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Eingeknickt steht die Frau am Rednerpult. In einem rein-weißen Anzug lamentiert sie den Umständen entsprechend. Rein-weiß, die Farbe der Jungfräulichkeit, die Farbe der Unschuld. So versucht sie der Zuhörerschaft eindrücklich klar zu machen, dass Menschen nunmal gestorben sind.

„Den Umständen entsprechend“, so Tzipi Livni, Außenministerin Israels. Das meint soviel wie „Kollateralschaden“. Daas dieses Wort tunlichst vermieden wird, ändert nichts an der Masse der Toten, auch nicht an der Tatsache, dass mehr als 400 Kinder unter ihnen sind. Insgesamt meldet das ‘Palestinian center for human rights’ am vergangenen Samstag 1099 tote Zivilisten von offiziell gemeldeten 1194 Leichen.


Die letzten 3 Wochen waren ein erschreckendes, einziges Blutbad. 10.000e Menschen waren Tag und Nacht auf der Flucht. Von einem Haus ins nächste, immer mit der Angst des Todes im Nacken. Literweise flossen Tränen, gellende Schreie drangen durch die Straßen. Tag für Tag, Nacht für Nacht – 3 Wochen lang. Jetzt ist der Gaza-Streifen ein einziges Trümmerfeld.
Und Frau Außenministerin Livni hat nichts mehr zu erklären, als dass dies alles nur den Umständen eines Krieges entspricht.

Sie hat Recht, ja. Aber es ist nur eine Ausrede. Ein Relativieren. Ein Versuch, die Verantwortung von sich zu schieben.
Jede kriegführende Nation weiß, dass ein Krieg Opfer fordert. Alle Kriegführerenden wissen, dass sie Zivilisten treffen könnten.
Gerade im Gaza-Streifen – einem Gebiet, aus dem niemand entkommen kann, in dem 1,5 Millionen dicht an dicht zusammengepfercht sind – kann man sich jedoch sicher sein, mehr Zivilisten zu treffen als anderswo. In Anbetracht dieser Tatsache, ist es mehr als lächerlich, wenn Frau Livni sich hinstellt und von Kollateralschaden spricht. Sie wussten es, bevor sie den Angriff auf 1,5 Millionen Menschen starteten. Sie haben die hohe Zahl an Zivilisten bereitwillig in Kauf genommen.
Jede Relativierung ist ein maßloser Versuch, sein Gewissen erleichtern zu wollen. Es ist unehrenhaft, ja gar verlogen.

Letzteres sind wir aber bereits gewohnt. Wollte man uns doch weismachen, die Hamas hätte die Waffenruhe gebrochen …
Dumm nur, dass ein Regierungssprecher Israels einräumte, dass dem nicht so sei. Dass diese Raketen am 4. November von anderen stammten. Dennoch erzählte man uns, es sei die Hamas gewesen, um einen Angriff auf den Gaza-Streifen zu legitimieren. Auch erzählten sie uns, das israelische Militär würde keine Waffen benützen, die Menschen verbrennen lassen – das Gegenteil wurde mehrfach bestätigt. Wenige Tage später wichen sie aus und dementierten ihre eigene Aussage mit den ähnlichen Worten: „Wir benützen sie nur, um Rauch zu erzeugen, damit unsere Soldaten ungesehen in die Gebiete vorrücken können.“
Verschiedene Aussagen ihrerseits lauteten „Wir haben auf das Haus [von Zivilbürgern] geschossen, weil aus ihm heraus unsere Soldaten beschossen wurden“ – in mehreren Fällen, zuletzt dem eines Arztes, haben sie erneut erklären müssen, dass dies ein Irrtum – ein Fehler – gewesen sei. Derartige Fehler wurden begangen, zu viele.

Der ganze Angriff selbst war ein einziger Fehler. Aber das kann und will man ja nicht eingestehen, deshalb muss man sich hinstellen und auf unschuldig machen. Aber auch das ist nichts wirklich Neues. Das versucht jeder Kriegführende. Fatal daran ist nur, dass sie wohlwollend in Kauf nimmt, die gesamte Bevölkerung Israels damit zu belasten. Mehren sich doch bereits Vorwürfe und Anfeindungen gegenüber den tatsächlichen Juden. Denjenigen unter ihrem zu leitenden Volk, die gegen ihren Angriff auf den Gaza-Streifen und gegen ihre ständigen Attacken gegen die arabische Bevölkerung waren und sind. Man schert sie bereits mit der Politik über einen Kamm und die Politiker lassen es zu, durch ihr Verhalten. Angesichts der immer wieder benützten radikalen und fanatischen Politik kommt einem die Vermutung nahe, als sei genau dies Zweck aller Aktionen. Das Schüren von Hass gegen die eigene Bevölkerung, damit man weitere Übergriffe auf Palästinenser erklären kann.

Genauso versteht es sich auch, dass nun das israelische Einwanderungsministerium zum Bloggerkrieg aufruft um positive Propaganda en masse ins Internet zu streuen. Sie haben gemerkt, dass der Krieg im 21. Jahrhundert besser im Internet zu führen ist, als auf dem Rednerpult. Es ist jedoch nichts anderes als der klägliche Versuch, die Wahrheit zu übertünchen.
Auch der rosa-rote Anstrich wird die Tatsachen nicht verbergen können. Schliesslich haben ihre eigenen Leute dafür bereits gesorgt, und genau dies wurde ebenfalls dokumentarisch, auf Millionen von Webseiten, festgehalten.
Strategisch gesehen ist diese Art der Propaganda ebenfalls falsch, denn weiter wird weltweit Hass geschürt durch den Fehler, selbige nicht zuzugeben oder relativieren zu wollen. Hat dies noch die vergangenen 60 Jahre einigermaßen funktioniert, so ist heute genau dieser Krieg verloren. Militärisch mögen sie auch weiterhin die wohl stärkste Macht im Mittleren Osten sein – politisch gesehen hat Israel jedoch seine Glaubwürdigkeit verloren.

Frau Livnis Rede für die israelische Nation ist zu werten wie ein „Na und …?“

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Der als Schuhwerfer bekannt gewordene irakische Journalist Muntaser el Saidi will in der Schweiz Asyl beantragen. Der Anwalt Mauro Poggia sagte der in Genf erscheinenden Tageszeitung „La Tribune“, die Angehörigen Saidis seien mit ihm in Kontakt getreten; er werde in dieser Woche beim Außenministerium in Bern einen entsprechenden Antrag einreichen. Saidi hatte beim Abschiedsbesuch von US-Präsident George W. Bush in Bagdad am 14. Dezember seine Schuhe in die Richtung Bushs geworfen, der sich jedoch wegduckte und nicht getroffen wurde.

