Du durchsuchst gerade das Monatsarchiv für den Januar 2009.

Außer dem Abschlachten von 900 Palästinensern und den durch die vierzehntägigen Luftangriffe angerichteten großflächigen Zerstörungen hat die israelische Invasion in den Gaza-Streifen keins der angestrebten strategischen Ziele durchgesetzt. Der palästinensische Widerstand ist noch intakt, der Raketenbeschuss (auf israelische Siedlungen) geht weiter, und die Hamas ist stärker als zuvor.

Was wurde also erreicht? Die Hamas hat dem grausamen Überfall standgehalten, ohne ihren Widerstand aufzugeben oder irgendwelche Zugeständnisse zu machen. Sie hat bewiesen, dass sie die legitime Vertretung des palästinensischen Volkes und die wahre Trägerin der nationalen Befreiungsbewegung ist. Ihr Platz an der Spitze der Regierung ist durch die israelische Fehleinschätzung gestärkt worden. Im Gegensatz dazu stehen Mahmud Abbas und die Mitglieder seiner Palästinensischen Autonomiebehörde wie Feiglinge und Quislinge da, die sich Israel beugen. (Quisling war ein norwegischer Nazi-Kollaborateur.) Das ist möglicherweise das Ende der politischen Laufbahn des Abu Mazen (wie Mahmud Abbas auch genannt wird).

Für Israel war die Militäraktion auch im Hinblick auf die öffentliche Meinung ein Desaster. Trotz eines eindrucksvollen Medien-Blitzkriegs, der die Nachrichten beherrschte und Israel als Opfer darstellte, haben entlarvende Fotos von blutigen zerfetzten Kindern auf den Fluren von Notkrankenhäusern oder eingewickelt in Leichentücher unerwartetes Mitgefühl für das Leid der Palästinenser geweckt. Israel steht plötzlich weltweit als brutaler Aggressor da, und die Glaubwürdigkeit der Medien (die es unterstützten) hat stark gelitten. Sie haben den Propaganda-Krieg zweifellos verloren, weil es ihnen nicht gelungen ist, die Berichterstattung zu kontrollieren und die öffentliche Meinung (einseitig) zu

beeinflussen. Das könnte die Trendwende für den Einfluss der Konzernmedien sein. Die arabischen Nachrichtensender sind den Kinderschuhen entwachsen, weil sich ihnen immer mehr Menschen aus dem Westen zuwenden, die von unabhängigen Medien informiert werden wollen. Die Manipulierer von CNN und FOX (US-TV-Stationen) wurden weitgehend links liegen gelassen.

Jetzt sucht Israel nach einem Ausweg, wie es seinen Amoklauf beenden und seine Truppen

zurückziehen kann, aber die Hamas macht es ihm nicht leicht. Am Samstag hat (der im syrischen Asyl lebende) Hamas-Chef Chalid Maschal die UN-Resolution 1860, in der eine Feuereinstellung gefordert wird, zurückgewiesen und folgende Stellungnahme abgegeben:

„Wir fordern den sofortigen und kompletten Abzug der israelischen Armee aus Gaza und die Aufhebung des rechtswidrigen Belagerungszustands gegen Gaza, der die gegenwärtige Situation verursacht hat. Eine weitere Forderung ist die Öffnung aller Grenzübergänge, einschließlich des Übergangs (nach Ägypten) bei Rafah. Wir werden bereitwillig auf alle Initiativen und Vorschläge eingehen, die diese drei Forderungen berücksichtigen. Deshalb werden wir uns nicht an irgendwelchen Waffenstillstands-Verhandlungen beteiligen, die unter militärischen Druck während eines Belagerungszustands stattfinden sollen.

Wenn die Militäraktion gestoppt wird und sich die Israelis zurückziehen, wenn die Rechte unseres Volkes geachtet werden, wir nicht länger im Belagerungszustand mit geschlossenen Grenzübergängen leben müssen und wie andere Menschen leben können, sind wir

bereit, wieder über einen Waffenstillstand zu reden, wie wir das auch schon vorher waren. Vorher werden wir keinen dauerhaften Waffenstillstand akzeptieren, weil man damit dem palästinensischen Volk nur sein Recht auf Widerstand nehmen will. Dieser Widerstand

richtet sich gegen die Besetzung und die Militäraktion und wird so lange weitergehen, wie die Besetzung dauert. Wir werden auch nicht das Eingreifen einer internationalen Truppe dulden, weil diese Truppe nur Israels Sicherheit gewährleisten soll; deshalb werden wir auch jede uns aufgezwungene internationale Streitmacht als Besatzung betrachten. Wir werden auch keine Gespräche über eine Verstärkung des „Würgegriffs“ gegen unseren Widerstand und unsere Waffen führen. Einige reden über die Tunnels (nach Ägypten), als sei Gaza eine Supermacht mit modernsten Waffen; dabei sind wir nur ein Volk mit sehr begrenzten Möglichkeiten zur Verteidigung unseres Landes und seiner Menschen. Niemand kann uns das legitime Recht auf Verteidigung und Widerstand nehmen. Die USA tun so, als existiere Israels Waffenarsenal nicht, und beliefern es mit Hunderten Tonnen Munition und Artillerie-Granaten.

Einige befürchten, dass die Führung unseres Widerstands nach all den Opfern kollabiert und Zugeständnisse macht. Aber das Blut unserer Frauen und Kinder und unseres Volkes wird unseren Zusammenhalt und unsere Entschlossenheit bei der Durchsetzung unserer Ziele nur verstärken. Man kann nicht von uns verlangen, dass wir uns nach diesen ganzen Massakern einfach auf einen Waffenstillstand einlassen. Der Preis für dieses Blutvergießen muss hingegen unsere Freiheit sein, und damit wir über unser Schicksal selbst entscheiden können, müssen die Belagerung und die Besetzung endlich aufhören.“ (Diese Äußerungen Chalid Maschals stammen aus einer in Damaskus gehaltenen Rede und sind nachzulesen bei PRESS TV unter

http://www.presstv.ir/Detail.aspx?id=81651&sectionid=3510302 .)

