typ Boeing 757 and 767, ein Flugrechner, ein Exemplar des Qur’an und ein handgeschriebenes Testament in Arabisch. [6]
Laut späteren Medienaussagen ehemaliger FBI-Beamter enthielten die Koffer auch die Identität der 19 angeblichen Flugzeugentführer, Informationen über deren Pläne, Hintergründe, Motive und Beziehungen zu al Qaeda, ein Klappmesser und eine Pfeffersprühdose. [7] Laut Aussage des schon erwähnten James F. Fritzgerald, befand sich auch der Reisepass von Abdul Aziz Alomari in einem der zurückgebliebenen Koffer. [8]
Weitere zahlreiche belastende Artikel wurden prompt am 11. und 12. September gefunden. Die Untersuchungskommission behauptete beispielsweise, dass ein Reisepass von einem der angeblichen Flugzeugentführer am Fuß des World Trade Center von einem “Passanten gefunden wurde, der ihn kurz vor dem Einsturz der Türme an einen New Yorker Polizeibeamten weitergab.” [9] Diese Geschichte stieß bei viele Beobachter auf Skepsis; denn es scheint geradezu surrealistisch, dass dieses Dokument aus der Tasche eines Flugzeugentführers durch das brennende Flugzeugwrack unbeschädigt auf die Strasse gefallen und dann sofort gefunden worden sein soll, während z.B. die Black Box des Flugzeugs nie gefunden wurde. Auch wurde angeblich der Führerschein von Ahmad al-Ghamdi, eines anderen der angeblichen Entführer, “an der Absturzstelle des World Trade Center” gefunden. Am Dulles Flughafen in Washington wurde am 12. September ein Toyota Corolla entdeckt, der einem anderen der Verdächtigen, Nawaf Alhazmi, gehörte. Im Wagen wurden die folgenden belastenden Gegenstände gefunden: “Ein vierseitiger Brief in Arabisch, identisch mit dem im Koffer von Mohammed Atta, der am Flughafen von Boston gefunden wurde, ein Bankcheck zu Gunsten einer Flugschule in Phoenix (Arizona), vier Zeichnungen des Cockpits einer Boeing 757, ein Teppichmesser, Straßenkarten von Washington und New York, und ein Blatt mit Bemerkungen und Telefonnummern.“ [10] Am Flughafen in Boston wurde ein Auto entdeckt, das von Marwan Alshehhi, einem weiteren der vermeintlichen Flugzeugentführer, gemietet worden war. Im Wagen entdeckte das FBI ein Pilotenhandbuch in Arabisch, einen Ausweis für den Zugang zu den abgesperrten Flughafen-Bereichen, Dokumente mit einem der Namen von der Passagierliste, und die Namen von anderen angebliche Entführern. Dort wurde auch der Name der Flugschule Huffman Aviation gefunden, wo Mohammed Atta und Alshehhi trainierten. [11] Einige belastende Gegenstände, die zur Identifikation der Verdächtigen von Flug UA 93 beigetragen haben sollen, wurden am vermeintlichen Absturzort diese Fluges in Pennsylvania gefunden, obwohl von Augenzeugen am Absturzort kein Wrack des Flugzeugs und kein Tropfen Blut gesichtet wurden. [12] Unter diesen belastenden Gegenständen waren der Reisepass von Al Ghamdi [13], ein in Florida ausgestellter Führerschein von Alnami [14], sein Saudi Arabischer Jugendherbergsausweis [15], eine Seite aus Ziad Jarrahs Reisepass [16] und eine Visitenkarte von Jarrahs Onkel. [17] An der Absturzstätte im Pentagon wurde ein “Saudi Arabischer Studentenausweis” mit dem Namen Majed Moqed gefunden. [18]
Am 12. September 2001 informierte ein Hotelbesitzer in Deerfield Beach, Florida, das FBI, er habe ein Teppichmesser in einem Zimmer gefunden, wo einer der vermeintlichen Flugzeugentführer, Marwan Alshehhi, und zwei unbekannte Männer gewohnt hätten. Der Hotelbesitzer sagte, er habe auch in der Nähe in einem Mülleimer eine Tasche mit folgendem Inhalt gefunden: Boeing 757 Handbücher, drei illustrierte Bücher über Kampfsport, ein 8-Inch-Stapel Ostküsten-Flugkarten, ein Ringbuch mit handgeschriebenen Notizen, ein Englisch-Deutsches Wörterbuch, ein Flugbenzin-Testgerät und ein Goniometer (zum Messen des Höhenwinkels eines eintreffenden Echosignals). [19]
Schließlich wurde in Zeitungen der USA berichtet, dass am Vorabend des 11. September einige Araber in einer Bar in Florida den “Angriff auf Amerika” vorausgesagt hätten. Damit man sie später befragen kann, hinterließen sie in der Bar eine Visitenkarte und einen Qur’an. [20]
Die Anzahl und die Art der belastenden Gegenstände brachte einen ehemaligen Beamten der Sicherheitsdienste in den USA auf den Gedanken, dass “die Spur [des belastenden Materials] mit Absicht hinterlassen wurde, damit das FBI sie entdeckt.” [21]
Gleichwohl liefern diese Fundstücke nicht den Beweis dafür, dass ihre angeblichen Besitzer in bestimmte Flugzeuge eingestiegen sind, diese Flugzeuge dann entführten haben und vorsätzlich haben abstürzen lassen. Dafür bedürfte es mindestens des folgenden Beweismaterials: Authentische Passagierlisten mit den Namen der mutmaßlichen Entführer, die Bestätigung, dass die mutmaßlichen Entführer an Bord der Flugzeuge gegangen sind (Augenzeugenberichte, Videoaufnahmen, Bordkarten) sowie die positive Identifizierung ihrer Leichen (oder körperlicher Reste) vom Absturzort. Solche Beweisstücke hätten zumindest die Anwesenheit der mutmaßlichen Entführer in den Flugzeugen bestätigt, wenn auch nicht ihre Teilnahme an dem Verbrechen. Dafür müssten andere Beweise vorgelegt werden. In dem vorliegenden Beitrag geht es lediglich um die erste Frage, nämlich ob die mutmaßlichen Entführer überhaupt in den Flugzeugen geortet werden können.
1. Beglaubigte Passagierlisten vom 11. September gibt es nicht
Wenn Flugzeuge abstürzen, verwenden Fluggesellschaften die Passagierlisten, um die Namen der Opfer festzustellen und die Familien der Opfern zu benachrichtigen. Passagierlisten sind auch für Versicherungszwecke notwendig, und zwar als Beweis für die Anwesenheit bestimmter Personen in einem Flugzeug, falls es zu einem Unfall kommt. Aus diesen Gründen ist zu erklären, dass Fluggesellschaften in der ganze Welt von Passagieren beim Einsteigen die Vorlage eines Reisepasses oder eines anderen Personaldokuments verlangen und diese Dokumente mit dem gebuchten Namen auf den Bordkarten vergleichen. Was die vier Flüge des 11. September betrifft, so haben die Fluggesellschaften, American Airlines und United Airlines, bis heute die Veröffentlichung der authentischen Passagierlisten oder entsprechende Abbildungen verweigert. Der Grund dieser Verweigerung wurde nie erörtert. Die US-Behörden haben ihrerseits widersprüchliche Erklärungen über die Anzahl und Identität der angeblichen Entführer veröffentlicht. Es gibt daher kein einziges Dokument, in dem ausdrücklich bestätigt wird, dass die 19 Personen, die vom FBI am 14. September 2001 als die Entführer bezeichnet wurden, in die vier “entführten” Flugzeuge eingestiegen sind. Am 13. September 2001 behauptete der US-amerikanische Generalbundesanwalt, John Ashcroft, dass “zwischen drei und sechs Personen pro Flugzeug an der Entführung teilnahmen.” [22] Am selben Tag behauptete Robert Mueller, Direktor des FBI, dass eine “vorläufige Untersuchung die Anzahl von 18 Entführern ergeben habe, je fünf in den zwei Flugzeugen, die am World Trade Center abgestürzt sind, und je vier in den anderen zwei Flugzeugen.” [23] Am nächsten Tag erhöhte sich die Zahl auf 19. [24] Am 14. September 2001 meldete CNN, dass sich ein gewisser Mosear Caned “auf einer Liste [der angeblichen Entführer befinde], die von den Behörden irgendwann später heute veröffentlicht wird.” [25] Sein Namen verschwand aber einige Stunden später und wurde, als die neue Liste vom FBI veröffentlicht wurde, durch den Namen Hani Hanjour ersetzt. [26] Es wurde nicht erklärt, woher der Name Mosear Caned kam, und warum er dann ersetzt wurde. [27]
Laut CNN vom 14. September 2001, hätten amerikanische “Bundesquellen anfangs [Adnan] Bukhari und Ameer Bukhari als mögliche Entführer identifiziert, die in einen der Bostonflüge eingestiegen sind.” Einige Stunden später veröffentlichte CNN die folgende Korrektur: “Aufgrund von Information aus [ungenannten] Polizeiquellen, behauptete CNN, dass Adnan Bukhari und Ameer Bukhari aus Vero Beach, Florida, als die Piloten der zwei am World Trade Center abgestürzte Flugzeuge, verdächtigt werden. CNN erfuhr aber später, dass Adnan Bukhari noch immer in Florida lebt, wo er vom FBI verhört wurde… Ameer Bukhari war beim Absturz eines kleinen Flugzeugs im letzten Jahr gestorben.” Diese Namen verschwanden von den später publizierten (aber nicht beglaubigten) Passagierlisten und wurden durch neue Namen ersetzt.
Am Tag des 11. September hatte das FBI “die Passagierlisten der vier Flüge durchgekämmt (und hatte) schon [Amer] Kamfar ”als verdächtigen Entführer“ ins Visier” genommen. Am 12. September um 8:30 morgens, standen acht FBI-Beamte vor der Tür von Henry Habora, eines Nachbarn von Kamfar in Vero Beach, Florida, und zeigten ihm ein Photo von Kamfar. Sie fragten, ob er diese Person erkenne. [28] Der Name Amer Kamfar, der laut Medienberichten der Passagierliste entnommen wurde, verschwand von späteren Listen der verdächtigten Entführer und wurde durch einen anderen Namen ersetzt.
Die angesehene Tageszeitung Washington Post behauptete am 16. September 2001, dass sich der Name von Hani Hanjour, des angeblichen Piloten des Fluges AA 77, nicht auf der ursprünglichen Passagierliste dieses Fluges befindet. In ihrer letzter Ausgabe vom 16. September, erklärte die Washington Post, dass sein Name “nicht auf der Passagierliste des Fluges AA77 [war], weil er möglicherweise keinen Flugschein hatte.” [29] Sein Name ist aber auf allen späteren [unbeglaubigten] Passagierlisten verzeichnet.
