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In seinem am Montag veröffentlichten Buch „Die Tora des Königs“ fordert der Rabbi Yitzhak Shapiro, jeden zu töten, der das Land Israel bedrohe.
Er behauptet sogar, dass auch Babys und Kinder getötet werden können, wenn sie eine Bedrohung für die Nation darstellen.
Rabbi Yitzhak ist der Vorsitzende einer Thoraschule in der Siedlung Yitzhar im Westjordanland.
Als die somalischen Piraten Anfang Februar 2009 das Lösegeld am Fallschirm gezählt hatten, durfte der gekaperte Waffentransporter MS Faina mit seiner ukrainisch-russisch-lettischen Mannschaft und 33 russischen T-72-Panzern an Bord zum kenianischen Hafen Mombasa weitertuckern, unter dem Geleitschutz der US Navy.
BBC vom 5. Februar 2009 zufolge gehört das ukrainische RoRo-Schiff unter der Flagge von Belize, siehe Auszug aus dem Schiffsregister bei Wikipedia, dem Israeli Vadim Alperin, alias Vadim Oltrena Alperin, alias Vadim Galperin.
Quelle: BBC
Bestimmungsort der Kampfpanzer laut Begleitpapieren: der Südsudan. Bereits kurz nach der Kaperung des Schiffs am 25. September 2008 erklärte Nina Karpacheva, die Ombudsfrau des ukrainischen Parlaments laut Spiegel – auf Englisch online – , ein Vadim A. mit israelischem Paß sei der Schiffseigner.
Laut Meldung vom 12. Januar 2009 beschwerte sich dann der amtierende Kapitän der Faina, der Obermaat Vladimir Nikolsky in einem Satellitentelefonat mit Agence France Presse darüber, daß der Schiffseigner noch keinen Kontakt mit den Piraten aufgenommen habe:
Ich glaube, daß Vadim Alperin, der wahre Schiffseigner, die wahre Lage nicht kennt… Der Eignervertreter hat ihm wohl Informationen vorenthalten.
Siehe auch The Daily Star.
Wohl wegen der massiven Unterstützung zionistischer US-Organisationen für Darfur schwirrt nun im Netz herum, zum Beispiel hier, eigentlicher Bestimmungsort der Panzer sei nicht der Süden des Sudan, sondern der chaotische Darfur im Westen des Landes mit seinen noch ungesicherten Ölvorkommen. Mehr zu Darfur hier.
Dieses Gerücht stützt sich außerdem darauf, daß die Zentralregierung im sudanesischen Norden mehrfach behauptet hat, der ihr feindliche Justice and Equality Movement (JEM) in Darfur habe beträchtliche logistische militärische Hilfe aus Israel erhalten, wie Press TV Iran zutreffend meldet.
Wahrscheinlicher im Falle der Panzerlieferung: Geschäftsmann Vadim Alperin arbeitet den westlich unterstützten sogenannten Rebellen im ölreichen Südsudan zu, über dessen Abspaltung oder Verbleib beim chinafreundlichen ölarmen sudanesischen Norden 2011 per Stimmzettel entschieden werden soll. Mehr hier.
Der Internationale Strafgerichtshof Im Haag, Niederlande, hat am 3. April 2009 erstmalig seit seinem Bestehen gegen einen Regierungschef Haftbefehl erlassen, und zwar gegen den Präsidenten des Sudan, Omar al-Bashir. Der Präsident sei am Völkermord im Landesteil Darfur beteiligt.
Zwei Britinnen, die Journalistin Collette Valentine und die Medienberaterin Ali Gunn, besuchten in Al-Faschir, der Hauptstadt von Nord-Darfur, die „International Conference on the Challenge Facing Women in Darfur“ und suchten in ganz Darfur nach Anzeichen für einen Völkermord, so CounterPunch.
Sie fanden keine.
Stattdessen hörten sie von Sprecherinnen der 27 000 über ganz Sudan verteilten Ortskomitees des sudanesischen Frauenbundes aus 80 sudanesischen Sprachgruppen und Clans: al-Bashirs landesweite Popularität habe seit dem Haftbefehl noch erheblich zugenommen. Die Gelder aus den USA, Israel und dem Rest der westlichen Welt seien vor Ort nicht angekommen. Die Frauen hätten in Darfur auf lokaler Ebene Versöhnungsgespräche zwischen den verfeindeten Kämpfern moderiert, Selbsthilfe organisiert und würden die westlichen Nicht-Regierungsorganisationen verdächtigen, den Öl- und Wasserinteressen ihrer Staaten am Sudan Vorschub zu leisten. Die in Darfur stationierten UN-Soldaten wollten einfach ihre Jobs behalten und würden daher nichts zur Befriedung des Darfur beitragen.
Der Befund der beiden Frauen deckt sich mit dem Mahmood Mamdanis, deutsch von Tlaxcala (leider mit toten Links).
Der Haftbefehl gegen den so populären Präsidenten, der seit Jahren offenbar zum Wohle des Sudan mit den staatlichen chinesischen Ölfirmen kooperiert, geht auf eine westwelt-weite Kampagne der Save Darfur Coalition zurück. Diese Coalition überschlug sich Jahr für Jahr mit Zahlenangaben über angeblich von Arabern ermordete Schwarze in Darfur.
Tatsächlich kämpften weder Araber gegen Schwarze, noch Muslime gegen Christen oder Ungläubige, wie von der zionistischen Agentur Memri ebenfalls zeitweilig kolportiert wurde, sondern sozio-ökonomisch konkurrierende Clans gegen Clans, Sprachgruppen gegen Sprachgruppen, und dies mit häufig wechselnden Parteiungen. Frühzeitig hat der Geo-Archäologe Stefan Kröpelin, seit über zwei Jahrzehnten in den Sahara-Staaten forschend zugange, auch die deutsche Öffentlichkeit zu unterrichten versucht, siehe auch Kein Rassenkampf.
Doch die Save Dafur Coalition hat sich mit ihren, den Konflikt zudem rassifizierenden Völkermord-Fantasien über Darfur in der westlichen veröffentlichten Meinung durchgesetzt. Gegründet wurde das Bündnis laut Jeffrey H. Birnbaum in der Washington Post vom 1. Juni 2007, .pdf-Datei, vom American Jewish World Service und dem U.S. Holocaust Memorial Museum, zwei zionistischen Organisationen. Ihnen haben sich mehr als 180 weitere Gruppen angeschlossen, darunter die National Association of Evangelicals, eine pro-zionistische, freilich gegen jedes religiöse Judentum gerichtete Dachorganisation US-amerikanischer Evangelikaler.
In Deutschland werben die gleichen Leute für die Save-Darfur-Kampagne, die auch für die Unterjochung der Iraker eingetreten sind, das Gaza-Massaker bejubelt haben und die Bombardierung des Iran herbeisehnen: die Zionisten und die Antideutschen. (1) Der Rüstung und dem Ressourcenraub den Weg zu bahnen ist ihr Geschäft.
Thomas C. Mountain
Mitte 2003 habe ich als einer der ersten westlichen Journalisten über die Probleme in West-Sudan / Darfur geschrieben. Ich lebe seit Jahren hier in Asmara (1) Seite an Seite mit Vertretern des Widerstands in Darfur und andern Teilen des Sudans, und meine Recherchen haben keinen Beleg für Völkermord erbracht. Zwar wurde und wird von Äthiopien Völkermord an den Somaliern in Äthiopien begangen, in Darfur jedoch liegt kein Völkermord vor.
Beginnen wir mit einem Vergleich der beiden Fälle, zuerst Darfur, danach das äthiopische Ogaden.
Die Flüchtlinge im Darfur-Konflikt waren und sind die Adressaten einer der größten und effizientesten Unterstützungskampagnen der Geschichte.
Im Gegensatz dazu ist die Hilfe für die Somalis im äthiopischen Ogaden, so gering sie von Anfang an war, jetzt in fast ganz Ogaden seit mehreren Jahren ausgelaufen, trotz einer der schlimmsten Trockenperioden in der Geschichte.
Darfur hat seit Jahren vor Ort internationale Polizeikräfte, die mit sudanesischen Sicherheitskräften zusammenarbeiten, und nahezu alle Gewalt ist versiegt.
Im Ogaden haben äthiopische Todesschwadronen, durch westliche „Hilfe“ finanziert, den größeren Teil der letzten zehn Jahre damit verbracht, Mord und Chaos im Lande zu verbreiten. Vom Internationalen Komitee vom Roten Kreuz bis zu den Ärzten ohne Grenzen wurde fast jeder ausgewiesen, und von diesem Völkermord wurde in den westlichen Medien fast gar nicht berichtet, geschweige denn von der Rolle des Westens bei der Finanzierung des äthiopischen Regimes (2). Man vergleiche das mit der Sättigung der westlichen Medien durch die „Save-Dafur“-Propagandakampagne (3): Die geprüfte und bewährte goldene Regel zu fragen, von wo nach wo das Geld fließt, muß angewendet werden, um zu klären, was wirklich vorgeht.
Der Darfur-Völkermord-Mythos wurde von westlichen „Menschenrechts-“ NGOs verbreitet, die Dutzende, vielleicht Hunderte von Millionen Dollar gesammelt haben unter der Rubrik „Genug“ und „Völkermord verhindern“. Die Behauptung eines Völkermords beruht auf Schätzungen über Getötete, deren Zahl sich schnell erhöhte, als die Dollars hereinzufließen begannen. Zuerst waren es 100 000, dann 200 000, dann 300 000 und schließlich – eine so aberwitzige Behauptung, daß sogar der britische Regierungswachhund sie nicht mehr sendete – sollen 400 000 Menschen Opfer des Völkermords in Darfur geworden sein. Keiner der Darfur-Vertreter, die ich hier in Asmara gesprochen habe, hat den westlichen Zahlen je irgendeine Glaubwürdigkeit bescheinigt. Tatsächlich fast alle hier am Horn von Afrika, zumindest die, die nicht vom Westen bezahlt werden, sie alle stimmen darin überein, daß die Zahl der Gewaltopfer in West-Sudan in den Zehntausenden liegt, eine tragische Zahl, aber weit übertroffen von dem, was in Somalia und Ogaden erlitten wurde, wo tatsächlich ein Völkermord stattfindet.
Heute wird die humanitäre Lage in Somalia dort, wo noch Helfer arbeiten, als die schlimmste auf der Welt bezeichnet (und angesichts dessen, was mit den Tamilen in den Konzentrationslagern von Sri Lanka geschieht, bedeutet das viel). Nebenan, im äthiopischen Ogaden, gibt es passenderweise außer in ein paar Städten fast keine Hilfsorganisationen, die das bezeugen könnten, was so schlimm oder eher schlimmer ist als in Somalia. Doch was erfahren wir von denen, die soviel Zaster für leidende Afrikaner einsammeln, über den wahren Völkermord in Ogaden?
Wie ich bereits sagte, habe ich Mitte 2003 das erste Mal darüber geschrieben, was meiner Meinung nach im Sudan und in Äthiopien passiert. Sudan hat schätzungsweise etwa zwei Millionen Tötungen während seines jahrzehntelangen Bürgerkriegs zwischen dem Norden und dem Süden erlitten. Nach vielen Jahren harter Arbeit ist langsam, fast kriechend, Frieden im Sudan eingekehrt, wobei die Grundlage in Verhandlungen hier in Asmara erarbeitet wurde. Im Gegensatz dazu verlangt die Save-Darfur-Bande welches Aktionsprogramm? Eine westlich angeführte militärische Invasion und Besetzung à la Irak und Afghanistan. Wer bei Verstand ist, muß angesichts einer halben Million oder mehr Toter im Irak und in Afghanistan dank westlichen militärischen „Eingreifens“ schließen, daß westliche Soldaten im Sudan nichts anderes tun werden als den Frieden zu zerstören, der in den vergangenen Jahren so mühevoll aufgebaut wurde, und noch mehr Leid zuzufügen.
Während der Frieden sich in Darfur verlangsamt durchsetzt, ist er in Ogaden seit langem verblaßte Erinnerung. Krieg, Hungersnot und Krankheit verbreiten sich in Ogaden, eine Lage, die immer mehr zur Normalität in wachsenden Teilen Äthiopiens wird. Während die westlichen Hausierer mit ihrem Save-Darfur-Unsinn Abermillionen Dollar scheffeln, haben die Sudanesen den Frieden ausbrechen sehen. Die Äthiopier dagegen, die unter einem Regime leiden, das der größte Empfänger westlicher Hilfe in Afrika ist, blicken in eine Zukunft wachsender ethnischer und religiöser Konflikte, und schlimmer noch, laufender Völkermordprogramme. Die sich entwickelnden Probleme in Äthiopien können ausnahmslos auf den Westen zurückgeführt werden, hauptsächlich auf die USA. Der Westen, besonders die USA (4), sind wild entschlossen, Afrika in einem Krisenzustand zu halten, um es besser ausbeuten zu können. Und die Save-Darfur-Lobby ist Feuer und Flamme dafür, mehr Gewalt nach Afrika zu bringen unter der Maske „humanitärer Intervention“, während wenig von den Dutzenden Millionen, die sie einsammeln, jemals die Sudanesen erreicht, für die die Millionen gedacht waren.
Den Völkermord-Mythos über Darfur zu sprengen, ist seit langem überfällig. Wenn Menschen im Westen Afrika wirklich helfen wollen, dann müssen sie aufhören, an die Save-Darfur-Betrüger zu spenden und anfangen, Rechnungslegung über die Dutzende von Milliarden westlicher Hilfe zu verlangen, die einen wirklichen Völkermord im äthiopischen Ogaden finanzieren.