Im Irak muss Saidi mit bis zu 15 Jahren Haft rechnen. Saidis Familie habe sich über das Internationale Komitee vom Roten Kreuz an ihn gewandt, sagte Poggia. Der TV-Journalist müsse mit Aggressionen von „Extremisten“ rechnen, sein Leben könne ihm im Irak „zur Hölle“ gemacht werden. Wenn er jedoch in die Schweiz komme, könne er dort weiter als Journalist tätig sein und zum Beispiel über die Vereinten Nationen berichten.

Der Bagdader Prozess gegen Saidi, der eigentlich kurz vor Jahresende beginnen sollte, war auf unbestimmte Zeit vertagt worden. Es sei bekannt, dass Saidi „sehr kritisch“ gegenüber der irakischen Regierung eingestellt sei, weil diese nach seiner Ansicht der US-Regierung „zu ergeben“ sei, erläuterte Poggia. In seinem Heimatland werde Saidi „als Journalist nicht arbeiten können, ohne schrecklichem Druck ausgesetzt zu sein“. Er gehe davon aus, dass das Verfahren im Irak mit einer Bewährungsstrafe abgeschlossen werden könne.

Als Saidi seine Schuhe auf Bush warf, rief er dem US-Präsidenten zu: „Dies ist dein Abschiedskuss, du Hund! Das ist von den Witwen, den Waisen und all denen, die im Irak getötet wurden!“ Sicherheitsbeamte hatten den 29-jährigen Journalisten daraufhin festgenommen. Mitschnitte der Szene sorgten international für Furore und wurden vor allem in der arabischen Welt bejubelt.

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Von Gideon Levy, Haaretz, 15.1.09

Der Kampf im Gazastreifen ist ein De-Luxe-Krieg. Verglichen mit den vorausgegangenen Kriegen ist er wie ein Kinderspiel – Piloten bombardieren ungehindert, und – als ob es eine Probe wäre beschießen Soldaten aus Panzern und die Artillerie Häuser und Zivilisten, Kampftruppen zerstören ganze Straßen aus ihren Fahrzeugen ohne auf einen ernsten Widerstand zu stoßen. Eine große, umfassende Armee kämpft gegen eine hilflose Bevölkerung und eine schwache, in sich zerrissene Organisation, die aus den Kampfzonen geflüchtet ist und noch nie solch einen Kampf durchgefochten hat. All dies muss offen gesagt werden, bevor wir damit beginnen, über unser Heldentum und unsern Sieg zu frohlocken.

Dieser Krieg ist auch ein Kinderspiel wegen seiner Opfer. Etwa ein Drittel jener Getöteten im Gazastreifen sind Kinder gewesen – 311 nach dem Palästinensischen Gesundheitsministerium, 270 nach der B’tselem-Menschenrechtsgruppe – von den insgesamt 1.000 Getöteten, gestern. Etwa 1.550 der 4.500 Verletzten sind auch Kinder gewesen, nach Zahlen von der UN, die sagt, dass die Zahl der getöteten Kinder sich inzwischen verdreifacht hat. Dies ist nach jedem humanitären oder ethischen Standard eine viel zu hohe Zahl.

Es genügt, sich die Bilder anzusehen, die aus dem Shifa-Krankenhaus kommen: viele verbrannte, blutende und sterbende Kinder liegen dort. Die Geschichte hat unzählige brutale Kriege gesehen, die zahllose Leben kostete. Aber die erschreckenden Proportionen dieses Krieges: ein Drittel der Toten sind Kinder – daran kann man sich nicht erinnern.

Gott zeigt keine Gnade gegenüber den Kindern in Gazas Kindergärten – und die israelischen „Verteidigungs“-Kräfte zeigen auch keine Gnade. So geht es, wenn Krieg in dicht bevölkerten Gebieten geführt wird, mitten in einer Bevölkerung, die mit Kindern gesegnet ist. Etwa die Hälfte der Bevölkerung von Gaza ist unter 15 Jahre alt.

Kein Pilot oder Soldat geht in einen Krieg, um Kinder zu töten. Keiner unter ihnen beabsichtigt, Kinder zu töten, aber es scheint auch so, dass keiner beabsichtigt, sie nicht zu töten. Sie gingen in den Krieg, nachdem die IDF schon 952 palästinensische Kinder und Jugendliche seit Mai 2000 getötet hat.

Die schockierende Gleichgültigkeit der Öffentlichkeit gegenüber diesen Zahlen ist unglaublich. Tausend Propagandisten und Apologeten können dieses kriminelle Töten nicht entschuldigen. Man kann der Hamas die Schuld am Tod der Kinder geben, aber keine vernünftige Person in der Welt wird diese lächerliche, fehlerhafte Propaganda mit Blick auf die Bilder und Statistiken, die aus Gaza kommen, abnehmen.

Man kann sagen, Hamas verstecke sich unter der zivilen Bevölkerung, als ob das Verteidigungsministerium in Tel Aviv nicht auch mitten unter der zivilen Bevölkerung stehen würde. Als ob es im Gazastreifen Orte gäbe, die nicht mitten in der zivilen Bevölkerung stünden. Man kann auch behaupten, dass die Hamas Kinder als menschliche Schutzschilde benützen würde, als ob unsere eigenen Organisationen, die für die Errichtung des Landes kämpften, nicht auch Kinder rekrutiert hätten.

Eine bedeutsame Mehrheit der getöteten Kinder im Gazastreifen starb nicht, weil sie als menschliche Schutzschilde benutzt wurden oder für die Hamas arbeitete. Sie wurden getötet, weil die IDF bombardierte, Granaten auf sie, ihre Familien und ihre Wohngebäude abfeuerte. Deshalb klebt das Blut dieser Kinder an unsern Händen und nicht an denen von Hamas – und wir werden nie in der Lage sein, uns aus dieser Verantwortung wegzustehlen.

Die Kinder von Gaza, die diesen Krieg überleben, werden sich an diesen erinnern. Es genügt, sich den wunderbaren Film „Arnas Kinder“ des in Nazareth geborenen Juliano Mer Khanis anzusehen, um zu verstehen, was unter Blut und Ruinen gedeiht, die wir ihnen hinterlassen. Der Film zeigt die Kinder von Jenin, die weniger Horror gesehen haben als jene von Gaza. Sie wuchsen heran und wurden Kämpfer und Selbstmordattentäter.

Ein Kind, das gesehen hat, wie sein Haus zerstört wurde, wie sein Bruder getötet und sein Vater gedemütigt wurde, wird nicht vergeben.

Als es mir das letzte Mal im November 2006 erlaubt war, den Gazastreifen zu besuchen, ging ich zum Indira-Ghandi-Kindergarten in Beit Lahia. Die Kinder zeichneten, was sie am letzten Tag gesehen hatten: eine Granate der IDF traf ihren Schulbus und tötete ihre Kindergärtnerin Najwa Halif vor ihren Augen. Sie waren im Schock. Es ist möglich, dass einige von ihnen nun selbst getötet oder verletzt worden sind.

