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Das neue Cover der Time erzürnt Abraham Foxman und seine Anti-Defamation League. Ein Davidstern aus weißen Margariten auf blauem Grund titelt: “Why Israel doesn’t care about peace”.1 Der Artikel behauptet, dass es “den Israelis” ökonomisch zu gut gehe, als dass sie ein großes Interesse an Frieden hätten. Und dabei bekommt er, was die ADL nicht ganz versteht, eine für Israel verständnissvolle Schlagseite, denn man muss ja bedenken: Clinton hatte Arafat 99% zugestanden, aber dieser habe eine Intifada wegen des restlichen 1% losgetreten. Zwar zitiert der Artikel nur einen Israeli, aber er widerspricht dem auch nicht. Schon hat man in der westlichen Welt auch eine gewisse Art von Verständnis für die Lage der Israelis: Lang genug probieren sie es ja schon mit den Arabern.

Die ADL bezichtigt die Time des Antisemitismus, weil sie eine Umfrage aus dem März zitierte, in der nur 8% der jüdischen Israelis den Frieden als das dringendste Problem ansahen, auf Platz fünf nach der Erziehung, Verbrechen, der Sicherheit und Armut. Es ist natürlich ein wenig absurd im September eine Studie aus dem März zu veröffentlichen, weil sich Prioritäten schnell verschieben. Gleichzeitig erschreckt diese Studie doch, selbst im März. Denn während Frieden der jüdischen Bevölkerung im Vergleich zu anderen Themen relativ unwichtig ist, gaben 100% der israelischen Palästinensern, immerhin 20% der gesamten Bevölkerung, dem Frieden die höchste Priorität.
Die ADL versteift sich bei ihrem Vorwurf des Antisemitismus auf etwas banales: materielle Sicherheit macht teilweise auch unempfindlich für die Armut und vor allem das Leid anderer, die daran dann wohl auch teilweise selbst Schuld sein müssen. Oder wie soll man das Verhalten vieler Menschen in Europa verstehen, die unempfindlich sind für das, was ihre Staaten in den Ressourceländern dieser Welt anrichten? Ganz zu Schweigen von den dauernden Kriegen, die der Westen seit Ende des Zweiten Weltkriegs geführt hat. Denn dieses Prinzip der Ignoranz gilt ja auch intern: Wer es hier zu nichts bringt, dem fehlt der Wille zum Erfolg. Die Menschen kommen, siehe Sarrazin-Debatte, oft nur noch als nützlich oder unnütz vor. Und da wundert man sich allen Ernstes über Israel?
Dennoch: die Umfrage verdeutlicht die Radikalisierung der israelischen Gesellschaft. Auch andere Umfragen scheinen das Ergebnis der Time zu bestätigen. Adam Horowitz zitiert auf Mondoweiss eine weitere hochaktuelle aus der Maariv. Darin wurden 500 Israelis gefragt, was sie für die wichtigsten Themen des nächsten Jahres sähen.2
36% gaben die Erziehung an, 13% die Gefahr durch den Iran, 12,7% den Kampf gegen die Korruption und 11,3% den Frieden mit den Palästinensern. Selbst, wenn man den Konflikt für mit dem Iran nicht herunterspielen sollte, so muss doch trotz der Aktualität das Desinteresse an einem Frieden gerade denjenigen ins Auge springen, die immerzu behaupten, Israel habe keinen Gesprächspartner bei den Palästinensern. Man muss dies wohl eher umdrehen: die palästinensische Seite sucht verzweifelt nach einem Gesprächspartner auf israelischer, der ihnen Sicherheit garantieren könnte. Ein solcher war und ist lange nicht gesehen.
von Gideon Levy
Nun gut, sagen wir, sie hatten Erfolg. Sagen wir, dass die rassistischen, nationalistischen Mitglieder der Knesset erreicht haben, was sie wollten: die Vertreibung der arabischen Mitglieder aus der Knesset. Nehmen wir an, dass die Hoffnungen des süßlippigen Extremisten Otniel Schneller, des „Demokraten“ Ofir Akunis und des Nationalisten Avigdor Lieberman so weit gekommen ist und die Knesset nun frei von Arabern ist.
