Eine vom amerikanischen Geheimdienst CIA durchgeführte Studie läßt das Überleben Israels über die nächsten 20 Jahre hinaus zweifelhaft erscheinen.

13. März 2009, PressTV  – Die CIA-Studie sagt ein „unausweichliches Abrücken von einer Zwei-Staaten Lösung hin zu einem gemeinsamen Staat als dem machbarsten Modell” voraus. Ein solcher auf demokratische Prinzipien von Gleichheit und Gleichberechtigung gegründeter Staat verscheuche das drohende Gespenst kolonialer Apartheid und ermögliche gleichzeitig die Rückkehr der Flüchtlinge von 1947/48 und von 1967. Letzteres sei die Vorbedingung für einen tragfähigen Frieden in der Region.

Des weiteren sagt die Studie, die nur einer begrenzten Zahl von Personen zugänglich gemacht wurde, die Rückkehr aller palästinensischen Flüchtlinge in die besetzten Gebiete und den Exodus von zwei Millionen Israelis voraus, die im Laufe der nächsten 15 Jahre in die Vereinigten Staaten auswandern würden.

„Es gibt über eine halbe Million Israelis mit amerikanischen Pässen; in Kalifornien allein leben mehr als 300.000,” erklärte Frank Lamb, Anwalt für internationales Recht am Freitag in einem Interview mit Press TV und fügte hinzu, daß diejenigen die keine amerikanischen oder sonst westliche Pässe hätten, bereits die entsprechenden Anträge gestellt hätten.

„Ich denke die Zeichen an der Wand, wie sie zumindest von der israelischen Öffentlichkeit wahrgenommen werden [...] legen die Vermutung nahe, daß die Geschichte dieses kolonialistische Experiment früher oder später zurückweisen wird.”

Er sagte, daß die CIA in der Studie auf den unerwartet schnellen Fall der Apartheidsregierung in Südafrika anspielt und an die Auflösung der Sowjetunion in den frühen 90er Jahren erinnert und damit andeute, daß der Traum von einem „israelischen Land” eher ‚früher als später‘ enden werde.

Des weiteren sagt die Studie die Rückkehr von mehr als eineinhalb Millionen Israelis nach Rußland und in andere Teile Europas voraus und stellt einen Rückgang der Geburten unter Israelis fest, während gleichzeitig die palästinensische Beölkerung wachse.

Angesichts des israelischen Vorgehens gegen die Palästinenser und insbesondere gegen die Bewohner des Gazastreifens könne es durchaus sein, daß die amerikanische Öffentlichkeit, die ihre Proteste gegen Tel Avivs Maßnahmen in den vergangenen 25 Jahren immer wieder hörbar gemacht habe, nicht länger bereit sei, solches hinzunehmen, sagte Lamb.

Einige Mitglieder des Kommitees des US Senats für Nachrichtendienste wurden über die Studie informiert.

 Siehe auch: Fearing a One-State Solution, Israel‘s President serves Pabulum to Washington (Aus Angst vor einem gemeinsamen Staat für Palästinenser und Israelis serviert der israelische Präsident Placebos in Washington) von Franklin Lamb

Quelle