Am 12. September 2001 veröffentlichten einige Zeitungen unvollständige Passagierlisten der abgestürzten Flüge. Die Passagierliste von Flug AA 11 enthielt die Namen von Jude Larson, 31 Jahre alt, und seiner Frau, Natalie, 24 Jahre alt, [30] Doch am 18 September 2001, meldete Honolulu Star Bulletin, eine Zeitung in Hawaii, dass Jude Larson am Leben sei. Die Zeitung habe eine Richtigstellung von ihm bekommen. Weder er noch seine Frau seien im Flugzeug gewesen. [31] Laut der Zeitung habe “eine Person, die sich als Mitarbeiter der Fluggesellschaft vorstellte” Curtis Larson, Judes Vater, der ein “bekannter Bildhauer” in Hawaii sei, angerufen und ihm mitgeteilt, sein Sohn und seine Schwiegertochter seien beim Absturz von Flug AA11 gestorben. Nachträglich bezeichnete die Zeitung diese Geschichte als einen Jux. Die Namen von Jude und Natalie Larson verschwanden danach von veröffentlichten Passagierlisten. Dieser vermutliche Fehler hätte nicht passieren können, wenn die Medien sich auf authentische Passagierlisten berufen hätten. Damit ist aber die Saga der Larsons nicht zu Ende; denn ihre Namen befinden sich noch immer auf der Webseite des National Obituary Archive über die Opfer des 11. Septembers. [32] Laut dieser Webseite, beruht die Liste der Verstorbenen “auf offiziellen Quellen, der Nachrichtenagentur Associated Press und Unterlagen von Beerdigungsinstituten.” Es gelang dem Autor trotz erheblicher Bemühungen nicht, den Vater von Jude in seiner Heimat in Hawaii aufzufinden, um ihn über diese Geschichte zu befragen. Möglicherweise existiert diese Person gar nicht.
Laut Terry Tyksinski, einer langjährigen Flugbegleiterin bei United Airlines, hatte ein Kundenberatungschef der Fluggesellschaft ihr mitgeteilt, er habe zwei Passagiere von Flug UA 93 kurz vor dem Abflug aussteigen gesehen. Diese Passagiere seien in der erster Klasse gebucht gewesen und ihm dunkelhäutig erschienen. Laut Tyksinski, hatte ihr Kollege die Namen der Passagiere für sich notiert und wurde zweimal vom FBI verhört. [33] Frau Tyksinski hat dem Autor diese Geschichte in einer E-Mail bestätigt. Es gibt keine anderen veröffentlichen Berichte, die diesen Vorgang erwähnen oder bestätigen. Wenn dieser Bericht zutrifft, müssten sich die Namen der ausgestiegenen Personen auf den originalen Passagierlisten befinden. Um wen handelt es sich? Warum wurde diese Geschichte von der Untersuchungskommission nicht untersucht, bzw. warum wurde Frau Tyksinski, wenn diese Geschichte aus der Luft gegriffen war, nicht wegen einer falschen Information bloßgestellt? Die oben erwähnten Schwankungen bezüglich der Anzahl und Identitäten der angeblichen Entführer (und Passagiere) deuten drauf hin, dass entweder die originalen Passagierlisten nachträglich geändert wurden, oder dass diese Listen mit der Realität gar nichts zu tun haben.
Im Jahre 2006 publizierte eine private Webseite Abbildungen von sieben Faxseiten, die angeblich die originalen Passagierlisten wiedergaben. [34] Die veröffentlichten Abbildungen sind von sehr schlechter Qualität und scheinen auch keine echten Abbildungen von authentische Passagierlisten zu sein. Dafür gibt es drei Gründe: (1) An den Abbildungen ist sichtbar, dass sie zum Teil aus zusammengeklebten Seiten entstanden; (2) Es gibt kein Anzeichen, dass die Listen unmittelbar nach dem Einstieg in die Flugzeuge ausgedruckt wurden, was normalerweise zu erwarten gewesen wäre (die Listen der Flüge UA 93 und UA 175 wurden am 4. Oktober 2002 ausgedruckt); (3) Die Listen sind nicht durch eine Unterschrift oder auf andere Weise beglaubigt. Sie könnten von jeder Person auf dem PC präpariert, bzw. von FBI oder US-amerikanischen Geheimdiensten präpariert worden sein. Das FBI behauptete in einem Schreiben an dem Autor vom 4. April 2007, die Passagierlisten seien “öffentlich im Internet auf der Webseite der Justizministerium zugänglich.” [35] Die bezeichnete Webseite enthält tatsächlich Dokumente, die im Gerichtsverfahren gegen Zacarias Moussaoui vorgelegt wurden. Eine Inaugenscheinnahme des vom FBI bezeichneten Dokuments P200054 offenbart aber, dass dieses Dokument keine Abbildung der Passagierlisten ist, sondern eine präparierte graphische Darstellung des Flugzeuges mit den Namen der Passagiere (und der angeblichen Entführer) und ihrer Sitzplätze. Es ist also keine Abbildung einer authentischen Passagierliste. Die Behauptung, dass authentische Passagierlisten des 11. September oder deren Abbildungen inzwischen öffentlich zugänglich seien, ist also nicht wahr. Man muss sich daher auch nicht wundern, dass die Veröffentlichung von angeblichen Passagierlisten im Gerichtsverfahren gegen Moussaoui ganz diskret erfolgte, obwohl die Familien der Opfern seit Jahren die Veröffentlichung der authentischen Passagierlisten beantragt haben. Während die Medien die Namen aller Passagiere und der mutmaßlichen Flugentführer längst veröffentlicht haben, weigern sich die US-amerikanischen Behörden und die Fluggesellschaften, diese Daten durch die Vorlage der Originale zu beglaubigen. [36] Diese Verweigerung bekräftigt die Vermutung, dass die US-amerikanischen Behörden und die Fluggesellschaften die Offenlegung der Wahrheit über diese Flüge fürchten. Diese Vermutung wird durch die folgenden Befunde weiter verstärkt.
2. Niemand bestätigte das Einsteigen in die Flugzeuge
Eine zweite Kategorie von Befunden, die beweisen könnten, dass bestimmte Personen an einem bestimmten Ort zu einer bestimmten Zeit in ein bestimmtes Flugzeug eingestiegen sind, wären Aussagen von Augenzeugen und Aufnahmen von Sicherheitsvideos.
War irgendjemand Zeuge des Einsteigens in die Flugzeuge? Laut Untersuchungskommission wurden zehn der angeblichen Flugzeugentführer vom Computersystem CAPPS für “zusätzliche Sicherheitskontrolle ” herausgegriffen. [37] Doch keiner der Angestellten, der diese Sicherheitskontrollen vornahmen, oder irgendein Mitarbeiter des Flughafens oder der Sicherheitsfirmen, die vom FBI oder der Flugbehörde (FAA) am 11. September oder später verhört wurde, erinnerte sich an irgendeinen der angeblichen Flugzeugentführer. Was die Flüge AA 11 und UA 175 betrifft, die laut offiziellen Daten aus Boston abflogen, stellte die Untersuchungskommission fest, dass “keiner der Sicherheitsbeamten sich an die Entführer erinnerte oder über etwas Verdächtiges berichtete.” [38] Was Flug AA 77 betrifft, der angeblich vom Washingtoner Dulles Flughafen abflog, heißt es bei der Untersuchungskommission: “Als die örtliche Dienststelle der FAA später diese Sicherheitsmassnahmen untersuchte, erinnerte sich das Sicherheitspersonal des Flughafens an nichts Ungewöhnliches. Sie konnten sich an keine Passagiere erinnern, die für eine zusätzliche CAPPS Sicherheitskontrolle herausgegriffen wurden.” [39] Was Flug UA 93 betrifft, der angeblich vom internationalen Flughafen in New Jersey abflog, berichtete die Kommission, dass die “FAA die Sicherheitsbeamten später verhörte: keiner von ihnen erinnerte sich an etwas Ungewöhnliches oder Verdächtiges” [40], auch nicht an irgendein Messer, denn laut einem undatierten Bericht des FBI, hat das FBI “14 Messer oder Messerteile vom Absturzort des Fluges UA 93 aufgesammelt.” [41] Keiner der verhörten Mitarbeiter der Sicherheitskontrolle erwähnte, bei Passagieren Messer entdeckt zu haben. [42] Kurz gesagt: Es hat kein einziger Sicherheitsbeamte aus Boston, New Jersey und Washington eine Aussage gemacht, welche die Anwesenheit eines der angeblichen Entführer am Flugplatz bestätigt.
Beim Einsteigen eines Passagierflugzeugs kontrollieren Mitarbeiter der Fluggesellschaft die Identität der Passagiere, indem sie die Bordkarte mit einem Personaldokument des Passagiers vergleichen. Danach wird der Talon der Bordkarte abgerissen und verbleibt als Beweis für das Einsteigen dieser Person in die Flugmaschine in Verwahrung der Fluggesellschaft. Wenn man sich die Verhältnisse des 11. September vergegenwärtigt, so dürften nach den offiziellen Darstellungen der Ereignisse mindestens acht Personen (zwei für jeden Flug) mit dem Einsteigen der Passagiere beschäftigt gewesen sein und hätten von dieser Phase der Ereignisse des Tages berichten können. Diese acht Personen wären immerhin die letzten Menschen gewesen, welche die Passagiere noch lebend gesehen hätten. Man hätte demnach erwarten können, dass diese Menschen in unzähligen Medieninterviews die letzten Stunden der späteren Opfer geschildert hätten und vom FBI und der Untersuchungskommission ganz besonders verhört worden wären. Da keine einzige Person Zeugenaussagen über das Einsteigen in die Flugzeuge machte, weiß niemand, was mit den gebuchten Passagiere nach Eintreffen im Flughafen geschehen ist. Auch die Namen der mutmaßlichen Augenzeugen des Einsteigens bleiben ein Geheimnis. [43] Weitere Befunde deuten darauf hin, dass niemand das Einsteigen in die Flüge AA 11 und AA 77 beobachtete, weil diese Flüge möglicherweise gar nicht stattfanden, wie im nächsten Absatz erörtert wird.
Im Jahre 2003 entdeckte der Australische Forscher Gerard Holmgren in der Datenbank des amerikanischen Verkehrsministerium (Department of Transportation), das Fehlen der Einträge für die Flüge AA 11 und AA 77 am 11. September. Diese Flüge waren aber auf dem Flugplan in der Datenbank für die davor liegenden und nachfolgenden Daten zu finden, nur nicht für den 11. September. [44] Der Autor des vorliegenden Beitrags hat diese Entdeckung damals auch gemacht und bestätigt den Befund von Holmgren. Die amerikanischen Behörden haben anscheinend von Holmgren’s These erfahren, denn kurz nachher tauchten in der Datenbank plötzlich Eintragungen für die fehlenden Flüge auf. Diese nachträgliche Manipulation einer öffentlichen Datenbank ist unerhört.