Damit Sie mehr darüber erfahren, was wirklich vorgeht an offenbar zunehmender Gewalt am Horn von Afrika, ebenso wie in der Oase des Friedens und der Ruhe hier in Asmara, halten Sie Kontakt zu Onlinejournal.com mit seinen Nachrichten und Ansichten, die die sogenannte freie Presse des Westens nie liefern wird.
Quelle: Thomas C. Mountain: Busting the Dafur genocide myth. Online Journal Contributing Writer Nov 5, 2009, 00:28
(1) Asmara, auch Asmera, ist die Hauptstadt von Eritrea, 650 000 Einwohner, siehe Karte
(2) German Foreign Policy und Knut Mellenthin in der jungen Welt und Schattenblick haben mehrfach berichtet.
(3) Siehe die weiteren Beiträge auf SteinbergRecherche unter Sudan. Gegenwärtig spielen Zionisten den behaupteten Völkermord in Darfur gegen den Goldstone-Bericht über die Kriegsverbrechen in Gaza aus. Die UN-Menschenrechtskommission solle sich statt um Israel lieber um das angebliche Großverbrechen in Darfur kümmern. Besonders eifrig ist Henryk M. Broder.
Im Süden werden demnächst die Abbau-Rechte für Kupfererz im Werte von 1.6 Billionen Dollar an internationale Konzerne vergebenAynak(Ainak), nördliches Ende der Provinz Logar, 35 Kilometer südlich von Kabul: hier im wüsten Landes des Kriegsgebietes von Südafghanistan sind nicht nur Opium, Waffen und Krieg als Geld-oder Gewinnquelle zu haben – hier liegen laut Sondierungen durch US- und britischen Behörden 240 Millionen Tonnen Kupfererz mit einem Kupfergehalt von 2.3%, dicht unter der Erdoberfläche und leicht abzubauen.
Bei einem von Aton-Analyst Wladimir Katunin prognostizierten Wert von 6 800 Dollar pro Tonne sind das Vorkommen im Werte von 1.632 Billionen Dollar, die Förderung könnte in 5 Jahren beginnen (1), und auch wenn einige Analysten davon ausgehen, daß der für die Metallindustrie unersetzliche Rohstoff bis 2011 fallen wird(2), so ist das doch eher in das Reich der Spekulation zu verweisen.
Allein Chinas Nachfrage nach Kupfer hat sich in den letzten 10 Jahren verdreifacht und verbraucht ein Fünftel der Weltproduktion. Auch wenn 1.4 Milliarden Menschen dort in letzter Zeit mehr Kupfer aus eigenem Abbau verbrauchen, wird es einen Grund geben, warum auch die Chinese China Metallurgical Group und die Zijin Mining Group zu den internationalen Konzernen gehören, die um die Abbaurechte in Aynak buhlen(3).
Diese wurden vor einigen Tagen von der “afghanischen Regierung” bzw vom “Minenministerium” ausgeschrieben, die Verhandlungen laufen aber samt und sonders über die US-Beraterfirma Gustavson Associates (4)(5).
Die “Beraterfirma” Gustavson Associates, LLC.
Dieses weltweit tätige und mit Öl, Gas, und Minenabbau erfahrene Konsortium beschreibt sich selbst als Problemlöser rund um den Abbau von Rohstoffen, mit Tätigkeiten u.a. in den U.S., UK, China, Rußland, Japan, Kanada, Brasilien, Aserbeidschan, Qatar, Pakistan, Libanon, Irak und Afghanistan (6).
Die Klientenliste reicht vom US-Energieministerium über die UNO, die Weltbank, Unocal, Exxon, Shell, Texaco, Arco, Chevron, Gaz de France, die Shanghai Petroleum Corporation, Projet Pétrolier de Sèmè, usw, usw, usw…
Die Firmen
Laut Medienberichten, die allerdings doch eher dürftig zu finden sind, liegen in der engeren Auswahl um den dicken Rohstoffbatzen im afghanischen Kriegsgebiet folgende Firmen:
- die kanadische “Hunter Dickinson”
- die “China Metallurgical Group” und die “Zijin Mining Group”
- die indische “Hindalco Industries”
- die U.S. “Phelps Dodge Corporation”
- die kasachische “Kazakhmys”
- die staatliche kontrollierte russische Aussenhaldelsfirma “Tyazhpromexport” sowie die “Deripaska’s SoyuzMetalResource” (3).
Der Metallkonzern Hindalco besitzt die größte Kupferschmelze Indiens, über die Kupfer-Tochter Birla Copper 2 Minen in Australien (die Birla Nifty Pty. Ltd. in West-Australien und die Birla Mount Gordon Pty. Ltd. in Queensland) (7) und ist außerdem noch Indiens größter Aluminiumproduzent sowie die viertgrößte Aluminiumfirma Asiens (8).
Als aussichtsreichster Kandidat dürfte allerdings die U.S. “Phelps Dodge Corporation” sein, die zwar weiter unter diesem Namen Geschäfte macht, aber am 20.November von “Freeport-McMoRan” für 25.9 Milliarden Dollar aufgekauft wurde (9), sicher nicht ganz ohne Grund.
Der neue Supermulti ist nun unter dem Namen “Freeport-McMoRan Copper & Gold banner” die größte Kupferhandelsfirma der Welt.
Kanada setzt Reservisten und “Zivilisten” an der Front ein
Am 21. November verkündete Lt.-Gen. Andrew Leslie, Kommandeur der Kanadischen Armee, dem Verteidigungsausschuss des kandischen Parlamentes House of Commons, daß er aufgrund der militärischen Lage verstärkt Reservisten an der südafghanischen Front einsetzen muß. Bereits jetzt dienen 300 Reservisten in Kandahar.
Außerdem teilte er mit, daß diese von “Zivilisten”, also Söldnern, ausgebildet würden, die überdies selbst zum Einsatz kämen.
“Wir haben da offensichtlich eine kleine Lücke”, so Leslie.
“Ich bin überzeugt, die Reservisten werden die Anforderungen erfüllen und uns durch diese Übergangsperiode bringen.”
Der Warlord Hekmatyar
Das Kupfergebiet in Aynak wird beherrscht von Truppen des Kriegsfürsten und ehemaligen kurzzeitigen Herrschers Gulbuddin Hekmatyar (1). Dieser gilt auch und gerade “westlichen” Quellen zufolge als machthungrig und skrupellos, außerdem soll er die “Taliban” und “Osama Bin Laden” unterstützen (11).
Nun stellen aber zunehmend auch US-Medien die Frage, wer sich denn hinter diesem Schlagwort “Taliban” eigentlich verbirgt – vielleicht gerade solche Figuren wie Hekmatyar, die schon so ziemlich mit jedem verbündet und verfeindet waren (12).
Interessanterweise galt aber gerade der immer als ein konstanter Freund der Pakistanis. Warum er dann in Afghanistan die westlichen Truppen so energisch bekämpft, bleibt das Geheimnis der offiziellen Logik westlicher Medien.
Eine erschreckende Erklärung wäre folgende: die NATO züchtet sich, ohne Rücksicht auf eigene oder sonstige Verluste regelrecht ihre Gegner, um nach und nach mehr Länder in den Krieg zu verwickeln und Truppen nach Afghanistan zu ziehen, um sie gerade im Süden zu sammeln.
Wenn man die US-Pläne zur Neuordnung des gesamten Nahen Ostens und Zentralasiens kennt (13), macht das erst Recht Sinn, auch und gerade hinsichtlich einer möglichen Ausdehnung des Krieges in den Iran.
Militärisch gesehen ist es jedenfalls auffällig, wie eine hochmoderne Militär-Maschinerie des Westblocks so in die Bredoullie geraten kann. Die Situation riecht ein wenig nach gewolltem Leidensdruck.
Dazu paßt auch, daß es Geheimgespräche zwischen dem Karzai-Regime, also den US-Besatzern, und Hekmatyar über einen Pakt oder Waffenstillstand gegeben hat (14), auch von Gerüchten über eine Aufteilung des Landes ist zu hören (15).
Und das obwohl offenbar Killer Hekmatyars noch am 25.September die “Frauenbeauftragte” Kandahars Safia Amajan erschossen und am 22.November auf eine der drei Frauen im Provinzrat, Zarghona Kakar, ein ähnliches Attentat verübt wurde (16).
Ebenfalls berichtet wurde auch über PSYOPs (Operationen der psychologischen Kriegsführung), also vorgetäuschte “Selbstmordanschläge”(17,18,19), Entführungen, Mord, Verbrechen und brutale Gewalt durch die NATO in Afghanistan und durch die Alliierten im Irak, um vom eigenen Krieg abzulenken, die Passivität der besetzten Bevölkerung und ihrer Gefügigkeit gegenüber den verbündeten lokalen Autoritäten zu erzwingen, wahlweise einen Bürgerkrieg zur eigenen Entlastung anzuzetteln, einen vorgetäuschten Leidensdruck innerhalb der NATO zu erzeugen und die Mitgliedsländer zu mehr Engagement zu zwingen(21), sowie langfristig nicht den Aufbau, sondern die komplette Auflösung staatlicher Strukturen zu erreichen(13).
Ebenfalls paßt in dieses für im Westen aufgewachsene Gutgeldverdiener sicherlich verstörende Bild, daß allein im Irak 70.000 Söldner ohne irgendwelche staatliche Kontrolle, nur unter dem Befehl des Pentagon stehend, ihr Handwerk verrichten.
Das sollen auch genau die Massaker sein, die im “Westen” dann als “Selbstmordattentate” im “Bürgerkrieg” des Iraks abends in den “Hauptnachrichtensendungen” das Bild des sich gern selbst umbringenden Moslem zeichnen…(20)
Quellen:
(1)
http://www.russland.ru/rupress0020/morenews.php?iditem=791
(2)
http://www.faz.net/s/Rub58BA8E456DE64F1890E34F4803239F4D/Doc~E7D07C90C169D4BD88C4B4A782EFAB084~ATpl~Ecommon~Scontent.html
(3)
http://en.rian.ru/analysis/20061121/55882245.html
(4)
http://www.bgs.ac.uk/afghanminerals/docs/tender_docs/Aynak/request_for_EOI_v7a_enGA.pdf
(5)
http://www.bestbizware.com/PressReleases/release1985.php
(6)
http://www.gustavson.com/
(7)
http://www.google.com/finance?q=Hindalco
(8)
http://www.hindalco.com/about_us/index.htm
(9)
http://www.cbc.ca/cp/business/061120/b112057A.html
(10)
http://www.cbc.ca/canada/nova-scotia/story/2006/11/21/reservists-pressure.html
(11)
http://en.wikipedia.org/wiki/Hekmatyar
(12)
http://www.cbc.ca/news/viewpoint/vp_rose/20061127.html
(13)
http://www.0815-info.de/archiv/2006/november/110643.php
(14)
http://news.independent.co.uk/world/asia/article2016129.ece
(15)
http://www.spiegel.de/international/spiegel/0,1518,450397,00.html
(16)
http://www.metimes.com/storyview.php?StoryID=20061122-060555-7934r
(17)
http://0815-info.de/archiv/2006/september/anschlag.php
(18)
http://0815-info.de/archiv/2006/november/110623.php
(19)
http://0815-info.de/timeline2006.php
(20)
http://www.iraq-war.ru/article/110393
(21)
http://0815-info.de/archiv/2006/november/110613.php
von Gush Shalom
Gush Shalom wandte sich an die National Lawyers’ Guild (NLG) in den USA und bat ihre Mitglieder darum, mit den amerikanischen Organisationen zu verhandeln, die die israelischen Siedler in den besetzen Gebieten unterstützen, und die Steuerbehörden dahin zu bringen, den Ausnahme-Status auszusetzen, der zur Zeit denen zugestanden wird, die den Siedlern Geld spenden. Die NLG trennte sich zu einer Zeit von der Amerikanischen Juristen-Vereinigung (ABA), als die ABA die rassistische Trennung befürwortete. Die Mitglieder der NLG engagierten sich bei mehreren Kampagnen für Frieden und Menschenrechte und einige seiner Mitglieder haben schon ihre Bereitschaft bekundet, mit den US-Steuerbehörden wegen des gegenwärtigen Falls Kontakt aufzunehmen.
Die Kontaktaufnahme mit den amerikanischen Anwälten ist ein Teil der Kampagne, die Gush Shalom zusammen mit amerikanischen Friedensaktivisten durchführt – viele von ihnen sind jüdisch – und sie führen Kampagnen ähnlicher Art schon von sich aus durch. Z. B. haben Aktivisten in Kalifornien Kampagnen gegen die Unterstützung von Irving Moskovitz und seinen Sohn David Moskowitz durchgeführt, die Siedler unterstützen, die palästinensisches Eigentum in Ost-Jerusalem an sich reißen. Als Teil dieser Kampagne wurde in den letzten Monaten eine Menge Informationen über die amerikanischen Siedlerunterstützungs-Organisationen gesammelt.
Es stellte sich heraus, dass es Dutzende solcher Organisationen gibt; einige unterstützen alle Siedler, aber die meisten von ihnen sind mit einer besonderen Siedlung verbunden und sammeln eifrig Spenden für diese, sagen Gush Shalom-Aktivisten. Sie sind bei der Bundes-Steuerbehörde als „Wohlfahrt“, „Bildungsinstitut“ u. ä. registriert. Natürlich hat keine dieser Organisationen es für richtig gefunden, ihre Aktivitäten als eine mit klarem politischen Charakter erwähnt, dass die Siedlungen dafür bestimmt sind, die Palästinenser zu enteignen und die Schaffung eines palästinensischen Staates zu verhindern, dass es in der Westbank zwei getrennte Rechtssysteme gibt, eines für die Siedler und ein völlig anderes für die Palästinenser, dass durch Manipulation von übrig gebliebenen Ottomanischen Gesetzen, das Land der palästinensischen Dörfer zu Staatsland erklärt und den Siedlern übertragen wurde, und dass die Siedler, zu deren Gunsten das Geld eingesammelt wird, bewaffnet herumlaufen und oft paramilitärische Gruppen bilden, ihre palästinensischen Nachbarn angreifen und Felder und Olivenhaine in Brand setzen.