Maschal hat seine Trümpfe klug ausgespielt. Er weiß, dass Israel den Gaza-Streifen nicht wieder besetzen möchte. Er weiß auch, dass Verteidigungsminister Ehud Barak bei den Wahlen in vier Wochen nicht untergehen will. Israel hatte gehofft, die Hamas schnell niedermachen und die Sicherheitskräfte der Palästinensischen Autonomiebehörde des Herrn Abbas am Grenzübergang Rafah (nach Ägypten) postieren zu können. Das ist aber nicht gelungen, und die Schlacht um Gaza droht zu einem Sumpf zu werden. So lange die Hamas standhält und sich weigert, nachzugeben, ist es sehr schwierig für Barak, die Truppen zurückzuziehen.

Die Olmert-Administration scheint sich mit dem französischen Staatspräsidenten Nicholas Sarkozy und dem ägyptischen Staatspräsidenten Husni Mubarak auf eine Abzugsstrategie verständigt zu haben, damit sich Israel noch vor dem Stichtag 20. Januar aus Gaza zurückziehen kann. An diesem Tag findet die Amtseinführung des US-Präsidenten Barack Obama statt. Sarkozy und Mubarak haben über diplomatische Kanäle um Unterstützung für die UN-Resolution 1860 geworben. Die Bush-Administration hatte eine Feuereinstellung zweimal abgelehnt, um Israel mehr Zeit

für sein Gemetzel zu geben, lenkte dann aber ein und ließ die Resolution (bei Stimmenthaltung) passieren. Niemand erwartete, dass Maschal Israels Pläne durchkreuzen könnte. Jetzt müssen Olmert und Co. entweder einen Vorwand für einen Abzug erfinden oder sich einfach zu „Siegern“ erklären und den Rückzug antreten.

In beiden Fällen wird Olmerts Entscheidung hart kritisiert werden. Israel ist schon auf der Suche nach Ausreden, damit es sein Gesicht wahren und sich über die Grenze davonschleichen kann. Yaakow Katz, der Militäranalyst der JERUSALEM POST, hat in einem Interview mit Al Jazeera geäußert: „Israel hat zu Beginn dieser Operation gesagt, dass der Raketenbeschuss möglicherweise nicht zu stoppen sei. Ich glaube nicht, dass man den Erfolg dieser Operation an der Zahl der Raketen messen kann, die (immer noch) auf Israel abgeschossen werden.“

Das ist eine glatte Lüge. Israelische Offizielle haben nämlich wiederholt betont, dass die Mission so lang fortgeführt werde, bis der Raketenbeschuss aufhöre. Die Invasion wurde damit begründet, dass der Raketenbeschuss gestoppt werden müsse. Katz versetzt wieder einmal die Torpfosten. Olmert äußerte sich am Sonntag ganz ähnlich, als er sagte, man nähere sich den Zielen, die man sich in Gaza gesetzt habe. Auch das ist eine Lüge. Der Raketenbeschuss hat nicht aufgehört, und Israel konnte nicht beweisen, dass es ihn stoppen kann. Gemessen an den Ausgangsforderungen (seiner Politiker) ist die Mission also gescheitert. Barak musste feststellen, dass es schwierig ist, den Gang der Dinge zu kontrollieren, nachdem er die Furien des Krieges entfesselt hat. Die israelischen Planer hatten angenommen, die Hamas wäre leichter zu zerschlagen, als sich herausstellte. Jetzt sind sie in der Klemme und wissen nicht, was sie tun sollen. Das ist kein ungewöhnliches Problem für Länder, die sich zu sehr auf ihre Militärmacht verlassen. Sie setzen immer wieder auf Führungspersonen, die unfähig zu politischem Denken sind. Olmert, Barak, Frau Livni und Netanjahu sind intelligente Leute, aber sie tendieren dazu, eher militärisch als politisch zu denken. Sie scheinen nichts von politischen Lösungen zu halten. Deshalb könnte es sein, dass sich die israelische Armee länger ziellos im Gaza-Streifen herumtreiben wird, als man geplant hat. Das Obama-Lager dürfte nicht besonders glücklich darüber sein, wenn die Kämpfe in Gaza auch noch am 20. Januar die Festlichkeiten in Washington überschatten. Aber eigentlich ist das doch die beste Möglichkeit, die Aufmerksamkeit auf Amerikas verfehlte Politik im Mittleren Osten zu lenken und die unbedeutenden Unterschiede zwischen Bush und Obama auszuleuchten, die ABC NEWS schon am Sonntag deutlich gemacht hat.

„Was sein Vorgehen im Mittleren Osten im Vergleich mit Vorgänger-Regierungen

betrifft, hat Obama bereits erklärt, dass es keinen klaren Bruch mit der Politik Bushs

geben wird: ‘Wenn man nicht nur auf die Bush-Regierung schaut, sondern auch das

berücksichtigt, was die Clinton-Regierung getan hat, werden die Umrisse der künftigen Politik deutlich.’ Und als gefragt wurde, ob er Israel die gleichen Zugeständnisse machen werde, antwortete Obama: ‘Ich denke, es ist ein Grundprinzip jedes Landes, dass es seine Bürger schützen muss.“ (Aus dem Bericht „Guantánamo wird wahrscheinlich doch nicht in der ersten 100 Tagen geschlossen“ über Obama in ABC NEWS,

s.http://abcnews.go.com/ThisWeek/Economy/story?id=6619291&page=1 )

Israel muss also tatsächlich „seine Bürger schützen“. Was unterscheidet dann Obama

von Bush, außer dem sorgfältig aufgebauten Image eines „erleuchteten Progressiven“?

Will Obama damit die brutale Belagerung der am dichtesten besiedelten Region

der Welt absegnen und für die Bombardierung von Krankenwagen, Kulturzentren,

Moscheen, Wohnungen, Krankenhäusern und Hunderten Zivilisten grünes

Licht geben? Wir werden sehen. Über 1.400 „Ziele“ wurden in Gaza schon zerstört,

und keins davon hatte irgendeine militärische Bedeutung. In Gaza gibt es keine Militärbasen, auch wenn die NEW YORK TIMES das behauptet. Es waren alles zivile Gebäude, die Israels Sicherheit nicht bedrohten. Wenn Obama seinen Standpunkt nach seiner Amtseinführung bekräftigt, wissen seine Anhänger vom ersten Tag an, wo er steht.