Eine andere Unstimmigkeit: Laut dieser Datenbank ist das Flugzeug, das angeblich in das Pentagon stürzte (Flug AA77, Registrierungsnummer N 644 AA), überhaupt nicht vom Flughafen Dulles in Washington abgeflogen, wie öffentlich behauptet wird. [45] Eine dritte Unstimmigkeit betrifft die Nummer der Ausgangstür für Flug AA 11 im Bostoner Flughafen. Laut ersten Medienberichten sind die Passagiere durch Ausgang 26 ins Flugzeug eingestiegen. Doch im Laufe der Zeit änderten sich diese Berichte in Ausgang 32, von wo Flug AA 11 auch regelmäßig abflog. [46] Die anscheinend falsche Nachricht über Ausgang 26 wurde nicht von American Airlines richtig gestellt. Wenn es ein Fehler war, wessen Fehler war es? Oder sind die Passagiere tatsächlich durch Ausgang 26 zum Flugzeug gelangt, wo nicht AA 11 sondern ein anderes Flugzeug auf sie wartete? Natürlich hätten Aussagen von Augenzeugen diese Unstimmigkeiten beseitigt. Das Fehlen solcher Aussagen weist darauf hin, dass das, was sich in den Flughäfen am Morgen des 11. September abspielte, ein streng gehütetes Geheimnis ist, dessen Veröffentlichung gefürchtet wird.
Da kein Augenzeuge über den Einstieg in die Flugzeuge am 11. September berichtet hat, könnten immerhin Sicherheitsvideos das Einsteigen dokumentiert haben? Anscheinend besaß keiner der drei Flughäfen Sicherheitskameras über den Ausgängen zu den Flugzeugen. Es gibt also weder eine Aussage von Augenzeugen noch eine Videoaufzeichnung, die belegen könnten, wohin die Passagiere (und angeblichen Entführer) am morgen des 11. September 2001 hingeführt wurden. Das bedeutet auch, dass die Familien der Opfer bis heute nicht wissen, wo und wie ihre Lieben starben. Ob sie überhaupt ein Flugzeug bestiegen, und wenn, welches Flugzeug, bleibt ein Geheimnis.
Die Öffentlichkeit ist aber nach wie vor davon überzeugt – weil dies im Fernsehen ausgestrahlt wurde – dass Sicherheitsvideos die Anwesenheit der Entführer in den Flughäfen bestätigt hätten. Tatsächlich wurden zwei kurze Abschnitte von Videoaufnahmen weltweit im Fernsehen gezeigt. Keiner dieser Abschnitte zeigte aber den Einstieg in Flugzeuge.
Eine verbreitete Aufnahme zeigt angeblich den mutmaßlichen Entführer Mohammed Atta und seinen Freund Alomari im Flughafen von Portland. Laut offiziellen Berichten flogen sie am frühen Morgen des 11. September aus Portland nach Boston, um, wie schon erwähnt, anschließend den Flug AA 11 zu entführen. [47] Die Aufnahme von Portland, auch wenn sie authentisch ist (was sogar ebenfalls zweifelhaft bleibt) ist kein Beweis dafür, dass diese Personen in irgendein Flugzeug in Boston eingestiegen sind. Der Grund für die weltweite Verbreitung dieser Aufnahme ist, dass sie den Eindruck erwecken sollte, es gäbe Beweise für die Teilnahme dieser Personen an den Verbrechen.
Eine zweite Aufnahme stammt angeblich vom Dulles Flughafen bei Washington. Diese Aufnahme wurde weltweit im Fernsehen als Beweis dafür präsentiert, dass einige der Entführer durch die Sicherheitskontrolle im Dulles Flughafen gingen. Die Aufnahme befindet sich auf verschiedenen Webseiten im Internet. [48] Doch diese Aufnahme scheint gefälscht zu sein. Für diese Vermutung gibt es folgende Gründe: Erstens wurde die Aufnahme nicht freiwillig von den amerikanischen Behörden herausgegeben, sondern nur aufgrund eines besonderen Antrags gemäß dem Informationsfreiheitsgesetz. [49] Zweitens wurde diese Aufnahme erst im Jahre 2004 veröffentlicht, einige Tage, bevor die Untersuchungskommission ihren Bericht herausgab. Drittens zeigt die Aufnahme weder das Datum noch die Uhrzeit der Aufnahme und auch nicht die Nummer der Kamera. Solche Informationen werden normalerweise von der Sicherheitskamera automatisch auf der Aufnahme aufgezeichnet. Sonst hätten solche Aufnahmen keinen Sinn. Ferner hat Jay Kolar, Autor einer kritischer Analyse dieser Aufnahme [50], darauf hingewiesen, dass die Lichtverhältnisse nicht mit der Uhrzeit der Geschehnisse (früh morgens) übereinstimmen, denn die Schatten auf der Aufnahme scheinen sehr kurz, was auf Mittagszeit hindeutet. Er wies auch darauf hin, dass die Kamera anscheinend von einem menschlichen Operator gehandhabt wurde, was auf eine inszenierte Aufnahme hindeuten würde. Die Aufnahme zeigt auch keinen einzigen der Passagiere, die laut offiziellen Berichten durch dieselbe Sicherheitskontrolle gegangen sind. Schließlich kann, auch wenn die Aufnahme authentisch wäre, diese nicht als ein Beweis für das Einsteigen irgendwelcher Personen in die Flugzeuge dienen sondern höchstens als Beweis dafür, dass sie durch die Sicherheitskontrolle gingen. Aufnahmen von der Sicherheitskontrolle in den zwei anderen Flughäfen (Boston und New Jersey), von wo die anderen drei Flüge angeblich abflogen, wurden nie vorgelegt.
3. Wo sind die Bordkarten?
Bevor ein Passagier zu einem kommerziellen Flug zugelassen ist, wird seine Identität am Ausgang zum Flugzeug geprüft, und ein Teil seiner Bordkarte wird abgerissen und aufbewahrt. In einem Bericht der Arbeitsgruppe der Untersuchungskommission wird erwähnt, dass Mohammed Atta im Flughafen Portland eine Bordkarte erhalten habe, bevor er nach Boston flog. [51] In den folgenden Abschnitten des Berichts, wo es um die vier “entführten” Flüge geht, erwähnt die Arbeitsgruppe überhaupt keine Bordkarten. Der Bericht der Arbeitsgruppe erklärt nicht, wie die Fluggesellschaften die Identitäten der Passagiere und der angeblichen Entführer überprüft haben, bevor diese in die Flugzeuge einstiegen. Da der Bericht der Arbeitsgruppe sehr detailliert ist, kann das Fehlen dieser Fakten nicht als ein harmloses Übersehen erklärt werden. Die Bordkarten wurden auch nicht im Gerichtsverfahren gegen Moussaoui vorgelegt, wo angebliche Passagierlisten vorgelegt wurden (siehe oben).
4. Keine positive Identifizierung der körperlichen Reste der angeblichen Entführer
Laut der offiziellen Darstellung, sollen die 19 Entführer des 11. September bei den Abstürzen der Flugzeuge beim World Trade Center, im Pentagon und bei Shanksville, Pennsylvania, gestorben sein. Aber es gibt keine Beweise für diese Behauptung. Es gibt auch keine Anzeichen dass die Polizeibehörden die Kontrollkette (chain of custody) über die Behandlung der Beweisstücke, bzw. der Körperteile, zwischen den Absturzorten und der endgültigen Entsorgung der körperliche Resten, dokumentarisch bewahrt hätten [52], wie es in Kriminalfällen die Regel ist oder sein sollte. Die Untersuchungskommission erwähnte nichts von einer solchen Kontrollkette noch forderte sie das FBI zur Darlegung dieser Kontrollkette auf. Auch im Gerichtsverfahren gegen Moussaoui, wurde das FBI nicht aufgefordert, diese Kontrollkette aufzuzeigen und deren Authentizität zu belegen. Laut namentlich nicht genannten Beamten, die von der britischen Zeitung The Times im Oktober 2001 angesprochen wurden, erwarteten diese Beamten dass die körperlichen Überreste der Entführer durch einen Eliminationsprozess identifiziert würden. [53] Sie erklärten nicht, warum keine Identifikation der körperlichen Reste der einzelnen Entführer zu erwarten sei.
Chris Kelly, der Sprecher des Pathologischen Institutes der Amerikanischen Armee (AFIP), wo die Identifizierung der Opfer der Flüge AA 77 und UA 93 stattfanden, erklärte, dass die Behörden sich dagegen sträuben die Körper der Entführer freizugeben: “Wir sind nicht ganz sicher, was mit [den körperlichen Resten der Entführer] gemacht wird, wir bezweifeln sehr, dass wir uns die Mühe machen werden, die Familien der Entführer zu kontaktieren.” [54] Er erklärte nicht, warum das AFIP keine DNA-Vergleichsmuster von Wohnungen und Fahrzeugen der angeblichen Entführer entnehmen könne, um eine positive Identifizierung zu ermöglichen. Kelly sagte später: “Die körperlichen Überreste, die keinem Vergleichmuster entsprachen, wurden für diejenigen der Entführer gehalten.” [55] Der Leichenbeschauer von Somerset County, wo Flug UA 93 angeblich abstürzte, erklärte, dass die “Todesurkunden [für die angeblichen Entführer] alle auf den Namen Joe Doe (Otto Normalverbraucher)” ausgestellt wurden. [56]
Was die körperlichen Überreste der anderen Entführer betrifft, die angeblich die Flüge AA 11 und UA 175 in die Türme des World Trade Center stürzen ließen, erklärte die Sprecherin des New Yorker Medical Examiner’s Office, wo die Identifizierung der Opfer in New York stattfand, dass das FBI ihnen im Februar 2003 “Profile von allen 10 Entführern” zugesandt habe, “damit deren Körperreste von denjenigen der [unschuldigen] Opfer abgesondert werden.” Sie fügte hinzu: “Keine Namen wurden den Profilen zugeordnet. Wir haben sie verglichen und entdeckten zwei davon, die mit unseren Mustern übereinstimmten.” [57] Es wurde nie erklärt, wie und woher das FBI die zehn Vergleichmuster besorgt hatte, warum es so lange dauerte, diese nach New York zu schicken, und warum es nicht möglich war, die Muster bestimmten Entführern zuzuordnen.
Das Ausbleiben einer positiven Identifizierung der körperliche Überreste der angeblichen Entführer und das Fehlen einer ununterbrochenen Kontrollkette im Bezug auf die Handhabung ihrer Körperteile, bedeutet, dass die US-amerikanischen Behörden keine Beweisen vorlegten, dass die die 19 genannten Entführer des 11. September an den Absturzorten der vier Flugzeuge starben und daher in den abgestürzten Flugzeugen saßen.