In diesem Stadium werden wir jetzt noch keine detaillierten Informationen veröffentlichen, die wir mit unsern amerikanischen Partnern über die Siedlerhilfsorganisationen, ihre Örtlichkeiten und Methoden gesammelt haben. Wir werden damit überraschen und nicht im voraus etwas von dem, was wir über sie wissen, preisgeben. Sie werden es dann herausfinden, wenn die US-Steuerbehörden eine Untersuchung einleiten und sich an sie mit unangenehmen Fragen wenden werden, nämlich über die Verschiedenheit der Angaben zum Zweck der Spenden und der wahren Verwendung der von ihnen gesammelten Spenden.
Die Gush Shalom-Aktivisten bemerken, dass ein Steuerausnahmestatus in den USA da hinaus läuft, dass dies eigentlich Hilfe von der US-Regierung ist. ‚Das Geld, das zu den Siedlern fließt, ist Geld, das eigentlich in die Staatskasse in Washington gehen sollte, um es zu Gunsten amerikanischer Bürger zu verwenden. Es gibt keinen Grund, warum dieses Geld stattdessen in die besetzten Gebiete geht und zur Stärkung und Ausdehnung der Siedlungen verwendet wird, also zu Aktionen, gegen die die Regierung der USA sich sehr klar und strickt ausgesprochen hat und zwar von höchster Ebene aus.
Vielerorts im Westen werden gewisse politische Parteien oder Bewegungen behandelt, als kämen sie vom Mond oder wären jeglichem politischen Gemeinwesen fremd. Ihre Existenz unter dem Volk wird immer als etwas Negatives und Vergängliches bewertet, als etwas, das in einer Vorstandsetage oder einem Hinterzimmer entstanden ist, und einem unkultivierten Volk, das nicht zwischen einem echten politischen Programm und inhaltsleerer, vereinfachender Rhetorik zu unterscheiden weiß, aufgedrängt wurde. Diese Parteien oder Bewegungen werden dargestellt, als sprächen sie nur die Menschen am Rand der Gesellschaft an, die von allen „normalen“ demokratischen Gruppierungen ausgeschlossen sind, also marode Banden sind, die eine Minderheit unter der Wählerschaft repräsentieren. Angesichts ihrer oppositionellen Haltung gegenüber den schon bestehenden Parteien werden sie mit einem Etikett versehen, das dazu dient, sie von den existierenden Strukturen zu isolieren. Statt durch eine Analyse der Wirklichkeit soll die Partei oder Bewegung durch Propaganda zerstört werden.
Um die palästinensische politische Bewegung Hamas (aus der eine Partei wurde) wurde eine ganze Mythologie aufgebaut. Tatsächlich hat dieses Konstrukt als eine faktische Interpretation von Hamas mehr Legitimität erworben als die Fakten an sich. In den meisten westlichen Medien, unabhängig davon, ob sie rechts oder links stehen und in einigen der „moderaten“ Medien in arabischen Ländern ist der Name dieser Partei an Begriffe wie „fundamentalistisch“, „radikal“ oder „terroristisch“ gekoppelt. Offensichtlich dient dies dazu, einen Furchtauslöser zu schaffen, der das Wort einer kritischen und ehrlichen Bewertung entzieht. Der Hörer wird Hamas sofort mit einer negativen Konnotation identifizieren und ist der Verantwortung enthoben, zu verstehen, dass dies eine Manipulation der Wirklichkeit ist. Vom Hörer wird erwartet, dass er die Behauptungen, Hamas sei „anti-demokratisch“ und „fanatisch” akzeptiert. Es ist ein Kinderspiel, den Hörer dann davon zu überzeugen, dass Hamas schlecht ist, dass sie von allem, was wir darstellen (in unseren eigenen Augen Toleranz, Demokratie, das Gute selbst) der Feind ist. Dies ermöglicht es, diese Lesart dann auf den Glauben auszudehnen, es müsse etwas gegen sie unternommen werden, dass sie ein „Krebsgeschwür [ist], das man loswerden muß“, so die institutionelle Peacenik Noa. Wie eliminiert man Krebs, wenn man ihn einmal diagnostiziert hat? Durch Ausrottung oder Bombardierung. Bei der Krebsbehandlung werden auch die gesunden Teile des Körpers mit giftigen Stoffen „bombardiert“, um zu sehen, ob nach der Schlacht genügend gesunde Teile übrigbleiben, die dem Organismus das Weiterleben ermöglichen. Hat man es einmal geschafft, in den Köpfen von Millionen Menschen die Idee zu verankern, dass Vernichtung gut ist, weil der Feind einfach so zerstörerisch und böse ist, wenn ihm das Weiterleben ermöglicht wird, wird das Risiko, den gesamten Organismus ins Grab zu bringen, indem er massiv geschwächt wird, als ein kalkulierbares Risiko angesehen. Auf diese Art und Weise kann man sie dazu bringen, Taten rechtzufertigen, die in ihren Augen nicht lindernd, sondern grauenvoll und böse sind.
Wie hat es funktioniert, dass sich die Welt so täuschen ließ und es Israel erlaubte, Gaza zu zerstören, um „Hamas loszuwerden”? Es war ziemlich einfach und es ist immer die gleiche Antwort: Israel und seine Verbündeten sorgen dafür, dass die Leute desinformiert bleiben. Diejenigen, die tatsächlich etwas weiter vordringen als die schreienden Schlagzeilen in den Zeitungen, finden dort vielleicht einige Fakten vergraben, die dem Spin widersprechen, doch nicht viele Leute arbeiten sich so weit vor, da sie etwas ausgesetzt sind, das tief im Innern einen Kern Wahrheit enthält. Als wäre das nicht problematisch genug, haben sogar die „Progressiven“ einen wertvollen Beitrag dazu geleistet, Hamas unberührbar zu machen. Sie wird von ihnen vielleicht als „Widerstandsbewegung“ akzeptiert, aber ihre eigenen ideologischen Vorurteile verbieten es ihnen, Hamas als eine progressive Kraft für die Weiterentwicklung des eigenen Volkes anzusehen. Dies mag aus Überzeugung, Bequemlichkeit oder sogar einem Mangel an Wissen oder einem blinden Fleck sein, der keine Variationen zum Thema Klassenkampf zulässt, bei dem alles „international“ ist und diesselben Arten von Regeln und Ideale für alle gelten und notwendig sein sollen, was in einigen Fällen soweit geht, dass „Demokratie“ unter mehr oder weniger aggressiven Formen „importiert“ wird.

Diese oftmals mit guten Absichten bewaffneten Leute haben nicht wenige der glatten Lügen und Verzerrungen, die ein Teil der von den Hamas-Gegnern – also hauptsächlich Israel und der Westen – geschaffenen Mythologie sind, gekaut und geschluckt und spucken sie nun wieder aus. Was sind die Bestandteile dieser Mythologie
1) Hamas wurde vom israelischen Mossad geschaffen.
2) Hamas repräsentiert einen marginalen Anteil der Palästinenser.
3) Hamas ist demokratisch genug geworden, nur um eine gewisse Legitimität zu erwerben, um dann später die Macht zu übernehmen und die palästinensischen Gebiete in einen islamischen Staat zu verwandeln.
4) Ihr Sieg an den Wahlurnen war nichts weiter als ein Wählerprotest gegen die Korruption von Fatah.
5) Hamas besteht aus einem Haufen Analphabeten und ihre Wähler sind ihr aufgrund der eigenen Unwissenheit auf den Leim gegangen.
6) Hamas ist eine fundamentalistische Gruppe und daher unflexibel und unfähig, sich zu ändern oder zu entwickeln. Die oft zitierte Charta wird gegen sie eingesetzt, um zu betonen, dass sie nur eine radikale, zerstörerische Gruppe ist, bereit für den heiligen Krieg.
7) Hamas sucht keinerlei Kompromiss mit anderen palästinensischen politischen Parteien oder Fraktionen und ist daher das teilende Element, das die Einheit des Volkes verhindert.
8 ) Hamas indoktriniert sein Volk mit Hasspropaganda, um es als Kanonenfutter zu benutzen.
9 ) Hamas ist eine Terroristengruppe, deren Existenz nur dank der Finanzierung durch „fundamentalistische Regime” ermöglicht wird.
Dass Hamas bloß eine Widerstandsbewegung ist, wurde durch die Wahlen gründlich widerlegt, doch dies scheint der sichere Ort zu sein, an dem sich Aktivisten versammeln und wo es ihnen möglich ist, Hamas zu tolerieren, während sie ihren schnellen Untergang herbeiwünschen. Demnach wird sie nicht als eine politische Partei mit einer echten Tradition, die mit denen der „demokratischen Nationen“ der „internationalen Gemeinschaft“ verglichen werden kann, angesehen, dadurch kann eine Analyse von Hamas auf einem elementaren Niveau bleiben, was sich für für vorschnelle Verallgemeinerungen eignet.
Ich bitte meine Leser, mir freundlicherweise all die Anführungszeichen zu vergeben, aber wenn diese Wörter auf die von den Spin-Doctors, den Wahrheitsverdrehern, deren Aufgabe es ist, nach der Pfeife der Hegemonialmächte zu tanzen, markierten Themen angewendet werden, dann werden sie ironisch und leer von echter Bedeutung. Wie kann eine Minderheit unter einer Handvoll Nationen, die sich immer gegen den Willen der verbleibenden Weltgemeinschaft in der UNO stellt, als die „internationale Gemeinschaft“ betrachtet werden? Es ist ein Herrenclub, der praktisch jeden ausschließt. Wie kann ein Land, das dem Kandidaten das Präsidentenamt gibt, der weniger Stimmen bekommen hat, eine „Demokratie“ genannt werden? Wenn wir damit beginnen, unsere eigenen Grundfesten in Frage zu stellen, dann können wir feststellen, dass wir es uns sehr leicht machen, wenn wir jede Opposition darstellen, als sei sie ein Feind und stehe außerhalb von Denkmustern, die für uns den Kern unserer Annahmen bilden, wie eine gerechte und gleichberechtigte Welt zu errichten ist.
Es ist an der Zeit, einige dieser Mythen mittels Fakten zu entlarven.
1) Hamas wurde nicht von Mossad geschaffen. Obwohl Israel für vieles gerne die Lorbeeren erntet, ist das keine seiner Taten. Der politische Islam besteht in Palästina seit Anfang der 1940er Jahre im Mandat Palästina und Hamas entstand als Teil der Mulimbrüderschaft (Ikhwan), mit der viele seiner Führer aus der Anfangszeit formal verbunden waren. Es war die Erfahrung der Flucht, die aus der Hamas ein autonomeres Element mit einer spezifischen nationalistischen Ausrichtung machte, ein natürliches Resultat der akuten und realen Situation der Vertreibung und des Verlusts ihrer kulturellen und nationalen Identität.
Es gab enge Verbindungen dieser Gruppe mit der ägyptischen Basis und das erste Politbüro der Ikhwan in Palästina wurde 1945 in Gaza gegründet, es wurde von einem Mitglied einer der wichtigsten Familien in der Zone geleitet: Sheykh Zafer al Shawwa. Während des ersten arabisch-israelischen Krieges wurden die Truppen von islamistischen Freiwilligen, die vor allem aus Jordanien und Syrien kamen, verstärkt, und diese Unterstützung zeigte den Flüchtlingen, dass die Ikhwan den Mut hatte, sich zu verteidigen, auch während des „israelischen Unabhängigkeitskrieges“. Die wachsende Zahl der Flüchtlinge verlieh der islamistischen Bewegung in Palästina eine stärkere Identität und Zielstrebigkeit. In der Zivilgesellschaft und in der Bevölkerung im Allgemeinen war eine andere Motivationsquelle daher nicht mehr vonnöten, um geloben zu können: „Ich verspreche, ein guter Muslim zu sein bei der Verteidigung des Islam und des verlorenen Landes Palästina. Ich verspreche, ein gutes Vorbild für die Gemeinschaft und für andere zu sein.“ Diese waren die Worte, die von jenen gesprochen wurden, die den Ikhwan die Treue schwörten (Quelle: Beverly Milton Edwards, “Islamic Politics in Palestine” [Islamische Politik in Palästina], S. 43). Die lokalen Ikhwan hatten ihre eigenen Vorstellungen – die Verteidigung ihres verlorenen Landes. Es brauchte keinen Fanatismus, Einfluss von außen oder etwa Propaganda. Die Flüchtlinge selbst waren der lebende Beweis für die Schrecken der Abschiebung und des Leidens. Die Identifizierung als Teil einer internationalen Bewegung ging einher mit der Anerkennung der Besonderheit der palästinensischen Erfahrung. Die offizielle Gründung am 9. Dezember 1987 war nur der Gipfelpunkt dieser Organisation, deren Werden mehrere Jahrzehnte dauerte. Der organisierte islamische Widerstand wurde darüber hinaus genutzt, als sich die Situation 1967 dramatisch verschlimmerte und eine neue Generation als Flüchtlinge geboren wurde. Diese Generation erachtete eine Rückkehr zum Islam als eine Notwendigkeit für die moralische und politische Zukunft eines Volkes, das im wahrsten Sinne des Wortes vernichtet wurde. Die Ursache der Nakba wurde von vielen als das Resultat der Distanzierung von einer normalen Gesellschaft, der palästinensischen, angesehen, in der die ethischen, religiösen, kulturellen und traditionellen Werte von der Besatzung zerstört worden waren, und das Abgleiten in noch mehr Erniedrigung, Armut, Entrechtung und soziale Haltlosigkeit wurde nicht nur als ein Ergebnis der Besatzung, sondern auch als ein Teil ihrer Ursache angesehen.