Frage: Mr. Regev, ich will jetzt einfach mal wissen, wenn Sie alles so betrachten, sind Sie persönlich stolz darauf auf das was Israel erreicht hat, angesichts von mehr als 1000 toten Palästinensern, 346 von ihnen Kindern, 79 Frauen sind tot, 13 medizinische Mitarbeiter wurden getötet, 69 Gebäude zerstört, UNO-Schulen und Gebäude angegriffen. Sind Sie stolz auf all das? Regev: Ich hoffe, dass wir aus all dem mit einer anhaltenen Phase der Ruhe herauskommen. Aber diese Zahlen, die Sie da eben erwähnt haben, ich meine, wir wissen nicht wieviele von Ihnen durch israelische Streitkräfte getötet wurden, wieviele von Ihnen wurden durch Streitkräfte der Hamas getötet, lassen Sie uns das mal klarstellen………..WEITERLESEN.

Von Amira Hass, Haaretz, 14.1.09

Die Geschichte beginnt nicht mit den Qassamraketen. Aber für uns, die Israelis beginnt die Geschichte immer dann, wenn die Palästinenser uns verletzen und dann ist der Schmerz völlig aus dem Zusammenhang gerissen. Wir denken, wenn wir den Palästinensern viel größeren Schmerz verursachen, dann werden sie eine Lektion lernen. Manche nennen dies einen „Erfolg“.

Trotz allem bleibt die „Lektion“ für die meisten Israelis abstrakt. Die israelischen Medien geben Informationen auf sehr niedrigem Niveau, Diät für ihre Konsumenten mit Wahrheit auf niedrigem Niveau … Sie sind bescheiden und rühmen sich nicht unserer Leistungen: die getöteten Kinder und die Leichen, die unter den Ruinen verwesen, die Verwundeten, die zu Tode verbluten, weil unsere Soldaten auf die Sanitäter schießen, die kleinen Mädchen, deren Beine wegen schrecklicher Wunden von neuer Munition amputiert werden mussten, von erschütterten Vätern, die bittere Tränen weinen, die Wohnviertel, die vernichtet wurden, die schrecklichen von weißem Phosphor verursachten Brände, und der Mini-Transfer – Zehntausende Menschen wurden aus ihren Häusern vertrieben und sind noch immer vertrieben und nun zusammengedrängt in anderen Wohnvierteln, die immer kleiner werden und die ständig bombardiert und beschossen werden.

Seit die palästinensische Behörde errichtet wurde, hat die PR-Maschinerie die Gefahr der militärischen Bedrohung übertrieben, die die Palästinenser für uns darstellen. Als sie von Steinen zu Gewehren wechselten und von Molotow-Cocktails zu den Bomben auf Beinen, vom Sprengstoff am Straßenrand zu den Qassams und von den Qassams zu den Grads und von der PLO zur Hamas sagten wir mit einem Siegesschrei „Sagten wir es nicht: sie sind Antisemiten.“ Und deshalb haben wir das Recht, auf einen Rachefeldzug zugehen.

Was ermöglicht Israel solch einen militärischen Rachefeldzug – ich konnte das richtige Wort dafür nicht in meinem Wörterbuch finden (ich auch nicht ER) – es war die immer strengere Isolierung des Gazastreifens. Die Isolierung machte die Bewohner des Gazastreifens zu immer abstrakteren Objekten, ohne Namen und Adressen, außer den Adressen der bewaffneten Männern – und ohne Geschichte außer den Daten die vom Shin Bet-Sicherheitsdienst bestimmt wurden.

Die Belagerung von Gaza begann nicht erst, als die Hamas die Kontrolle über die Sicherheitsorgane übernahm oder als Gilad Shalit gefangen genommen wurde oder als die Hamas in demokratischen Wahlen gewählt wurden. Die Belagerung begann 1991 – vor den Selbstmordattentaten. Und seitdem ist es nur immer raffinierter geworden und erreichte 2005 ihren Höhepunkt.

Die israelische PR-Maschinerie stellte den Abzug der Siedler glücklich als das Ende der Besatzung dar – mit unverschämter Missachtung der Tatsachen. Die Isolierung und die Absperrung wurden als militärische Notwendigkeiten dargestellt. Aber wir sind ja große Jungen und Mädchen und wir wissen, dass „militärische Notwendigkeiten“ und ständige Lügen dem Staat dienen. Es war Israels Ziel, die Zwei-Staaten-Lösung zu verhindern. Die Welt aber hatte dies erhofft, nachdem 1990 der Kalte Krieg beendet war. Das wäre keine perfekte Lösung gewesen – aber die Palästinenser wären dafür bereit gewesen.

Gaza ist keine Militärmacht, die seinen winzigen, so friedensliebenden Nachbar angreift. Gaza ist ein Gebiet, das Israel 1967 mit der Westbank besetzt hat. Seine Bewohner sind ein Teil des palästinensischen Volkes, das 1948 sein Land, seine Heimat verloren hat.

1993 hätte Israel eine einmalige goldene Gelegenheit gehabt, um der Welt zu beweisen, dass das, was die Leute über uns sagen, nicht wahr ist: dass Israel nicht dem Wesen nach ein kolonialistischer Staat ist. Dass die Vertreibung eines Volkes von seinem Land, die Vertreibung der Menschen aus ihren Häusern und der Raub von palästinensischem Land, um dort Juden anzusiedeln, nicht die Basis und Essenz unserer Existenz sind.

In den 90ern hatte Israel eine Chance zu beweisen, dass 1948 nicht sein Paradigma ist. Aber es versäumte diese Gelegenheit. Stattdessen vervollkommnete es seine Techniken des Landraubs und der Vertreibung der Menschen aus ihren Häusern und zwang die Palästinenser in isolierte Enklaven. Und jetzt, während dieser dunklen Tage beweist Israel, dass 1948 nicht zu Ende war. (Was Ilan Pappe auch schon lange sagt, ER)

Die unmenschlichen Bestien der israelischen Militärführung werden von den Organen bundesdeutschen Toilettenjournalismus, von den Politkern ganz zu schweigen, ja immer wieder in Schutz genommen mit der Behauptung, die Opfer unter der palästinensichen Zivilbevölkerung seien „unbeabsichtigt“ und Folge der Hinterhältigkeit der palästinensischen Kämpfer, die sich hinter „ihren Frauen und Kindern verstecken“, was so der übliche Tenor der Herrenmenschen – Propaganda ist.
Die Massaker an wehrlosen Zivilisten in Gaza waren gewollt, beabsichtigt und wurden kaltblütig den Opfern angekündigt.
Der ultimative Beweis der Unmenschlichkeit der israelischen Mordmaschine liegt in Form von Flugblättern vor, die die IDF (die Selbstbezeichnung dieser perversen Terrorbande: IDF = Israeli „Defense“ Forces) in den ersten Tagen des Bombardements über dem Gazastreifen abwarfen.
Ein solches Flugblatt wurde der palästinensischen Nachrichtenagentur Maan News am 2.1.2009 aus Gaza zugefaxt.