5. Zusammenfassung
In diesem Beitrag wurde im Einzelnen belegt, dass die US-amerikanischen Behörden bis heute keinen Beweis für ihre Behauptungen über die Beteiligung von Arabern beziehungsweise Muslimen am Massenmord des 11. September vorgelegt haben. Die Namen der 19 angeschuldigten Araber sind auf keinen beglaubigten Passagierlisten zu finden; keine Person hat sie in die Flugzeuge einsteigen gesehen; es gibt kein Dokument, das ihre Anwesenheit in den Flugzeugen belegt; und es gibt keinen Beweis, dass diese Personen am Absturzort der Flugzeuge gestorben sind.
Es ist jetzt sieben Jahren her seit dem Massenmord des 11. September. In der Zwischenzeit haben die amerikanische Behörde mehr als genug Zeit gehabt, ihre Behauptungen und Anschuldigungen durch Beweismaterial zu belegen. Wenn die offizielle Darstellung der Ereignisse wahr wäre, hätten die USamerikanischen Behörden das Beweismaterial längst internationalen Gremien zur Rechtfertigung ihrer Außenpolitik vorgelegt. Es ist darüber hinaus eine völkerrechtliche Pflicht eines Staates, die Wahrheit im Bezug auf massive Tötungen innerhalb seines Hoheitsgebiets zu dokumentieren. [58] Niemand hat einen besseren Zugang zum Beweismaterial im Bezug auf den 11. September als die Behörden der USA. Da immer mehr Menschen an der offiziellen Darstellung des 11. September zweifeln und sogar die amerikanische Regierung der Inszenierung dieses Verbrechens verdächtigen, sollte man eigentlich erwarten, dass gerade die US-Regierung durch die Veröffentlichung des belastenden Beweismaterials ihre Unschuld belegen würde. Dass dies nicht geschah, ist daher sehr erstaunlich. Im Gegenteil hat sich die Regierung der USA wenig Mühe gegeben, ihre eigenen Behauptungen zu belegen, und den Schwerpunkt darauf gelegt, die vermeintliche Existenz und Gefährlichkeit von al Qaeda zu beweisen. Die plausibelste Erklärung dieses Verhalten ist, dass die US-amerikanischen Behörden ihren Behauptungen im Bezug auf den 11. September einfach nicht belegen können, weil diese Behauptungen als Legende zur Verschleierung der eigenen Verbrechen erfunden wurde. Diese Schlussfolgerung beruht nicht allein auf den hier festgestellten Befunden, sondern auf Hunderten von weiteren Befunden, deren Erörterung den Rahmen des vorliegenden Beitrages sprengen würde. [59] Der vorliegende Beitrag hatte allein das Ziel, das Fehlen jeglicher Beweise für die Anwesenheit islamischer Terroristen in den Flugzeugen des 11. September zu verdeutlichen.
Das Verbrechen vom 11. September wurden benutzt und dienten als Anlass für Angriffskriege der USA gegen Afghanistan und Irak und für den globalen “Krieg gegen Terrorismus”, sowie als Rechtfertigung für zahlreiche Verletzungen des Völkerrechts und der Menschenrechte. Die Mitgliedstaaten der UNO haben sich mit der offiziellen Darstellung des 11. September stillschweigend abgefunden, obwohl man vermuten kann, dass viele Staatsmänner und -frauen insgeheim die Wahrheit kennen aber aufgrund von Staatsinteressen nichts sagen wollen. Der vorliegende Beitrag soll allen Menschen, die sich für Menschenrechte, Demokratie, Völkerrecht und Frieden einsetzen, eine Herausforderung verdeutlichen. Wer die hier aufgeführten Tatbestände zur Kenntnis nimmt, kann guten Gewissens nicht länger behaupten, er glaube noch an die Wahrheit der offiziellen Darstellung des 11. September. Auch zwingt solche Kenntnisnahme, zu dem weltweiten Betrug, der von Politikern und Massenmedien weiterhin begangen wird, eine verantwortliche Stellungnahme und Haltung einzunehmen. [60]
Die Opfer des Massenmordes und die gesamte Menschheit wurden betrogen. Die Wahrheit über die Ereignisse des 11. September muss ans Tageslicht gebracht werden. Da die Urheber des Verbrechens noch nicht identifiziert wurden und wahrscheinlich noch imstande sind, aufgrund ihrer Betruges den Weltfrieden weiterhin zu bedrohen, bleibt keine Zeit zu verlieren. Die Mithelfer bei der Verschleierung der Wahrheit sind bekannt: Es sind Politiker, Medienarbeiter und Akademiker, die die verlogene Version der 11. September verbreiten, bzw. davon profitieren. Sie sollten für ihre Teilnahme an diesem Betrug den angemessenen Preis bezahlen, nie mehr in eine gesellschaftlich einflussreiche Position zu gelangen. Solchen Menschen kann kein Vertrauen geschenkt werden.
Anmerkungen:
1 FBI, Pressemitteilung, 27 September 2001. Vorhanden auf:
http://www.fbi.gov/pressrel/pressrel01/092701hjpic.htm
2 USA v. Moussaoui, Geänderte Anklage, Juni 2002. Vorhanden auf:
http://news.findlaw.com/hdocs/docs/moussaoui/usmouss602supind.pdf
3 United States of America v Zacarias Moussaoui, U.S. District Court, Alexandria Division.
Cross-examination of FBI Special Agent James M. Fitzgerald. March 7, 2006, 10:00 A.M.
Transcript p. 38. Vorhanden auf:
http://cryptome.org/usa-v-zm-030706-01.htm
4 9/11 Commission’s Staff Report of 26 August 2004 (declassified), p. 3. Vorhanden auf:
http://www.archives.gov/legislative/research/9-11/staff-report-sept2005.pdf
5 Michael Dorman, ‘Unravelling 9-11 was in the bags’, Newsday, 17 April 2006. Vorhanden auf:
http://www.newsday.com/news/nationworld/nation/nyuslugg274705186apr17,0,6096142.story?coll=ny-nationalnews-print
6 FBI Affidavit, at
http://www.abc.net.au/4corners/atta/resources/documents/fbiaffidavit1.htm
7 Michael Dorman, supra n. 4
8 United States of America v Zacarias Moussaoui, supra n. 2
9 Susan Ginsburg (staff member of the Commission) at Public Hearing of the 9/11 Commission, 26 January 2004. Vorhanden auf:
http://www.sacred-texts.com/ame/911/911tr/012604.htm
10 U.S. v. Moussaoui, supra n. 7, p. 39; Arizona Daily Star, 28 September 2001, Cox News Service, 21 October 2001.
11 Los Angeles Times, 13 September 2001
12 Robb Frederick, ‘The day that changed Amereica’, Pittsburgh Tribune-Review, 11 September 2002. Cached at
http://www.aldeilis.net/english/index.php?option=com_content&task=view&id=2263&Itemid=107
13 Moussaoui trial exhibit PA00108, at
http://www.vaed.uscourts.gov/notablecases/moussaoui/exhibits/prosecution/PA00108.html
14 Moussaoui trial exhibit PA00110, at
http://www.vaed.uscourts.gov/notablecases/moussaoui/exhibits/prosecution/PA00110.html
15 Moussaoui trial exhibit PA00102, at
http://www.vaed.uscourts.gov/notablecases/moussaoui/exhibits/prosecution/PA00102.html
16 Moussaoui trial exhibit PA00105.08, at
http://www.vaed.uscourts.gov/notablecases/moussaoui/exhibits/prosecution/PA00105-08.html
17 Moussaoui trial exhibit GX-PA00109, at
http://www.rcfp.org/moussaoui/
18 9/11 Commission Final Report, p. 132
19 Miami Herald, 16 September 2001; Associated Press, 16 September 2001
20 Associated Press, 14 September 2001
21 New Yorker, 8 October 2001
22 ‘FBI: Early probe results show 18 hijackers took part’, CNN, 13 September 2001. Vorhanden auf:
http://edition.cnn.com/2001/US/09/13/investigation.terrorism/
23 Ibid.
24 FBI Press Release of 14 September 2001. Vorhanden auf:
http://www.aldeilis.net/english/index.php?option=com_content&task=view&id=372&Itemid=107
25 Kelli Arena, CNN, 14 September 2001, 10:11 ET. Vorhanden auf:
http://transcripts.cnn.com/TRANSCRIPTS/0109/14/bn.01.html
26 ‘FBI list of suspected hijackers’, CNN, 14 September 2001, 2:00 PM, EDT. Vorhanden auf:
http://edition.cnn.com/2001/US/09/14/fbi.document/
27 Xymphora, ‘Analysis of the Mosear Caned mystery’. Vorhanden auf:
http://www.aldeilis.net/english/index.php?option=com_content&task=view&id=1993&Itemid=107
28 Naftali Bendavid et al, Officials scour U.S. for clues, Chicago Tribune, 13 September 2001; and Wikipedia,
http://en.wikipedia.org/wiki/Amer_Kamfar
29 Hani Hanjour, Washington Post, 16 September 2001,
http://www.washingtonpost.com/wp-srv/nation/graphics/attack/hijackers.html
30 CBS, 12 September 2001,
http://election.cbsnews.com/stories/2001/09/12/national/main310935.shtml ;
The Honolulu Star Bulletin, 12 September 2001:
http://starbulletin.com/2001/09/12/news/story1.html
Washington Post, 13 September 2001,
http://www.washingtonpost.com/ac2/wp-dyn/A18970-2001Sep12
31 Honolulu Star Bulletin, 18 September 2001, http://starbulletin.com/2001/09/18/news/story5.html
32 National Obituary Archive:
http://www.arrangeonline.com/Obituary/obituary.asp?ObituaryID=64182329 ;
http://www.nationalobituaryarchive.com/donation/donation.asp?ObituaryID=64182329 ;
http://www.cemeteryonline.com/ctz/0Mem/20010911/AA11-2001.htm
33 Jere Longman, Among the Heroes: The True Story of United 93, Harpers Collins Publisher, New York, 2002,pp. xiii-xiv
34 http://911research.wtc7.net/planes/evidence/passengers.html
35 Letter in possession of the author. The letter provided the link to the following official website:
http://www.vaed.uscourts.gov/notablecases/moussaoui/exhibits/prosecution/flights/P200054.html
36 The refusal to release the original passenger lists, has typically taken an evasive form, illustrated in an exchange of emails between this author and American Airlines. See
http://www.aldeilis.net/english/index.php?option=com_content&task=view&id=2329&Itemid=10
37 Final Report of the National Commission on Terrorist Attacks Upon the United States, Official Government Edition. Available at
http://www.gpoaccess.gov/911/index.html ,
Chapter I, Note 2, p.451.
