Vorgestern ging die Meldung um die Welt, dass der ausgewiesene Faschist Avigdor Liebermann, zurzeit Minister der israelischen Regierung, einmal nicht mit der Bibel als Grundbuch auf Landraub ausgeht. Nein, dieses Mal wirbt er mit Plakaten um „Verständnis“ für Landraub in Ostjerusalem. Eigentlich immer noch nichts Ungewöhnliches in der einzigen Demokratie des Mittleren Ostens, wenn da nicht das Foto auf dem Plakat wäre:

Mal davon abgesehen, dass mit solch einem Plakat im Land des treuesten Verbündeten eben dieser Regierung der Staatsanwalt auf den Plan getreten wäre, weil der Zentralrat der Juden dass mehrfach gefordert hätte. Aber der Verbündete, A. Liebermann, darf das! Ganz in zionistischer Tradition. Erinnert sei an das Hawarra-Abkommen in den 30ern, worin A.H. eben dieser nationalistischen-jüdischen Gruppe massivste Unterstützung bei der Besiedlung Palästinas zusicherte. Auch mit Gründungen von Ortsgruppen der Nazi-Partei im britischen Protektorat Palästina !
Bis zu Kriegsbeginn weitere Hilfen obsolet wurden.
Müßig ist die Erwähnung, dass besagter Vorwand für Landraub, Hadsch Hussein der Mufti von Jerusalem, wegen erwiesener Nichtteilnahme am Holocaust in, den Nürnberger Prozessen nachgeordneten Verfahren, freigesprochen wurde. Zu bekannt war seine Tätigkeit auf dem Balkan, wo durch seinen Einfluß oft genug muslimische Gemeinden Juden versteckten, wenn die einheimische SS-Handschar-Division im Verbund mit deutscher SS anrückte. Klar war, dass er Verbündete gegen die Protektoratsmacht England suchte, denn auch im Orient gilt das Wort: Der Feind meines Feindes ist mein Freund!
Und dieser Liebermann bedient sich dieses Fotos für seine aggressive und gesetzeslose Politik. Wohl wissend, dass kein Israeli (oder Deutscher!) die Zusammenhänge kennt oder jemals kennen lernt!
Sicher würde Hadsch Hussein heute der Hamas nahestehen, denn auch er war ein Fan der ägyptischen Muslimbrüder, die schon zu Protektoratszeiten nahezu ausschließlich im Gaza-Gebiet wirkten. Er war ein Fundamentalist reinsten Wassers! Aber damit jetzt Politik machen … der Herr starb in den 60ern.
Interessant zu wissen, dass die bosnischen Herrscher nach 1991 eben diese Handjar-Division als Veteranenverband wiederbelebten und in Wirklichkeit ein Interessenverband der Regierungsclique um Isetbegovic war. Auf der Fahne steht sinnigerweise „Himmler ist unser Gott“. Da die Herren mit der NATO gegen Serbien kämpften, übersah man großzügig diese Feinheiten! Auch die Rolle des „guten Terroristen“ Reda Seyam (Berlin) in diesen Jahren. Der wird immer im Fernsehen vorgeführt, wenn es uns gruseln soll. Darf da aber Dinge sagen, für die andere in die Rasterfahnung rutschen – mindestens.



2 comments
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Juli 25, 2009 um 6:03
Bernd Schubert
Sehr geehrte Damen und Herren,
wir wissen das schon was da geschrieben steht. Mal sehen, was in den nächsten Wochen und Monaten noch so heraus kommt in der Form, das es die Öffentlichkeit lesen kann.
Dies sind dann die Auswirkungen davon, wenn die Geschichte umgelogen wird und man sich auf eine Version vorerst geeinigt hat. Und so wird dann Politik gemacht.
Mit freundlichen Grüßen
Bernd Schubert
Juli 29, 2009 um 6:05
Arkenson
Wieso zeigt er nicht ein Photo der Wallstreet Grossen z.b. Henry Ford erhält das Grosskreuz des Deutschen Adlerordens, 30. Juli 1938 zu seinem 75. Geburtstag (*30. Juli 1863)
siehe auch hier mehr zum Thema
Geschichtsfälschung im Dienst der Islamophobie
http://www.arendt-art.de/deutsch/palestina/Stimmen_Israel_juedische/shraga_elam_ss_vernichtungsplaene_gegen_juden_palaestina.htm
http://schattenblick.net/infopool/geist/history/ggzwe019.html