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Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat in einem Schreiben an seinen libanesischen Amtskollegen Michel Suleiman zum Tod des schiitischen Rechtsgelehrten Mohammad Hussein Fadlallah kondoliert. In seinem Schreiben würdigte er die wertvollen und ausgezeichneten Verdienste dieses großen Geistlichen um den Widerstand und die Verstärkung der nationalen Einheit im Libanon. „Diese Verdienste werden zweifelsohne in die libanesische Geschichte eingehen“, hieß es.
Auch der iranische Parlamentspräsident Ali Laridschani sprach in einem entsprechenden Kondolenzschreiben allen Muslimen, der libanesischen Regierung und Bevölkerung vor allem den Schiiten, dem Generalsekretär der libanesischen Hisbollah, Seyyed Hassan Nasrallah, und dem libanesischen Parlamentspräsidenten Nabih Berry sein Beileid aus. „Mit seinem Scharfsinn und seiner Weisheit beobachtete dieser hervorragende Geistliche die Lage und durch pünktliches Wachrütteln der Muslime errichtete er einen festen Damm gegenüber den Feinden“, bekräftigte Laridschani in seinem Schreiben.
Großayatollah Seyyed Mohammad Hussein Fadlallah verstarb am Sonntag im Alter von 75 Jahren in einem Krankenhaus im Süden von Beirut.
Der libanesische Ministerpräsident Saad Hariri erklärte, der Libanon habe eine große nationale und geistliche Autorität verloren. Die Hisbollah rief zu einer dreitägigen Trauer auf.
Im Windschatten des Sommertheaters um die Bundespräsidentenwahl hat der als Lügner bekannte Propagandist der Israel-Lobby Richard Herzinger in Springers Welt eine besonders bemerkenswerte Lachnummer veröffentlicht. Angesichts der schüchtern und ohne jegliche Sanktionsandrohung vorgetragenen europäischen Forderung nach einem Ende der verbrecherischen Blockade von Gaza droht Richard Herzinger damit, dass Israel sich von Europa abwenden und stattdessen Indien zuwenden könne. Die Aussicht, in Europa zukünftig ohne die ständigen Versuche des wirtschaftlich völlig unbedeutenden Schurkenstaates Israel zum Anstiften von Kriegen und Schüren von Rassismus leben zu können, klingt natürlich verlockend.
Doch Richard Herzinger lebt offenbar in einer anderen Realität, einer, wo die europäische Kritik an Israel nichts mit der fortgesetzten israelischen Politik von Besatzung, Apartheid und Massakern zu tun hat und Israel eine Weltmacht ist, von der Europa abhängig ist:
Und Europa? Da es derzeit eher gegen seinen politischen und ökonomischen Niedergang ankämpfen muss, könnte es ihm irgendwann sogar einmal leidtun, Israel in einer kritischen Situation wie der jetzigen mit solch ultimativ fordernder Herablassung behandelt zu haben.
Leider ist die verheißungsvolle Perspektive, Israel könnte sich von Europa abwenden, nur ein schlechter Scherz, der mögicherweise inspiriert wurde durch die Vorahnung, dass, wenn Israel mit seiner menschenverachtenden Politik so weitermacht, die Flugzeuge von Israel nach Europa bald fast so lang unterwegs sein könnten wie Flugzeuge nach Indien. Natürlich lässt Zions Welt unter dem lustigen Artikel keine Kommentare zu. Sonst könnte da jemand Israel vorschlagen, Europa zu boykottieren und damit freiwillig bei der von Israel gefürchteten weltweiten BDS-Kampagne mitzumachen. Obwohl der Hintergrund von Richard Herzingers ernst gemeinter Satire natürlich ist, dass die Sanktionskampagne gegen Israel und seine ebenso rechtsradikale wie rassistische Regierung inzwischen Wirkung zeigt, lohnt es sich trotzdem, einen Blick auf die indisch-israelischen Beziehungen zu werfen.