38 Ibid. Chapter I, p. 2.In support of this statement, the Commission refers to interviews with six named individuals.
39 Ibid.Chapter I, p. 3.In support of this statement, the Commission refers to an interview made on April 12, 2004 with Tim Jackson, a person whose role is not indicated.
40 Ibid. Chapter I. p. 4.In support of this statement, the Commission refers to an unreleased FAA report, “United Airlines Flight 93, September 11, 2001, Executive Report,” of Jan. 30, 2002.
41 Ibid. Note 82, p. 457
42 Staff Statement No. 3 to the 9/11 Commission made at the 7th Public Hearing, 26-27 January 2004, pp. 9-10. Available at
http://www.9-11commission.gov/staff_statements/staff_statement_3.pdf
43 Exchange of emails between the author and American Airlines, supra n. 38. See letter from American Airlines to the author dated 1 December 2005.
44 Gerard Holmgren, ‘Evidence that Flights AA 11 and AA 77 Did Not Exist on September 11, 2001’, 13 November 2003. Available at
http://www.serendipity.li/wot/aa_flts/aa_flts.htm
45 The Flight Path Study – American Airlines Flight 77 by the NTSB, 19 February 2002,
http://www.ntsb.gov/info/Flight_%20Path_%20Study_AA77.pdf
46 Ewing2001, Flight 11 – The Twin Flight,
http://911wideopen.com/mirror/twin11-1/twin-11-mod.htm
47 Stuart Millar, “Hijack terrorists caught on security camera”, The Guardian, 21 September 2001,
http://www.guardian.co.uk/world/2001/sep/21/september11.usa3 ;
FBI,
http://www.fbi.gov/pressrel/pressrel01/100401picts.htm
48 The video can be viewed here:
http://www.whatreallyhappened.com/hijackers_video.html
49 Nick Grimm, ‘Commission report finalised as 9/11 airport video released’, ABC.net.au, 22 July 2004. Available at
http://www.abc.net.au/pm/content/2004/s1159804.htm
50 Jay Kolar, ‘What we now know about the alleged 9-11 hijackers’, in The Hidden History of 9-11-2001, Research in Political Economy, Vol. 23, 3-45, Elsevier Ltd. (2006), pp. 7-10
51 Staff Report, supra n. 3
52 Beweismaterial, das am Tatort gefunden wird, muss von einem schriftlichen Dokument durch das ganze Untersuchungsverfahren bis zum Gericht begleitet werden. Alle Personen, die zeitweise den Gegenstand in ihrem Besitz hatten, müssen ihre Identität in diesem Dokument eintragen. Das Dokument wird als Kontrollkette bezeichnet, die keine Lücken zwischen Fund und Gericht erlaubt. Im Gericht kann die Glaubwürdigkeit eines Beweisgegenstandes durch Lücken in der Kontrollkette angezweifelt werden.
53 Damian Whitworth, ‘Hijackers’ bodies set Bush grisly ethical question’, The Times (U.K.), 6 October 2001
54 Ibid.
55 ‘Remains Of Nine Sept. 11 Hijackers Held’, CBS, 17 August 2002. Available at
http://www.cbsnews.com/stories/2002/08/17/attack/main519033.shtml ,
mirrored at
http://www.aldeilis.net/english/index.php?option=com_content&task=view&id=2264&Itemid=107 ;
Tom Gibb, ‘FBI ends site work, says no bomb used’, Post-Gazette News, 25 September2001.
Available at http://www.post-gazette.com/headlines/20010925scene0925p2.asp
56 Tom Gibb, Flight 93 remains yield no evidence, Post-Gazette News, 20 December 2001. Cached at
http://www.aldeilis.net/english/index.php?option=com_content&task=view&id=1060&Itemid=107
57 ‘Remains of 9/11 hijackers identified’, BBC, 28 February 2003
58 UN General Assembly Resolution 60/147, Basic Principles and Guidelines on the Right to a Remedy and Reparation for Victims of Gross Violations of International Human Rights Law and Serious Violations of International Humanitarian Law, 16 December 2005, Articles 18 and 22
59 See, inter alia, David Ray Griffin, The New Pearl Harbor, Olive Branch Press (2004), David Ray Griffin, The 9/11 Commission Report: Omissions and Distortions, Olive Branch Press (2005); in Deutsch: Gerhard Wisnewski: Mythos 9/11 – Der Wahrheit auf der Spur; Mathias Bröckers: Verschwörungen, Verschwörungstheorien und die Geheimnisse des 11. September; Daniel Hopsicker, Welcome to Terrorland. Attas Helfer in den USA.
60 Siehe, Elias Davidsson: Der zweifache Betrug an der Menschheit. Der Krieg gegen den Terror und die Ereignisse des 11. September 2001. September 2008.
http://www.aldeilis.net/german/index.php?option=com_content&task=view&id=304&Itemid=76
Quelle: There is no evidence that Muslims hijacked planes on 9/11 und http://www.arbeiterfotografie.com/galerie/kein-krieg/hintergrund/index-911-0000.html
Am 11. 9. 2001 haben Al Quaida-Terroristen zwei Passagierflugzeuge in die Twin-Towers des World Trade Centers in New York gesteuert und so über 3.000 Menschen ermordet. Die hoch komplexe Terroraktion wurde in den USA und Europa – nicht zuletzt in Deutschland – vorbereitet und in den USA ausgeführt.
Knapp einen Monat später vor acht Jahren am 7. 10. 2001 begann vorwiegend die US-Armee im Bund mit Warlords und Opium-Baronen aus dem nicht-paschtunischen Norden Afghanistans den Krieg gegen die Taliban-Regierung in Kabul und stürzte diese schnell. Zur Erinnerung: Die Taliban, rigorose Islamisten, die sich vorwiegend auf das Mehrheitsvolk der Paschtunen stützen, waren zuvor mit Hilfe des pakistanischen Geheimdienstes, gefördert durch die USA, an die Macht gekommen.
Inzwischen spielen die simplen Ausbildungsstätten von Al Quaida und die Organisation selbst in Afghanistan nur noch eine bescheidene Rolle. Der westliche Interventionskrieg wird vorwiegend gegen den afghanischen Widerstand geführt, der in unserer Medien unzutreffender Weise unter dem Sammelbegriff Taliban abgehandelt wird.
Es sind viele unterschiedliche Gruppierungen, die den Widerstand tragen. Schließlich
wird Afghanistan seit nunmehr fast 200 Jahren von den Kolonialmächten England und Russland, im Ost-West-Konflikt von grausamen Stellvertreterkriegen und nun erneut von USA und NATO mit Krieg überzogen. Nicht zuletzt deshalb ist Afghanistan eines der ärmsten Länder der Erde. Viele Menschen dort hungern.
Müllers fragen sich zu Recht, wie übrigens auch viele Generäle, was ist eigentlich das Ziel dieses Krieges?
Was hat er noch mit dem Angriff auf die Twin-Towers zu tun? Wird am Hindukusch tatsächlich unsere Freiheit verteidigt, wie ein ehemaliger deutscher Kriegsminister behauptete, während der deutsche Innenminister tatkräftig an der Einschränkung von Freiheitsrechten in Deutschland arbeitete? Führen wir wirklich diesen Krieg, um Afghanistan Demokratie zu bringen? Dazu arbeitet der Westen mit den vielen korrupten Warlords und Opiumbaronen zusammen, die in Kabul in gut gesicherten Supervillen wohnen und Regierungsämter bekleiden, aber sicher nichts mit Demokratie im Sinne haben. Müllers – und über 60% der Deutschen können das nicht begreifen – zu Recht! Die massiven Fälschungen bei den aktuellen Präsidentenwahlen werfen erneut ein Schlaglicht auf die Haltlosigkeit der westlichen Kriegsbegründung.
Was Müllers nicht wissen
Die Kriegspläne gegen Afghanistan waren längst vor dem 11.9.2001 in den USA ausgearbeitet worden.
Auch vor dem 11.9.2001 hatte man aus den USA den Taliban Verträge für den Bau von Pipelines vorgelegt. Diese erschienen der Regierung in Kabul so ungünstig, dass sie ablehnte. Daraufhin sollen hohe US-Repräsentanten gedroht haben: Ihr könnt einen Teppich aus Geld bekommen, oder einen Bombenteppich.
Der mörderische Angriff auf die Twin-Towers ließ dann den westlichen Angriffskrieg auf Afghanistan für so manche berechtigt erscheinen, obwohl Kabul bereit war, Osama Bin Laden, das Oberhaupt von Al-Quaida, an ein internationales Gericht auszuliefern. Washington lehnte ab und forderte eine Auslieferung an die USA.
Doch Müllers verstehen noch immer nicht, warum die NATO dort weiter bombt
Die hochgelobte Filmreihe “The Power of Nightmares” entlarvt die “Terrorwarnungen” neokonservativer Kreise vor einem weltweiten Fantomfeind als innenpolitisches Zweckmittel. Ebenso beleuchtet es den Aufstieg der Neocon-Revolutionäre seit dem 2.Weltkrieg, deren Fall und vernichtenden Niederlage heute die Menschen als Zeitzeugen beiwohnen……………….. WEITERLESEN.
Obwohl laut Aussagen von Zeitungen und anderen Medien, wie auch von Politikern Osama bin Laden schon seit 2001 Tot ist wird er immer wieder aus dem Archiv geholt um Aktionen der US-Administration zu rechtfertigen oder auszulösen.
Es hat nach dem 11. September keine Signifikante Aktion mehr stattgefunden, welche man Osama hätte zuordnen können und das, obwohl er danach mehr Gründe denn je gehabt hätte Anschläge durchzuführen.
Die sogenannte Jagd auf Bin Laden mit der man die Bombardements auf Afghanistan, den Irak oder auch Pakistan rechtfertigte war von Anfang an nur eine Phrase. Der nach Meinung vieler größte Kriegsverbrecher mit seinen Handlagern kam ungeschoren davon. G.W.Bush mit Leuten wie Kissinger, Wolfowitz, Rumsfel,,Rice und die Liste der Verbrecher könnte noch um einige ergänzt werden.
Grade kürzlich, als Charly Sheen den neuen Präsidenten der USA, Barack Obama auf die Verbrechen am 11.09 ansprach und mit Beweisen hinterlegte, sagte dieser:
Wir dürfen nicht in der Vergangenheit verweilen, sondern müssen in die Zukunft schauen.
Ich für meinen Teil stelle immer wieder fest, dass diese Regel nur den Amerikanern und Israelis zu Teil wird. Der Rest der Welt wird mit der Vergangenheit permanent gegängelt und erpresst.
Wenn es ein Verbrechen gibt, wie 9/11 an sich und die daraus folgenden Konsequenzen welche immense Zahlen an Menschenleben gekostet haben, bleibt eine Untersuchung und ich meine eine echte Untersuchung unausweichlich.
Wo bleiben die Versprechen des Herrn Obama?