Die „internationale Gemeinschaft“ kam diesem Volk nicht zu Hilfe und der Rest der Umma war nicht in dessen nationalen Kampf verwickelt, hauptsächlich deshalb, weil sie nicht direkt involviert war oder ihr eine Beteiligung sogar verboten wurde. Der extreme Schmerz und die Schande, sein Land zu verlieren, war damals ein neues Charakteristikum in der Region, in der frühere Kolonisierungsversuche es vermieden, die indigene Bevölkerung zu vertreiben, und sich der Usurpatoren zu entledigen war nicht kompliziert und bedeutete nicht den totalen Verlust von Wurzeln und Boden. Die Grundlage für die formale Dimension von Hamas bestand also schon Jahrzehnte vor ihrem offiziellen Geburtsdatum. Um unter dem Druck der Besatzung operieren zu können, hatten die existierenden organisierten Gruppen karitative und gemeinnützige Organisationen für ihr Volk gegründet. Diese Institutionen wurden von Israel in den besetzten Gebieten toleriert. Israel gewährte durch die Vergabe von Lizenzen einen gewissen Spielraum. General Jitzchak Sager sagte 1981 in einem Interview mit dem International Herald Tribune, die israelische Regierung “…stellte Geld zur Verfügung, das der Militärgouverneur an die Moscheen verteilte [...] die Geldbeträge wurden sowohl von den Moscheen als auch von den religiösen Schulen genutzt, mit dem Ziel, ein Programm zu fördern, das dem der Linken, die die PLO favorisierte, gegenüberstand.“ Wenn es für Israel einen Beweggrund gab, sich daran zu beteiligen, dann geschah dies in Wirklichkeit unter dem Motto ‘trenne und herrsche’, ein bisschen Toleranz, ein bisschen wirtschaftliche Unterstützung für die verschiedenen religiösen Vereinigungen, um zu sehen, ob sich eine Opposition zu den Nationalisten der PLO herausbilden würde. Tatsächlich versuchte Israel herauszufinden, auf welche Weise die PLO, die im Westen eine gewisses Maß an Unterstützung erhielt, geschwächt werden konnte; es hat eine Bewegung, die dann irgendwie unterwandert und kontrolliert werden würde, weder gegründet noch maßgeblich finanziert oder auf andere Weise beeinflusst. Dies ist ein reiner Mythos. Warum soll man Israel dafür Anerkennung zollen, wenn es keine verdient hat?
2) Dass Hamas nur einen marginalen Anteil der Palästinenser repräsentiert, ist ein weiterer Mythos, den es zu entlarven gilt. Es stimmt zwar, dass nicht alle Palästinenser Flüchtlinge sind und es ist auch wahr, dass fast alle der Führer von Hamas im Exil geboren wurden oder irgenwann in ihrem Leben Vertreibung und Verlust von Haus und Besitz erfahren mussten. Dies ist eine zentrale Erfahrung für Palästinenser, aber es ist auch zutreffend, dass diejenigen (wenigen) Palästinenser, die nicht entwurzelt wurden, sich mit dem Verlust ihrer kulturellen und nationalen Identität identifizieren können, und sie alle wissen, dass ihre nationalen Hoffnungen und ihr Gruppenzusammenhalt von Israel zerstört wurde. Daher wird auch eine Bewegung oder Partei, deren eigene Identität aus den Flüchtlingslagern und dem Exil oder aus religiösen Wurzeln erwächst, von allen Palästinensern als ein intrinsischer, legitimer und natürlicher Vertreter anerkannt. Sie erhielt sogar die Stimmenmehrheit in Gebieten der Westbank, die nicht als Hamas-Hochburgen angesehen wurden und sie erhielten auch Stimmen in vielen christlichen Gebieten.
3) Der Mythos, dass Hamas „demokratisch genug“ geworden ist, nur um ihren Fuß in die Tür zu bekommen, als einen ersten Schritt zur zwangsweisen Errichtung einen islamischen Staates in ganz Palästina, ist sehr weit verbreitet, vor allem in den progressiven Kreisen, die die Popularität der Bewegung nicht anerkennen oder die ideologische Vorteile gegen jegliche religiöse Bewegung haben. Es gibt viel, was für eine Trennung von Kirche und Staat spricht, aber dies kann natürlich nicht von außen aufgezwungen werden, darüber hinaus muß man viele Ebenen der Trennung in Betrachtung ziehen. Diejenigen, die dem Standpunkt beipflichten, das „Hamas Zeit zu gewinnen versucht, bevor sie die Scharia einführt“, streiten gerne ab, dass eine Demokratie bestimmte Eigenschaften hat und nicht notwendigerweise gleichbedeutend mit „Säkularismus“ ist.. Wenn das Wort „Demokratie“ korrekt angewendet wird, dann hat es bestimmte Eigenschaften und Hamas erfüllt diese. Hamas hat den Konsens des Volkes. Sie hat eine interne Struktur, die autonom ist und von ihren Wählern als legitim anerkannt wird. Sie beachtet das Wahlrecht und erfüllt die Bedingungen für eine Teilnahme an der Wahl. Nach ihrer Wahl nimmt sie ihre Rolle innerhalb des existierenden Systems ein; sie hat die etablierten Strukturen nicht umgestürzt oder durch einen Staatsstreich beseitigt. Sie ist eine politische Bewegung mit mehreren Fraktionen (einige davon bewaffnet, was auf viele Parteien in besetzten Gebieten zutrifft, einschließlich Fatah), mit einer Geschichte und einer Organisation. Vor einer Entscheidungsfindung finden ausführliche Diskussionen unter ihrer Wählerschaft statt – politische Gefangene miteingeschlossen – und die Mehrheit entscheidet, welche Maßnahmen unternommen werden sollen. Ein Aspekt unterscheidet sie von den im Westen bekannten Parteien: die höchstrangigen Führer übernehmen im Allgemeinen keine Regierungsfunktionen. Dies ist verständlich bei einer Partei, bei der viele ihrer Führer regelmäßig von Israel ermordet werden. Die Tatsache, dass der derzeitige politische Führer, Chalid Maschal, im Exil leben muß, nachdem er Opfer eines versuchten Mordanschlags geworden ist, sagt über diese ungewöhnliche Situation mehr aus als Tausend Worte.
4) Dass der Sieg der Hamas bei der Legislativratswahl nichts weiter als ein Wählerprotest war (noch eine Lieblingstheorie der Linken), wurde von Paola Caridi in ihrem sehr guten Buch (trotz des sensationsheischenden Untertitels) „Hamas – Was sie ist und was die radikale Palästinenserbewegung will“ – herausgegeben von Feltrinelli und im Augenblick nur auf Italienisch erhältlich – auf brillante Weise als falsch dargestellt. Ich übersetze einige Absätze, die sich mit dieser Frage beschäftigen.
“Es gibt einen präzisen politischen Grund, aus dem die Mehrheit der Palästinenser für Hamas gestimmt hat. Es ist ein Grund, der die Entscheidung betrifft, die die islamistische Bewegung am 23. Januar 2005 formal getroffen hat. (A.d.Ü.: ein Jahr vor den Legislativratswahlen): eine einseitige, zusammen mit dem Islamischen Dschihad (der sie stattdessen mehrmals gebrochen hatte) ausgehandelte Waffenruhe, wodurch aus Worten Taten wurden: dass die Zeit der von Hamas innerhalb von Israel entsprechend der Waffenstillstandslinien von 1949 – also mit anderen Worten das Israel innerhalb der grünen Linie – verübten Terroranschläge ein Ende haben würde. Die Beendigung der Selbstmordattentate in israelischen Städten, wodurch die Intifada im Wesentlichen beendet wurde, sowie die partizipative Wahl wird von der palästinensischen Bevölkerung as ein präzises politisches Programm interpretiert, eine Alternative zu den Parteien, von denen sie bisher regiert wurde und die über sie bestimmten und die bis zu diesem Zeitpunkt die Vorherrschaft aufrechterhalten hatten. Ein Programm, das der Widerstandsstrategie der Hamas gleichzeitig neue faktische Grenzen aufzeigt. Die islamistische Bewegung wurde daher nicht nur aus Protest gegen die Korruption, den Klientelismus und die Ineffizienz von Fatah, die als Partei oft mit der PA verwechselt wird, gewählt. Korruption, Klientelismus und Ineffizienz, die mit dem Scheitern des Oslo-Abkommens und der von den Israelis geschaffenen „Tatsachen“ in Beziehung stehen, zumindest aus einer zeitbezogenen Sicht. .
“Die Leute in Hamas wurden als ernsthafte Menschen, die sich nicht auf Kosten der Bevölkerung bereicherten, angesehen; tatsächlich wohnten sie weiterhin in normalen Stadtvierteln und in den Flüchtlingslagern.” (Caridi, S. 171). .
5) Eine sehr beleidigende, oft wiederholte, Verunglimpfung ist, die Anhänger und Führer von Hamas seien ein „Haufen Analphabeten“ oder „religiöse Fanatiker“. Fast all der Führer sind (oder waren, angesichts der Zahl der Ermordungen unter ihnen ist die Vergangenheit fast obligatorisch) Universitätsabsolventen auf Gebieten, die von Medizin und Physik bis hin zu Jura, Volkswirtschaft und Theologie reichen; dies zeugt davon, dass sie mit dieser Verunglimpfung nur durch den Schmutz gezogen und dargestellt werden sollen, als hätten sie nur religiöse Texte gelesen und seien daher „unterentwickelt“ im Vergleich zu anderen Bewegungen. Bildung ist seit jeher eine der Säulen der Hamas und ihrer karitativen Arbeit. Den Menschen in Palästina muss das nicht gesagt werden, es ist für sie eine Realität, dass Palästinenser ohne die Stiftung in vielen Fällen in dieser Hinsicht Entbehrungen ausgesetzt wären. .
6) Die Unbeugsamkeit der Hamas ist ein weiterer Mythos, der vor allem dann herausgezogen wird, wenn von der Charta 1988 die Rede ist. Scheich Hamed Bitauri, „religiöse Autorität von Nablus, Präsident der Union der Palästinensischen Ulemas“, bekannt für seine radikalen Haltungen, hatte kein Problem damit zu bestätigen, dass „die Charta nicht der Koran ist. Wir können sie ändern. Sie ist nur die Synthese der Positionen der islamistischen Bewegung in ihren Beziehungen mit den anderen Fraktionen und ihrer Politik.“ Aziz Dweik, Gründer der geographischen Fakultät der Universität Nablus, der später der Sprecher des palästinensischen Parlaments nach der Wahl 2006 werden sollte und seit dem Sommer jenes Jahres in israelischen Gefängnissen inhaftiert ist, ging sogar noch weiter und verkündete die politische und pragmatische Notwendigkeit, sich von der Mithaq 1988 zu distanzieren, an Khalid Amayreh, einem palästinensischen Journalisten mit einem feinen Gespür für islamistische Positionen; er sagte, „Hamas würde keine Geisel von rhetorischen Slogans der Vergangenheit wie der von der „Zerstörung Israels“ bleiben.“ (Khalid Amayreh, Hamas Debates of the Future: Palestine’s Islamic Resistance Movement Attempts to Reconcile Ideological Purity and Political Realism, in „Conflicts Forum“, November 2007, S.4) (Caridi . S. 90).
Haniyeh hat bei vielen Gelegenheiten erwähnt, dass die Charta inhaltlich von den anderen offiziellen Dokumenten, das wichtigste davon ist das Wahlprogramm der Liste „Änderung und Reform“ (die Liste, mit der Hamas für die Wahl kandidierte), überholt worden ist. Dieses Programm ist strukturiert wie ein Dokument, das dem Führer von Hamas zufolge weit über die Anforderungen einer politischen Kampagne hinausgeht, außerdem charakterisiert es die Politik der Bewegung. Es wurde nicht im Eifer der Revolution oder der Intifada geschrieben und es spiegelt die Entwicklung der Partei wider. Die vorliegenden Änderungen sind nicht so sehr ideologisch geprägt, sie haben vielmehr einen strategischen und politischen Charakter. Diese Positionen sind in Interviews und öffentlichen Diskussionen so oft wiederholt worden, es scheint daher unfassbar, dass die Komplexität und Reife von Hamas mittlerweile nicht für alle offenkundig sein sollte. Es ist klar, dass sie immer noch für die Befreiung Palästinas steht, aber sie versucht, dies durch die Beteuerung der Rechte des Volkes zu erreichen und Hamas weiß ganz genau, dass sie als Partei nicht die Mittel besitzt, die Besatzung auf irgendeine praktikable Weise zu stürzen oder zu zerstören, was sie als Realität anerkennt.
Viele von uns, die die Ereignisse im Nahen Osten mit verfolgen, hoffen, dass sie sich nicht so weit dem Pragmatismus beugt und Israel nicht nur als Realität, sondern als „jüdischen Staat“ anerkennt, doch wir müssen vom Rand aus zuschauen und die Fakten bewerten. Das palästinensische Volk wird darüber wachen, wenn Rechte aufgegeben werden und falls ja, welche, und viele von uns sind der Meinung, dass es, mit dem Rücken zur Wand stehend, aus Gründen der politischen Zweckmäßigkeit nicht kapitulieren und verlieren wird, was ihm gehört. Hamas ist sich dieser Tatsache ebenfalls bewusst.