Nach einem Bericht in der INTERNATIONAL HERALD TRIBUNE gehören zu den Leuten, die in der Obama-Regierung die Politik im Mittleren Osten bestimmen sollen, Dennis Ross, der Veteran aus der Clinton-Regierung und dessen „Friedensstifter“ im Mittleren Osten, der jetzt vielleicht auf den Iran losgelassen wird, Jim Steinberg als stellvertretender Außenminister, Dan Kutzer, ein ehemaliger US-Botschafter in Israel, Dan Shapiro, eine bewährte Stütze Obamas, und Martin Indyk, ein weiterer ehemaliger US-Botschafter in Israel, der Hillary Clinton, der nächsten Außenministerin, nahe steht. (Roger Cohen in seinem Bericht „Ein Dream-Team für den Mittleren Osten? Nicht wirklich!“ in der INTERNATIONAL HERALD TRIBUNE, s.http://www.iht.com/articles/2009/01/11/opinion/edcohen.- php ) Das ist eine Katastrophe. Der einzige Unterschied zwischen dieser Ansammlung proisraelischer Falken und den Claqueuren Bushs ist ihre besser ausgeprägte Fähigkeit, den Raub palästinensischen Landes in einem so genannten „Friedensprozess“ zu verstecken. Ansonsten sind die Unterschiede zu vernachlässigen. Sie sind alle eingefleischte Zionisten und verfolgen die Ziele der Hagana aus dem Jahr 1948; deren Aufgabe bestand darin, die Bewohner palästinensischer Dörfer zu vertreiben und ihre Häuser zu zerstören. Diese grundsätzliche Zielsetzung hat sich in den vergangenen 60 Jahren nicht geändert. (Die Hagana war eine zionistische paramilitärische Untergrundorganisation in Palästina, aus der die israelische Armee hervorgegangen ist.) Israel ist scharf für seine unverhältnismäßige Gewaltanwendung in Gaza kritisiert worden. Es gibt aber einige israelische Fanatiker, die meinen, dass Israel noch gewalttätiger vorgehen sollte – mit breit gestreuter tödlicher Gewalt. Die JERUSALEM POST hat berichtet, dass der sephardische Hauptrabbiner Mordechai Eliyahu in einem Brief an Premierminister Ehud Olmert geschrieben hat, alle in Gaza lebende Zivilisten trügen eine Kollektivschuld für die Qassam-Raketenangriffe auf Sderot. (Sephardim nennen sich die Juden, deren Vorfahren aus Portugal und Spanien vertrieben wurden und sich anschließend im Osmanischen Reich und in Nordafrika angesiedelt haben.)

Für Eliyahu ist es deshalb aus moralischer Sicht keinesfalls verboten, während

einer massiven Militäraktion in Gaza, mit der die Raketenangriffe gestoppt werden

sollen, (sogar mit Bombenteppichen!) wahllos Zivilisten zu töten. (s. http://www.jpost.com/servlet/Satellite?cid=1180527966693&pagename=JPost%2FJPArticle%2FShow- Full )

„Kein moralisches Verbot gegen das wahllose Töten von Zivilisten!“

Ist das nicht die Definition für Terrorismus? Rabbi Eliyahus Forderung nach blutgieriger Vergeltung könnte eine Ausnahme sein, aber Stimmen der Vernunft und das Friedens scheinen in diesen Tagen in Israel rar zu sein und keinen spürbaren Einfluss auf dessen Politik zu haben. Vielleicht gehen diese Stimmen auch nur unter in den pausenlosen Hetztiraden der Kriegstreiber. Auf jeden Fall ist der Überfall auf Gaza kein vereinzeltes Vorkommnis, sondern eine weitere barbarische Gräueltat eines notorischen Aggressors. Entsetzte Beobachter Israels haben dieses Vorgehen schon viele Male vorher erlebt. Es wiederholt sich deprimierend oft. Khalid Amayreh (s. http://www.p4pd.org/lifestories1.html ) von DESERTPEACE (s. http://desertpeace.wordpress. com/ ) formuliert das so:

„Aus seiner Sicht hofft Israel darauf, dass sein jüngster völkermörderischer Anschlag

eine abstumpfende und herabsetzende Wirkung auf die Ansichten und Haltungen

der Menschen haben wird. Seine Logik ist einfach. Wenn die Welt eingeschüchtert oder eingelullt werden kann und in Apathie verfällt, während Israel Gaza vor den Augen der Menschheit verwüstet und Tausende seine Bewohner abschlachtet, kann die Welt ähnlich manipuliert werden, wenn der Völkermord noch größere Ausmaße annimmt.

… Man kann mit Sicherheit davon ausgehen, dass die ‘Ideologie der Vernichtung’ jetzt die Hauptströmung in der israelischen Gesellschaft ist.

Einige religiöse Israelis sind so euphorisch wegen des ‘Blitzkriegs’ in Gaza, dass sie glauben, die Ankunft des Messias stehe bevor. Andere religiöse Juden in Israel, darunter auch Rabbis, versuchen das frevelhafte Gemetzel und den Völkermord sogar mit Bibelversen zu rechtfertigen.

Ein Anführer der israelischen Siedler hat kürzlich in einem Gespräch mit einem als Besucher angereisten amerikanischen Friedensaktivisten sarkastisch geäußert: ‘Wenn Völkermord in biblischen Zeiten erlaubt war, warum soll er dann heute verboten sein. Sollte Gott seine Meinung geändert haben?“

Der israelische Friedensaktivist und Autor Uri Avnery hat eine Bezeichnung für diese Einstellung gefunden. Er nennt sie „moralischen Irrsinn“ und hält sie für eine soziopathische Erkrankung.

Treffend formuliert, Uri!

Quelle

Nach einer 18 Monate währenden Blockade, nach systematischer und umfassender Bombardierung eines unentrinnbar umschlossenen Landstreifens, der mit 1,5 Millionen Menschen der dichtest besiedelte Raum der Welt ist, nach einem Blutbad, das über 1000 Menschen in den Tod gerissen, Tausende schwer verletzt und die gesamte Bevölkerung von Gaza traumatisiert hat, nach den unsäglichen Zerstörungen, die seit dem 27. Dezember die Weltöffentlichkeit täglich entsetzen, – nach all diesem gibt es immer noch Stimmen, die diese Maßnahmen Israels als gerechtfertigt, human und notwendig bezeichnen. Wir sind über diese Unmenschlichkeit erschüttert……………………..WEITERLESEN.