Indien hat mit Israel eine Gemeinsamkeit, denn ähnlich wie das zionistische Regime überwiegend von Muslimen bewohnte Gebiete seit dem israelischen Angriffskrieg 1967 völkerrechtswidrig besetzt hält, so hält Indien seit 1947 einen Teil von Kaschmir besetzt und zieht ein blutiges militärisches Besatzungsregime über die überwiegend muslimische Bevölkerung der bereits 1948 vom UN-Sicherheitsrat gefordeten friedlichen Lösung des Kashmir-Konfliktes in Form einer Volksabstimmung darüber, ob Kashmir zu Indien oder Pakistan gehören soll, vor. Außerdem hat die brutale Politik von Vertreibung und Vernichtung der Lebensgrundlagen der eingeborenen Adivasi in weiten Teilen Indiens zu einer organisierten bewaffneten Widerstandsbewegung, den Naxaliten, geführt, ähnlich wie die Vertreibung und Vernichtung der Lebensgrundlagen der Palästinenser durch Israel den palästinensischen Widerstand entfacht hat.
Die auffälligen Parallelen der militärischen Unterdrückungspolitik Indiens und Israels haben bereits vor über 40 Jahren zu einer Kooperation dieser Staaten geführt. So hat der frühere Chef des zionistischen Regimes David Ben-Gurion offenbar bereits 1967 vorgeschlagen, antimuslimische Ressentiments in Indien dazu zu nutzen, um die gegenüber dem rassistischen Kolonialsiedlungsprojekt der Zionisten in Palästina kritisch auftretenden Pakistanis zu bekämpfen und zu zerstören. Und seit Jahren wird in Pakistan kolportiert, dass der indische Geheimdienst R&AW seit seiner Gründung 1968 eine überaus enge und geheime Beziehung zur israelischen Terrororganisation Mossad pflegen soll und Rameshwar Nath Kao, der erste Chef des Dienstes, sogar vom Mossad ausgebildet worden sein soll. Was da dran sein mag, mag unklar sein, doch ist die israelisch-indische Kooperation im Militär- und Sicherheitsbereich inzwischen so weit fortgeschritten, dass Propagandisten Israels in den USA bereits stolz erklären, Israel sei der größte Rüstungslieferant Indiens.
Grundlage der israelischen Zusammenarbeit mit Indien kann kaum eine auf spannungsfreien Verhältnissen zu den Nachbarstaaten basierenden Politik Indiens sein. Mit einer Strategie der Spannung lassen sich Hindus gegen Muslime besser gegeneinander ausspielen und auch Waffen leichter verkaufen. Als interessante Fußnote sei dabei angemerkt, dass während Israel Indien gegen Pakistan militärisch aufgerüstet hat, die von der Israel-Lobby maßgeblich dominierte USA gleichzeitig Pakistan gegen Indien aufgerüstet hat.
Durch den anhaltenden Konflikt und das Hochrüsten beider Seiten konnten die USA und Israel ein Ausmaß an Kontrolle über Indien und Pakistan erhalten, dass sie nie hätten haben können, wenn Pakistan, Indien und China sich zu einem Wirtschafts- und Sicherheitsblock hätten zusammenschließen können, so wie das nun in der SCO angestrebt wird.
Und darin besteht auch das Hauptproblem der angedrohten antiislamischen Achse Israel-USA-Indien. Das Riesenland Indien ist nicht so einfach wie die USA oder die EU zum Handlanger der Interessen Israels zu machen. Die indische Außenpolitik war immer schon multidimensional. Während Indien einerseits mit Israel eine enge Kooperation im Sicherheitsbereich pflegt, ist Indien gleichzeitig schon von Anbeginn an einer der besten Handelspartner der postrevolutionären Islamischen Republik Iran.
Und wenn Indien vorhat, sich wirtschaftlich ähnlich rasant wie China zu entwickeln, dann braucht Indien dafür Energie. Diese Energie kann Indien problemlos vom Iran in Form von Gas via Pakistan über die bereits projektierte IPI-Pipeline beziehen. Man muss kein Experte sein, um zu erkennen, dass eine gegen den Iran und Pakistan gerichtete antiislamische Strategie der Spannung schon deshalb nicht nur für die Bevölkerung von Indien, sondern auch für die Bosse der dortigen Wirtschaft äußerst nachteilig wäre. Israel kann Indien im Gegensatz zu seinen Partnern Iran und Pakistan kein Gas liefern.