7) Hamas ist im Vergleich zu seinem Hauptgegner Fatah in einem viel geringeren Ausmaß ein trennendes Element. Der Gaza-“Staatsstreich“, der die Welt schockierte und betrübte, war eigentlich eine präventive Maßnahme zur Vereitelung der geplanten Machtübernahme durch Dahlan-treue Fatah-Kräfte (unter Mitwirkung von Israel). Die Tatsache, dass Hamas die Partei ist, die von ihrem eigenen Volk zum Wahlsieg getragen wurde, ist von der „internationalen Gemeinschaft“ – die doch auf Wahlen drängte und darauf bestand, dass dies für Palästinenser eine Notwendigkeit wäre – nie anerkannt worden, denn dies würde bedeuten, dass der Widerstand Legitimität erhalten hatte und in der Regierung zum Programm werden würde. Die Ablehnung von Verhandlungen mit Israel als Unteralternative, die Politik von Fatah ist, wurde von der Bevölkerung offiziell sanktioniert und es war nur eine Frage der Zeit, bis das Wahlprogramm zum Politikprogramm werden würde. Wenn die „Sicherheitskräfte“ der Fatah Schritte unternommen hätte, in Gaza die Macht zu ergreifen, wäre dies der eigentliche Staatsstreich gewesen. Aber in einer umgekehrten, von Desinformation forcierten Sichtweise der Ereignisse verhinderte das tragische Blutbad unter Palästinensern den wahren Sturz von Demokratie, der stattgefunden hätte, wenn Dahlan die Gelegenheit gehabt hätte. Immer wieder hat Hamas versucht, mit der Oppositionspartei zusammenzuarbeiten, doch diese wollte dies nicht tolerieren, in der vergeblichen Hoffnung, dass ihre wirtschaftlichen Vorteile und ihre politische „Unbedenklichkeitserklärung“ vom Herrenclub es ihr ermöglichen würde, die Kontrolle zu übernehmen, auch wenn ihr dazu das Mandat des Volkes fehlte.
8) Es ist nicht notwendig, Propaganda einzusetzen, um den Palästinensern in den besetzten Gebieten und im Exil, und vielen innerhalb Israels, die laufende Zerstörung der palästinensischen Zivilisation und des palästinensischen Volkes aufzuzeigen. Blockaden, Beschießungen, Mordanschläge, Krieg, Erniedrigungen an den Übergängen, Beschränkungen, Trennung von Familien, Inhaftierung und weitere Misshandlungen sind keine Einzelfälle, sondern sie gehören zum Leben der Palästinenser wie das tägliche Wasser und Brot. Es muss niemand einen Zorn gegen einen Phantomfeind erfinden. Es gibt einen realen Feind, der Menschen aller Altersstufen und sozialen Schichten Erniedrigungen, Entbehrungen und dem Tod aussetzt. Die Vorführung eines als Maus verkleideten Mannes, um darauf zu beharren, dass Kinder mit Hass indoktriniert werden, kommt vielleicht bei den uninformierten Massen gut an, aber ein flüchtiger Blick in die Wirklichkeit lässt Farfur als die niedlichste Art und Weise erscheinen, durch die ein Kind verarbeiten und aushalten kann, dass es ein Gefangener ist, der sein Leben dazu verdammt ist, auf die abscheulichste Weise dafür zu leiden, dass er order sie in den Augen der Unterdrücker als unbedeutenderes Wesen geboren wurde.
9) Die schlimmste Verunglimpfung gegen Hamas dient dazu, sie als Symbol des Bösen aufrechtzuerhalten: dass sie eine Terroristengruppe ist, finanziert von „Schurkenstaaten und der Achse des Bösen“. Wenn man bedenkt, dass ihre finanzielle Unterstützung um ein Vielfaches geringer ist als das Israel von den USA, Kanada und vielen anderen Nationen der „internationalen Gemeinschaft“ offiziell gewährte gigantische Paket an wirtschaftlicher und „militärischer Hilfe“, warum sollte dann der Vorwurf von finanzieller Unterstützung aus dem Ausland als inakzeptabel angesehen werden, wenn Israel sich auf diese Weise durch Milliarden Dollar jährlich in Vorauszahlung über Wasser hält und weiß Gott, wieviel finanzielle Unterstützung außerdem durch die Tausenden „karitativen Organisationen“, die in Wirklichkeit wenig mehr als Fassaden für die Masseneinwanderung nach Israel sind, um das Bevölkerungswachstum der Araber zu drosseln. Wenn der Zionismus und seine karitativen Organisationen als legitim und edel erachtet werden, warum werden die islamischen dann auf schwarze Listen gesetzt und Geldgeber behandelt, als finanzierten sie den Terrorismus? Hier handelt es sich um Doppelmoral.
Es ist eine verbürgte Tatsache, dass Hamas Terroranschläge gegen Zivilisten abgelehnt hat und ihr Bestes dabei geleistet hat, eine realistische Verbesserung der Lebensbedingungen ihres Volkes zu erreichen. Dies wird von keinem Geringeren bestätigt als dem Recherchedienst des US-Kongresses, einem Thinktank, der im Wesentlichen seine konservativen und Israel-freundlichen Positionen dem Kongress präsentiert, damit sie zur Politik werden. Aus dem von Jim Zanotti koordinierten Dokument „Israel und Hamas, Konflikt in Gaza (2008-2009)“ können wir tatsächlich ersehen, dass der angeführte „Grund“ für den Angriff auf Gaza ist, „es von Hamas zu säubern“; die auf israelisches Gebiet abgeschossenen Raketen waren nichts als eine Ausrede, die der Westen so genussvoll geschluckt hat wie Kirschsaft. Man gab zu, dass die extrem primitiven Raketen NICHT von Hamas abgeschossen wurden, außerdem betrachtete man Hamas als imstande und bereit dazu, die Angriffe zu unterdrücken. Es ist von Bedeutung, dass die ersten Opfer der israelischen Angriffe in Gaza die normalen Polizisten waren, die ihr Training gerade abgeschlossen hatten, vielleicht auch für diesen Zweck. Zanotti schreibt:
In den ersten fünf Monaten wurde die Waffenruhe relativ gut eingehalten. Einige Raketen wurden auf Israel abgeschossen, aber die meisten wurden militärischen Gruppen zugerechnet, die nicht mit Hamas verbunden waren, und allmählich schien Hamas immer mehr imstande und bereit dazu, auch diese Angriffe zu unterdrücken. In Israel wurden keine Getöteten gemeldet (doch gab es Verletzte und beschädigte Gebäude) und Israel sah von Vergeltungsmaßnahmen ab.
Trotzdem fühlte es sich für jede Partei so an, als verletzte jeweils die andere Seite die Regeln des ungeschriebenen Waffenstillstandes. Hamas forderte – ohne Erfolg – eine Aufhebung der wirtschaftlichen Blockade Gazas durch Israel, während Israel – ebenfalls ohne Erfolg – ein vollständige Beendigung des Raketenbeschusses und einen Fortschritt bei der Freilassung des israelischen Unteroffiziers Gilad Schalit aus der Gefangenschaft von Hamas forderte.
Israel führte den sporadischen Raketenbeschuss als Rechtfertigung dafür an, die Grenzübergänge und Gazas Hafen für fast alles außer grundlegenden humanitären Bedarf geschlossen zu halten. Hamas, andere arabische Führer und einige internationale und Nichtregierungs-Organisationen, die Zivilisten in Gaza halfen, beanstandeten, dass Israel seine unter der ungeschriebenen Waffenstillstandsvereinbarung abgegebenen Versprechen nicht einhielt.
Als wenn das nicht genügte, macht der Verfasser, der sicherlich keinerlei Sympathien für Hamas hegt, Aussagen über die Nachwirkungen des Krieges, hier gibt sogar Israel zu, dass Hamas nicht für die Raketen verantwortlich war:
Seit Israel seine einseitige Waffenruhe am 18. Januar 2009 begann, fanden etwa 40 sporadische Raketenangriffe auf Südisrael statt, weit weniger als durchschnittlich pro Tag kurz vor der Operation „gegossenes Blei“ stattfanden. Darüber hinaus glauben israelische Regierungsbeamte, dass kleinere militante Gruppen wie der palästinensische Islamische Dschihad und die Al-Aqsa-Märtyrer-Brigaden und nicht Hamas die Raketen abgeschossen haben, wie auch während der Waffenruhe (doch es ist möglich, dass Hamas diese Angriffe ermöglicht oder sie duldet, während sie die Verneinbarkeit bewahrt).
Also nutzte Israel die Ausrede von Raketenangriffen durch Hamas, um die Eliminierung von Hamas (mittels der Zerstörung von ganz Gaza) durch „militärische Aktionen“, wie Israel es nennt, rechtzufertigen – aber der Rest der Menschheit weiß, dass es Krieg ist -, während Israel sich bewusst ist, dass Hamas weder die Urheberin noch die Unterstützerin der Raketenangriffe war; jede Ausrede, die das Land aus dem Zauberhut zieht, um seine Handlungen zu rechtfertigen, sollte auf taube Ohren fallen. Klagen über Waffenschmuggel durch Tunnel der primitivsten Art sollten zum Himmel stinken, wenn wir die Zuwendungen im US-Verteidigungshaushalt für das US-israelische Raketenabwehrprogramm im selben Bericht des US-Kongress sehen. Iron Dome, David’s Sling und andere „militärische Hilfe“, die das US-amerikanische Volk Milliarden Dollar kosten, werden darin kurz beschrieben. Auf fünf ineffektive Raketen, die durch einen Tunnel geschmuggelt werden, kommen volle US-amerikanische Luftfrachtlieferungen mit Waffen und Geld, das Israel für seinen militärischen „Bedarf“ ausgeben soll. Die Doppelmoral hier verursacht das Blutvergießen Unschuldiger indem internationales Recht gebrochen wird, auf Kosten des schwer verdienten Geldes von US-Bürgern. Nochmals, aus dem Bericht des US-Kongresses:
Israel könnte bei seiner Militäroperation in Gaza von den Vereinigten Staaten gekaufte Waffenträgersysteme und Munition benutzt haben, Berichten zufolge gehören dazu unter anderem F-15- und F-16-Flugzeuge, Apache-Hubschrauber und israelischen Medienberichten zufolge GBU-39 gewichtsreduzierte Gleitbomben, die nach Bekanntgabe im September 2008 vom US-Kongress zum Verkauf freigegeben wurden.
Dazu kommt, dass alle einseitigen Waffenruhen zwischen Israel und Hamas (verkündet von Hamas, nicht Israel) jedesmal von Israel gebrochen wurden. In vielen Fällen geschah dies dadurch dass Israel in die besetzten Gebiete einfiel, was rechtlich gesehen unzulässig ist, denn Zivilbevölkerungen, die unter einer Besatzung stehen (auch nach dem Abzug der „Siedler“ steht Gaza unter israelischer Belagerung) müssen vom Besatzer geschützt werden, nicht angegriffen. Israel bombardierte unter dem Einsatz von Waffen und Flugzeugen, vom US-amerikanischen Volk breitwillig zur Verfügung gestellt, Straßen, auf denen sich ihre Ziele befanden (Politiker und Kleriker, die Israel als „militant“ oder gemeiner bezeichnet) und tötete wahllos jeden innerhalb der Reichweite, einschließlich Kinder. Wenn das nicht Terrorismus ist, dann hat das Wort keine Bedeutung.
Dies sind nur einige der Mythen, die sich im Umlauf befinden. Sie stellen nur einen Teil der Lügen, der Desinformation und der Hasbara dar, die über eine der bedeutenden palästinensischen Parteien, die aus der Mitte entstanden ist, sich wie alle Parteien von unten entwickelt hat und durch faire und legale Wahlen legitimiert worden ist, verbreitet werden. Die Entlarvung dieser Lügen ist eine Pflicht. Man muss nicht dem gesamten Programm von Hamas zustimmen, aber man ist verpflichtet, zu erkennen, dass sie sich von dem Image, in das sie gezwängt wurde, vollkommen unterscheidet. Was Jessica Rabbit in dem Film “Falsches Spiel mit Roger Rabbit” sagte, könnte gut auf Hamas zutreffen: “Ich bin nicht schlecht, sie zeichnen mich nur so.”
Quelle: Palestine Think Tank- Hamas – They’re not bad, they’re just drawn that way
Es gehört zum Wesen des Imperialismus, dass es seine Macht jederzeit, überall und gegenüber jedem demonstrieren muss, auch gegenüber den eigenen Lakaien.
Noch vorgestern hat Bundeskanzlerin Merkel im übertragenen Sinn und bildlich gesprochen sich tief verbeugt und die Hand der USA so genüsslich und intensiv geküsst, dass die Schleimspur nicht zu übersehen war. Doch noch bevor es ihr gelungen ist, sich halbwegs wieder aufzurichten, erhielt sie zum Dank eine heftig schallende Ohrfeige, dessen Klang nicht zu überhören war. Die USA hatten erwartet, dass Frau Merkel ihnen die Schuhe ableckt. Insofern war die “größte Rede der Bundeskanzlerin“, zu der ihre Einschmeicheltour von der Hofberichterstattung stilisiert wurde, somit nur ein Affront gegen den selbsternannten Weltherrn, der sich mehr erwartet hatte. Die bildliche Darstellung des Schuhe Ableckens ist übrigens nicht nur eine Phantasie verirrter Spezialbordellbesucher, sondern war üblich bei den Dienern des von den USA gegen das eigene Volk an der Macht gehaltenen Schah!