Ohne weiteren Kommentar

Palästinensisches Menschenrechtszentrum Al-Mezan (Gaza) dokumentiert die Verbrechen der israelischen Armee

Am Samstag, dem 10. Januar, ungefähr um 14.00 Uhr feuerte ein israelischer Kampfjet eine Rakete in eine Gruppe junger Männer, die westlich von Beit Lahia, in As Salatin, im Norden des Gaza­streifens zusammenstanden. Die Rakete tötete Ahmad Ibrahim Jum’a (25) und Umar Jum’a (19). Etwa um 14.30 Uhr, ebenfalls am Samstag, eröffneten israelische Kampftruppen in Beit Hanun das Feuer auf das Al-Bora-Viertel und töteten die 18jährige Nariman Abdul-Karim Abu-Odeh durch einen Schuß in die Brust. Etwa um 16.20 Uhr am gleichen Tag feuerte eine israelische Drohne eine Rakete in eine Gruppe von Menschen, die in der Nähe der Gasabfüllanlage von Barrawi in Beit Lahia standen. Eine 40jährige schwangere Frau, Wafa’ Al-Masri, wurde dabei ebenso verletzt wie die 24jährige Ghada Al-Masri. Die Schwangere hatte eine Fehlgeburt, eines ihrer Beine mußte amputiert werden. Der zweiten Frau mußten beide Beine amputiert werden. Wenig später, gegen 16.45 Uhr, feuerte ein israelischer Kampfjet eine Rakete in den Appartementblock As Sultan in Jabalia. Die Einwohner versuchten, das Gebäude zu verlassen, woraufhin die israelische Armee den Eingang des Gebäudes unter Feuer nahm, obwohl zu sehen war, daß die Menschen versuchten zu fliehen. Drei Personen wurden getötet, zwei von ihnen waren Kinder. Ihre Namen: Ali Kamal Al-Nuthor (12), Amer Kamal Al-Nuthor (15) und Shadi Fatho Ijneed (27). Weitere elf Personen wurden verletzt, darunter ein Kind. (…)«

Seite um Seite geht diese Auflistung des Grauens weiter, in der das palästinensische Menschenrechtszentrum Al-Mezan (Gaza) die Verbrechen der israelischen Armee dokumentiert. Israel verstoße nicht nur gegen internationales Recht, dem es als Besatzungsmacht unterliege, es verstoße auch gegen die vierte Genfer Konvention, die den Schutz der Zivilbevölkerung in Kriegen festschreibt, erklärt Al-Mezan, wo Mitarbeiter seit Beginn des israelischen Überfalls auf den Gazastreifen am 27. Dezember 2008 jeden einzelnen Fall von Tod, Verletzung oder Zerstörung, der gemeldet wird, nicht nur registrieren, sondern auch überprüfen. Was von Israel als Attacken auf Hamaseinrichtungen, Waffendepots, Tunnelanlagen und Raketenabschußrampen dargestellt wird, trifft nach Information von Al-Mezan vor allem die Zivilbevölkerung und deren Privateigentum sowie die öffentliche Infrastruktur der Palästinenser. Viele der Menschen, die in den ersten Tagen der Luftangriffe getötet worden seien, habe man bis heute nicht aus den Trümmern der zerstörten Häuser bergen können, so das Menschenrechtszentrum. Darunter seien vermutlich noch zahlreiche Kinder. Sechs Sanitäter und drei Journalisten listet Al-Mezan unter den Toten auf und viele alte Menschen. 85 Prozent der Getöteten seien Zivilpersonen und keine Kämpfer, so das Zentrum. Unter den bis zum 12. Januar registrierten verletzten und verstümmelten Opfern seien mindestens 634 Kinder und 395 Frauen.

Die Gesamtzahl der vernichteten Häuser betrage 472, bis zu 4000 Häuser seien teilweise zerstört worden, heißt es weiter in der Auflistung. Außerdem wurden 38 Moscheen, 39 Schulen und 42 öffentliche zivile Einrichtungen zerbombt. 107 Handwerks- und kleine Industriebetriebe liegen ebenso in Trümmern wie 90 Polizeigebäude. Ganze 25 der zerstörten Einrichtungen seien militärischer Natur gewesen und bewaffneten Gruppen zuzurechnen, so Al-Mezan. Nicht aufgelistet werden konnten bisher die Verwüstung von Feldern und Plantagen. Und die Toten, die noch unter den Trümmern ihrer Häuser im Osten von Gaza-Stadt, in Beit Lahia und dem Flüchtlingslager Jabalia begraben liegen. Das gleiche gilt für die Orte Chan Junis und Rafah im Süden sowie den mittleren Gazastreifen, wo wegen der anhaltenden Offensive der israelischen Armee derzeit keine Untersuchungen vorgenommen werden können.www.mezan.org/

Wir wollen den sofortigen und vollständigen Rückzug der israelischen Streitkräfte aus Gaza und das Ende der ungerechten Belagerung Gazas, die zu der gegenwärtigen Situation geführt hat. 

Wir fordern die Öffnung aller Grenzen, den Grenzübergang von Rafah eingeschlossen.

Wir werden unvoreingenommen auf alle Initiativen und Entscheidungen eingehen, die auf diesen drei Forderungen basiert. [...] Sorgen Sie dafür, daß die Militäraktionen beendet werden, sorgen Sie dafür, daß die Israelis abziehen und sorgen Sie dafür, daß die Rechte unseres Volkes anerkannt werden, das Recht, ohne Belagerung und geschlossene Grenzen zu leben, wie alle anderen Menschen auch – und wir sind bereit über einen Waffenstillstand zu reden, so wie wir es auch zuvor schon waren.“……………………WEITERLESEN.

Die israelische Armee beschießt Wohnviertel im Zentrum von Gaza mit Kampfhubschraubern, Panzern und Artillerie. Soldaten lieferten sich am Donnerstag Agenturberichten zufolge heftige Gefechte mit palästinensischen Kämpfern. Unter der Bevölkerung brach Panik aus, Häuser stehen in Flammen. Tausende Menschen versuchten, aus der innerstädtischen Kampfzone zu fliehen. Es spielten sich dramatische Szenen ab, die an die Terroranschläge vom 11. September 2001 in New York erinnern: Von den Balkonen ihrer Hochhäuser aus riefen Palästinenser verzweifelt um Hilfe. Für Rettungswagen und Sanitäter war kein Durchkommen mehr. Die UNO und die Hilfsorganisation ­CARE stellten ihre Hilfe komplett ein. Die CARE-Leiterin in Gaza, Martha Myers, berichtete, wegen des heftigen Bombardements »um die Vorratslager und Verteilungszentren herum« sei eine Auslieferung unmöglich.