Was wird als nächstes passieren? Hinter dieser Hetzkampagne liegt wie bei jeder anderen keine andere Motivation als die tiefsten Instinkte: „Araber verschwindet! – ganz zu schweigen von „Tod den Arabern!“ Die Araber sind also draußen, was nun?
Sogar bei der zweiten Runde des verbalen Lynchens der Knessetabgeordneten Hanin Zuabi am letzten Wochenende, einschließlich all der Lügen (sie „kämpfte mit israelischen Soldaten“ , schloss sich „Terroristen“ an, „weigerte sich, verletzte Soldaten zu evakuieren“), die von Politikern und TV-Show-Gästen vorgebracht wurden, wurden Aufrufe laut, sie natürlich aus der Knesset rauszuwerfen.
Es ist schon vollkommen kosher – die Aufrufe, Hanin und auch Ahmed Tibi, Mohamed Barakeh, Jamal Zahalka und ihre Freunde rauszuwerfen -es sind nicht länger Fantasien von Rechts-Extremisten. Die Legitimierung der Aufrufe in der Folge von vernichtendem Schweigen der meisten anderen Politiker, zeigt wie tief der Wunsch dahinter schon Wurzeln gefasst hat.
Sie mögen Ignoranten sein, was demokratische Ideale betreffen – aber jene, die zur Vertreibung der arabischen Knessetmitglieder aufrufen, sollten wenigstens sagen, was wird geschehen, wenn einmal den israelischen Arabern die Vertretung in der Knesset genommen wird. Werden arabische Bürger für Yisrael Beitenu wählen? Das ist sehr zweifelhaft. Werden sie für Akunis (?) bei den Vorwahlen wählen? Unwahrscheinlich.
Werden sie ihren Wahlzettel bei der McCarthyistischen Kadima einwerfen? Ihre Ansichten ändern und sich der zionistischen Bewegung anschließen, die ihnen die Nakba brachte – erwähne diese nur niemals? Ein Aktivist von Artzeinu werden? Oder ein Schaumschläger für Im Tirzu? Oder könnte es sein, dass sie ganz verschwinden?
Der Staat Israel schuldet der arabischen Öffentlichkeit und den Knessetmitgliedern, die sie vertreten, eine Menge. Sie sind weniger separatistisch als die Basken die Spanien ( obwohl sie viel mehr Gründe hätten, separatistisch zu sein als die Basken) und natürlich weniger gewalttätig und subversiv als sie.
Die Tatsache, dass sie erst noch wählen müssen, den Staat und seine Institutionen zu boykottieren und an dem Spiel der Demokratie teilzunehmen, die korrupt ist, soweit es sie betrifft – es ist ein Spiel, aus dem sie fast völlig ausgeschlossen sind – was nur noch erstaunen kann.
Statt ihnen dafür zu danken, statt ihre Toleranz und Zurückhaltung zu würdigen und ihre grundsätzliche Loyalität – stoßen wir sie hinaus, besonders jetzt. Vergessen Moral und Demokratie, Gerechtigkeit und Gleichheit – gibt es etwas Dümmeres als dies? Ist es den Aufhetzern nicht klar, wie die Alternative zur fortdauernden Teilnahme der Araber im Spiel der Demokratie aussieht?
Das Leben arabischer Israelis hat keine Ähnlichkeit mit dem Leben eines jüdischen Israeli. Er wird in übervölkerte Verhältnisse und vernachlässigte Stadtviertel geboren. In 62 Jahren hat es der Staat nicht für nötig gefunden, der arabischen Bevölkerung zu helfen, die ein Fünftel der Bevölkerung des Staates ausmachen; nicht eine einzige Siedlung wurde gebaut.
Die Araber sind von Geburt an daran gewöhnt, in Armut zu leben; die Diskriminierung folgt ihnen von den frühesten Tagen an. Sie können nie ihre Vergangenheit zur Sprache bringen; sie können sich nicht so definieren, wie sie wollen (Palästinenser? Wie können sie es wagen?) Und manchmal fühlen sie sich nicht wohl, ihre eigene Sprache zu sprechen.