Doch kommen wir zurück zu der Meldung und des Tonbandes von Osama.
Internetseite:
Bin Laden warnt USA vor Bündnis mit Israel
Dubai (Reuters) – Al-Kaida-Chef Osama bin Laden hat sich offenbar mit einer neuen Mitteilung an die Öffentlichkeit gewandt.
In einer Audiobotschaft, die am Montag auf einer islamischen Website veröffentlicht wurde, warnte bin Laden die amerikanischen Bürger vor einem engen Bündnis ihrer Regierung mit Israel. Die Internet-Seite, über die Al-Kaida bereits mehrfach Botschaften verbreitete, hatte kürzlich ein “Geschenk bin Ladens an die Muslime” angekündigt.
Die rund zehn Minuten langen “Mitteilung an die Amerikaner” wurde wenige Tage nach dem Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001 veröffentlicht. Zuletzt hatte sich der Al-Kaida-Chef, der sich Experten zufolge vermutlich in der Gebirgslandschaft an der afghanisch-pakistanischen Grenze versteckt hält, vor über drei Monaten öffentlich zu Wort gemeldet. Anfang Juni hatte bin Laden den USA “Rache und Hass” geschworen – kurz bevor US-Präsident Barack Obama der muslimischen Welt in einer Rede in Kairo einen Neuanfang anbot.[1]
Was lese wir hier zwischen den Zeilen?
■Wir lassen uns nicht durch Terrordrohungen einschüchtern, jetzt erst Recht.
■Die allgemeine Stimmung muss wieder auf Kurs gebracht werden, denn die Erinnerung wird wieder und wieder aufgefrischt.
■Die Bösen sitzen an/hinter der Grenze zu Pakistan.
Es bleibt zu vermuten, dass es in Kürze eine militärische Verstärkung in diesem Bereich statt findet. Werden bald Gespräche mit Israel aufgenommen um ein intensives Militärbündnis zu installieren?
[1] http://de.reuters.com/article/worldNews/idDEBEE58D02V20090914
Carpe diem
Die einzige Verschwörungstheorie ist jene,
die besagt, daß ein drittklassiger Muselbruder, namens Bin Laden, sich mit seinen 40 Räubern „verschwor“, um es den ungeliebten Amerikanern einmal so richtig heimzuzahlen.
Hiezu entführten dann 4 Getreue nach einer kurzen Flugunterweisung 4 Boeing 757 Passagierjets, die dann auf Kommando des in einer Höhle Afghanistans sitzenden Oberturbanträgers gen Amerikas Stolz donnern mußten.
2 Musels rauschten also mit ihren Maschinen in die Twin Towers, genauso wie die Indianer mit den Whiskywagen im Streifen „40 Wagen westwärts“, darauf klappten die Türme sprengtechnisch perfekt in sich zusammen.
Ein dritter Turm, WTC 7, fürchtete sich darauf hin so sehr, daß er sich mit seinen größeren Brüdern solidarisch erklärte, Selbstmord beging und wie diese auch grandios elegant in sich zusammen fiel
der nächste schaffte es nicht so weit, sondern bohrte sein Fluggerät in einen Acker.
Da nix nennenswertes übrigblieb, außer der völlig unversehrte Pass des Muselpiloten, muß die Maschine wohl bis zum inneren Erdkern vorgedrungen sein.
Der letzte schaffte dann das Kabinettsstückchen, in dem er seine 150 Tonnen schwere und 40 m breite Maschine zuerst im extremen Tieflug über Parkplätze und Strassen Washingtons hinweg auf das Pentagon zuflog, dort einschlug und ein Loch hinterließ, nicht größere als eine doppelte Schwingtüre.
Dann verdampfte die Boeing samt Maus und Mann.
Ja meine lieben Kinder:
… wenn er nicht gestorben ist, dann „terrorisiert“ Bin Laden die „Freie“ Welt noch heute.
von Patrick Cockburn
m Irak und in Afghanistan sind die britischen und amerikanischen Streitkräfte mittlerweile Partizipanten in Bürgerkriegen. Ihre Präsens vor Ort verlängert und verstärkt diese Kriege. Die Regierungen Großbritanniens und der USA ignorieren, in welchem Ausmaß die ausländischen Militärbesatzungen den Irak und Afghanistan destabilisiert haben.
Die Gründe sollten eigentlich auf der Hand liegen: Im Laufe der Geschichte waren ausländische Besatzungen selten populär. Besatzer pflegen in erster Linie ihre eigenen politischen, militärischen und wirtschaftlichen Interessen zu beachten – bevor sie sich mit den Interessen verbündeter Regierungen, die sie angeblich unterstützen, abgeben. Die Regierungen in Bagdad und Kabul waren daher delegitimiert. Ihre Gegner konnten sich als patriotische Opposition gebärden. Hinzu kommt, dass ausländische Armeen – was immer die erklärte Absicht sein mag -, ihre Autorität mit Gewalt durchsetzen, wodurch es automatisch zu Spannungen mit der Bevölkerung vor Ort kommt.
Schon allein die Tatsache, dass diese Woche in Afghanistan Wahlen stattfanden, wird in der westlichen Presse begrüßt. Es sei ein Triumph der Demokratie – unter weiser Aufsicht von Soldaten aus Amerika, Großbritannien, der Nato. Die Afghanen allerdings sind mehr daran interessiert, zu erfahren, wer tatsächlich die Macht innehat und wie sie ausgeübt wird.
Präsident Hamid Karsai ist nicht sonderlich populär. Als Herausforderer ist er in einer starken Position – durch ein Netzwerk an Patronage, deren Ziel es ist, die Unterstützung lokaler und regionaler Königsmacher (Kriegsherren, Polizeischefs, religiöse und ethnische Führer und der Schuras (lokale Räte)) zu gewinnen. Was bei der Berichterstattung über Wahlen in Afghanistan oder im Irak nie zur Sprache kommt, ist, wie sehr die Afghanen und Iraker ihre Regierungen als Werkzeuge in der Hand von Politgangstern sehen, die diese Regierungen für ihre eigenen Zwecke einspannen. In Bagdad und Kabul hörte ich immer wieder folgende Begründung, warum man die herrschende Führung wiederwähle: Sie habe bereits soviel gestohlen, dass sie nicht weiterstehlen müsse. Eine neue Regierung wäre nicht weniger gierig aber weit hungriger. Wie ausgeprägt diese extrem sarkastische Haltung in Afghanistan ist, zeigt die niedrige Wahlbeteiligung, die, laut neuesten Schätzungen, zwischen 40 und 50 Prozent lag.
Wird die Wahl in Afghanistan das Ende des Krieges näherrücken lassen bzw. die Regierung in Kabul stärken? Falls Karsai gewinnt, wird er behaupten können, als gewählter Regierungschef aus einer echten Wahl hervorgegangen zu sein, falls nicht, wird die Stimmenauszählung die Macht jener Leute bestätigen, die häufig als ‘Warlords’ bezeichnet werden. Diese Kriegsherren waren einst – als ‘Nordallianz’ – die Überraschungssieger im Bürgerkrieg mit den Taliban (die fast alle aus Paschtunengemeinden kommen (die Paschtunen stellen 42% der afghanischen Bevölkerung)). Die ‘Nordallianz’ bestand überwiegend aus Nichtpaschtunen.
Kurz vor dem 11. September 2001 sah sich die ‘Nordallianz’ in die Ecke gedrängt. Sie saß im Nordosten Afghanistans fest und schien kurz vor ihrer endgültigen Niederlage. Aber wenige Monate, nachdem die USA sich entschlossen, die Taliban, die der Al-Kaida Gastfreundschaft gewährt hatten, aus Afghanistan zu vertreiben, gelang es der ‘Nordallianz’, ganz Afghanistan zu übernehmen – dank amerikanischen Geldes und amerikanischer Luftstreitkräfte. Die Afghanen waren mehr als froh über das offensichtliche Ende der Taliban, deren Siege durch die Unterstützung des pakistanischen Militärgeheimdienstes und saudisches Geld ermöglicht worden waren.
Wer gegen die Taliban war, war jedoch nicht automatisch für die ‘Nordallianz’. Die Führer der ‘Nordallianz’ erwiesen sich als gierig auf Posten und Macht. Ich habe 2001 mehrere Monate in einer Hochbug der ‘Nordallianz verbracht – im Panjshir-Tal, nördlich von Kabul. Als ich Anfang des Jahres 2009 in die Region zurückkehrte, war ich erstaunt, wieviele Warlords, die ich noch aus jener Zeit kannte, noch immer lukrative Posten in Kabul bekleideten und so das Monopol auf Arbeitsplätze und Verträge hatten. Es ist absurd, wenn ausländische Regierungen heute jammern, weil Präsident Karsai den Tadschiken-Warlord Muhammad Fahim und dessen Gegenpart, den Hazara-Warlord Karim Khalili, in sein Wahlkampfteam aufgenommen hat. (Beide werden beschuldigt, Menschenrechtsverstöße begangen zu haben.) Miit ihrer Ernennung trug Karsai lediglich der Stärke der auf „ungesunde“ Weise etablierten Macht-Broker aus der nicht-paschtunischen Gemeinde Rechnung. Es mag sich um äußerst schmutzige, extrem korrupte politische Machtstrukturen handeln, aber es sind diese Strukturen, für deren Erhalt Briten und Amerikaner kämpfen.
Sie haben noch einen langen Weg vor sich. In Afghanistan war die Präsens ausländischer Streitkräfte am Anfang wesentlich akzeptierter, als dies im Irak je der Fall war. Zum Teil liegt das daran, dass die kurdischen Gebiete im Irak nicht okkupiert wurden. In weiten Teilen Afghanistans lief es anders. 25% aller Afghanen sagen heute, sie seien für Anschläge gegen US-Truppen bzw. gegen die Truppen von Nato/ISAF. In Regionen, in denen die Menschen von Luftschlägen und Granatbeschuss berichten, stieg diese Akzeptanz gar auf 44%. Das ergab eine Studie von ABC News/BBC/ARD. Nur 18 Prozent der Afghanen sind für eine Aufstockung ausländischer Truppen in Afghanistan, 44% sind für die Verminderung der Truppenstärke. Dies läuft den Plänen Washingtons zuwider. Die Taliban, die einst zu Schurken erklärt wurden – sie seien pakistanische Marionetten, hieß es -, können einen gewissen Erfolg verbuchen, wenn sie heute wieder versuchen, sich als afghanische Nationalisten darzustellen.
Einer der deprimierendesten Aspekte des britischen und amerikanischen Waffengangs in Afghanistan ist, wie wenig Lehren aus dem Irak gezogen wurden. Eine dieser Lehren hätte gelautet: Besatzungen durch ausländische Truppen sind unpopulär und werden es im Laufe der Zeit immer mehr. Irak und Afghanistan sind Länder mit einer tiefgreifenden religiösen und ethnischen Spaltung. Die ausländischen Besatzer finden sich – ob sie wollen oder nicht -, auf einer Seiten des Bürgerkrieges wider.