Der Inhalt des Flugblattes:
To the residents of the Gaza Strip,
Take responsibility for your fate!
If you wish to provide help and assistance to your people in the sector, call the number below to provide us with the needed information. The projectile launchers and the terrorist elements pose a threat to you and your families.
The power to stop the massacre is in your hands.
Don’t hesitate!
We will be glad to receive any information you have and it is not necessary to give us your personal information.
Your anonymity is guaranteed.
Call us at the following number:
02-5839749
Or you can e-mail us at: helpgaza2008@gmail.com to provide us with any information on the terrorist factions.
Note: To protect your safety, we ask you to be secretive when you call us.
Head of the Israeli Defense Forces

Für bemerkenswert halte ich nicht den Versuch der zionistischen Terroristen, Einwohner von Gaza zur Denunziation und zur Kollaboration zu bewegen. Das haben sie bisher immerversucht.
Bedeutsam halte ich folgenden Satz:
The power to stop the massacre is in your hands.
Ja, da steht Massaker.
Ein angekündigtes Verbrechen also.
Verbrechen? Nach den Genfer Konventionen in jeder Hinsicht vollkommen eindeutig.
Der Text des Artikels 3 (engl. common article 3), der sich mit identischem Wortlaut in allen vier Konventionen findet, lautet:

Im Falle eines bewaffneten Konflikts, der keinen internationalen Charakter aufweist und der auf dem Gebiet einer der Hohen Vertragsparteien entsteht, ist jede der am Konflikt beteiligten Parteien gehalten, wenigstens die folgenden Bestimmungen anzuwenden:
1. Personen, die nicht direkt an den Feindseligkeiten teilnehmen, einschließlich der Mitglieder der bewaffneten Streitkräfte, welche die Waffen gestreckt haben, und der Personen, die infolge Krankheit, Verwundung, Gefangennahme oder irgendeiner anderen Ursache außer Kampf gesetzt wurden, sollen unter allen Umständen mit Menschlichkeit behandelt werden, ohne jede Benachteiligung aus Gründen der Rasse, der Farbe, der Religion oder des Glaubens, des Geschlechts, der Geburt oder des Vermögens oder aus irgendeinem ähnlichen Grunde. Zu diesem Zwecke sind und bleiben in Bezug auf die oben erwähnten Personen jederzeit und jedenorts verboten:
a. Angriffe auf Leib und Leben, namentlich Mord jeglicher Art, Verstümmelung, grausame Behandlung und Folterung;
b. Gefangennahme von Geiseln;
c. Beeinträchtigung der persönlichen Würde, namentlich erniedrigende und entwürdigende Behandlung;
d. Verurteilungen und Hinrichtungen ohne vorhergehendes Urteil eines ordnungsmäßig bestellten Gerichtes, das die von den zivilisierten Völkern als unerlässlich anerkannten Rechtsgarantien bietet.
2. Die Verwundeten und Kranken sollen geborgen und gepflegt werden.
Eine unparteiische humanitäre Organisation, wie das Internationale Komitee vom Roten Kreuz, kann den am Konflikt beteiligten Parteien ihre Dienste anbieten.
….
Die Anwendung der vorstehenden Bestimmungen hat auf die Rechtsstellung der am Konflikt beteiligten Parteien keinen Einfluss.

Quelle

Das Palestinian Information Center hat eine mit “Radwan: Abbas, PA hatten vorab Kenntnis von IOF-Aggression” betitelte Erklärung von Hamas-Sprecher Ismail Radwan veröffentlicht. Darin macht er öffentlich, dass sowohl der Ex-Chef der palästinensischen Autonomiebehörde (PA) Mahmud Abbas als auch Führer in arabischen Ländern über den von den israelischen Besatzungstruppen (Israeli Occupation Forces – IOF) in Gaza vorsätzlich begangenen Massenmord vorab informiert waren und dabei mitgemacht haben, weil sie sich erhofft hatten, die gewählte Regierung Palästinas gewaltsam beseitigen zu können. Mein Parteibuch hat die Erklärung von Ismail Radwan nachfolgend übersetzt.

Radwan: Abbas, PA hatten vorab Kenntnis von IOF-Aggression

GAZA, (PIC) (Übersetzung von Mein Parteibuch) Hamas hat den Vorwurf erhoben, dass der Ex-PA-Chef Mahmud Abbas sowie arabische Länder der Region vorab Kenntnis von der geplanten Aggression der israelischen Besatzungstruppen im Gazastreifen und einige von ihnen diese sogar dazu ermutigt haben.

Dr. Ismail Radwan, einer der politischen Führer im Gazastreifen sagte in einer Erklärung am Samstag, die Hamas habe Informationen erhalten, dass Treffen und Kontakte zwischen Abbas und arabaischen und regionalen Parteien stattgefunden haben, um die Aggression vorzubereiten und die IOF bei dem Plan ermutigt haben, die Hamas zu stürzen.

Die Ermordung von Innenminister MP Said Siyam, dem prominenten Führer der Hamas, passt in eine Linie mit diesem Schema, sagte Radwan und fügte hinzu, dass sie dachten, die Ermordung von Siyam würde ihr Ziel, den Sturz der Hamas, beschleunigen.

Der Hamas-Führer versicherte, dass der Plot wegen der Standhaftigkeit des palästinensischen Volkes und seinem tapferen Widerstand fehlgeschlagen ist.

Das war eigentlich recht nett von Ismail Radwan, dass er die Namen von Husni Mubarak, Ahmed Abdul Gheit und Omar Suleiman und den Namen von Tayeb Abdul-Rahim nicht genannt hat. Bei Mahmud Abbas ist ohnehin schon lange bekannt, dass er ein Lakai der USA ist.

Genug ist genug. Wie viele “schwere Fehler” soll die Welt dem rassistischen Terrorregime noch erlauben, bevor es international isoliert wird? Diesmal darf die übliche geheuchelte Entschuldigung nicht reichen. Bis Israel die Besatzung Palästinas nicht beendet und Israel den internationalen Strafgerichtshof nicht anerkennt, sollte jedes zivilisierte Land und jeder zivilisierte Mensch jegliche Beziehung zu Israel abbrechen.

Dieses Massaker aus wahltaktischen Gründen muss Konsequenzen haben. Ein solcher Verbrecherstaat wie Israel darf keinen Platz in der Weltgemeinschaft haben. Eine Welt ohne Israel ist eine bessere Welt.