Versuche ein Araber zu sein und suche ein Wohnung oder eine Arbeitsstelle. Umgeben von zionistischen Institutionen, die daran arbeiten, sie zu vertreiben: vom Keren Kayemet LeIsrael – dem jüdischen Nationalfond – bis zur israelischen Landverwaltung, einer neuen Reihe von Gesetzen, die sie unterdrücken soll, ein Justizsystem, das sie gegenüber jüdischen Bürgern diskriminiert – ein ganzes Lebensgewebe eines Bürgers zweiter Klasse in nur jeder möglichen Weise.
Tag und Nacht hören sie, sie seien eine „demographische Bedrohung“ oder eine „Fünfte Kolonne“, dass der Negev und Galiläa „judaisiert“ werden muss, dass sie von ihrem Land vertrieben werden müssen. Nun hören sie, dass auch die Knesset von ihren Vertretern gesäubert werden soll.
Es ist wahrscheinlich, dass dies passiert. In einer Gesellschaft, deren institutionelle Verteidigung der Demokratie begonnen hat, sich zu verschlechtern, ist nichts mehr sicher. Eines Tages werden wir vielleicht keine arabischen Knessetvertreter mehr haben oder mindestens keinen, der seine Wähler vertritt. Und an diesem Tag werden die arabischen Israelis wissen, dass der Ausschluss aus ihrem Staat total und vollkommen geworden ist.
Und was glauben die Aufhetzer wird Hadash, die Vereinigte arabische Liste – Ta’al und Balad ersetzen? Und wer wird Barakeh, Zuabi und Tibi ersetzen? Was wird die Reden – so bitter und schwierig sie waren – vom Knessetrednerpult ersetzen? Der öffentliche Protest, der für den größten Teil gesetzestreu ist?
Man kennt die Antwort sehr wohl. Die Antwort ist erschreckend und gefährlich.
Ohne die Morde der Hamas an den vier Siedlern irgendwie rechtfertigen zu wollen: – wie Mondoprinte richtigerweise sagte: Mord bleibt Mord – die ARD berichtet, dass Israel als “Reaktion” der Anschläge der Hamas Tunnel in Gaza bombardierte. Allerdings muss man sich manchmal fragen: wer reagiert denn hier auf wen? Tötet die Hamas vier Siedler innerhalb der Westbank, dann wird dies richtigerweise als Versuch gewertet, die Friedensgespräche zu sabotieren. Keiner verliert aber ein Wort darüber, dass Landraub, Repression und Demütigung, Folter, gezielte Tötung, und “Kollateralschäden” zur alltäglichen Praxis der IDF und der Siedler gehören. Und all dies nimmt die palästinensische Seite bei den Verhandlungen hin. Seham auf Mondoweiss zählt die Angriffe der Siedler auf: “Look at this list of settler-initiated crimes against Palestinians in the last few weeks”.
Eine Power-Point-Slideshow der IDF, aus der sich ergibt, dass es in Israels Plänen liegt, die Westbank und Gaza politisch zu teilen – entgegen dem, was in Oslo unterschrieben wurde. Ein Blogger hat das hebräische Dokument aufgearbeitet: …………………… WEITERLESEN.
Global Player, weltweit aktive Konzerne, die Milliarden-Umsätze machen, können sehr feige sein. Deutschlands größter Baustoffehersteller HeidelbergCement hat das auf peinliche Weise unter Beweis gestellt.
Als ich das Unternehmen um Stellungnahme bat zu dem Vorwurf, dass es in einem Steinbruch im von Israel besetzten Westjordanland die Bodenschätze der Palästinenser plündert, versprach Unternehmenssprecher Andreas Schaller eine Antwort. In einem Telefonat fasste er die Argumente zusammen, mit denen HeidelbergCement die weitere Ausbeutung des Steinbruchs im besetzten Palästinensergebiet rechtfertigt.
- Das Unternehmen schaffe Arbeitsplätze auch für Palästinenser.
- Die Palästinenser könnten dem Unternehmen die geförderten Baustoffe ja auch abkaufen.
- Es gebe ein laufendes Verfahren vor dem Obersten Israelischen Gericht und noch kein Urteil. Insofern könne man die Bodenschätze weiter heben. Diese Argumente wollte Schaller schriftlich ausführen und Panorama zukommen lassen.