Neben dem Skandal, dass der selbst ernannter Weltherrscher, zu dessen engsten Verbündeten sich die Bundeskanzlerin Deutschland erklärt hat, der gesamten deutschen Bevölkerung verdeutlicht hat, was Raubtierkapitalismus ist und den Schüler diesbezüglich der Lächerlichkeit preis gegeben hat, ist als weitergehender Skandal die Hofberichterstattung in der Bundesrepublik Deutschland zu erwähnen, die immer deutlicher macht, für welchen Hof sie eigentlich arbeitet. Denn die gesamte Berichterstattung ist darauf ausgerichtet, die eigentlichen Schuldigen frei zu sprechen und von den eigentlichen Fragen abzulenken.
Monatelange Sitzungen Anfang des Jahres 2009 hatten zu einem “Kompromiss“ geführt, von dem General Motors (GM), Eigner der OPEL AG, profitierte. Anstatt in die Insolvenz abzugleiten und auf dem Weg zwangsverstaatlicht zu werden, gewährte die Bundesrepublik Deutschland dem Tochterkonzern “Überbrückungskredite“ im Wert von 1,5 Milliarden Euro, wovon ein Teil – und das wusste jeder – vom Mutterkonzern selbst genutzt wurde! Spätestens seit Juni 2009 flossen die Gelder des Steuerzahlers in das angebliche Privatunternehmen. Tatsächlich handelt es sich aber bei GM nicht mehr um ein Privatunternehmen, das einer privaten Institution gehörte, sondern faktisch um ein Staatsunternehmen. Mehrheitseigner ist der Staat USA! Es sind die USA – und damit ihr höchster Repräsentant Obama – die darüber entscheiden können, was mit GM passiert. Und jene GM muss vor dem Juni irgendwelche Zusagen gemacht haben, damit der deutsche Steuerzahler, sage und schreibe, 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt hat.
Bereits bei diesem Informationsstand stellt sich die Frage, welcher Art jene Zusagen waren? Verschenkt die Bundesrepublik Deutschland zinslos Milliardenkredite an Privatunternehmen, ohne dass es irgendeine Garantie dafür gibt, dass die Absprachen eingehalten werden? Letztere Frage ist von entscheidender Bedeutung, um abschätzen zu können, für welche Interessen die Bundeskanzlerin eigentlich eintritt. Merkwürdigerweise wird genau diese Frage von der Hofberichterstattung gar nicht gestellt! Denn wenn es Garantien gab, dass die getroffenen Absprachen (in diesem Fall der Verkauf an ein europäisches Konsortium) erfolgen würde, wie konnte sie dann ungestraft gebrochen werden? Und falls es jene Garantien nicht gab, wie konnte dann die Bundesregierung leichtfertig einen Milliardenkredit vergeben?
Heute ist davon die Rede, dass GM bis zum Ende des Monats November den Kredit zurück zahlen würde. Niemand aber spricht von Zinsen! Als GM den Kredit benötigte, hätte keine Bank der Welt ihr einen Cent mehr gegeben, so dass die US-Regierung einschreiten musste. Hat Deutschland hier nur den dummen Platzhalter gespielt? Aber die alles entscheidende Frage ist doch: GM gehört mehrheitlich dem Staat USA und dessen oberster Entscheidungsträger ist Obama; warum hat Obama es zugelassen, dass die Bundeskanzlerin nach ihrer Huldigungsrede derart abgestraft wurde?
Und damit kommen wir zum Anfang des Artikels. Die Angelegenheit – so schmerzhaft sie auch sein mag und so sehr sie auch die amtierende Bundeskanzlerin erniedrigt hat – ist dennoch nur die natürliche Folge eines Systems, das gar nicht anders funktionieren wird! Imam Chamene’i hat vor wenigen Tagen in seiner Rede gegen den Weltimperialismus Folgendes gesagt: „Für die Bekämpfung des Imperialismus ist es am wichtigsten, den Imperialismus zu kennen. Eine imperialistische Macht ist eine Macht oder sind Mächte, die sich herrschsüchtig mit ihren finanziellen, militärischen und propagandistischen Möglichkeiten in die Angelegenheiten anderer Länder und Nationen einmischen.“
Der Imperialismus der USA funktioniert exakt nach dieser Beschreibung! Es geht hier nicht um Opel, GM, irgendwelche Milliarden oder gar um Arbeitsplätze. Es geht um Macht, Macht und noch einmal Macht! Es geht um eine Machtdemonstration! Was sollen die USA mit irgendwelchen für sie läppischen Milliarden an Krediten? Die haben doch erst jüngst über 800 Milliarden gedruckt. Was würde da eine Milliarde mehr oder weniger schon ausmachen? Es geht darum, den Sklaven stets zu erläutern, dass er der Sklave ist und Sklave zu bleiben hat, selbst wenn er die Hand des Sklavenhalters küsst. Und was hat diese Bundesregierung nicht alles getan?
Deutschland hat Atomwaffentaugliche U-Boote teils mit deutschen Steuergeldern gebaut und an Israel verschenkt. Als Antwort kam eine Forderung über zwei Regatten, die Deutschland nunmehr vollständig finanzieren und Israel schenken soll. Warum eigentlich? Warum wird solch eine Forderung öffentlich gestellt? Gäbe es nicht hinreichend “diplomatische“ Kanäle, das Ganze geschickter abzuwickeln, ohne dass die Steuerzahler in Deutschland öffentlich gedemütigt wird? Sicherlich gäbe es jene Möglichkeiten, aber darum geht es doch gar nicht! Israelische Spitzenpolitiker bräuchten doch nur mit dem Finger zu schnipsen und würden so viele Fregatten, wie sie nur wünschen, kostenfrei aus den USA erhalten. Es geht darum, Macht auszuüben, und dem Sklaven zu verdeutlichen, wer Herr und wer Sklave ist.
Deutschland hat fast alle Forderungen der USA bezüglich Soldaten in Afghanistan erfüllt. Sogar in die Ermordung von Zivilisten ist die Bundeswehr inzwischen involviert! Reicht das nicht? Vor wenigen Wochen wurde veröffentlicht, dass deutsche Soldaten in Afghanistan israelische Drohnen einsetzen wollen. Wer veröffentlicht solche sicherlich geheimen Informationen und wozu? Hat Deutschland nicht schon genug Ärger in dem muslimischen Land? Müssen es ausgerechnet Drohnen aus Israel sein? Aber es geht hier nicht darum, ob wegen solch einer Nachricht noch einige deutsche Soldaten mehr Opfer in Afghanistan werden oder nicht. Es geht ausschließlich darum, die Machtverhältnisse für alle sichtbar in der Welt immer und immer wieder zu veröffentlichen! Und das Verhalten des Imperialismus ist gegenüber Freund und Feind, was die Machtdemonstration angeht, sehr ähnlich.
Vor wenigen Tagen wurden in irgendwelchen hohen US-Gremien öffentlich einmal mehr Gelder in Höhe von 55 Millionen US-Dollar zur Destabilisierung des Iran verabschiedet. Der Betrag von 55 Millionen ist derart gering angesichts der Milliardenverschwendungen des US-Systems, dass jener Betrag problemlos in irgendwelchen anderen Posten hätte versteckt werden können, zumal die Gelder ja an Geheimdienste fließen sollen und nicht jedes Geheimnis eines Geheimdienstes veröffentlicht werden muss. Es täte auch der Glaubwürdigkeit der USA gut, wenn sie solche Posten geheim hält. Aber darum geht es nicht! Es geht um die Demonstration von Macht: „Wir sind die Herren dieser Welt!“ Und der Herrenmensch kann nicht Herrenmensch sein, wenn es niemand weiß!
Bundeskanzlerin Merkel hat sich wirklich tief verbeugt vor den USA und Israel. Obwohl sie in ihrer Rede allgemeine Prinzipien erwähnt hat, hat sie auch den ideologischen Feind des Raubtierkapitalismus und die größte Bedrohung für den Imperialismus ins Visier genommen und lautstarke verbale Schüsse abgefeuert. Sie hat Israel über einen längeren Zeitraum etwas versprochen, als es ihre zeitlich begrenzte Kompetenz zulässt. Aber das alles reicht nicht! Noch immer hat sie zumindest in Nebensätzen so etwas wie eine vorsichtige Regulierung der Finanzmärkte angeregt! Das lässt der Imperialismus nicht zu! Niemand – auch nicht ein sonst in jeder Hinsicht unterwürfige Bundeskanzlerin – darf so etwas fordern! Sie hat gesagt, dass sie sich für eine Zwei-Staaten-Lösung im Nahen Osten einsetzt. Aber das lässt der Imperialismus nicht zu! Das Imperium lässt sich von einer Bundesregierung nicht vorschreiben, was mit den Palästinensern zu tun ist und was nicht. Deutschland hat die Waffen klaglos abzuliefern, und mehr darf Deutschland nicht!
Die Hofberichterstattung – und es wird tagtäglich deutlicher für welchen Hof jene Journalisten arbeiten – wissen auch, dass der neuste GM-Streich in der Bevölkerung Deutschlands nicht gut angekommen ist. Schließlich sind Zehntausende Familien direkt betroffen und Hunderttausende von Mitarbeitern von Zulieferbetrieben, indirekt. Und selbst nicht direkt betroffene, empfinden eine gewisse Wut. Aufgabe jener Berichterstattung ist es, jene Wut zu kanalisieren und von den eigentlichen Schuldigen abzulenken! Der deutsche Leser und TV-Zuschauer erfährt von irgendeinem GM-Manager, der knallhart sei. Schuldig sei das Management jenes “Privatunternehmens“. Der Hauptschuldige Obama, oder das System des imperialistischen Raubtierkapitalismus blieben ungeschoren! Schließlich bekommt ja Deutschland sein Geld zurück.
Imam Chamene’i sagte vor wenigen Tage dazu: „Immer wenn die Amerikaner ein Lächeln aufgesetzt haben, hat sich bei näherem Hinsehen erwiesen, dass sie gleichzeitig hinter ihrem Rücken einen Dolch versteckt hielten und sich nichts an ihren Absichten geändert hatte … Sollten eine bedeutende und erfahrene Nation und die von ihr gewählten Verantwortungsträger auf diese Art von Lächeln reinfallen, so sind sie entweder völlig naiv oder so in materielle Wünsche abgesackt, dass sie gewillt sind, sich mit dem Feind auf Kompromisse einzulassen. … Wenn die Verantwortungsträger eines Landes klug und erfahren sind und die nötige Reife besitzen und wenn sie hinter den Interessen der Bevölkerung stehen, werden sie sich nicht mit dieser Art von Lächeln hinters Licht führen lassen.“
Welche Schlüsse daraus für die Bundesregierung zu schließen sind, überlassen wir dem Leser. Aber welche Schlüsse daraus für den Bundesbürger zu schließen sind, müssen jene beantworten, die die heutige Bundesregierung gewählt haben, und das waren nicht wenige! So lange Deutschland nicht das Wohl seiner eigenen Bevölkerung in den Vordergrund stellt, wird es keine Befreiung Deutschlands geben. Und so lange deutsche Spitzenpolitiker glauben, dass das Wohl einer Bevölkerung in der Anlehnung an das größte und mächtigste Verbrechersystem der Zeit liegt, so lange wird das gesamte Volk auch in Zukunft jene Demütigungen hinnehmen müssen. Ein gottesehrfürchtiger Mensch aber verbeugt sich nicht vor Menschen, er küsst keine Hände von Gewaltherrschern und leckt auch keine Schuhe ab. Er schwimmt wie ein lebendiger Fisch gegen den Strom, um der Quelle näher zu kommen und leistet Widerstand!
Verlässt man die malerische Sprache, dann kann man es auch ganz einfach ausdrücken: Jeder Bundesbürger, der heute die Bild-Zeitung gekauft hat, trägt Mitschuld daran, dass es Opel-Mitarbeitern heute und morgen schlechter gehen und Deutschland öffentlich gedemütigt wird. Die Befreiung fängt niemals in goldenen Kongresssälen durch Bundeskanzler oder Außenminister an, sondern im Herzen eines jeden einzelnen Bürgers.
»Nirgendwo auf der Welt gibt es einen namhaften Drogenhandel, bei dem die CIA nicht mitmischt«. Diese Binsenweisheit ist nach einem Bericht der New York Times erneut bestätigt worden. Ging es früher um Mauscheleien mit Drogenbaronen in Lateinamerika oder in Südostasien, so hat sich die Agency diesmal laut der Zeitung als Teil der organisierten Kriminalität im Kriegsgebiet am Hindukusch erwiesen. Nach Aussagen aktiver und ehemaliger US-Geheimdienstler steht ausgerechnet der wegen seiner Rolle als Schlüsselfigur im afghanischen Drogengeschäft bekannte Ahmed Wali Karsai, der Bruder des afghanischen Präsidenten Hamid Karsai, auf den Lohnlisten der CIA, und das seit fast acht Jahren. Absurd mutet es daher an, daß US-amerikanische Politiker und Medien Präsident Karsai verurteilen, weil er bisher nicht gegen seinen Bruder Ahmed strafrechtlich vorgegangen ist.