Die israelische Armee bombardierte beim Vorrücken auf das Zentrum das Hauptquartier des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen in Gaza, ein Pressehochhaus und ein Hospital – offenbar gezielt . Denn das Militär verfügte über die genauen GPS-Koordinaten. Die UNO und mehrere TV-Sender hatten Tel Aviv die Daten übermittelt, damit die Gebäude von Angriffen verschont werden. Drei Mitarbeiter des UN-Hilfswerks für palästinensische Flüchtlinge wurden bei dem Beschuß verletzt. Ein Gebäude stand den Angaben zufolge in Flammen, Hunderte Tonnen Hilfsgüter sollen verbrannt sein. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon, der am Donnerstag zu sogenannten Vermittlungsgesprächen nach Jerusalem gekommen war, zeigte sich »empört« über die Bombardierung. Israels Verteidigungsminister Ehud Barak sprach von einem »schweren Fehler«, der sich nicht wiederholen werde. Ban nannte zudem die Zahl der palästinensischen Opfer im Gazastreifen »unerträglich«. Seit Beginn der israelischen Militäroffensive am 27. Dezember wurden bis Donnerstag mittag nach Angaben der Rettungskräfte 1070 Palästinenser getötet, unter ihnen 335 Kinder. Mehr als 5000 weitere Menschen wurden verletzt.

Das Al-Quds-Krankenhaus in Gaza wurde mindestens vier mal beschossen. In einem Lagerraum brach Feuer aus. Nach Angaben von Klinikbeschäftigten haben die israelischen Truppen Phosphorgranaten eingesetzt, die schwere Verbrennungen verursachen. Friedensaktivisten der International Solidarity Movement berichteten aus dem Krankenhaus telefonisch, die israelische Armee habe das Gebäude abgeriegelt. Rund 400 Patienten und Mitarbeiter seien eingeschlossen. Im Krankenhaus seien über 150 Notanrufe eingegangen. Aber vor allem die Scharfschützen der israelischen Armee verhinderten, daß Verletzte erreicht werden, die dringend ärztlicher Hilfe bedürfen.

In dem getroffenen Medienhaus sind unter anderem Büros der Nachrichtenagentur Reuters und der US-Fernsehsender Fox und Sky untergebracht. Mehrere Journalisten wurden bei dem Angriff verwundet. Kugeln schlugen auch bei der Nachrichtenagentur AP ein. AFP-Korrespondent Adel Zaanoun erklärte am Donnerstag, die vergangenen drei Wochen seien die »bislang härtesten seines Berufslebens« gewesen. Jedes Mal, wenn er das Haus verlasse, wisse er nicht, ob er lebend wiederkehren werde. Nach Jahren der Berichterstattung aus Gaza habe er eigentlich gedacht, daß ihn »nichts mehr schockieren« könne. Doch besonders der Besuch eines Krankenhauses kurz nach Beginn der israelischen Angriffe sei ein Horror gewesen, wie er ihn noch nicht erlebt habe. Blutige abgetrennte Körperteile hätten überall herumgelegen. »Es war wie in einem Alptraum.«

Quelle

Es wird langsam aber sicher schwierig, die vielen aktuellen Kriegsschauplätze im Auge zu behalten, zumal von allen möglichen Leuten ständig Nebelkerzen geworfen werden, um eine klare Sicht auf die Zusammenhänge zu verhindern. Da die Zeit aber eilt – schließlich muss neues Geld herangeschafft werden, um das internationale Großkapital zu befriedigen -, werden ständig Fehler gemacht, die die Zusammenhänge doch klar werden lassen……………………WEITERLESEN.

Es ist anzunehmen, dass ein Staat, der das Völkerrecht nicht für sich anerkannt hat, der die völkerrechtliche Basis für das internationale Recht des entsprechenden Gerichtshof nicht unterzeichnet hat, weiss warum er es unterliess.
Um eben dieses allgemeine internationale Völker- und Menschenrecht brechen zu können.

Es sind zwei Staaten, die nicht unterzeichnet haben: Israel und die USA.

In beiden Fällen kann die Weltgemeinschaft der Menschen, die noch als solche fühlen und denken, nur hoffen, dass Vernunft einzieht in die Etagen der Regierenden. Verurteilen kann diese Weltgemeinschaft auch, aber es wird ohne Folgen bleiben. Einmal mehr erweist sich das Menschenrecht als wenig wirksam, wenn sich Staaten zu Desparatos erklären und agieren, wie es ihnen passt.

Das ist wohl auch der Grund, warum sich Israel schon so lange erlauben konnte, als Besatzungsmacht von Gaza seinen Verpflichtungen nicht nachzukommen. Das Elend ist gewollt, Israel zwingt die gesamte Weltgemeinschaft dazu, dabei zuzuschauen, wie sie sämtliche Regeln bricht – seien es demokratische, oder allegemein verbindliche der Menschenrechte und der Genfer Konvention, etc.

Israel kann geächtet werden, aber eben nicht wirksam verurteilt – weil eben diese Urteile abprallen, denn Israel hat ja auch den internationalen Gerichtshof nicht anerkannt.

Das bedeutet im Klartext: Israel kann machen, was es will – kann meucheln, massakrieren, Kriegsverbrechen begehen, wie es lustig ist. Und, es kann der UN sagen: Kümmert Euch um Euren eigenen Kram, wir machen weiter wie gehabt. (Olmert)

Das ist die schlichte Wahrheit – auch im Fall der USA. Dort kann gefoltert werden, wie es gerade genehm ist.

Solange dieses internationale Recht nicht für alle gilt, ist es in vielen Fällen wirkungslos und kann ausgehebelt und umgangen werden.

Aus diesem Grund sind diese Staaten zu ächten, nicht wegen irgendwelcher kruden Empfindungen irgendwelchen Menschen dort gegenüber, die auch nichts dafür können.