Am nächsten Tag kam der Rückzieher. Schaller meldete sich wieder und sagte, man wolle sich gar nicht mehr äußern. Das Telefonat sei “privater” Natur gewesen und nicht als offizielle Stellungnahme gedacht. Mit anderen Worten: illegale Profite ja, dazu Rede und Antwort stehen nein. Vielleicht wollte man auch nur eine zusätzliche Blamage vermeiden, denn die in dem erwähnten Telefonat vorgebrachten Argumente sind an Peinlichkeit und Zynismus kaum zu übertreffen.
Zu 1.: Auch die israelische Siedlungspolitik schafft Arbeitsplätze für Palästinenser. Palästinenser bauen neue Häuser in israelischen Siedlungen, Palästinenser haben auch an der “Grenzmauer” mitten durchs Westjordanland mitgebaut. Ist diese Politik gegenüber den Palästinensern deshalb “sozial”?
Zu 2.: Wieso sollten die Palästinenser HeidelbergCement Bodenschätze abkaufen, die ihnen gehören?
Zu 3.: Israel ist ein Rechtsstaat, aber nur bis zu den Grenzen von 1967. Da hört die Rechtsstaatlichkeit, wie vieles andere auch, auf. Dahinter kommt rechtsfreier Raum. Viele Kläger sind in der Vergangenheit vor dem Obersten Israelischen Gericht (”Bagatz”) gescheitert, wenn es um Streitfälle im besetzten Palästinensergebiet ging und das Unrecht von oder im Schutze der israelischen Armee begangen wurde. Insofern ist es zynisch und peinlich, wenn HeidelbergCement sich hinter einem „laufenden Verfahren“ beim “Bagatz” versteckt.
Und die Bundesregierung? Ihr ist das Engagement deutscher Unternehmen in den israelisch kontrollierten Teilen der besetzten Gebiete irgendwie unangenehm. Ob Berlin jetzt Druck machen wird gegen HeidelbergCement? Panorama wird deswegen beim Auswärtigen Amt noch einmal nachfragen…
In Washington bittet der US-Präsident die verfeindeten Parteien zu “Friedensverhandlungen”. Es ist das x-te Mal. Noch nie aber war von vornherein so klar, dass es reine Show ist und der Konflikt zwischen Israel und Palästinensern sich weiter verschärfen wird. Meine Kollegen vor Ort haben es auch bei den Recherchen und Dreharbeiten für diesen Fernsehbeitrag in Israel und im Westjordanland gespürt. “Das wird hier alles nicht gut enden,” sagte mir Tonmann Ricardo Levy, mit dem ich schon in den neunziger Jahren über den Konflikt berichtet hatte. Wir sind uns einig: seitdem ist alles nur noch schlimmer geworden.
Nahostkonflikt gibt es Friedensgespräche. Benjamin Netanjahu und Mahmud Abbas werden sich unter Aufsicht von Barack Obama alle zwei Wochen treffen, um eine Friedensvereinbarung zwischen Palästinensern und Israel auszuhandeln. Bei der ersten Begegnung in Washington waren auch König Abdullah II. und Husni Mubarak, die starken Männer aus den Nachbarstaaten Jordanien und Ägypten anwesend. Auf vorsichtigen Optimismus machen die Medien dabei. Der saudische Sender Al Arabiya ruft zur Unterstützung von Mahmud Abbas auf. Es gäbe viele radikale Elemente, die die Friedensgespräche torpedieren wollten, aber wenn alle “vernünftigen” und “moderaten” Kräfte an einem Strang ziehen, dann gäbe es eine Chance, dass die “Friedensgespräche” Erfolg hätten. Andersherum ausgedrückt bedeutet das, wer diese Friedensgespräche, so wie sie geführt werden, ablehnt, der ist weder vernünftig noch moderat. Friedensgespräche sind schließlich immer gut. Und gegen Frieden kann doch niemand sein, der vernünftig und moderat ist.