Das ganze Leben des Menschen ist durchzogen von Riten und viele Menschen merken es nicht. Doch unvernünftige Riten schaden jedem Volk.
Oft wird den Religionen vorgeworfen, sie hätten so viele “konservative“ Riten. Und insbesondere dem Islam wird vorgeworfen, dass sie eine “Gesetzesreligion“ mit vielen Riten sein. Die Tatsache, dass der Islam eine Liebesreligion ist, in der die Riten zum höchsten Genuss der Liebe führen, soll an anderer Stelle diskutiert werden. Hier geht es darum, dass es eigentlich in allen Bereichen des Lebens in Deutschland “Riten“ gibt. Im Gegensatz zu den Riten der Religionen sind sie oft nirgends festgeschrieben, sondern dümpeln als sogenannter “Brauch“ ihr Dasein vor sich hin. Und es gibt keinen Lebensbereich, in der jene Riten nicht ihr Unwesen treiben, insbesondere dann, wenn sie dümmlich, schädlich oder gar zerstörerisch wirken. Und das Hauptargument von falschen Riten ist: So haben wir das schon immer gemacht“, oder: „das war schon immer so“. Natürlich weiß jeder, dass jeder Ritus irgendwann einmal angefangen haben muss, aber danach fragt man nicht. Typisches Beispiel eines Ritus ist die Krawattenuniform, die jedem Bänker vorgeschrieben ist, obwohl auch mit einem kragenlosen geschossenen Hemd ohne Krawatte ein durchaus seriöses Auftreten möglich wäre. Ein anderes deutsches Beispiel ist, dass Fußballmeister Bier über den Kopf gegossen bekommen (wie lustig bzw. ekelig, je nach Sichtweise – aus muslimischer Sicht ist es so, als wenn man Urin über die Köpfe gießt).
Übliche Formen von Riten, konnte auch jeder beobachten, der die letzte Präsidentschaftswahl im Fernsehen (oder Internet) beobachtet hat. Nach dem dritten Wahlgang, als alles entschieden war und der neue Präsident Wulf feststand, gab es eine Szene, die das gesamte Ausmaß dümmlicher Riten auf höchster Stufe des Staates verdeutlicht und aufzeigt, dass Politik Menschen offenbar verunmenschlichen lässt. Die Auszählung war erfolgt, das Ergebnis war allen Beteiligten schon vor der öffentlichen Verkündung bekannt, Wulf hatte im Hinterzimmer seinen Rücktritt als Niedersächsischer Ministerpräsident vollzogen und saß entspannt im Saal neben einer ebenfall erleichterten Kanzlerin, die Stimmen des Kandidaten Gauck wurden genannt und daraufhin standen alle Mitglieder der SPD und der Gründen auf uns klatschten dem Kandidaten minutenlang!! Nur von der CDU, der CSU und der FDP stand niemand auf. Die Kanzlerin hätte es in der Hand gehabt aufzustehen und dem unterlegenen aber fairen Kontrahenten zu klatschen und alle hätten mitmachen müssen. Das wäre doch einmal eine echte Änderung der unsinnigen Riten gewesen! Warum kann man nicht am Ende des Tages, nach einem langen und mühsamen Wahlkampf zur menschlichen Gemeinsamkeit mit viel Respekt und Anstand sich gegenseitig Applaudieren und dem Volk signalisieren, dass wir alle zusammen die Probleme dieses Landes bewältigen müssen, selbst wenn wir unterschiedliche Konzepte und Vorstellungen darüber haben. Aber die Riten hindern die Menschen daran! Genauso war es dann auch, als die gewinnträchtige absolute Mehrheit von Wulf genannt wurde. Dieses Mal standen nur die auf, die ihn gewählt hatten. Warum eigentlich? Ist er nicht ab sofort der parteilose Präsident aller Deutschen? Was hindert die “Opposition“ im Saal, auch ihrem neuen Präsidenten Applaus zu gewähren? Aber die Riten hindern die Menschen daran.