Die Kampagne begann vor etwa einem Jahr, nachdem man sich im Weißen Haus dazu entschlossen hatte, eine Alternative zu Präsident Karsai aufzubauen. Aber offensichtlich wußte bisher die eine Hand in Washington nicht, was die andere tut. Dabei wird Karsais Bruder laut Geheimdienstquellen als wertvoller Mitarbeiter der CIA eingeschätzt. Als Paschtune ist Ahmed Auge und Ohr des Geheimdienstes auch tief in den von den Taliban kontrollierten paschtunischen Stammesgebieten, wohin er dank seines kriminellen Netzwerkes vielfältige Verbindungen hat. Zugleich hilft Ahmed der Agency bei der Kontaktaufnahme zu Stammesführern, die entweder mit den Taliban sympathisieren oder die Seiten wechseln wollen. Zugleich können CIA-Spezialeinheiten die weit verstreuten Besitztümer Ahmeds für ihre verdeckten Operationen nutzen. Im Gegenzug hat die CIA dem Bruder des Präsidenten in mindestens zwei Fällen geholfen, lästige Konkurrenten aus dem Weg zu räumen. So wurde der Polizeichef von Kandahar, Matiullah Qati, im Juni 2009 von einer CIA-Spezialeinheit »irrtümlich« erschossen, und die Geschäfte des Drogenbarons Hajji Bashir Noorzai, der dank Ahmeds Hilfe 2005 in eine amerikanische Falle getappt war, sind anscheinend von ihm übernommen worden. Als Gipfel der Naivität bzw. der Apologie der US-Politik in Afghanistan meint dazu die New York Times: »Die CIA-Praktiken legen nahe, daß die USA nicht alles in ihrer Macht Stehende tun, um den lukrativen Drogenhandel in Afghanistan ausmerzen.«
Derweil nehmen die Kämpfe in Afghanistan weiter zu. Mit 55 Toten ist acht Jahre nach Beginn des Krieges der Oktober zum blutigsten Monat für die US-Besatzer geworden. Der zweitschlimmste war der vergangene August mit 51 Toten. Zugleich scheinen sich die Voraussagen zu bewahrheiten, daß die bewaffneten Gegner der Besatzung auch in der bisher relativ sicheren Hauptstadt Kabul immer ungenierter operieren können. Davon zeugt der Angriff am Mittwoch morgen auf ein als absolut sicher geglaubtes Gästehaus der Vereinten Nationen im Regierungsviertel. Dabei starben neun Menschen, darunter sechs ausländische UN-Mitarbeiter. Zugleich unterstreicht dieser Angriff das totale Versagen der UNO, denn in Afghanistan ist sie unter dem Druck der USA und weiterer NATO-Länder zum Handlanger der Besatzer und somit zur Zielscheibe für die Aufständischen geworden.
Dem US-Kongreß liegt eine Resolution gegen den UN-Bericht zum Gaza-Krieg vor. Er ist angeblich »falsch« und »einseitig«
Nach den jüngsten Äußerungen von US-Außenministerin Hillary Clinton sieht es so aus, als ob die Obama-Administration ihre bisherige Kritik an Israels illegalem Siedlungsbau in Ost-Jerusalem und im Westjordanland zurücknimmt und die USA wieder einmal alle Lasten des Nahostkonflikts den Palästinensern aufbürden. Derweil bereiten sich in Washington beide Häuser des US-Kongresses darauf vor, eine Resolution anzunehmen (nach Redaktionsschluß), die Israel im völkerrechtswidrig geführten Gaza-Krieg einen Persilschein ausstellt und den Bericht der UN-Untersuchungskommission unter Leitung des südafrikanischen Richters Richard Goldstone mit scharfen, undiplomatischen Worten als einseitig und falsch verurteilt (siehe Keller).
Siedlungsausbau
Angesicht der bevorstehenden Abstimmung über die Anti-Goldstone-Resolution haben sich die beiden Harvard-Professoren John J. Mearsheimer und Stephen M. Walt zu Wort gemeldet. Sie hatten 2007 in ihrem gemeinsamen Buch »The Israel Lobby and U.S. Foreign Policy« (Die Israel Lobby und die US-Außenpolitik) den außergewöhnlichen Einfluß zionistischer Organisationen auf die US-Politik nachgewiesen, die »eine fast unangefochtene Kontrolle über den (US-)Kongreß« haben wollen. Seit dem Erscheinen ihres Buches habe sich in den politischen Machtstrukturen der USA »so gut wie nichts geändert«, und die Autoren warnen deshalb davor, daß »wir am Dienstag höchstwahrscheinlich eine weitere Demonstration der Rückgratlosigkeit des Kongresses erleben werden«.
In der Tat. Folgt man dem von der zionistischen Lobby AIPAC gesponsorten Text der Resolution, so war der Gaza-Krieg eine lobenswerte Übung in israelischer Zurückhaltung und Sensibilität für das Wohlergehen der palästinensischen Zivilbevölkerung. Zugleich hat US-Außenministerin Hillary Clinton am Montag in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu »nie dagewesene Konzessionen« der israelischen Regierung in der Siedlungsfrage gerühmt.
Selbstzerstörerisch
Den fortdauernden Abriß palästinenischer Häuser in Ostjerusalem erwähnte Clinton am Montag mit keinem Wort, obwohl sie diese Praxis bei früheren Gelegenheiten verurteilt hatte. Netanjahus »Konzessionen« bestehen darin, daß Israel darauf besteht, nicht nur in Ost-Jerusalem weiterzubauen, wann immer und wo immer es beliebt, sondern auch im Westjordanland die Siedlungen gemäß deren »natürlichen Wachstum« auszubauen. Nur komplett neue Siedlungen sollen vorerst im Westjordanland nicht begonnen werden. Das geschieht vor dem Hintergrund, daß alle israelischen Siedlungen auf besetztem Gebiet völkerrechtlich illegal sind und ihr Bau mit Ausnahme der USA von so gut wie allen Ländern der Welt verurteilt wird.
Als Gegenleistung für Netanjahus »Konzessionen« sollen die Palästinenser nun in eine weitere Runde sinnloser Diskussionen treten, während zur gleichen Zeit zionistische Bulldozer und Baukolonnen Stück für Stück ihr Land in Beschlag nehmen. Land, auf dem die Palästinenser hoffen, ihren eigenen Staat zu gründen. Die Verabschiedung der Persilschein-Resolution durch den US-Kongreß einen Tag vor dem Datum, an dem sich die Vollversammlung der Vereinten Nationen mit dem Goldstone-Bericht befassen wird, soll offenbar der Regierung Netanjahus den Rücken stärken. Denn zuvor hatte die israelische Regierung in einem Anflug von Größenwahn die Vereinten Nationen gewarnt, daß jeglicher Versuch, dem Goldstone-Bericht Legitimität zu verleihen, den Friedensprozeß im Nahen Osten torpedieren würde.
Folgt man dem anerkannten jüdisch-amerikanischen Historiker Tony Judt, so ist die Resolution des US-Kongresses eine Verhöhnung des von den USA reklamierten Engagements für Gerechtigkeit und Menschenrechte. Das Papier stehe »zwar im Einklang mit Amerikas langjähriger Entschlossenheit, Israel vor den Folgen seines Handelns zu Hause und im Ausland zu schützen, aber die universelle, internationale Verurteilung der Zerstörung des Gazastreifens macht aus der Reaktion der Obama-Regierung (Administration und Kongreß) eine besonders selbstzerstörerische Handlung. Jeder weiß, was in Gaza passiert ist. Wenn nun Washington gemeinsame Sache mit Israel macht, um das zu vertuschen, dann lenkt das nur noch mehr Aufmerksamkeit auf Amerikas diskreditierte Außenpolitik und die moralische Position der USA, die uns durch unsere ungesunde Beziehung mit Israel erwachsen ist«, so der Historiker. Nach den jüngsten Äußerungen von US-Außenministerin Hillary Clinton sieht es so aus, als ob die Obama-Administration ihre bisherige Kritik an Israels illegalem Siedlungsbau in Ost-Jerusalem und im Westjordanland zurücknimmt und die USA wieder einmal alle Lasten des Nahostkonflikts den Palästinensern aufbürden. Derweil bereiten sich in Washington beide Häuser des US-Kongresses darauf vor, eine Resolution anzunehmen (nach Redaktionsschluß), die Israel im völkerrechtswidrig geführten Gaza-Krieg einen Persilschein ausstellt und den Bericht der UN-Untersuchungskommission unter Leitung des südafrikanischen Richters Richard Goldstone mit scharfen, undiplomatischen Worten als einseitig und falsch verurteilt (siehe Keller).
Siedlungsausbau
Angesicht der bevorstehenden Abstimmung über die Anti-Goldstone-Resolution haben sich die beiden Harvard-Professoren John J. Mearsheimer und Stephen M. Walt zu Wort gemeldet. Sie hatten 2007 in ihrem gemeinsamen Buch »The Israel Lobby and U.S. Foreign Policy« (Die Israel Lobby und die US-Außenpolitik) den außergewöhnlichen Einfluß zionistischer Organisationen auf die US-Politik nachgewiesen, die »eine fast unangefochtene Kontrolle über den (US-)Kongreß« haben wollen. Seit dem Erscheinen ihres Buches habe sich in den politischen Machtstrukturen der USA »so gut wie nichts geändert«, und die Autoren warnen deshalb davor, daß »wir am Dienstag höchstwahrscheinlich eine weitere Demonstration der Rückgratlosigkeit des Kongresses erleben werden«.
In der Tat. Folgt man dem von der zionistischen Lobby AIPAC gesponsorten Text der Resolution, so war der Gaza-Krieg eine lobenswerte Übung in israelischer Zurückhaltung und Sensibilität für das Wohlergehen der palästinensischen Zivilbevölkerung. Zugleich hat US-Außenministerin Hillary Clinton am Montag in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu »nie dagewesene Konzessionen« der israelischen Regierung in der Siedlungsfrage gerühmt.
Selbstzerstörerisch
Den fortdauernden Abriß palästinenischer Häuser in Ostjerusalem erwähnte Clinton am Montag mit keinem Wort, obwohl sie diese Praxis bei früheren Gelegenheiten verurteilt hatte. Netanjahus »Konzessionen« bestehen darin, daß Israel darauf besteht, nicht nur in Ost-Jerusalem weiterzubauen, wann immer und wo immer es beliebt, sondern auch im Westjordanland die Siedlungen gemäß deren »natürlichen Wachstum« auszubauen. Nur komplett neue Siedlungen sollen vorerst im Westjordanland nicht begonnen werden. Das geschieht vor dem Hintergrund, daß alle israelischen Siedlungen auf besetztem Gebiet völkerrechtlich illegal sind und ihr Bau mit Ausnahme der USA von so gut wie allen Ländern der Welt verurteilt wird.
Als Gegenleistung für Netanjahus »Konzessionen« sollen die Palästinenser nun in eine weitere Runde sinnloser Diskussionen treten, während zur gleichen Zeit zionistische Bulldozer und Baukolonnen Stück für Stück ihr Land in Beschlag nehmen. Land, auf dem die Palästinenser hoffen, ihren eigenen Staat zu gründen. Die Verabschiedung der Persilschein-Resolution durch den US-Kongreß einen Tag vor dem Datum, an dem sich die Vollversammlung der Vereinten Nationen mit dem Goldstone-Bericht befassen wird, soll offenbar der Regierung Netanjahus den Rücken stärken. Denn zuvor hatte die israelische Regierung in einem Anflug von Größenwahn die Vereinten Nationen gewarnt, daß jeglicher Versuch, dem Goldstone-Bericht Legitimität zu verleihen, den Friedensprozeß im Nahen Osten torpedieren würde.
Folgt man dem anerkannten jüdisch-amerikanischen Historiker Tony Judt, so ist die Resolution des US-Kongresses eine Verhöhnung des von den USA reklamierten Engagements für Gerechtigkeit und Menschenrechte. Das Papier stehe »zwar im Einklang mit Amerikas langjähriger Entschlossenheit, Israel vor den Folgen seines Handelns zu Hause und im Ausland zu schützen, aber die universelle, internationale Verurteilung der Zerstörung des Gazastreifens macht aus der Reaktion der Obama-Regierung (Administration und Kongreß) eine besonders selbstzerstörerische Handlung. Jeder weiß, was in Gaza passiert ist. Wenn nun Washington gemeinsame Sache mit Israel macht, um das zu vertuschen, dann lenkt das nur noch mehr Aufmerksamkeit auf Amerikas diskreditierte Außenpolitik und die moralische Position der USA, die uns durch unsere ungesunde Beziehung mit Israel erwachsen ist«, so der Historiker.
Es gehört zu den natürlichen und kulturübergreifenden Eigenschaften aller geistig gesunden Menschen dieser Welt, dass sie Mitleid mit den Schwachen haben und Abneigung gegen reiche, arrogante und mächtige Herrscher verspüren, je tyrannischer jene agieren. Nur ein Diener von Tyrannen mit Minderwertigkeitskomplexen, versucht sich bei diesen einzuschmeicheln.
Die US-Politik unseres Jahrzehnts ist die mit Abstand die brutalste und mörderischste Politik der Tyrannei, die Zeitzeugen miterlebt haben. Kein anderer Staat hat so viele Morde an unschuldigen Menschen in dieser Welt auf dem Gewissen wie die USA. Keine andere Armee besetzt so viele andere Länder. Kein anderer Staat unterstützt jedes Verbrechen Israels so massiv, kein anderer Staat droht unterdrückten Menschen so oft. Kein anderer Staat betreibt so offen und unverschämt ein Gefängnis, wie Guantanamo. Kein anderer Staat traut sich, so offen die Gelder für Destabilisierungsmaßnahmen in anderen Ländern offen zu propagieren. Und die USA setzten dem ganzen Unrecht, welches sie auf dieser Welt verbreiten, noch die Krone auf, indem sie all das nicht mit eigenem Geld bewerkstelligen, sondern mit geliehenem und teils gestohlenem Geld. Kein Staat ist so verschuldet, wie die USA.
Man muss wirklich kein Kapitalismuskritiker, Verschwörungstheoretiker, Kommunist oder Westfeind oder gar Muslim sein, um Abneigung gegen die Politik der USA zu verspüren. Die Mehrheit aller Völker dieser Erde verspürt Abneigung gegen diesen tyrannischen selbsternannten Weltherrscher. Das US-Imperium ist das mit Abstand meistverhassteste Regime der Welt!