Mein Parteibuch möchte auch einen Vorschlag für Friedensgespräche machen: Ismail Haniyya und Yitzchak Tuvia Weiss treffen sich unter Schirmherrschaft von Mahmud Ahmadinejad und handeln völkerrechtlich verbindliche Grenzen und andere abschließend verbindliche Regelungen betreffend dem ganzen historischen Gebiet Palästina aus. Der gewählte Regierungschef Ismail Haniyya vertritt das palästinensische Volk, der Chief Rabbi der Edah HaChareidis, also der Chefrabbi der höchsten Instanz des Judentums, vertritt das jüdische Volk von Israel, und Mahmud Ahmadinejad, der beliebte Regierungschef der wichtigsten Regionalmacht, wacht als unabhängiger und neutraler Schirmherr darüber, dass die Verhandlungen ernsthaft, zielstrebig und in guter Absicht geführt werden. Bei der ersten Begegnung in Teheran werden auch Hassan Nasrallah und Bashir Assad, die starken Männer aus den Nachbarstaaten Libanon und Syrien dabei sein und den Auftakt zu den ernsthaften Verhandlungen zwischen den Völkern bezeugen. Die türkische Zeitung Todays Zaman könnte dazu Zionisten zur Unterstützung von Rabbi Weiss aufrufen. Um die Gespräche zügig abschließen zu können, werden die Gespräche geheim geführt und über die Gesprächsinhalte bis zu einem finalen Ergebnis Stilschweigen vereinbart. Unter dem palästinensischen Volk wird nach den erfolgreichen Verhandlungen vor Inkrafttreten der völkerrechtich verbindichen Vereinbarung eine Volksabstimmung durchgeführt, ob es mit dem Verhandlungsergebnis einverstanden ist. Was könnte es daran auszusetzen geben? Friedensgespräche sind schließlich immer gut. Gegen Frieden kann doch niemand sein, der vernünftig und moderat ist.
Sollte es solche wie von Mein Parteibuch vorgeschlagene Gespräche geben, so kann man sich die wütenden Reaktionen einiger Zionisten lebhaft vorstellen. Was könnten sie vorbringen?
- Chefrabbi Yitzchak Tuvia Weiss ist kein legitimer Vertreter des jüdischen Volkes von Israel
- Yitzchak Tuvia Weiss sei Verteter einer ausgesprochen anti-israelischen Organisation
- Unter dem jüdischen Volk von Israel soll keine Volksabstimmung stattfinden, die diese extrem weitreichende Vereinbarung völkerrechtlich legitimiert
- Da die Verhandlungen geheim stattfinden sollen, kann nicht mal zivilgesellschaftlicher Protest gegen die laufend verhandelten Zwischenergebnisse organisiert werden
- Mahmud Ahmadinejad sei kein ehrlicher Makler, sondern ausgesprochen pro-palästinensisch und anti-israelisch
Solche Verhandlungen würden als Farce bezeichnet werden. Das vorhersehbare Ergebnis solcher Verhandlugen wäre, dass an der jüdischen Bevölkerung Israels und ihrer gewählten Vertreter vorbei ein völliger Ausverkauf ihrer Interessen stattfinden würde. Da die gewählten Vertreter nicht berücksichtigt würden, hätten ihre bewaffneten Organe keine andere Möglichkeit als Gewalt, damit solch einseitig zusammengesetzte Friedensgespräche ihr Schicksal nicht über ihren Kopf hinweg entscheiden. Solche Verhandlungen wären geradezu absurd. Und sie würden zu nichts anderem als mehr Gewalt führen.
Doch wie sieht es mit den “Friedensgesprächen” aus, die tatsächlich geführt werden? In Wirklichkeit ist es noch viel schlimer als es in diesem absurden Beispiel zum Ausdruck gekommen ist:
- Die Amtszeit von Mahmud Abbas ist abgelaufen.
- Die USA sind bei diesen Gesprächen kein ehrlicher Makler, sondern aufgrund des Einflusses der mächtigen Israel-Lobby höchst parteiisch zugunsten Israels. Israel beherrscht obendrein den Kongress der USA.
- Die USA haben die Familie Abbas regelrecht eingekauft, indem sie sie mit milionenschweren Aufträgen finanziert hat.
- Mahmud Abbas kann sich in der Westbank nur an der Macht halten, weil ihn die in keiner Weise legitimierte von den USA aufgebaute und finanzierte Dayton-Miliz vor dem Zorn der Bevölkerung beschützt.