Der Weg zur Abschaffung des Staates Israel führt politisch über die Aberkennung der staatlichen Anerkennung. Bis es soweit ist, kann ein Boykott organsiert werden, der auch schon dabei half, das Apartheidregime von Südafrika zu bezwingen. Boykott Israel:

Boycott Israel

Wir werden uns dafür einsetzen, dass die verlogene Terrorherrschaft der zionistischen Faschisten über Palästina beendet wird und alle Menschen in Palästina in Freiheit und Gleichheit ohne das Apartheidsystem Israel miteinander leben können.

Achtung: Alle deutschsprachigen Massenmedien belügen wegen der gezielten Einflussnahme spezieller Abteilungen der israelischen Botschaften systematisch ihre Leser und Zuschauer zum Massenmord in Gaza. In Israel gibt es zu den Massakern eine strikte Zensur und ein Verbot, die Wahrheit zu berichten, an das sich alle westliche Medien halten. Im Internetzeitalter gibt es jedoch trotzdem Informationen vom Widerstandskampf in Gaza.

Deutschsprachige Nachrichten zu den Massakern in Gaza gibt es bei Net-News-Global, im Parteibuch Ticker und beim iranischen Rundfunk IRIB und vom durch die zionistischen Terrortruppen zerbombten Sender PressTV gibt es immer noch einen englischsprachigen Livestream im Internet, wo fast ausschließlich aus Gaza berichtet wird.

Aktuelle englischsprachige Nachrichten vom israelischen Krieg gegen die Wahrheit gibt es trotz des gezielten Bombardements der Journalisten nach wie vor bei Press TV, beim Palestinian Information Center und trotz Morddrohungen auch weiterhin bei Bloggern aus Gaza, die man zum Beispiel über den Palestine Blog Aggregator finden kann.

Quelle

Ehud Olmert hat öffentlich erklärt, er würde ab heute Nacht eine Waffenruhe machen, wenn die Hamas darauf verzichte, seine Besatzungstruppen zu bekämpfen. Wer nicht weiß, dass das zionistische Regime lügt, wo es den Mund aufmacht, könnte womöglich denken, der Blutrausch der rassistischen Mörderbande sei erst mal gestillt. Weit gefehlt, was Olmert von sich gibt, ist nichts anderes als der verbale Durchfall eines notorischen Lügners……………..WEITERLESEN.
Stellen Sie sich mal vor, arabische Truppen wären in Israel eingerückt, hätten bis auf Tel Aviv und Jerusalem das gesamte Territorium besetzt und über 1000 Zivilisten ermordet, es wären nach einem obskuren Attentat in Moskau im Jahre 2001 bereits in den darauffolgenden Jahren eine Million Juden in einem anderen Land nach dem Einmarsch russischer Truppen massakriert worden, in Moskau hätten gerade Ägypten und Russland einen Deal darüber abgeschlossen dass deutsche Truppen gefälligst nach dem Krieg gegen Israel an dessen Hungerblockade teilzunehmen hätten, die deutsche Kanzlerin wäre zu diesem Zwecke der Verschickung deutscher Soldaten bereits in Kairo und in Deutschland würde auf einmal durch eine Moskauer Firma das Video eines „judäistischen Terroristen“ namens „Samuel Itzig der Deutsche“ veröffentlicht, der mit einem Anschlag gegen deutsche Soldaten in einem anderen unter russischer Führung besetzten Land droht. Sagen Sie mir nur eins: liessen Sie elender Versager sich immer noch in Ihr Spatzenhirn ficken?……………..WEITERLESEN.
Auch wenn Israel beansprucht, nach internationalem Kriegsrecht zu verfahren, liegt der ungeheuerliche Angriff auf Gaza auf einer Linie mit einer völlig anderen Methode der Kriegsführung. Mit der „Dahiyah-Doktrin“ (benannt nach einem Gebiet in Beirut, das 2006 von Israel bombardiert wurde)……………WEITERLESEN.

Offener Brief an Frau Micheline Calmy-Rey

 

Mit wem denken Sie zu reden, wenn Gaza sich aus seinen Trümmern erheben wird? Mit jenen aus Ramallah, die ihr Volk verraten und die Sie mit der „Genfer Initiative“ in die Irre geführt haben, die Israel den Vorzug gibt und damit den Kolonisierten noch weitere Ungerechtigkeiten bringt? Oder mit jenen, die das Vertrauen der Palästinenser erworben haben?

Geehrte Frau Bundesrätin,

In diesen grauenhaften Tagen, wo israelische Bomben ohne Unterbrechung auf Gaza abgeworfen werden, die brutal das Leben von Tausenden von Männern, Frauen und Kindern hinwegraffen, in diesen Tagen, wo die Empörung der Machtlosigkeit jene Personen erstickt, die noch etwas Menschlichkeit besitzen, ist es ein Trost für die Belagerten zu wissen, dass überall in der Welt Menschenmengen auf die Strasse gehen, um die von Israel begangenen Verbrechen anzuprangern und auch die Aussagen der zahlreichen Medien und politischen Führungskräften, die versuchten – und weiterhin versuchen – die verbrecherische Schuld Israels in diesem schrecklichen Blutbad, zu verheimlichen oder herunterzuspielen.

Worauf wartet der Bundesrat um seinen Botschafter aus Israel zurückzurufen und den israelischen Botschafter in der Schweiz auszuweisen?“ [1] protestierte zu Recht der Schweizer Parlamentarier Josef Zisyadis, entrüstet über die zaghaften Reaktionen der Schweizer Behörden von Bern, vor Tausenden von Personen, die am 10. Januar 2009 zur Demonstration gekommen waren, um ihre Empörung gegen die Verbrechen, die von Israel begangen werden, zum Ausdruck zu bringen.

Herr Zisyadis sprach mit aufrichtigem Kummer wie jemand, der es nicht ertragen kann, dass die Menschen, die er vor kurzem in Gaza getroffen und gelernt hat zu lieben und zu schätzen, zu Unrecht massakriert werden.

Im Laufe der letzten Jahre haben Journalisten, Übersetzer und einfache Bürger, die die Wahrheit respektieren, ihr Möglichstes getan um den Ernst der Verfolgungen anzuprangern, der die gefangengehaltene Bevölkerung von Gaza ständig ausgesetzt sind, und zu zeigen, dass diese Menschen pausenlos durch Israels Kollektivstrafen den Verletzungen des Völkerrechts unterliegen und so ihre Regierungen und die Öffentlichkeit über die kriminellen Projekte, die die israelischen Führungskräfte erarbeiteten, zu alarmieren.

Sie und Ihre Bundesräte konnten nicht ignorieren, dass Israel gegen die Bevölkerung von Gaza, eine grauenhafte Militäroperation vorbereitete. Sie konnten nicht ignorieren, dass Israel eine „Endlösung“ programmierte: denn Israel verheimlichte dieses nicht.