Weil Propaganda die Leitlinie war und ist, um zu beurteilen, was im Irak passierte und was in Afghanistan passieren sollte, sind die Lehren aus der Irakerfahrung so gering. In dieser Woche fand eine hirnlose Debatte statt – nachdem bei mehreren Bombenattentaten in Bagdad mehr als 100 Menschen getötet worden waren. Die Debatte drehte sich um die Frage, ob der Rückzug des amerikanischen Militärs aus den Großstädten (des Irak) zu früh erfolgt sei oder nicht. In Wirklichkeit gab es seit Ende 2008 kaum noch US-Patrouillen in Bagdad. Und noch etwas ist wichtig: Auch als die Amerikaner noch die militärische Kontrolle über Bagdad hatten, konnten sie nicht verhindern, dass Selbstmordattentäter mit Fahrzeugen voller Sprengstoff in der Stadt herumfuhren und ihn zur Explosion brachten.
Der größte Erfolg der Amerikaner im Irak bestand darin, dass sie es schafften, die Schiiten und Kurden gegen die Sunniten zu unterstützen. In einem Nebenvertrag mit sunnitischen Aufständischen gelang es dem US-Militär, die Sunniten gegen die Al-Kaida aufzubringen. Die Sunniten brauchten ein Übereinkommen mit den Amerikanern, weil sie im Bürgerkrieg mit den Schiiten den Kürzeren gezogen hätten. Die jüngsten Bomben kommen wahrscheinlich von sunnitischen Gruppen, die Al-Kaida dazu benutzen wollen, ihre brutale Botschaft an die irakische Regierung zu überbringen: Wir lassen uns nicht ausgrenzen. In einigen Washingtoner Thinktanks ist es populär zu glauben, der Krieg im Irak sei durch einige – offensichtlich taktische – Innovationen gewonnen worden, und man könne in Afghanistan ebenso verfahren. Dieses Denken führt komplett in die Irre. Es wird Großbritannien und Amerika noch tiefer in den Sumpf hineinreißen.
Patrick Cockburns neues Buch heißt ‘Muqtada: Muqtada Al-Sadr, the Shia Revival and the Struggle for Iraq’
Mit der neuen US-Strategie in Afghanistan wird der Boden für eine Internationale Dschihad-Zentrale in Pakistan bereitet: Der neue Bin Laden heißt Baitullah Mehsud
Es ist ein humanitäres Desaster. Die gefeierten Erfolge der pakistanischen Armee, errungen in einem monatelangen Großeinsatz gegen die Taliban im Swat-Tal und in der Malakand-Region der Nordwestprovinz, stehen in keinem Verhältnis zu jenem gigantischen Exodus, den sie verursacht haben. 3,4 Millionen Menschen flohen aus der Kampfzone und leben seither unter größtenteils verheerenden Umständen in überfüllten Camps.
Premierminister Yousouf Raza Gilani gab zwar grünes Licht für die Rückführung von ein paar Tausend Vertriebenen, doch könnte die zum Prolog für den zweiten Akt im großen Drama werden. Nicht auszuschließen ist, dass die angeblich so vernichtend geschlagenen Islamisten in die „befreiten“ Gebiete zurückkehren, und zwar in neuer und gefährlicher Stärke. Was geschieht dann mit den Rückkehrern?
Wie Phönix aus der Asche erheben sich derzeit die zuvor versprengten, zerstrittenen, nur lose verbundene Gruppen als konsolidierte Kriegsmacht unter einheitlichem Kommando. Während die alte, arabisch geprägte al Qaida in den Hintergrund tritt, entsteht eine neue, pakistanisch geführte internationale Dschihad-Zentrale. Der neue Osama bin Laden heißt Baitullah Mehsud und profitiert davon, dass der „Krieg gegen den Terror“ zuletzt eine prekäre Wende erfuhr. Vor der alliierten Großoffensive im Süden Afghanistans (Operation Schwertstoß) drängte Washington die pakistanische Armee, den Nachschub der Dschihadis für die Taliban zu unterbrechen. Das traf die Domäne von Baitullah Mehsud, den Islamabad bisher mit Samthandschuhen anzufassen pflegte, ganz unmittelbar – er war seit Jahren in Südwaziristan dafür zuständig, Tausende von Kämpfern nach Afghanistan zu schleusen.
Missglücktes Manöver
Vor Beginn der Helmand-Offensive wurde der US-Druck so stark, dass Generalstabschef Kayani einen Einmarsch von US-Truppen in Pakistan befürchtete und verzweifelte Maßnahmen ergriff, dem zuvorzukommen. Mehr als 500 US-Militär-Beobachter sahen ihm auf die Finger, als er versuchte, sich mit der Festnahme einiger hochkarätiger Islamisten-Führer aus der Affäre zu ziehen – doch das genügte dem großen Alliierten keineswegs. Schließlich wurde entschieden, Baitullah Mehsuds Erzfeinde – koste es, was es wolle – unter das eigene Banner zu holen.
Doch da erlebte Pakistans Generalität eine böse Überraschung: Sie konnte keinen von Mehsuds Gegnern für sich gewinnen. Im Gegenteil, das durchsichtige Manöver provozierte einen Schulterschluss der Militanten aller Couleur unter Mehsuds Patronat. Selbst die „guten“ pakistanischen Taliban brachen plötzlich Friedensabkommen und griffen die Armee vehement an, unter ihnen auch Kampfeinheiten aus Kaschmir, die sich bisher als Freunde Pakistans betrachteten. Als die erboste Militärführung daraufhin einige zufällig von der Polizei gefasste Banditen des Mehsud-Stammes erschießen und dem Anführer zur Warnung vor die Tür legen ließ, rückte das Lager ihrer Feinde noch enger zusammen. Der Volkszorn brodelte sowieso – nicht nur in Waziristan, wo Militärhelikopter abgeschossen, Straßen blockiert und Rettungsteams getötet wurden.
Während drüben in Afghanistan die Amerikaner zur Helmand-Offensive auszogen, begann der Armee die Front in Pakistan aus der Hand zu gleiten. Das Hauptquartier in Rawalpindi sah sich gezwungen, allen Taliban-Führern Waffenstillstandsgespräche anzubieten, auch denen aus dem Swat-Tal. Doch das Angebot kam zu spät. Die einst von der Armee und ihrem Nachrichtendienst ISI als geheimes, willfähriges Werkzeug erschaffenen Taliban sind dem Einfluss ihrer Väter längst entglitten.
Oder ist am Ende wieder alles nur eine neue Variante des alten Doppelspiels? Hat die Armee gar das schreckliche Flüchtlingsdesaster als großes Ablenkungsmanöver inszeniert, um die Dschihadis noch einmal entkommen zu lassen und diesen Joker im Pokerspiel mit den US-Militärs im Blatt zu haben? Es gibt Beobachter, die das für möglich halten.
Mullah Omar will siegen
Letztlich ist es egal, ob es sich um theatralisches Geschick oder strategisches Versagen handelt – die Folgen sind in jedem Fall desaströs. Das Swat-Tal ist die Landbrücke zwischen den beiden Schlachtfeldern, auf denen die Dschihadis ihren Heiligen Krieg führen: Kashmir und Afghanistan. Wird dieses Gebiet von einer erstarkten, gut koordinierten Internationalen Dschihad-Zentrale kontrolliert, besitzt diese einen Korridor, der sich hervorragend als Transit-Station für Guerilla-Einheiten empfiehlt. Wird denen in Afghanistan der Boden zu heiß, könnten sie in den Himalaya ausweichen und von dort ihre Angriffe vorbereiten, sei es auf Helmand, Kandahar oder den indischen Teil Kashmirs.
Wie sich al Qaida mit diesen Realitäten arrangiert, lässt sich am Verhalten von Mullah Omar ablesen, dem spirituellen Führer der afghanischen Taliban sowie Regionalherrscher über die Südprovinzen. Eine große Shura (Ältestenrat) beschloss im Beisein von Abdullah Saeed, dem al-Qaida-Chef für Afghanistan, alle Kräfte zum militärischen Sieg über die alliierten Besatzer zu mobilisieren. Handeln solle künftig eine ebenso homogene wie professionelle Kriegsmacht. So ist Mullah Omar, von London und Washington durch Vermittlung des saudischen Geheimdienstchefs Prinz Muqrin bin Abdul Aziz diskret zu Friedensgesprächen eingeladen, dafür nicht ansprechbar. Er soll erklärt haben, dass er keine andere Lösung als den militärischen Triumph akzeptiere.
Nach dieser kategorischen Absage musste auch noch ein anderer Friedensengel seine Flügel einziehen: Pakistans Armee hat sich eilig von der Aufsehen erregenden Erklärung ihres Pressesprechers, Generalmajor Athar Abbas, distanziert, der während der Helmand-Operation mit erstaunlicher Offenheit auf CNN anbot, seine Armee könne dank immer noch vorhandener guter Kontakte zu den afghanischen Taliban eine Vermittlerrolle übernehmen und Mullah Omar und anderen Kommandanten an einen Verhandlungstisch in Washington bringen. Im Gegenzug müssten sich die Amerikaner zu Sicherheitsgarantien gegenüber Indien bereit finden, das gegenwärtig viel zu viel Einfluss in der Region habe.
Quelle: der FREITAG
Der US-Journalist Chris Hedges fordert dazu auf, den sinnlosen Krieg in Afghanistan schnellstmöglich zu beenden.
Al-Qaida braucht sich keine Sorgen über das zu machen, was wir in Afghanistan tun. Wir können afghanische Dörfer bombardieren, die Taliban in der Provinz Helmand jagen, eine 100.000 Mann starke afghanische Vasallenarmee aufbauen, wegschauen, wenn afghanische Warlords Hunderte, vielleicht sogar Tausende gefangene Taliban umbringen, wir können riesige, ausgeklügelte Militärbasen errichten und Drohnen zum Bombenwerfen nach Pakistan schicken. Damit werden wir nichts erreichen. Dieser Krieg wird die Anschläge islamistischer Radikaler nicht stoppen. Terroristische und aufständische Gruppen sind keine konventionellen Streitkräfte. Sie halten sich nicht an die Spielregeln der Kriegsführung, die unseren Kommandeuren in Kriegsschulen und Militärakademien eingepaukt wurden. Die im Untergrund operierenden Gruppen sind wandelbar, sie ändern ständig ihre Form und ihre Erscheinung, wenn sie von einem gefährdeten Staat in den nächsten überwechseln, einen Terroranschlag planen und dann wieder wie Schatten verschwinden. Wir kämpfen mit den falschen Waffen. Wir bekämpfen die falschen Leute. Wir stehen auf der falschen Seite der Geschichte. Und wir werden in Afghanistan wie im Irak besiegt werden.