Quelle

Die nunmehr in die dritte Woche gehende Schlacht um Gaza hat bereits eines bewirkt. Unabhängig davon, wie es zu einem Waffenstillstand kommt und wie viele Menschen noch von Israel ermordet werden, Israel ist im Bewusstsein der ganzen muslimischen Welt besiegbar geworden; und allein das kann bereits als Sieg der mutigen Bevölkerung in Gaza bewertet werden!

Um das einmal zu verstehen, bedarf es eines Rückblickes in die Geschichte des Sechs-Tage-Krieges. Der Krieg Israels gegen Ägypten, Jordanien und Syrien dauerte vom 5. bis zum 10. Juni 1967 ganze sechs Tage! Danach waren alle drei Armeen mehr oder weniger vernichtet und die Regierungen gaben auf. Das damalige Kräfteverhältnis war: Israel gegen die Armeen von gleich drei Staaten! Auf solchen Siegen gründete der Nimbus der Unbesiegbarkeit der zionistischen Besatzer.

Dieser bekamt erstmalig einen sehr tiefen Kratzer, als es der Armee auch nach einem ganzen Monat Krieg gegen den Libanon nicht gelang, die Hizbullah zu besiegen. Es war das zweite Mal, dass die Hizbullah Israel aus dem Libanon vertrieben hat und dürfte nicht das letzte Mal gewesen sein. Es ist zu befürchten, dass Israel jene Kriege in immer kürzeren Abständen führen wird.

Und jetzt versucht Israel seine angebliche Unbesiegbarkeit gegen den Gaza zu demonstrieren. Dazu muss man sich einmal die realen Kräfteverhältnisse anschauen: Israel verfügt über rund 1000 Flugzeuge, rund 300 Hubschrauber und 34.000 Personen in den Luftstreitkräften. Der Gaza hat dem nichts entgegen zu setzen. Israel hat eine Marine mit rund 70 Wasserfahrzeugen für kriegerische Zwecke, die von insgesamt 20.000 Mann bedient werden. Der Gaza verfügt über einige Fischerboote, die nicht mehr funktionieren dürften, weil sie schon lange nicht mehr benutzt werden können. Israel verfügt über rund 4000 Panzer. Der Gaza hat keinen einzigen. Israel verfügt über weitere 7000 bewaffnete Fahrzeuge, der Gaza hat immerhin 50 Jeeps, die derzeit mit Krankentransporten überlastet sind und zudem über keinen Treibstoff verfügen. Israel verfügt über rund 2500 Artillerie-Geschosse modernster Bauart und der Gaza hat einige selbstgebastelte Geschosse. Israel verfügt über eine reguläre Armee von 150.000 Soldaten und weiteren 350.000 Reservisten. Die Kämpfer im Gaza dürften bei 5.000-10.000 liegen, von denen allerdings inzwischen wohl 300 Märtyrer geworden sind. Dass Israel nebenbei auch noch über Atomwaffen, biologische Waffen, Chemiewaffen, Satteliten usw. verfügen dürfte, und der Gaza nur den Mut der Bevölkerung dem entgegen zu setzen hat, bleibe hier unberücksichtigt. Goliath war ein Winzling im Vergleich zu Israel.

Jene oben genannte Armee hat es also nach drei Wochen immer noch nicht geschafft, den Widerstand gegen den Besatzer zu beenden. Was sich im Gaza derzeit abspielt, ist mit menschlichen Worten kaum noch zu beschreiben. Es gleicht einer Treibjagd auf Menschen, die in einem Gefangenenlager festgesetzt sind zwischen Stacheldraht, brennenden Gebäuen und unberechenbaren Geschossen. Es gibt kein sicheres Gebäude, nicht einmal für die UN. Und die gesamte westliche Führungselite schaut schweigend und duldsam zu! Aber Israel kämpft nicht mehr gegen besiegbare Armeen. Es kämpft gegen eine unbesiegbare Idee, die ihr selbst einstmals geholfen hat zu siegen: Es ist die Idee der Freiheit. Die Westliche Welt hat jene Idee verloren und missbraucht sie nur noch, um Unfreiheit zu verbreiten. Aber die Zunahme an Unfreiheit in der muslimischen Welt durch westliche Marionetten-Regime hat diesen neuerlichen Ruf nach Freiheit aufgebaut. Und jetzt ist er nicht mehr zum Verstummen zu bekommen, selbst mit den lautesten Waffen nicht.

Die Helden von Gaza, vom kleinen Kind, das nach Hilfe gerufen hat, über die Mutter, die sich über ihr Kind warf, um es zu schützen, bis hin zu den Kämpfern, die Widerstand leisten gegen die bisher brutalste Invasion des 21. Jahrhunderts sind bereits jetzt unsterblich. Sie werden als Helden gefeiert werden, man wird sich als Helden an sie erinnern und das Blut, dass sie vergossen haben, wird ein weiterer Meilenstein für die baldige Befreiung vom Zionismus, so dass Juden, Christen und Muslime dann in Frieden im Heiligen Land zusammen leben können.

Wir aber, wir Bürger in der westlichen Welt, insbesondere in Deutschland, haben alle zusammen verloren. Wir haben jegliche Glaubwürdigkeit verloren. Kein Land der Erde wird mehr auf ein Gefasel von Menschenrechten durch einen Bundeskanzler reagieren, unterstütz doch die Bundesregierung das größte Menschrechtsverbrechen unserer Zeit. Unser eigenes Rechtssystem wird massiv geschwächt: Wie soll man irgendjemanden erklären, dass er ein Verbrechen begangen hat, wenn diejenigen, die die größten Verbrechen unsere Zeit ganz offen und ohne jegliche Scham mittragen, in den höchsten Etagen des Staates sitzen?

Viele Einzelbürger werden aber auch ihre Selbstachtung verlieren. Wie viele Menschen gab es, die geschwiegen haben; geschwiegen um den Posten nicht zu gefährden, geschwiegen um die Karriere nicht zu gefährden, geschwiegen um das “mediale“ Ansehen nicht zu gefährden? Wie viele waren es im Land?