Und wie viele solch unsinniger Riten gibt es; vor allem in der Politik! Was soll z.B. der rote Teppich vor “besonderen Gästen“? Ist das wirklich eine Ehrung? Hat sich eigentlich jemals jemand Gedanken darüber gemacht, woher jener Ritus stammt? Warum soll ein Staatsgast dadurch geehrt werden, dass er über einen roten Teppich laufen kann und nicht den Boden berührt? Hat irgendjemand den über Roten Teppich laufenden Leuten erklärt, dass es bis auf die Schilderung von Troja zurück geht? In der alten griechischen Mythologie lässt Klytaimnestra ihrem Mann Agamemnon bei seiner siegreichen Heimkehr aus Troja einen roten Teppich ausbreiten, seine Füße sollen die Erde nicht berühren. Agamemnon weigert sich jedoch zunächst, den Teppich zu betreten, und weist darauf hin, dass ein roter Teppich den Göttern der Griechen vorbehalten sei. Er wird dann doch überzeugt den Teppich zu betreten, zieht aber immerhin vorher seine Schuhe aus, um die Götter milde zu stimmen. Zwar hat es jene Szene wohl nie gegeben, aber der heutige Ritus geht wohl darauf zurück. Fragt überhaupt jemand danach? Wissen die “Teppichläufer“, dass sie über einen Teppich der “Götter“ laufen, und die damalige Götter gibt es geringfügig modernisiert auch heute noch. Oder praktizieren sie die Riten, ohne zu wissen, was dahinter steckt?
Ich erinnere mich an eine lustige Szene, als Imam Chamenei zu einem Besuch in der Provinz Urumiyya gelandet war, und die dortigen “Offiziellen“ ihm einen roten Teppich ausgebreitet hatten. Direkt am roten Teppich stand die Prominenz der Stadt, um Imam Chamene’is zu begrüßen. Der aber ging nicht über den Teppich, sondern direkt daneben, so dass der Teppich einen Abstand zwischen den Spalierstehenden Offiziellen und dem Imam bildete.
Ein weiterer Ritus ist das Begrüßen von Staatsgästen mit “militärischen Ehren“. Worin besteht eigentlich die Ehre vom Militär eines Landes begrüßt zu werden? Und wo sind die Alt68er, die solche Riten einstmals angeprangert haben, bis sie selbst in die Höhen jener politischen Ritusprediger aufgestiegen sind? Eine echte Unsitte ist die Bezeichnung “First Lady“! Niemand hat doch die Frau von Wulf gewählt oder gar eine ganze Familie! Nur der Präsident hat doch seine Frau gewählt. Warum soll das eine Funktion für das ganze Volk haben? Worin besteht die Demokratische Legitimation? Und was macht das Land bzw. die Ritenmedien, wenn Westerwelle Präsident wird?
Es gibt auch Riten in den Medien. Seit nunmehr acht Jahren hat Iran stets in ein bis zwei Jahren die Atombombe und bei keiner neuen Meldung gibt es irgendeinen Journalisten, der sich für die letzten acht Falschmeldungen diesbezüglich entschuldigt! Seit acht Jahren greift zudem Israel den Iran zum bevorstehenden Herbst an. Seit 60 Jahren will Israel angeblich Frieden mit den Palästinensern. Seit acht Jahren bringen US-Soldaten Frieden nach Afghanistan usw. usf. Ein weiterer beachtlicher Ritus besteht darin, dass die Bildzeitung die meistgelesene Zeitung Deutschlands ist, obwohl sie eigentlich niemand gelesen haben will. Das erinnert an die Zahl der Prostituierten im Land zu denen niemand geht.