- Mahmud Abbas hat sämtliche Wahlen abgesagt, mit der die Bevölkerung Palästinas den Verräter und seine Gehilfen loswerden könnte.
- Die gewählte palästinensche Regierung unter Führung von Ismail Haniya wird kompett übergangen
- Um den Protest der Bevökerung Palästinas zu erschweren und sie vor vollendete Tatsachen zu stellen, werden die Verhandlungen unter Verschwiegenheit geführt
- Entsprechend der Verfassung von Palästina hat Mahmud Abbas keinerlei Mandat mehr, irgendetwas für die Bevölkerung Palästinas zu verhandeln.
- Der israelische Verhandlungsführer Benjamin Netanjahu hat schon vor Jahren deutlich gemacht, dass eine am Völkerrecht der Grenzen von 1967 orientierte Lösung für ihn nicht in Frage kommt.
- Eine Volksabstimmung über die Ergebnisse der Verhandlungen wird zwar der israelischen Besatzerbevölkerung in Aussicht gestellt, nicht jedoch der palästinensischen Bevölkerung Palästinas.
Niemand, der moderat und vernünftig ist, kann ernsthaft glauben, Mahmud Abbas würde in den Verhandlungen die Interessen der Bevölkerung Palästinas vertreten. Bei den Verhandlungen sind nur pro-zionistische Kräfte zugegen. Und schon hat Verräter Abbas das erste schwerwiegende Zugeständnis ohne Gegenleistung gemacht:
Abbas: “Noch einmal, wir wollen unsere Bereitschaft unterstreichen, uns in allen Fragen zu verständigen, einschließlich der Sicherheitsfragen und einer Beendigung der Volksverhetzung.”
Einen Pakt gegen Volksverhetzung zu schließen, ist sicherlich eine gute Sache. Doch hier liegt der Fall anders. Was wir hier sehen, ist Verrat. Das Gedenken an die Nakba ist aus Sicht Israels Volksverhetzung, da es die zionistische Geschichtsklitterung herausfordert. Netanjahu hat sich nicht dazu verpflichtet, die regelmäßige und gesetzlich vorangetriebene Volksverhetzung und Geschichtsklitterung durch Israel zu unterbinden. Mahmud Abbas hat Israel somit ganz nebenbei ein einseitiges und von Israel in keiner Weise honoriertes Zugeständnis gemacht. Netanjahu kann nun hingehen und unter Verweis auf das Zugeständnis von Abbas das Gedenken an die Nakba zu unterlassen fordern.
Und genau deshalb laufen derzeit sowohl der militärische Widerstand unter Führung der Qassam-Brigaden als auch der zivile Widerstand unter Führung von extrem “moderaten” und “vernünftigen” palästinensischen Politikern wie Mustafa Barghouti gegen diese Gespräche Sturm.
Friedensgespräche? Ja, bitte. Frieden in Nahost is dringend nötig. Aber Frieden kann nicht erreicht werden Farce von nicht legitimierten Marionetten einer Partei über die Köpfe der Betroffenen hinweg, sondern nur als Ergebnis von Verhandlungen zwischen den von der Bevölkerung legitimierten Führern der tatsächlichen Konfliktparteien. Was derzeit abläuft sind Verratsgespräche. Da kann nichts Gutes bei rauskommen.
Für solche Gespräche über die Köpfe der Betroffenen hinweg gibt es einen historischen Präzedenzfall: das Münchener Diktat. Auch da ist nichts Gutes herausgekommen, obwohl die Verhandlungsteilnehmer bei diesen Friedensgesprächen eine von allen Verhandlungsteilnehmern akzeptierte Einigung erzielt haben.
Ein Parlamentsabgeordneter der islamisch-palästinensischen Widerstandsbewegung Hamas hat den gestrigen Anschlag auf ein Fahrzeug mit illegalen zionistischen Siedlern nahe Khalil im Westjordanland mit vier Toten als einzigen Weg zur Konfrontation mit dem gegen das internationale Recht illegalen Siedlungsbau bezeichnet.