Und wie ist es mit den Muslimen in Deutschland? Haben sie wirklich dem Hilferuf aus Gaza geantwortet? Ja – Gott sei Dank – nach mehreren Wochen haben sich endlich alle Dachverbände geeinigt, die Last der Groß-Demonstrationen, die zuvor fast nur von einem der Dachverbandsteilnehmer und vielen kleinen Organisationen getragen wurde, endlich mitzutragen. Aber wo sind die legitimen Forderungen nach Abbruch der diplomatischen Beziehungen zu Israel? Bolivien und Venezuela haben es vorgemacht! Sind jene Länder mächtiger oder unabhängiger als Deutschland? Was spricht dagegen, es zumindest zu fordern? Wovor habt Ihr Angst? Ist die Audienz bei Schäuble wichtiger als der Hilferuf aus Gaza? Und wo sind die Stimmen, die nach der Bestrafung von Kriegsverbrechern und Massenmördern rufen? Warum kann man das nicht zumindest rufen? Ist es nicht eine Schande für die gesamte Bundesrepublik Deutschland, dass niemand es wagt, solch eine Forderung zu stellen; nicht einmal die “offiziellen“ Muslime? Wen wollen solche Muslime denn vertreten? Ist es denn wirklich ein Wunder, dass die Jugend in Scharen zu Milli Görüs läuft, wenn jene von der ersten Stunde an auf der Seite ihrer Geschwister in Gaza standen, während die anderen erst noch an den Formulierungen bastelten, um ja keine Herrschaftsperson in Deutschland zu erschrecken oder gar aufzuwecken? Selbst die “gemäßigten“ und kaum praktizierenden Muslime hatten mehr Mitgefühl und ein deutlich vernehmbareres Herz, als so manche Moschee, die sich damit herausredete, dass sie zunächst in irgendeiner Zentrale nachfragen müsse. Glaubt Ihr ernsthaft, dass Euch irgendein Politiker dieses Landes dafür mehr achten wird?

Aber die Schweigsamkeit von nichtmuslimischen Intellektuellen übertrifft alles, was Muslime an Unzulänglichkeiten gezeigt haben. Wo sind eigentlich die Intellektuellen in Deutschland? Inzwischen haben sich doch mehr prominente Juden in Deutschland offen gegen Israel gewandt, als Nichtjuden, und das bei einem verschwindend geringen Bevölkerungsanteil! Sind antizionistische Juden in Deutschland mutiger als Nichtjuden? Oder bekennen sich neuerdings die Mehrheit der deutschen Intellektuellen zum Zionismus? Wo sind diejenigen, die gestern noch die Satanischen Verse in einer Moschee vortragen wollten. Warum machen sie jetzt nicht den Vorschlag irgendetwas in einer Moschee in Gaza vorzutragen? Oder wo sind die Intellektuellen, die gestern noch gegen jeden Moscheebau in Deutschland wetterten? Treten Sie jetzt auch für den Abriss der Moscheen im Gaza ein und die kirchlichen Einrichtungen dazu? Oder wo sind die intellektuellen Hofnarren, die sich darüber lustig gemacht haben, dass Muslime Weihnachtsgeld bekommen. Mit solchen Intellektuellen kann jedes Volk nur verlieren!

Wir haben auch den Frieden in der Welt verloren. Denn es wird keinen Frieden mehr im Nahen Osten geben, bis der Zionismus überwunden ist. Wenn im Windschatten des Gaza-Massakers die USA zudem auch noch in der Ukraine gegen Russland zündeln, und Europa stillschweigend alles mitträgt, was die USA und Israel in der Welt anrichten, dann dürfen sie sich nicht wundern, wenn viele Europäer frieren müssen. Und das wird noch das harmloseste sein, bei dem, was diese untergehende Supermacht noch an Schaden anrichten wird.

Wir haben auch unser Vertrauen in das eigene Geldsystem verloren. Zwar wurden gerade während des Krieges so viel Geld gedruckt, wie nie zuvor nach dem zweiten Weltkrieg, aber die Bevölkerungen glauben ihren Regierungen nicht mehr. Das neu gedruckte Geld ist wirkungslos. Vielen Regierungen ist dabei nicht einmal bewusst, dass ihre Glaubwürdigkeit auch deshalb nicht mehr herzustellen ist, weil sie sich in einem so offensichtlichen Fall wie Gaza auf die Seite der Verbrecher gestellt haben.

Wir haben aber auch die frei Presse verloren. Zugegeben, so lange die Springer-Presse existiert, ist die Presse-Freiheit nie wirklich gewährleistet, aber es gab zumindest Nuancen. Im Laufe dieses Krieges ist es inzwischen aber so, dass antizionistische Juden Zeitungsflächen als Anzeige kaufen müssen, um ihre Stimme Gehör zu verpassen. Die zionistischen Kriegstreiber hingegen können die gesamte Breite der Medien ausnutzen, wie z.B. gestern Abend in der ARD-Tageschau, die seit Tagen darüber Krokodilstränen vergießt, dass sie nicht aus dem Gaza direkt berichten könne. Doch völlig unerwartet ging es gestern dann doch, und es kam vor einer weißen Wand, die auch im NDR-Studio hätte stehen können, ein kleines Mädchen zu Wort, die darüber berichtete, wie sie angeblich von Hamas-Kämpfern als Schutzschild missbraucht würde! Ein weinendes kleines Mädchen als Kronzeugin des Zionismus. Das war schon allerfeinste Propaganda, bei der selbst Goebbels noch etwas dazu hätte lernen können! Von irgendwelchen Kriegsverbrechen Israels war nicht die Rede.

Wir haben aber auch das Vertrauen in die Demokratie verloren, denn Demokratie war bisher – zumindest in Deutschland und anders als in den USA – auch ein Wettstreit gegeneinander konkurrierender Vorstellungen und Ansichten in allen Bereichen, unter denen man wählen konnte. Beim Gaza-Konflikt ist die Situation anders. Während das Volk auf die Straße geht, um gegen den Krieg zu demonstrieren, unterstützt die Elite sämtlicher Parteien (darunter erstaunlicherweise auch die Linke) vorbehaltlos Israel! Demokratie outet sich als gleichgeschalteter Zionismus pur. Und das Sprachrohr jener Allianz von CSU bis zur Linken wirft den Gegnern einer solchen Gleichschaltung vor, dass Linksextremisten, Rechtsextremisten und Islamisten kooperieren würden. Natürlich tun sie das! Es sind jene Kräfte, die von Hofjournalisten mit solchen absurden Betitelungen stigmatisiert wurden, weil sie gegen den Zionismus sind, und Antizionisten kennen eben das Wort Solidarität, und die ist anders aufgebaut, als die Gleichschaltung aller Bundestagsparteien, denn Solidarität gründet auf Freiheit. Extremist hingegen ist, wer dieses Massaker des Zionismus mitträgt!