Der Afghanistan-Krieg kostet immer mehr Menschen das Leben. Mehrere zehntausend afghanische Bürger sind bereits getötet oder verwundet worden. Der Juli ist der bisher verlustreichste Monat dieses Krieges für die NATO-Truppen gewesen – mit mindestens 50 Toten, von denen 26 Amerikaner waren. Vor allem Sprengfallen am Straßenrand (engl. Roadside Bombs) ließen die Anzahl der Getöteten und Verwundeten bei den Koalitionsstreitkräften anschwellen. Im Juni sind die Anschläge mit Sprengfallen, die auch Detonationen improvisierter Explosivkörper / IEDs genannt werden, auf 736 angestiegen1, das ist der vierte Rekord in vier aufeinander folgenden Monaten; die Anzahl dieser Anschläge war von 361 im März über 407 im April auf 465 im Mai gestiegen. Die Entscheidung des Präsidenten Barack Obama, 21.000 zusätzliche Soldaten nach Afghanistan zu schicken, hat die Gesamtzahl der dort eingesetzten US-Truppen auf 57.000 Mann anwachsen lassen. Es wird erwartet, dass sie bis Ende 2009 auf mindestens 68.000 Mann ansteigt. Das wird nur zu mehr Toten und heftigeren Kämpfen führen, und die Sinnlosigkeit wird noch deutlicher werden.
Wir sind in eine verwirrenden Mischung bewaffneten Gruppen gestolpert, die sich aus kriminellen Banden, Rauschgifthändlern, Milizen der Paschtunen und der Tadschiken, Kidnapper-Ringen, Todesschwadronen und Söldnerhaufen zusammensetzt. Wir stecken mitten in einem Bürgerkrieg. Die Paschtunen, aus denen die meisten Taliban kommen, sind die traditionellen Herren Afghanistans2; sie kämpfen gegen die Tadschiken und Usbeken, aus denen sich die Nordallianz zusammensetzt3; diese hat mit ausländischer Unterstützung (vor allem durch US-Bombenangriffe) im Jahr 2001 den Bürgerkrieg (gegen die Taliban) gewonnen. Die alte Nordallianz beherrscht jetzt die korrupte und unfähige Regierung, die sehr verhasst ist und mit uns untergehen wird.
Wir werden den Krieg in Afghanistan verlieren. Als wir das Land vor acht Jahren überfielen, kontrollierten die Taliban ungefähr 75 Prozent Afghanistans. Heute haben sie etwa die Hälfte das Landes wieder unter Kontrolle. Die Taliban beherrschen den Rauschgifthandel, der ihnen einen Erlös von rund 300 Millionen Dollar pro Jahr einbringt. Sie führen in der Hauptstadt Kabul dreiste Anschläge durch, und Ausländer sind in den Straßen der meisten afghanischen Städte nur noch selten anzutreffen, weil sie befürchten müssen, entführt zu werden. Es ist lebensbedrohend, sich aufs flache Land zu wagen, wo 80 Prozent der Afghanen leben, wenn man nicht von NATO-Truppen eskortiert wird. Aber unerschrockene Reporter können Talibanvertreter in Innenstadt-Cafés in Kabul interviewen. Über die Suche nach Osama bin Laden macht sich alle Welt lustig, weil er zum Waldo (einer in Kinderbuch-Wimmelbildern zu suchenden Figur) des Mittleren Ostens geworden ist. Denken Sie sich die Kugeln und Bomben weg, und Sie haben eine Gilbert and Sullivan-Farce. (Der Komponist Arthur Sullivan und der Schriftsteller und Librettist William Schwenck Gilbert haben in London zusammen 14 Operetten verfasst. Das Namensduo Gilbert und Sullivan steht als Schlagwort für die englische Operette des 19. Jahrhunderts.4
Niemand scheint in der Lage zu sein, zu begründen, warum wir in Afghanistan sind. Geht es darum, Bin Laden und seine Al-Qaida zu jagen? Haben wir den Taliban den Krieg erklärt? Wollen wir eine Demokratie errichten? Bekämpfen wir die Terroristen dort, damit wir sie nicht zu Hause bekämpfen müssen? „Befreien“ wir die afghanischen Frauen? Die Absurdität dieser Fragen, die uns als ständig wiederkehrende Klischees vor allem am Nachdenken hindern sollen, belegen doch nur die Absurdität dieses Krieges. Die Konfusion bei der Begründung unserer Absichten spiegelt die Konfusion in unserem Bodenkrieg wider. Wir wissen nicht, was wir dort tun.
Der neue Kommandeur der US- und NATO-Truppen in Afghanistan, (US-)General Stanley McChrystal, gab kürzlich bekannt, die Koalitionsstreitkräfte würden in Afghanistan eine „kulturelle Wende“ einleiten. (Das soll wohl heißen, dass der berüchtigte Mord-General den Afghanen jetzt gnädigst zugesteht, eine eigene Kultur zu haben.5 Die ausländischen Truppen müssten von ihrer normalen Kampftaktik abrücken und sich stärker auf den Schutz der Bürger orientieren. Der General scheint erkannt zu haben, dass die Luftangriffe, die Hunderte von Zivilsten getötet haben, den Taliban nur immer neue Rekruten zutreiben. Diese löbliche Absicht wird aber in der Realität des Krieges nicht zu verwirklichen sein. Die NATO-Streitkräfte werden wie bisher Luftunterstützung anfordern, wenn aus Hinterhalten auf sie gefeuert wird. Das tun Truppen immer, wenn sie unter Beschuss geraten. Sie können sich nicht den Luxus leisten, vorher die örtliche Bevölkerung zu befragen. Fragen werden erst später gestellt. Bei dem Luftangriff am 4. Mai in der Provinz Farah, bei dem Dutzende Zivilisten getötet wurden, wurden die neuen Direktiven über Luftangriffe verletzt.6 Das geschah auch bei dem Luftangriff in der Provinz Kandahar, bei dem letzte Woche vier Zivilisten getötet und 13 verwundet wurden.7 Der NATO-Luftangriff nahm ein Dorf im Bezirk Shawalikot ins Visier. Verwundete Dorfbewohner äußerten in einem Krankenhaus in der Landeshauptstadt gegenüber (der Presseagentur) AP, dass Kampfhubschrauber am Mittwoch gegen 22.30 Uhr anfingen, ihre Häuser zu bombardieren. Ein Mann berichtete, dabei sei auch seine 3-jährige Enkelin getötet worden. In Kämpfen gelten eben eigene Regeln, und die Verlierer sind fast immer Zivilisten.
Auch die Offensive der NATO-Streitkräfte in der Provinz Helmand wird dem üblichen Drehbuch von Militärkommandeuren folgen, die viel über Waffensysteme und konventionelle Armeen, aber kaum etwas über die Nuancen der irregulären Kriegsführung wissen. Die Taliban werden sich wahrscheinlich in ihre Schlupfwinkel in Pakistan zurückziehen, und wir werden die Operation zum Erfolg erklären. Wenn wir anschließend den Großteil unserer Truppen abziehen, sickern die Taliban wieder in die Gebiete ein, die wir gerade „gesäubert“ haben. Sprengfallen am Straßenrand werden wie vorher ihren Blutzoll fordern. Die Soldaten der Army und der Marines werden, frustriert durch erfolglose Kämpfe mit einem schwer zu fassenden und häufig unsichtbarem Feind, mit noch größerer Wut auf Gespenster einschlagen, und die Zahl der getöteten Zivilisten wird weiter steigen. Es ist das gleiche Spiel wie bei allen Aufständen, obwohl jede neue Soldatengeneration glaubt, den magischen Schlüssel zum Sieg gefunden zu haben.
Wir haben einfach festgelegt, dass der Irak und Afghanistan gescheiterte Staaten sind. Der nächste (gescheiterte Staat) auf unserer Liste scheint Pakistan zu sein. Pakistan ist wie der Irak und Afghanistan eine bizarre Konstruktion der Westmächte, die willkürliche und künstliche Grenzen gezogen haben, durch die Clans und ethnische Gruppen einfach auseinander gerissen wurden. Pakistan hat zugegeben, dass seine Armee den militanten Islamisten zur Macht verholfen hat. Es war das pakistanische Militär, das die Taliban geschaffen hat. Die Pakistaner bestimmten, wer die Milliarden an US-Militärhilfe erhielt, mit denen der afghanische Widerstand während des Krieges gegen die sowjetischen Besatzer finanziert wurde. Fast das ganze Geld ging an die extremistischsten Flügel der afghanischen Widerstandsbewegung. Die Taliban sind in Pakistans Augen nicht nur eine wirksame Waffe gegen ausländische Eindringlinge, gleichgültig ob es sich dabei um Russen oder Amerikaner handelt, sie bilden auch ein Bollwerk gegen Indien. Muslimische Radikale in Kabul werden niemals eine Allianz mit Indien gegen Pakistan eingehen. Und Indien, nicht Afghanistan, ist Pakistans primäre Sorge. Pakistan wird, egal wie viele Milliarden wir ihm geben, immer die Taliban fördern und schützen, weil es weiß, dass sie Afghanistan wieder beherrschen werden. Und das von lauten propagandistischen Tönen begleitete Vorgehen der (pakistanischen) Regierung gegen die Taliban im Swat -Tal in Pakistan, ist kein Zeichen für eine neue Politik, sondern Teil einer inszenierten Scharade, welche die unheilige Allianz (zwischen der pakistanischen Armee und den Taliban) keinesfalls zerbrechen wird.8
Die einzige Möglichkeit, Terroristengruppen zu besiegen, besteht darin, sie innerhalb ihrer eigenen Gesellschaften zu isolieren. Man muss die Bevölkerung von den Radikalen weglocken. Dazu ist ein politischer, wirtschaftlicher und kultureller Krieg notwendig Die schreckliche Algebra militärischer Besetzung und Gewalt ist in dieser Art des Kampfes immer kontraproduktiv. Sie schafft immer mehr Aufständische, als sie tötet. Außerdem legitimiert sie den Terrorismus (als Notwehr). Und während wir Mittel und Leben verschwenden, hat sich der wahre Feind Al-Qaida ausgebreitet, hat Netzwerke in Indonesien, Pakistan, Somalia, im Sudan und in Marokko geschaffen und muslimische Gemeinschaften wie im französischen Lyon und oder in Londons Brixton angesteckt. Es gibt keinen Mangel an brackigen Gewässern und verwüsteten Flecken auf der Erde, wo sich Al-Qaida verbergen und agieren kann. Al-Qaida braucht Afghanistan nicht, und wir brauchen es auch nicht.
Fußnoten
Selbsterklärend. Einfach Zeit nehmen und zuhören.



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