Gestern erhielt nun eine der treusten Dienerinnen jenes Götzenregimes die Gelegenheit, im Namen des deutschen Volkes in den “Heiligen Hallen“ (wie es ein ZDF-Journalist nannte) zu sprechen. Jenes Götzenregime ehrt seine Anbeter öfters mit solchen Zeremonien, und gestern stand die deutsche Bundeskanzlerin in dem Saal und hat einen Tiefpunkt der deutschen Nachkriegspolitik verkörpert. Was sie in ihrer Rede vor den Reichen und Mächtigen der Welt von sich gegen hat, war unlogisch und entsprach der Sprache der Unterdrückung gegen die Unterdrückten der Welt. Sie hat sich faktisch an die Seite der Tyrannen gegen ihre Opfer gestellt und anscheinend die Würde der gesamten deutschen Bevölkerung dem Machtwahn unterworfen. Es lohn einige Passagen der Rede genauer zu betrachten:
Sie beginnt ihre Rede mit einem Hinweis auf den ersten Artikel des Grundgesetzes “Die Würde des Menschen ist unantastbar“, um genau jene Würde danach mehrfach mit Füßen zu treten; so zumindest empfanden es viele Hörer. Der Bogen, den sie dann spannt erinnert an den Zweiten Weltkrieg und sie geht auf das Leid der Juden ein. Das Leid der Franzosen, Polen, Russen und auch das Leid der Deutschen wird nicht weiter thematisiert. Immerhin gibt sie dann zu, dass sie die USA vor allem aus Filmen und Büchern kennt, was eine Erklärung dafür sein könnte, dass Sie keine Vorstellung davon, hat, welche Unterdrückung inzwischen innerhalb der USA herrscht.
Sie beschreibt ihre Begeisterung mit wahrlich malerischen Worten: „Ich habe mich begeistert für die Weite der amerikanischen Landschaften, die den Geist der Freiheit und Unabhängigkeit atmen.“ Daraufhin bedankt sie sich bei den US-Soldaten, die diesen Geist der Unabhängigkeit auch für Deutschland ermöglicht haben sollen und mündet in den Satz: „Wir freuen uns auch heute und in Zukunft über amerikanische Soldaten in Deutschland.“
Welches unabhängige Land dieser Erde freut sich über fremde Soldaten auf seinem eigenen Boden? Welcher Staatschef einer wirklich unabhängigen Bevölkerung könnte es sich leisten in aller Öffentlichkeit zu sagen, dass man sich über fremde Soldaten auf eigenem Boden freut? Es sei daran erinnert, dass jene US-Soldaten auch Atomwaffen in Deutschland stationieren, was einer Bundeskanzlerin nicht unbekannt sein dürfte. Freut sie sich auch über Atomwaffen auf deutschem Boden? Freut sie sich auch über verbrecherische Einsätze von US-Truppen, die von deutschem Boden aus gestartet werden? Wie sehr muss man sein eigenes Volk verachten, um so etwas zu sagen? Wie wenig muss man die Interessen Deutschlands in den Vordergrund stellen, um für alle Zukunft fremde Truppen eines Landes in Deutschland willkommen zu heißen, die noch heute nachweislich fremde Länder besetzen?
Im Folgenden beschwört sie die Partnerschaft zwischen Amerika und Europa, was wie eine Ohrfeige gegen den Rest der Welt klingt. Danach drückt sie mit kaum noch zu überhörenden Worten den Herrenmenschengedanken der Überlegenheit des weißen Mannes, bzw. in ihrem Fall der weißen Frau aus. Nachdem sie von der gemeinsamen Wertebasis gesprochen hat sagt sie: „Dafür treten wir in der einzigartigen transatlantischen Partnerschaft und in der Wertegemeinschaft der Nato ein. So wird Partnership in Leadership mit Leben erfüllt, meine Damen und Herren.“ Frau Merkel wähnt Deutschland an der Seite der USA als “Führer“ der Welt; oder wie sonst sollte man “Leader“ in diesem Fall übersetzen? Das ist die “Führerschaft“, welche seit Tausenden von Jahren die Menschheit tyrannisiert. Es ist eine Führerschaft, die nicht danach fragt, ob die “Geführten“ überhaupt geführt und im speziellen von Frau Merkel und ihren US-Herren geführt werden wollen. Gott lehrt in allen Religionen die “Dienerschaft“ und Frau Merkel beschwört als Vertreterin eine angeblich jüdisch-christlichen Tradition die “Führerschaft“. Eines muss man ihr aber bei aller Kritik lassen: Sie ist keine Heuchlerin! Sie sagt klipp und klar, was sie will, und es ist eher die Frage an die Bevölkerung in Deutschland zu stellen, warum sie nicht hinhört.
Imam Sadiq (a.) sagt dazu: „Jener, der sich hochmütig oder unterdrückerisch verhält, macht das nur aus einer Minderwertigkeit, welche er an sich findet.“ Als Bundeskanzlerin vor einem Millionärs-Club der USA zu reden ist keine Kunst. Aber eine Bundeskanzlerin, die in den Slums von Afrika den an Hunger sterbenden Menschen erklären würde, warum Deutschland den Raubtierkapitalismus der USA so uneingeschränkt unterstützt und dabei zusieht, wie immer mehr Menschen an Hunger sterben, solch eine Kanzlerin kann sich nur eine Bevölkerung vorstellen, die ihr Selbstbewusstsein aus der Gottesehrfurcht bezieht und nicht aus der Schleimspur der Dienerschaft zu Tyrannen.
Die Bundeskanzlerin schaut unverhohlen zu den Reichen und Mächtigen der USA auf und in jeder Minute ihrer Rede ist ihre Zufriedenheit für die Anerkennung jener Millionäre auch über die Fernsehbilder zu spüren. Imam Ridha (a.) sagt dazu: „Mit Absicht zu ihnen (den Unterdrückern) aufzuschauen gehört zu den großen Sünden …“. Mann muss aber wirklich nicht den Islam bemühen, um jenes Verhalten zu missbilligen. Es würde genügen, wenn man sich die Bergpredigt Jesu durchliest und sein Leben studiert. Hätte Jesus sich selbst oder seine Anhänger derart vor den Machthabern des Weltimperiums gedemütigt?
Nach all den lieben Worten richtet sie sich an die “Feinde“ ihres Systems: „Null Toleranz muss es für die geben, die die unveräußerlichen Rechte des Menschen missachten und sie mit Füßen treten.“ Offenbar hat sie vergessen, dass sie vor denjenigen spricht, die für Guantanamo verantwortlich sind. Verlangt sie auch “Null Toleranz“ für Bush? Aber ihre Zielrichtung ist, wie es in den Folgeworten deutlich wird, eine ganz andere. Sie richtet sich gegen Iran. Eigentlich macht sie etwas deutlich, was derzeit Fakt in dieser Welt ist. Die Ideologie der Islamischen Republik Iran ist die einzige ernsthafte “Bedrohung“, welche das Weltimperium hat! Zwar drückt sie jene Furcht vermischt mit Unwahrheiten und der üblichen Propaganda aus, aber das sind keine Neuigkeiten. Dann komm eine Passage der Rede, die an Einseitigkeit kaum zu überbieten ist:
„Die Sicherheit Israels ist für mich niemals verhandelbar. … Wer Israel bedroht, bedroht auch uns. Deshalb tritt die freie Welt dieser Bedrohung entgegen, notfalls mit harten wirtschaftlichen Sanktionen. Meine Damen und Herren, deshalb werden wir in Deutschland mit aller Kraft den Nahost-Friedensprozess mit dem Ziel unterstützen, eine Zwei-Staaten-Lösung zu schaffen: einen jüdischen Staat Israel und einen palästinensischen Staat.“
An dieser Stelle wird die Bundeskanzlerin auch unlogisch. Wie ist es, wenn ein anderes Land folgende Aussage veröffentlichen würde: „Die Sicherheit Palästinas ist für mich niemals verhandelbar. … Wer Palästina bedroht, bedroht auch uns…“. Damit wäre Deutschland eine Bedrohung für jedes Land der Erde, dass die Palästinenser schützen wollte! Der Iran hat den Palästinensern noch keine U-Boote oder Fregatten geschenkt. Hingegen verschenkt Deutschland seit Jahrzehnten Angriffswaffen an Israel. Warum das den Nahost-Friedensprozess unterstützen soll, dürfte ein bundesdeutsches Geheimnis sein. Und warum in einer Rede, in der mehrfach der Fall der Berliner Mauer erwähnt wird, kein einziges Mal der Bau der zionistischen Mauer auf fremden Boden Erwähnung findet, erhöht auch nicht unbedingt ihre Glaubwürdigkeit gegenüber dem “Friedensprozess“, dessen einzige Aktion derzeit darin besteht, dass Zionisten Siedlungen auf palästinensischem Boden bauen und die USA und Deutschland das faktisch unterstützen!
Je weiter Frau Merkel in ihre Rede voranschreitet, desto mehr gleitet sie in Propaganda ab und verlässt die Ebene der Sachlichkeit: „Weil wir nach den Anschlägen des 11. September mit dem damaligen Präsidenten George W. Bush die Überzeugung geteilt haben, dass von Afghanistan aus nie wieder die Sicherheit der Welt bedroht werden darf, steht Deutschland dort seit 2002 mit dem drittgrößten Truppenkontingent.“ Aha, das ist also der Grund, warum deutsche Soldaten in Afghanistan sind. Aber Afghanen hatten mit dem 11. September gar nichts zu tun, das waren Saudis (zumindest nach US-Angaben)!
Danach folgen noch die Sprüche über die Finanzkrise und das Klima, wobei die Inhalte beliebig austauschbar wären. Und am Ende genießt sie minutenlang den Applaus der Herrscher des Imperiums. Es hat wohl noch nie eine Bundeskanzler gegeben, der deutsche Interessen derart offensichtlich auf dem Altar der “Heiligen Hallen“ geopfert hat, wie die amtierende Bundeskanzlerin.
Einstmals sagte Imam Baqir (a.) zu einem seiner Anhänger: „Wisse, dass die Anführer der Unterdrückung und ihre Anhänger von der Religion Gottes abgetrennt sind. Sie sind verirrt und lassen verirren. Ihre Werke, die sie tun, sind gleich Asche, welche der Wind an einem stürmischen Tag verstreut. Ihre Werke werden ihnen nichts nützen. Dieses ist die weitgehende Verirrung.“
Bliebe am Ende die Frage, wie gegen solch einen Ausverkauf deutscher Interesse vorzugehen ist. Was ist zu tun, dass Deutschland auch im dritten Weltkrieg auf der Seite des “Imperiums“ den Endsieg vor Augen auf den Abgrund zusteuert?
Imam Ali (a.) sagt: „Das Gute zu gebieten und das Schlechte zu verwehren ändert den Zeitpunkt des Todes nicht, noch vermindert es den Lebensunterhalt, jedoch es vervielfacht die Belohnung und erhöht den Lohn (durch Gott). Doch noch besser als dieses ist ein gerechtes Wort gegenüber einem tyrannischen Herrscher.“
Und Imam Kadhim (a.) sagt zu einem Gefährten: „ … die Pflanzen wachsen auf der Wiese und wachsen nicht auf Felsen. Genauso reichert sich die Weisheit im Herzen eines Bescheidenen an und reichert sich nicht im Herzen des hochmütigen Tyrannen an.“
Von Frau Merkel und ihren Herren, sowie dem Stab an Hofjournalisten kann man nicht erwarten, dass sie weise handeln. Denn Begriffe wie Bescheidenheit, Demut, Gottesehrfurcht, Reue und Wahrhaftigkeit sind ihnen ganz offensichtlich fremd. Wer aber glaubt mit Gewalt gegen die Tyrannei der Westlichen Welt vorgehen zu müssen, begibt sich auf exakt die gleiche Ebene, wie diejenigen, die er vorgibt zu bekämpfen und dient ihnen sogar dabei!
Es gibt nur einen einzigen Weg aus dem Dilemma, und das ist die Selbsterziehung! Und aus der Selbsterziehung folgt das gerechte Wort gegenüber einem tyrannischen Herrscher. Wer das aus der Rede Frau Merkels herauslesen kann, dem hat jene Rede wahrlich genützt. Und jene können dann gemeinsam die Schleimspur des Minderwertigkeitskomplexes jener Rede aufwischen. Dazu sollte sich niemand zu schade sein.
A senior Israeli internal security service official has said that there are still ‘Jewish terrorists’ at large in Israel, who may be planning future attacks.
The comments by the Shin Bet follow the announcement on Sunday that settler Yaakov Tytell was arrested last month for allegedly killing two Palestinians and carrying out a string of bomb attacks.
„The Jewish settler is an extremist, who firmly believes in his ideology and who acted carefully, decisively and with sophistication,“ Haaretz quoted the Shin Bet official as saying on Monday.
„Tytell is not mentally unstable,“ the official added.
„You don’t need an underground with 100 people in order to cause grave damage,“ the Shin Bet official said.
The remarks come as Palestinian security guards said that they foiled an attack by an armed Jewish extremist on Al-Aqsa Mosque worshippers on Sunday.
Hatim Abdulqader, who is in charge of the Jerusalem Al-Quds portfolio in the Fatah movement told Arab News that the Palestinian guards succeeded in arresting the Jewish gunman as he went up the stairs of a building adjacent to the mosque on Sunday.
The man, who had strapped a machine gun on his back, is believed to have been trying to massacre worshippers in the mosque compound, the report said.
The man was handed over to the Israeli police, who later claimed that he was mad, a claim that has been denied by the Palestinian officials.





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