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Dieser Artikel ist der erste Artikel eines Zweiteilers, der das mögliche Ende der USA als Supermacht beleuchten wird. Im ersten Teil dieses Zweiteilers werden die mittelfristigen Prognosen des IWF für die Zukunft der Weltwirtschaft näher beleuchtet.
Eine Selbstbeschreibung der Anhänger einer menschenverachtenden rassistischen Ideologie.
Der kanadische Professor Michel Chossudovsky untersucht die Hintergründe der NATOLuftangriffe auf Libyen und kommt zu dem Schluss, dass sie bereits Monate vor Beginn der Protestbewegungen in Nordafrika als Teil einer großanlegten Militäroperation zur Sicherung der globalen Öl- und Gasreserven für die westlichen Ölkonzerne geplant wurden.
Lügenkampagne der internationalen Medien: Bomben und Raketen werden als Instrumente des Friedens und der Demokratisierung verkauft … Das ist keine humanitäre Operation. Mit dem Krieg gegen Libyen wird ein neuer regionaler Kriegsschauplatz eröffnet. ……………… WEITERLESEN!!
Das derzeit in Afrika mit einem Angriffskrieg gegen Libyen zur Eroberung der libyschen Ölquellen beschäftigte Militärbündnis NATO bereitet gerade einen Sturmangriff auf die libysche Hauptstadt Tripolis vor. Wie die BBC gestern aus Misrata berichtete, dient der kürzlich bewilligte und risikoreiche, weil potentiell verlustreiche Einsatz von britischen und französischen Kampfhubschraubern dazu, britische Söldner, irreguläre Kampfeinheiten der NATO und mit täglich aus Katar eingeflogenen Waffenlieferungen unterstützte libysche Kollaborateure bei einer Offensive auf Tripolis zu unterstützen.
Zur verdeckten propagandistischen Flankierung des Sturmangriffs auf Tripolis verbreitet die Propaganda-Maschinerie der NATO die plumpe Lüge, libysche Regierungskräfte hätten in Tripolis seit März über 10.000 ermordet. Beweise für die Anschuldigung werden natürlich nicht vorgelegt und selbst eine namentlich benannte Quelle für ihr frei erfundenes Märchen anzugeben, erspart sich die regierungsnahe französische Zeitung Figaro.
Besondere Mühe, die Lüge wenigstens halbwegs glaubwürdig auszuschmücken, gibt sich der Propaganda-Apparat nicht mehr. Da die Bevölkerungen der NATO-Staaten heute der NATO-Propaganda kaum kritischer gegenübersteht als die deutsche Bevölkerung 1939 der goebbelschen Propaganda gegenüberstand, steht ohnehin kaum zu befürchten, die Bevölkerungen der Krieg führenden Staaten empörten sich darüber, dass diese Lügengeschichte aus nichts anderem besteht als dem durchsichtigen Wunsch, dem geplanten verbrecherischen Sturmangriff auf Tripolis einen dünnen Schleier angeblicher Rechtmäßigkeit dadurch überzuwerfen, dass auch der Sturmangriff auf Tripolis mit dem dort vorgeblich notwendigen Schutz von Zivilisten dort begründet wird.
Die offizielle Propaganda der NATO setzt derweil weiter auf psychologische Kriegsführung. Nachdem die libsche Regierung vorgestern bekannt gab, dass durch die Terrorangriffe der NATO in Libyen bereits über 700 Zivislisten umgekommen und weitere 4000 verletzt wurden, kündigte die NATO umgehend an, ihre erfolgreiche Bombenkampagne gegen Libyen zu intensivieren und verlängerte die geplante Bombardierungszeit Libyens zur Einschüchterung der libyschen Bevölkerung vorzeitig um 90 Tage.
Netanjahu sagte im israelischen Rundfunk, die Palästinenser lehnten den gegenwärtigen Friedensprozeß ab und wollten einzig und allein die Teilung Jerusalems und den Rückzug Israels auf die Positionen vor 1967 erreichen.
Seit 1967 hält Israel das Westjordanland, den Gazastreifen, die Golanhöhen und den arabischen Ostteil Jerusalems besetzt.
Netanjahu verteidigte in dem Radiointerview die Siedlungspolitik seiner Regierung. Es sei notwendig, die jüdischen Siedler zu unterstützen, ‘weil die Terroristen sie einschüchtern und vertreiben wollen’.
In einem Interview der israelischen Zeitung Jedioth Achronoth sagte Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas, Israel unternehme nichts, um den Friedensprozeß voranzubringen.
Statt dessen weite die israelische Regierung ihre Siedlungspolitik aus, kritisierte der palästinensische Präsident und fügte hinzu:
‘Netanjahu weiß, daß dies eine tickende Zeitbombe mit großen Gefahren ist.’
Die US-Regierung hatte Israel ungewöhnlich offen kritisiert. ‘Das ist wirklich beunruhigend’, sagte der Sprecher des US-Außenministeriums.