Das alles und noch viel mehr haben wir also verloren, weil eine Handvoll Kämpfer Widerstand leistet und ausharrt, obwohl die Qualen unerträglich geworden sind.

Aber möglicherweise haben wir nicht nur verloren, sondern auch etwas gewonnen. Denn wenn es immer mehr werden, die das erkennen, und sei es aus Scham der eigenen Tatenlosigkeit heraus, dann wäre es ein Gewinn, um gemeinsam und solidarisch eine System anzustreben, in dem wirklich Demokratie herrscht und auch antizionistische und damit antirassistische Stimmen Gehör finden.

Deutschland hat am kommenden Wochenende gleich in doppelter Hinsicht die Chance dazu, zu zeigen, das wir selbst eine Befreiung wünschen: Auf den Straßen bei den vielen Demonstrationen und an der Wahlurne in Hessen, indem man Kriegstreiber abwählt.

Weshalb gibt es eigentlich die böse, böse Hamas? Die von keinerlei Recht gedeckte Besatzung des Westjordanlandes ist Ergebnis des israelischen Angriffskriegs von 1967. Die seit vielen Jahrzehnten ununterbrochen fortgesetzte Beschlagnahme des Lebensraumes im Osten durch das zionistische Apartheidregime wird stets gedeckt vom Mafiastaat USA und seinen Vasallen. Würden sie sich ernsthaft und erfolgreich für Gerechtigkeit in Palästina einsetzen, dann gäbe es die Hamas gar nicht…..WEITERLESEN.

Da sich Israel den eigenen Äußerungen nach zu schliessen, an nichts mehr hält, und von nichts mehr bremsen läßt, steht durchaus zu befürchten, dass der Konflikt ausgeweitet wird. Es kann durchaus sein, dass der ehemalige US-Botschafter der vereinten Nationen, John Bolton, mit seiner Warnung recht behalten würde in der er äußerte: „Während wir alle uns auf die Vorgänge in Gaza konzentrieren, könnte sich ein viel umfangreicherer Konflikt herausstellen – wir schauen vielleicht auf einen potentiellen Mehrfrontenkrieg.“

Schon zuvor, zu Beginn der Offensive Israels gegen Gaza, hatte Bolton die Vermutung geäussert, dass sich der Konflikt ausweiten werde, und dass der Iran als weiteres Ziel nicht vom Tisch sei.

Auch Olmert, der Präsident Israels, äußerte, dass sich Israel vor nichts und niemand fürchte, und keine Front scheuen werde.

Heute nun zieht Israel Truppen an der westlichen bis zur südlichen Grenze zum Libanon zusammen.

Seit heute weigert Israel sich auch, auf die Auslandsangebote zu Gesprächen für Waffenstillstand zu antworten.

der Link zu den Nachrichten in englischer Sprache:

http://www.presstv.ir/detail.aspx?id=82287&sectionid=351020202

Die gesamte Welt schaut mit Schrecken auf einen kleinen Küstenstreifen in der Levante. Israel führt im Gaza-Streifen seit 19 Tagen Krieg gegen die Hamas. Wenn man Menschenrechtsorganisationen, der UN und vielen Völkerrechtlern glauben mag, führt Israel allerdings nicht nur einen Krieg gegen die Hamas, sondern auch gegen die palästinensische Zivilbevölkerung. Der Blutzoll ist gewaltig – heute überstieg die Anzahl der getöteten Palästinenser die Tausender-Marke, darunter über 300 Kinder. ………………………………WEITERLESEN.

Islamische Bewegung-kein Monopol

Wir,die wir uns erhoben haben,taten dies für den Islam.Unsere Republik ist eine Islamische Republik.Die Islamische Bewegung kann nicht nur auf ein bestimmtes Land beschränkt sein.Auch nicht nur auf die islamische Welt.Eine Bewegung, die um des Islam willen erfolgt.ist die Bewegung der Propheten.Auch sie, die Bewegung der Propheten,war nicht auf ein Gebiet begrenzt.Der Prophet des Islam stammte aus Arabien,seine Einladung aber erging nicht nur an die arabische Bevölkerung,war nicht nur auf die arabische Halbinsel beschränkt,sondern meinte alle,die gesamte Welt.

Ihn überall verwirklichen

Schreitet auf dem Weg des Islam einher, und setzt euch für ihn ein.Damit das Schahadat auf seinem Wege zuteil wird.Und sollten wir - In Scha´Allah - obsiegen,zum Erstarken und Sieg des Islam beitragen und überall,wo auch immer, erhobenen Hauptes sein und in allen Ländern,in allen Teilen der Welt,den Islam verwirklichen und sein Banner aufrichten können.

Islam-Ein Recht aller

Ich hoffe,dass wir das Banner des Islam - das Banner der Islamischen Republik - in allen Teilen der Welt aufrichten können und sich alle dem Islam,der ein Recht aller ist, anschliessen werden. Imam Ayatollah Ruhollah Al Musavi Al Khomeini

Boycott Zionism

Smash Zionism

Widerstand gegen Zionismus,Zionisten und deren Unterstützern!

Boycott Israel

Widerstand macht Sinn

"Wenn die Zionisten die Waffen niederlegen und sich hinter die Grenzen von 1967 zurückziehen wird es Frieden geben. Wenn der palästinensische Widerstand die Waffen niederlegt wird es niemals ein freies, unabhängiges Palästina geben." Ahmed Ibn Fahdlan in Tehran.

Revolution I

"Without a revolutionary theory there cannot be a revolutionary movement"

Revolution II

Revolution! Revolution! Nicht vom Osten!! Nicht vom Westen!! ISLAMISCHE REVOLUTION!!!

Ideologie

"Also wenn wir den Krieg nicht gewinnen was haben wir dann von der Ideologie? Also ich meine, das ist doch nicht einfach irgendetwas aus einem Buch. Eine Ideologie ist doch etwas praktisches, muß doch etwas lebendiges, etwas für Menschen sein!"

Islam Inside

Smash Imperialism

Kategorien

 

Januar 2009
M D M D F S S
« Dez   Feb »
 1234
567891011
12131415161718
19202122232425
262728293031  

Paperblog

Follow

Get every new post delivered to your Inbox.