Die Veränderung einer Gesellschaft zum Guten, zum Besseren, beginnt stets mit der Selbstverbesserung und der Etablierung von Werten der Vernunft in uns selbst. Jeder Ritus ist zu hinterfragen, ob es das rituelle Gebet ist oder ein roter Teppich. Und wenn man das wirklich tun würde, würde man feststellen, dass die Riten des Unsinns viel mehr sind, als die sinnvollen Riten der Wahrheit. Wir müssen Menschen ehren, die nicht so gerne über rote Teppiche laufen, aber dazu müssten wir erst selbst diesen Wunsch in uns töten. Wir müssen Menschen ehren, die nach einem fairen Wettstreit auch dem Gegner zuapplaudieren können. Aber dazu müssten auch wir dazu in der Lage sein und uns dazu erziehen. Vielleicht ist das auch eines der Gründe der etablierten Angst vor dem Islam. Denn bei einem echten sachlichen Dialog könnte sich herausstellen, dass der Islam sinnvolle Riten vertritt und unsinnige ablehnt, während es in einer veralternden Gesellschaft oft anders ist.
Vor allem müssen wir uns fragen, ob ein Leben in sinnlosen Riten zur Glückseligkeit führt oder die Hinterfragung eines jeden Ritus, das Forschen nach den Hintergründen und das Annehmen und Akzeptieren von nur sinnvollen Riten. Jeder Mensche braucht Halt im Leben. Manche glauben in den nicht hinterfragten Riten Halt zu finden. Das hat Deutschland schon zwei Mal in jüngster Geschichte zum Abgrund geführt. Es wird aber Zeit, dass wir vor dem Dritten Mal “ausbrechen“ aus den falschen Riten.
Die Hilfsgüter der Mavi Marmara tröpfeln endlich nach Gaza
Einen Monat, nachdem israelische Truppen das Schiff überfallen und neun Helfer ermordet haben, darf heute endlich der erste Teil der humanitären Hilfslieferung von der Mavi Marmara in den Gazastreifen gebracht werden – es handelt sich dabei um 82 elektrische Rollstühle.
Nachdem er lange als Luxusgut nicht eingeführt werden durfte, gestattet Israel heute die Einfuhr von Tomatenketchup in den Gazastreifen.
Die meisten Hilfsgüter, darunter Kleidung, medizinische Geräte, Medikamente und Spitalsbetten, werden noch immer zurückgehalten, da Israel darauf besteht, dass bei den beschlagnahmten Gütern geklärt werden muss, dass es sich nicht um Waffen handelt, bevor es sich überlegt, sie auszuliefern.
Vertreter der Vereinigten Staaten von Amerika haben Israel lauthals gelobt, weil es im vergangenen Monat der Aufhebung der „zivilen Blockade“ zugestimmt hat, aber nachdem der westliche Druck in dem Ausmaß nachlässt, in dem die Öffentlichkeit den Überfall auf die Hilfsflotte vergisst, hat die israelische Regierung noch immer ihre lang versprochene Liste verbotener Güter nicht herausgegeben, nach der angeblich alle zivilen Hilfsgüter in den Streifen gelangen dürfen sollten.
Statt dessen hat Israel eine große öffentliche Show aufgezogen, in deren Rahmen ein paar der lächerlichsten bisher verbotenen Güter wie Ketchup in großen Mengen in den Gazastreifen geliefert werden durften, während es die meisten der wesentlich benötigten Güter weiterhin blockiert und nur kleinste Mengen zulässt.
Zement und andere Baumaterialien bleiben nach wie vor totale Mangelware im Gazastreifen, da Israel behauptet, dass alles, was für den Bau von Gebäuden verwendet werden kann, „zivil und militärisch nutzbare Güter“ sind. Ein großer Teil des Gazastreifens liegt nach dem israelischen Terrorüberfall im Januar 2009 in Trümmern, und trotz massiver Hilfszusagen seitens Saudiarabiens und anderer Länder verweigerte Israel weiterhin die erforderlichen Mittel für die Reparatur der zerbombten Infrastruktur.
Erschienen am 1. Juli 2010 auf > http://www.antiwar.com > http://news.antiwar.com/2010/07/01/cement-still-banned-as-israel-still-deciding-on-gaza-blockade/
Jeffrey Goldberg: “Wie es so ist, gestern habe ich mit dem Premierminister von Irakisch-Kurdistan, Barham Salih, E-Mail-Verkehr gehabt und dabei Greenwalds Kritik erwähnt.” Was Jeffrey Goldberg damit sagt, ist nichts weiter als ein weiterer Mosaikstein zum Bild Israels, nämlich dass der Regierungschef der kurdischen Region im Irak, von wo in jüngster Zeit zahlreiche separatistische Angriffe erstaunlich gut bewaffneter Terroristen gegen die Türkei und den Iran ausgingen, nachgewiesenermaßen mit einem führenden Kopf des israelischen Propaganda-Apparates in direktem Kontakt steht…………….WEITERLESEN!!