Der Friedensprozeß im Nahen Osten werde zweifellos erschwert, wenn eine Seite den Ausgang der Verhandlungen vorwegzunehmen scheine.
Die oben zitierten Ausschnitte aus der Süddeutschen Zeitung sind aktuell, aber nicht von heute.
Sie sind auch nicht 100% korrekt, denn der im Original genannte Name “Arafat” wurde durch den Namen des heutigen Präsidenten Abbas ersetzt. Der Name des damaligen Sprechers des US Außenministeriums wurde weggelassen. Der Rest ist original.
So auch der Name Netanjahu, denn “Bibi” war bereits Regierungschef in den Jahren 1996-99.
Kurzum: Der obige Text inklusive des Blog-Titels befand sich auf der Titelseite der Süddeutschen Zeitung vom 16. Dezember 1996.
Das war vor 15 Jahren.
Die Verhandlungen seit jenen ach so nahen fernen Tagen nennt man “Friedensprozess”.
Und täglich grüßt das Murmeltier.
Hamas akzeptiert(e) Grenzen von 1967
Schon damals waren die “Grenzen von 1967″ Konfliktstoff, so wie sie es jüngst wieder wurden durch die Äußerungen von US Präsident Obama.
Von Hamas hört man aus den westlichen Medien ausschließlich, sie wollte Israel partout nicht anerkennen oder genauer genommen: vernichten.
Man lese nur ihre Charta. Das ist freilich kein Spaß, um es salopp auszudrücken.
Wenn man aber die Äußerungen von Hamas schon 1:1 nimmt, dann sollte man alle Äußerungen übernehmen. Es hat in der Ägide des langjährigen Hamas-Führers Sheik Jassin Angebote an Israel gegeben, und auch später wurde französischen Unterhändlern versichert, man würde die Grenzen von 1967 anerkennen.
Wie? Aber das würde indirekt eine Anerkennung Israels bedeuten, nicht wahr? Korrekt. Das entspricht nur nicht den ewig gleich bleibenden Darstellungen seitens Washington, Jerusalem, Paris oder Berlin.
Diese ewig feilschende Politik kann schon kompliziert sein.
Nur ihre Darstellung ist leider allzu oft vereinfachend.
Viele Leute haben sich schon gefragt sich die Entwicklung des Henryk Marcin Broder vom Linken zum Rechtsdraußen begründet. Wie man von den St. Pauli Nachrichten kommend über Pardon und den Spiegel schlussendlich bei Springer landen kann und wie ein ursprünglich liberaler Geist als zumindest teilweise islamophober Ungeist enden kann. Broder selbst gibt nun seine Antwort auf diese Frage.
In seinem larmoyanten Text verweist er auf die Flugzeugentführung einer Air France Maschine die in Entebbe endete. Die Israelis starteten einen Überfall auf den Flughafen Entebbe, erschossen eine Reihe von ugandischen Wachsoldaten und befreiten die Geiseln. Soweit so gut. Es gibt wohl niemanden der sich damals nicht über die Befreiung der Geiseln gefreut hat.Aber genauso selbstverständlich begann nach dem glücklichen Ende auch die weltweite Diskussion darüber ob diese Aktion legal und berechtigt war.
Natürlich war Idi Amin ein ziemlich gemeiner und mörderischer Diktator. Aber zumindest damals war das noch keine Rechtfertigung für einen kriegerischen Angriff auf ein anderes Land. Heute reicht es ja, das dem Präsidenten der USA eine Zeitungsmeldung in einem anderen Land nicht gefällt und schon fallen die Bomben auf Zivilisten. Aber damals gab es noch so etwas wie ein Weltgewissen, das aber damals meist auch nur ein linkes Gewissen war. Für Broder reichte dieses Ereignis aus sich von seinen linken Freunden zu trennen. Schon damals begann er jede Kritik am Handeln Israels als Antisemitismus zu bezeichnen. Die gleiche Antisemitismuskeule mit der er bis heute jedes Nachdenken über Israel verhindern will.
Damals konnte man ihm seine Denkweise noch verzeihen. Er war Jude und eben kein Israeli. Zwar gehört es zum Jude sein dazu, am Pessach Fest den Spruch „Nächstes Jahr in Jerusalem“ zu sagen und je vehementer er vorgetragen wird, desto schlechter ist das Gewissen, weil man ja in Wirklichkeit nicht im gelobten Land der Juden, in Israel leben will. Broder ging damals nach Israel. Dafür hatte er sich eigens eine Vertreibungslegende gebastelt, indem er behauptete, er wolle sich mit den „linken Antisemiten in Deutschland“ nicht mehr auseinandersetzen. Aber Israel war eben doch nicht das gelobte Land für Broder. In Deutschland gab es für den polnischen Juden Broder einen Bonus weil sich die Deutschen wegen des Holocaust schämten und ein gut funktionierendes Netzwerk von jüdischen und linken Freunden. In Israel war Broder nur einer von vielen polnischen Juden. So kam er wie auch einige andere, weitgehend gescheitert, in das Land dass er doch so hasst.