Am 27. Dezember, zu Beginn dieses Krieges, zynisch benannt „Gegossenes Blei“ und zu Beginn der furchtbaren Luftangriffe, die darauf abzielten die Bevölkerung zu traumatisieren und zu lähmen, wusste das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegen (EDA) genau, dass Israel kein Opfer war, welches versuchte sich gegen „Terrorismus“ zu verteidigen, sondern aber ein Angreiferstaat, der fest entschlossen ist, ein Volk zu liquidieren, das nie der Kolonialherrschaft nachgegeben hat. Das EDA wusste, dass Israel Kriegsverbrechen gegen eine ausgeblutete und erschöpfte Bevölkerung beging, von der 800 000 Kinder sind, die von ihren Eltern nicht beschützt werden können.

Geehrte Frau Bundesrätin, Sie haben das Ehrenamt akzeptiert, die Aussenpolitik der Schweiz zu leiten. Dieses impliziert Verantwortungen. Akzeptieren Sie daher bitte, dass gut informierte Bürger Sie wegen der stellungsnahme, die Bern seit dem Anfang dieser unerträglichen Tragödie zum Ausdruck brach, interpellieren.

Am 27. Dezember, am ersten Tag der Bombardierungen, die fast 300 Menschen ums Leben brachten und Tausend von Verletzten verursachte, hat das EDA den „Raketenbeschuss“ von der Hamas verurteilt und hat „die unverhältnismässigen Reaktionen der israelischen Streitkräfte“ auf gleichmässige Art und Weise verurteilt und daran erinnert „Israel hat das Recht sich zu verteidigen und seine Bevölkerung zu schützen. Dies muss aber unter Beachtung des humanitären Völkerrechts erfolgen und dem Prinzip der Verhältnismässigkeit entsprechen.“ [2]

Diese Symmetrie ist in doppelter Hinsicht unannehmbar. Sie setzt den Angreifer und den massiven Angriff einer offensiven Besatzungsarmee, die mit den verheerendsten Waffen ausgestattet ist, auf die gleiche Ebene wie die Abwehrversuche eines besetzten Volkes, das weder über eine Armee, noch über einen Staat und allerhöchstens über einige selbsthergestellten Raketen verfügt.

Diese schüchterne Reaktion gegenüber der Gewalt des israelischen Angriffs und der Anzahl der palästinensischen Opfer ist sehr schockierend. Sie liegt weit entfernt von der Courage, die Frau Anna Lindh, Aussenministerin von Schweden, im April 2002 gezeigt hat, als sie die EU aufrief ihre Stricke mit Israel zu brechen, als Protest für die von Ariel Sharon begangenen Massaker im Westjordanland.

Das EDA schweigt ausserdem über die Verantwortlichkeiten der Nichtverlängerung der Waffenruhe zwischen Hamas und Israel, aber Israel verwendete diesen Akt um den gegenwärtigen einseitigen Krieg auszulösen, dessen Ziel es ist, die Hamas führerlos zu machen.

Es schweigt über die Tatsache, dass die Hamas ihre Verbindlichkeiten respektiert hatte, indem sie darauf verzichtete während 5 Monaten Raketen auf den Süden von Israel abzuschiessen, während Israel, indem es sich weigert die Blockade von Gaza aufzuheben, sie nicht respektiert hat.

Es schweigt über die Tatsache, dass die Raketenabschüsse nur wieder begonnen haben nachdem Israel die Waffenruhe Anfang November verletzt hat, indem es dreizehn palästinensische Aktivisten summarisch hingerichtet hat. [Über den wichtigsten Punkt zu schweigen, der sich auf die Ablehnung der Hamas bezieht, die Waffenruhe unter diesen Bedingungen fortzuführen, bedeutet nur, der israelischen Militärpropaganda zu helfen, die besonders durch unsere öffentlichen Medien [4] übertragen wird, und die die Verantwortung für den Angriff, der Hamas zuschieben.

Am 4. Januar hat das EDA in seiner Mitteilung weiterhin diese trügerische Symmetrie beibehalten [5]: “(…) appelliert das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) inständig an die Konfliktparteien, die Feindseeligkeiten sofort und dauerhaft zu beenden. Der Raketenbeschuss durch die Hamas muss ebenso gestoppt werden wie die israelische Militäraktion, damit die Leiden der Zivilbevölkerung ein Ende nehmen.”

Am 9. Januar ist die Mitteilung vom EDA zwar durch die Anzahl der Zivilopfer beunruhigt indem es: “(…) ruft die Schweiz zu einer unparteiischen Untersuchung über die Einhaltung des humanitären Völkerrechts auf” . Hier hat man auch das schwere Gefühl, dass das EDA es zurückweist, die Realität eindeutlich zu bezeichnen. Das Wort „Zwischenfall“ ist gewählt worden, um die Bombardierungen der UNWRA- Schulen, die voll mit Zivilisten waren, zu bezeichnen. [6]

Warum wendet man, wenigstens unter diesen Umständen, nicht das Wort an, das die Massaker der alten Leute, schwangeren Frauen und Kindern, die man in diesen grauenhaften Krieg gestürzt hat, beschreibt? Das heisst, schlicht und einfach „Kriegsverbrechen„?

Ist Israel unantastbar? Steht es sogar beim Gebrauch des Wortschatzes über dem Gemeinschaftsgesetz?

Gaza ist nie eine „humanitäre“ Sache gewesen. Gaza ist die Inkarnation einer immensen Ungerechtigkeit, die seit 40 Jahren auf eine politische Lösung wartet.

Als wir Ihnen beim DSR (Westschweizer Radiosender, am 8. Januar) zuhörten und Sie diese leider existente Katastrophe, eine „ katastrophische humanitäre Situation“ nannten, hätten wir gerne gewollt, dass sie von Anfang an sagen würden, es handelt sich dort um eine „humanitäre Katastrophe“, die zynisch laut dem Militärplan von Tel Aviv aufgestellt wurde; dass es sich um Kriegsverbrechen handelt, sogar um Verbrechen gegen die Menschlichkeit die von Israel, mit der Mittäterschaft der „internationalen Gemeinschaft“ begangen werden. Und dass solch ein Abdriften nicht mehr geduldet werden kann.

Es gibt darüber Dokumentationsmaterial. Israel versuchte es nicht zum ersten Mal. Seit dem Jahr 2005 vervielfachten sich die Luftangriffe und die „vorbeugenden aussergerichtlichen Tötungen“ von Seiten Israels, besonders in Gaza, sowie auch Tötungen von Zivilisten.