Wie die iranische Nachrichtenagentur Farsnews berichtet, sagte Muschir al Mesri am Rande eines Fußmarsches im Lager Dschabalia zum arabischsprachigen Fernsehsender BBC unter Hinweis darauf, dass Rechte einzufordern sind: „Dieser Anschlag ist eine Reaktion auf die Wiederaufnahme so genannter direkter Friedensgespräche zwischen der palästinensischen Autonomiebehörde und dem zionistischen Feind und eine Antwort auf alle Verschwörungen, die darauf abzielen den Widerstand zu brechen.“
„Der Anschlag in Al Khalil ist eine natürliche Reaktion auf die täglichen Verbrechen des zionistischen Regimes am palästinensischen Volk. Alle Bemühungen des zionistischen Feindes, den Widerstand zu brechen, werden zum Scheitern verurteilt sein“, betonte das ranghohe Hamas-Mitglied weiter.
Al Mesri sagte dann gerichtet an das zionistische Regime: „Rechte lassen sich nicht erbetteln, man muss sie sich erkämpfen; auch wird Israel den Siedlungsbau durch Bitten und Flehen nicht einstellen, zu dessen Einstellung müssen Besatzer und illegale Siedler bekämpft werden,auch mit der Waffe in der Hand.“
„Während der verbrecherische Abbas (Chef der palästinensichen Autonomiebehörde) in Washington mit Oberhäuptern des zionistischen Regimes zusammentrifft, haben die Ezzeddin-Qassam-Brigaden ihre tapfere Aktionen in Al-Khalil durchgeführt“, wird al Mesri weiter zitiert.
Beim gestrigen Angriff palästinensischer Widerstandskämpfer auf ein mit israelischen illegalen Siedlern besetztes Fahrzeug nahe Al-Khalil im Westjordanland kamen vier der Insassen ums Leben.
Die Ezzeddin-Qassam-Brigaden, der militärische Arm der Hamas-Bewegung übernahm die Verantwortung für diese Aktion.
Die islamisch-palästinensische Widerstandsbewegung Hamas hat die jüngste Aktion gegen illegal sich aufenthaltende zionistische Siedler in der Stadt Al Khalil im Westjordanland als natürliche Reaktion auf die Verbrechen des diese Siedler unterstützende zionistischen Regimes bezeichnet. „Die Aktion in Al Khalil war eine natürliche Reaktion auf die andauernden Verbrechen der Besatzer und ist ein Grund für das Scheitern der Sicherheitskooperationen zwischen Israel und der palästinensischen Autonomiebehörde, die nur dazu dienen sollen, den Widerstand im Westjordanland zu entwurzeln“, gab Hamassprecher Sami Abu Zahri laut Farsnews unter Berufung auf AFP in einer Erklärung bekannt.
„Es ist eine Erinnerung daran, dass der bewaffnete palästinensische Widerstand gegen Verbrechen an den Palästinensern weitergeht“, hieß es laut diesem Bericht.
Die israelische Besatzungspolizei berichtete von einem Angriff auf Siedler nahe einer illegalen Zionistensiedlung im Westjordanland bei der am gestrigen Dienstag vier illegale Siedler getötet wurden. Das Fahrzeug der Getöteten sei in den gestrigen Abendstunden nahe der Stadt Al Khalil Ziel eines bewaffneten Angriffs geworden, teilte die Polizei mit.
Palästinensische Widerstandskämpfer haben vier sich gegen das Internationale Recht illegal im Westjordanland aufenthaltende zionistische Siedler im getötet.
Die Essedin-el-Qassam-Brigaden, der Militärzweig der islamisch-palästinensischen Widerstandsbewegung Hamas, töteten diese vier zionistische Aggressoren in der Nähe der Illegalen Zionistensiedlung Kirjat Arba in Al Khalil im Westjordanland, berichtete Al Alam. Es handele sich um eine „normale Reaktion auf die Verbrechen der Zionisten und einen Beweis für das Scheitern der Sicherheitsverhandlungen zwischen der palästinensischen Autonomiebehörde und den Besatzern gegen den Widerstand“, erklärte der Hamas-Sprecher Sami Abu Suhri.
Gestern griffen zionistische Siedlungsbewohner unter Rückendeckung israelischer Besatzungskräfte palästinensische Bauern an, die gerade bei ihrer Arbeit in Deyr Estia im Westjordanland waren. Dabei wurden mehrere Plästinenser verletzt.





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