Er ist ein untypischer Rekonvertit. Denn typischerweise loben die Konvertiten ja gerade die Religion in die sie gewechselt haben und verdammen die Religion aus der sie kommen. Broder kam noch israelischer und vor allem als Bewunderer der USA zurück. Er bezeichnet jede Kritik an Israel als antisemitisch und will damit jede Diskussion ersticken. Er sieht die Morde und die Unterdrückung die Israel ausübt und rechtfertigt sie vor sich selbst und will den anderen mit der Antisemitismuskeule die Diskussion verbietet.
Als zweiten Bruchpunkt nennt Broder in seinem Artikel 9/11 und ist ganz verbittert darüber, dass nur wenige Menschen die offizielle Geschichte glauben und das es einige sogar wagen, den USA eine Mitschuld an dem Attentat zuzuweisen, weil das imperiale Verhalten der USA und seine sinnlosen Kriege und Mordbrennereien die Aktion waren, die Reaktionen hervorruft. Nein Broder hat sich entschieden. Die USA und Israel sind die Guten. Alles was die USA und Israel tun ist gut getan und wer das kritisiert ist judenfeindlich und antiamerikanistisch, also verboten. Und weil die Deutschen ihn so ärgern holt er zu ganz großen Keule aus:
War Entebbe der Anlass, mich von meinen linken Freunden zu verabschieden, so hatte 9/11 weiter reichende Konsequenzen. Ich glaube seitdem nicht mehr, dass die Deutschen etwas aus ihrer Geschichte gelernt haben, außer, dass es für sie am günstigsten ist, sich aus der Geschichte rauszuhalten. Aus dem Volk ohne Raum wurde ein Volk ohne Rückgrat. Eine WG, in der darüber diskutiert wird, ob man sich über den Tod eines Massenmörders freuen darf, hat nicht alle Tassen im Schrank; ein Volk aber, das solchen Schabernack treibt, hat sich politisch und moralisch aufgegeben, ein Club der toten Seelen, getrieben vom Willen zur Ohnmacht. Alles, was es zu seinem Glück braucht, findet es bei OBI. Und wenn es mal auf die Barrikaden geht, dann nur, um den Abriss eines hässlichen Bahnhofs zu verhindern. Wolfgang Pohrt hat recht: „Früher haben die Deutschen der Welt den Krieg erklärt, heute erklären sie ihr den Frieden.“ Schwer zu sagen, was langfristig schlimmer ist.
Mit dieser Argumentation ist Broder nun endlich da angelangt wo viele ihn schon lange gesehen haben. Er möchte dass die Deutschen auf die Frage „Wollt ihr den totalen Krieg? lauthals ja schreien. Aber das haben schon damals nur wenige geschrien. Die meisten hielten es wie die Bergarbeiter im Ruhrgebiet die bei nächtlichen Bombenangriffen spöttisch dichteten:
wir sind alles arme Bergarbeiter,
flieg doch weiter nach Berlin,
denn dort haben sie ja geschrien.“
Für ihn ist der Streit um Stuttgart 21 nur der Streit um einen hässlichen Bahnhof und er will eben keine Bürgerdemokratie sondern ein Deutschland dass Israel und die USA bejubelt und Muslime tötet so viel es kann. Er begreift nicht, dass es hochmoralisch ist sich nicht an Angriffskriegen zu beteiligen und dass es zutiefst unmoralisch ist in Afghanistan Kinder zu ermorden wie es Deutschland bereits getan hat. Er begreift nicht, dass es viel schwerer ist nein zu sagen, als mit der Herde mitzurennen.
Leider ist Deutschland noch nicht so weit wie er es beschreibt, aber dieses Deutschland ist auf einem guten Weg dort hin. Leider erkläret Deutschland der Welt noch nicht vollständig den Frieden. Noch gibt es Kräfte in Deutschland die das Land ständig in Kriege verwickeln wollen und noch beutet Deutschland andere Länder wirtschaftlich aus, aber die Dinge beginnen sich immer schneller zu ändern.
Das mag dem Broder nicht gefallen, vielen anderen gefällt das sehr gut. Früher hat man als Linker immer gehört, dass man doch nach drüben gehen solle, aber diese Empfehlung muss man dem Broder nicht geben. In Israel war er ja schon und auch in den USA wird er nicht gebraucht. Er soll ruhig in Deutschland bleiben und sich tüchtig ärgern. Denn Deutschland lässt sich in seiner Entwicklung von einem Broder nicht aufhalten und die Auflagen der Springerpresse sinken. Broder darf sich selbst dabei zusehen wie er in der Bedeutungslosigkeit verschwindet und zum Schluss nur noch mit seinen Freunden von PI und dem anderen rechten Gesindel verkehren kann.





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