UN-Sonderberichterstatter: Geplante Deportationen von Palästinensern sind als Kriegsverbrechen zu bewerten
Richard Falk, UN-Sonderberichterstatter für die Situation der Menschenrechte in den seit 1967 besetzten palästinensischen Gebieten, hat davor gewarnt, daß der dort von Israel geplante »Bevölkerungsaustausch« gemäß dem Völkerrecht als Kriegsverbrechen zu bewerten sei. Falk bezog sich dabei ausdrücklich auf den Fall von vier Palästinensern, denen Israel mit dem Entzug ihres Aufenthaltsrechts in Ostjerusalem droht.
Mohammad Abu-Teir, Ahmad Attoun, Mohammad Totah und Khaled Abu Arafeh sind vier von insgesamt sechs Ostjerusalemer Abgeordneten im Palästinensischen Parlament. Sie kandidierten 2006 auf der Hamas-Liste »Für Wechsel und Reformen« und leben seit langem in Ostjerusalem. Arafeh war in der kurzlebigen Hamas-Regierung Minister für die Angelegenheiten Jerusalems. Alle vier Abgeordneten waren 2006 als Reaktion auf die Gefangennahme des Soldaten Gilad Shalit verhaftet worden. Abu-Teir kam erst kürzlich nach 50 Monaten Gefängnis frei. Seine sofortige Deportation aus Ostjerusalem wurde nach Intervention der US-Administration und der EU ausgesetzt. Die israelische Tageszeitung Jerusalem Post zitierte am Mittwoch anonym einen Vertreter des israelischen Innenministeriums mit der Aussage, man werde die vier nicht abschieben, sofern sie eine Stellungnahme unterzeichneten, in der sie sich von der Hamas distanzieren. »Wir wollen den Palästinensern die Botschaft übermitteln, daß es sich für sie auszahlen wird, wenn die der Hamas und dem Terrorismus abschwören«, so die anonyme Quelle. Angeblich soll Palästinenserpräsident Mahmud Abbas die vier Abgeordneten ebenfalls aufgefordert haben, dem israelischen »Angebot« Folge zu leisten. Der Oberste israelische Gerichtshof soll am 6. September über ihre Ausbürgerung entscheiden.
Es sei »besonders schockierend, daß Israel bereit zu sein scheint, diese Personen auch mit Gewalt abzuschieben, weil sie angeblich dem Staat Israel gegenüber nicht loyal seien«, sagte Falk. Als Besatzungsmacht sei es Israel verboten, Zivilisten von Ostjerusalem zu deportieren, und es dürfe auch nicht von Palästinensern Gehorsam gegenüber dem Staat Israel erzwingen. Die anhaltende Androhung der Deportation ist für Falk »Teil einer umfassenden und äußerst besorgniserregenden israelischen Vorgehensweise, Palästinenser aus Ostjerusalem zu vertreiben«, sagte der UN-Sonderberichterstatter. »Gemessen am Völkerrecht sind solche Maßnahmen illegal.« Ostjerusalem sei von Israel besetztes Gebiet, erinnerte Falk. Doch Israel verbiete es Palästinensern, dort zu bauen, bezeichne ihre Häuser als illegal und vertreibe sie mit Gewalt, um dann ihre Wohnungen zu zerstören, »und alles, um weitere israelische Siedlungen zu bauen.«
Im Iran sind Beamte zum Tode, zu Gefängnisstrafen oder zu Auspeitschungen verurteilt worden, wegen der Ermordung von drei Gefangenen während der Proteste nach den Wahlen im vergangenen Jahr und der Mißhandlung von anderen im inzwischen geschlossenen Kahrizak-Gefängnis ……………Weiterlesen.





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