Währenddessen liess das Schweigen der „internationalen Gemeinschaft“ Israel freie Hand, um seine Massaker an den angeblichen „Fanatikern“, diesen „Terroristen“, diesen „Islamisten“ fortzusetzen, und die Sprecher der israelischen Regierung, die dazu geformt werden zu lügen, gleichzeitig das Ziel anstrebten, sie zu entmenschlichen, um so die öffentliche Meinung vorzubereiten sie zu hassen, damit sie im gegebenen Moment nicht für ihre Situation Mitleid empfinden würde.

Die Palästinenser sind die Opfer eines Krieges, der darauf abzielt, die demokratisch gewählten Hamas-Behörden zu liquidieren und ihnen durch Gewalt die „Palästinensische Autonomiebehörde“ aufzusetzen, welche aber von der grossen Mehrheit des palästinensischen Volks mit Verachtung zurückgewiesen wird, eine Behörde die von Mahmoud Abbas geleitet wird, der nur eine Marionette in den Händen von Israel und den USA ist.

Die Schweiz sollte es endlich lassen den Schwierigkeiten noch andere hinzuzufügen, indem sie eine Friedensinitiative („Genfer-Vereinbarungen“) weiter unterstützt, die von allen palästinensischen Fraktionen schon im Jahr 2003 zurückgewiesen wurde, mit Ausnahme von kompromitierten Personen, wie Abbed Rabbo.

Er wäre nützlicher gewesen, die völkermörderische Politik von Israel während diesen Jahren einzustellen, wo seine Armee die Bevölkerung von Gaza gefangen hielt und sie entmenschlichte, um sie in den Zustand zu bringen in dem sie sich heute befindet, ohne Nahrung, Wasser, Strom, Gas und Öl , alles was man zum Leben braucht.

All diese Ausschreitungen wären nicht möglich gewesen ohne die Unterstützung der EU, den USA und der „Palästinensischen Autonomiebehörde“ von Ramallah, und auch ohne der Passivität von der Schweiz, die durch ihre Neutralität eine bedeutungsvolle Position hat und somit eine wichtige Rolle spielt.

Das EDA hat nicht protestiert als Tzipi Livni, Ehud Barak und Ehud Olmert angekündigt haben, dass ihre Armee sich vorbereitete „die Hamas zu liquidieren“ und dass dieses zahlreiche zivile Opfer mit sich bringen würde.

Es genügt nicht einige Millionen zu zahlen, um sich ein gutes Gewissen zu erteilen und uns mit vereinbarten Erklärungen zu überschütten, wenn das Übel schon verrichtet worden ist und die Überlebenden für immer geschockt, vor dem Schlimmsten stehen.

Es genügt nicht die „Garantie von humanitären Korridoren“ zu verlangen, obwohl man im Vorraus weiss, dass die israelische Regierung seinen Armeen befehlt auch auf Krankenwagenfahrer, UNO-Angestellte, Kinder und Schulen zu schiessen, ohne Achtung der Menschen oder des humanitären Rechts, wie man es schon in der Vergangenheit gesehen hat.

Gewiss hat das EDA die Forderung nach einer Sondersitzung des UNO-Menschenrechtsrat in Genf für Gaza unterstützt, aber man sollte mehr unternehmen, man sollte ohne Ausflüchte sagen, dass der Staat Israel nicht über dem Völkerrecht steht und solange er weiterhin das Völkerrecht verletzt, sollte er aus dem Kreis der Nationen ausgeschlossen werden, wie Südafrika, während der Apartheid.

Wir denken, dass ihre Diplomatie sich schon seit langem geirrt hat, indem sie darauf beharrte die „Architekten“ der zweifelhaften „Genfer Initiative“ zu unterstützen, die schon von Anfang an nicht existieren konnte, und die überdies nicht den Palästinensern Gerechtigkeit bringen würde, denn sie ignoriert die grundlegende Ungerechtigkeit, den Kern der palästinensischen Sache: die israelische Verweigerung des unabdingbaren Rechts der palästinensischen Flüchtlinge auf Rückkehr in ihr Land, in ihre Häuser, aus denen sie vertrieben worden sind, wie alle anderen Flüchtlinge in der Welt.

Anstatt finanziell die Behörden von Ramallah – wovon Leila Shahid die Generalvertreterin bei der Europäischen Union ist – ,die Herrn Mahmoud Abbas, Salam Fayyad, Yasser Abed Rabbo, Saeb Erekat zu unterstützen, sowie die israelischen und palästinensischen NGOs, von denen ein gewisse Anzahl nur vom Leid der Palästinenser leben und die es nur noch verschlimmern, wäre es zweckdienlich und nützlich, Ihre Ämter einzusetzen um zur Versöhnung der palästinensischen politischen Kräfte beizutragen, die sich Israel bemüht hat zu spalten.

Wir missbilligen die Mitteilung vom 4. Januar vom EDA und wir denken, dass durch die Besatzung vom Westjordanland – die seit langen Jahren von Israel beschleunigt hinter der Ablenkungstaktik des angeblichen „Friedensprozess von Oslo“ unternommen wird – heute die Lösung „eines existenzfähigen palästinensischen Staates, der Seite an Seite mit einem international anerkannten Staat Israel lebt„, unmöglich gemacht wurde.

Die palästinensischen Aktivisten, die nie in diesen Zugeständnissen von Oslo und der Genfer- Initiative mitgeholfen haben, denken seit langem, dass nur die Errichtung eines demokratischen Staates, in dem die Palästinenser und die Israelis die gleichen Rechte teilen würden, nachdem die historischen Ungerechtigkeiten korrigiert worden sind und nachdem auch die Rechte auf die Rückkehr der Flüchtlinge respektiert würden, noch eine Friedensperspektive offerieren kann.

Israel ist dabei unsere Nation zu vernichten“ hat uns Herr Abou Habel mit gebrochener Stimme am 27. Dezember unter dem Bombenhagel aus dem Flüchtlingslager Jabaliah, welches seitdem zu Pulver zermalmt ist, gesagt, bevor sein Telefon endgültig verstummte.

Das wichtigste Ziel Israels war schon immer jegliche Form von Widerstand zum Kolonialprojekt, das auf Massaker und der Enteignung des palästinensischen Volkes fundiert, zu liquidieren.

In dem Moment wo die Vereinigten Staaten jede Glaubwürdigkeit verloren haben, ist die wichtigste Zielsetzung von Frankreich, von Sarkozy – die de facto von einer klaren Anzahl von europäischen und arabischen Staaten geteilt wird – Israel seine Unterstützung zu liefern, um die Hamas-Partei zu verhindern zu regieren und in der Region ein Vorbild zu werden.

