Trotz ausdrücklicher Warnungen heizen deutsche Organisationen die gegenwärtigen inneriranischen Machtkämpfe an. Die staatsfinanzierte Deutsche Welle gehört zu den Auslandssendern, deren Farsi-Programme die iranischen Protestdemonstranten mit ihren Berichten über westliche Reaktionen stündlich befeuern. Auch parteinahe Stiftungen, darunter die FDP-nahe Friedrich-Naumann-Stiftung, bieten sich Gegnern der zentralstaatlichen Strukturen im Iran als Partner an. Nach anfänglicher Zurückhaltung ist das Auswärtige Amt (AA) dazu übergegangen, in die inneren Angelegenheiten des UN-Mitglieds offen einzugreifen und an die Regierung des souveränen Landes “Forderungen” zu stellen. Diese Linie einer herausfordernden Teilhabe an den inneriranischen Machtkämpfen wurde am Wochenende ebenso vom Bundeskanzleramt eingeschlagen. Deutsche Presseorgane ergehen sich in blutslüsternen Erwartungen über “Chaos in Teheran”. Jede Einmischung in die aktuellen Machtkämpfe sei “äußerst schädlich”, urteilt der Iran-Experte Bahman Nirumand: Sie bewirke, dass die Protestdemonstranten “als westlich gesteuert und ihre Führer als Kollaborateure gebrandmarkt werden”. Tatsächlich ist die derzeitige Unterstützung für die iranische Opposition maßgeblich außenpolitisch motiviert: Solange in Teheran das dem Westen treue Schah-Regime die Macht innehatte, wurde die iranische Demokratiebewegung mit westlicher Unterstützung blutig niedergeschlagen.
[2] s. dazu Außendruck
[3] Genannt wurden neben der Deutschen Welle parteinahe Stiftungen und der DAAD. Iran beschuldigt deutsche Stiftungen; Kölner Stadt-Anzeiger 21.01.2009
[4] Die Deutsche Welle im Iran; www.dw-world.de 18.06.2009
[5] Die Friedrich-Ebert-Stiftung im Iran; www.fes.de
[6] s. dazu Tod eines “Deutschen”, Sozialdemokratische Drohungen und Westlich-liberal
[7] zur GfbV s. auch Hintergrundbericht: Gesellschaft für bedrohte Völker
[8] Mullah-Regime hat längst die Unterstützung der Bevölkerungsmehrheit verloren; www.gfbv.de 16.06.2009
[9] s. dazu Im dritten Anlauf (I), Im dritten Anlauf (II) und Ohne Eigenständigkeit
[10] Die Zerrissenheit des Iran; Die Welt 07.03.2007. S. dazu Destabilisierungshebel und Destabilisierungshebel (II)
[11] “Endlich Freiheit”; www.boell.de 18.06.2009
[12] Iranischer Rundfunk meldet sieben Tote bei Protesten; Bild.de 16.06.2009
[13] Vier Szenarien vor einer historischen Freitagspredigt; FAZ 19.06.2009





1 Kommentar
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Juni 22, 2009 um 6:25 pm
GUSTAV STAEDTLER
DER KAMPF DER FINSTERNIS GEGEN DAS LICHT IST NUN IM IRAN OFFENSICHTLICH GEWORDEN UND ER WIRD VON TAG ZU TAG OFFENSICHTLICHER.
Die westliche Welt ist Finsternis.
Die westliche Welt hasst die Wahrheit.
Die westliche Welt hasst das Heilige.
Die westliche Welt hasst Allah.
Der Heilige Logos hat gesprochen.
WER DIE WAHRHEIT HASST, DER IST VOM ALLERHEILIGSTEN ALLMAECHTIGEN GOTT VERFLUCHT IN EWIGKEIT.
Gustav Staedtler