Derzeit – während die „Palästinensische Behörde“ aus Ramallah darauf verzichtet die legitimen Rechte der Palästinenser zu verteidigen und sich betrüblicherweise in eine offene und immer stärkere Kollaboration mit dem Besatzer engagiert- wird der Widerstandseifer der Palästinenser vor allem durch die Hamas verkörpert. Eine tief verwurzelte Bewegung in der sehr armen Bevölkerung, die seit 1948 in den Flüchtlingslagern lebt, nachdem sie durch die jüdischen Siedler mit Gewalt und Terror aus ihren Städten und Dörfern vertrieben worden sind.

Israel versucht diesen Widerstand endgültig zu bekämpfen indem es die Zivilbevölkerung in Gaza massakriert und Mahmoud Abbas als Hilfskraft benutzt, um die Palästinenser im Westjordanland zu unterdrücken.

Es wird Zeit, dass unsere Regierungen ihre Meinung ändern und verstehen, dass die Hamas heute das Streben eines Volkes darstellt, welches sich weigert zu kapitulieren und welches man nicht an den Rand schieben kann, wie es bislang getan worden ist.

Weder Abbas noch diese ganzen korrumpierten palästinensischen Persönlichkeiten und Botschafter der PLO haben die Legitimität, im Namen der Palästinenser zu sprechen. An erster Stelle sind es die Führungskräfte der Hamas, die vom Volk gewählt wurden, die verächtet werden und denen die westlichen Regierungen halsstarrig jede diplomatische Fähigkeit vorenthalten.

Solange die europäischen Regierungen sich weigern werden, die Verbrechen von Israel mit ihren Namen zu benennen, und sie nicht Strafmassnahmen gegen diesen Schurkenstaat anwenden, damit er seinen Ausschreitungen ein Ende setzt, solange sie sich weiter seinen Anweisungen beugen werden, indem sie die rechtmässigen Vertreter eines Volkes, welches sich gegen die Besatzung auflehnt, verteufeln und sie als „Terroristen“ bezeichnet, wird es keine Lösung für diese Tragödie und die Ungerechtigkeit geben, die die Palästinenser in aller Öffentlichkeit, seit 60 Jahren, erleiden.

Was die Verbrechen in diesem „Ghetto“ betrifft, die sich vor unseren Augen abspielen, wird niemand morgen sagen können „ weil man es nicht wusste“, wurden diese Verbrechen nicht als Kriegsverbrechen, als Verbrechen gegen die Menschlichkeit, mit Absicht von Völkermord, bezeichnet.

Es ist ein Thema das alle betrifft, über die politischen Zielsetzungen hinaus, und die unsere Regierung als solche berücksichtigen sollte.

Es ist ein Ereignis von noch nie dagewesenem Ausmass!

Die Bürger der Welt sind empört über diese Massaker und ermüdet von allen Friedensfarcen, die seit 1991 dem Friedensprozess von Madrid folgten, und unabhängig von ihrer politischen Partei, erwarten sie von den politischen Führungskräften, dass sie endlich aufhören die Palästinenser zum Narren zu halten, indem sie ihnen nur Lösungen anbieten, die sie zwingen sollen, zwei Ungerechtigkeiten zu akzeptieren : Die, die ihnen im Jahre 1948 angetan worden ist, als der Kolonialstaat nach einer „ethnischen säuberung“ begann sich auf ihrem Land zu gründen, und die Ungerechtigkeit von 1967, als der Kolonialstaat ihnen wieder neues Land gestohlen hat.

Silvia Cattori

Gestern Abend unterzeichnete in einem letzten ideologischen Unterwerfungsakt die noch 3 Tage amtierende neokonservative Bush/Cheney-Regierung der USA ein letztes Abkommen mit Israel. Es sieht die Stationierung von US-amerikanischen „Beobachtern“ an der Grenze zu Gaza vor. Diese sollen durch „technische Unterstützung“ sicherstellen, dass Israels Blockade gegen den Gazastreifen nicht durch Tunnel umgangen und 1.4 Millionen Menschen weiter als Häftlinge Israels nur unter dessen Kontrolle versorgt werden dürfen. Aber das ist noch nicht alles. Noch-Aussenministerin Condoleeza Rice war sich gestern in New York sicher, dass „Europas Alliierte“, einschliesslich Deutschland, Frankreich und Grossbritannien ebenfalls – an der UNO vorbei – eigene Abkommen mit Israel zur Entsendung von „Beobachtern “ an die Grenze Gazas unterzeichnen würden. Und wieder einmal wurde der Iran ins Spiel gebracht…………….WEITERLESEN.

Islamische Bewegung-kein Monopol

Wir,die wir uns erhoben haben,taten dies für den Islam.Unsere Republik ist eine Islamische Republik.Die Islamische Bewegung kann nicht nur auf ein bestimmtes Land beschränkt sein.Auch nicht nur auf die islamische Welt.Eine Bewegung, die um des Islam willen erfolgt.ist die Bewegung der Propheten.Auch sie, die Bewegung der Propheten,war nicht auf ein Gebiet begrenzt.Der Prophet des Islam stammte aus Arabien,seine Einladung aber erging nicht nur an die arabische Bevölkerung,war nicht nur auf die arabische Halbinsel beschränkt,sondern meinte alle,die gesamte Welt.

Ihn überall verwirklichen

Schreitet auf dem Weg des Islam einher, und setzt euch für ihn ein.Damit das Schahadat auf seinem Wege zuteil wird.Und sollten wir - In Scha´Allah - obsiegen,zum Erstarken und Sieg des Islam beitragen und überall,wo auch immer, erhobenen Hauptes sein und in allen Ländern,in allen Teilen der Welt,den Islam verwirklichen und sein Banner aufrichten können.

Islam-Ein Recht aller

Ich hoffe,dass wir das Banner des Islam - das Banner der Islamischen Republik - in allen Teilen der Welt aufrichten können und sich alle dem Islam,der ein Recht aller ist, anschliessen werden. Imam Ayatollah Ruhollah Al Musavi Al Khomeini

Boycott Zionism

Smash Zionism

Widerstand gegen Zionismus,Zionisten und deren Unterstützern!

Boycott Israel

Widerstand macht Sinn

"Wenn die Zionisten die Waffen niederlegen und sich hinter die Grenzen von 1967 zurückziehen wird es Frieden geben. Wenn der palästinensische Widerstand die Waffen niederlegt wird es niemals ein freies, unabhängiges Palästina geben." Ahmed Ibn Fahdlan in Tehran.

Revolution I

"Without a revolutionary theory there cannot be a revolutionary movement"

Revolution II

Revolution! Revolution! Nicht vom Osten!! Nicht vom Westen!! ISLAMISCHE REVOLUTION!!!

Ideologie

"Also wenn wir den Krieg nicht gewinnen was haben wir dann von der Ideologie? Also ich meine, das ist doch nicht einfach irgendetwas aus einem Buch. Eine Ideologie ist doch etwas praktisches, muß doch etwas lebendiges, etwas für Menschen sein!"

Islam Inside

Smash Imperialism

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