Zionistische Propaganda leicht gemacht
Die Weltunion jüdischer Studenten / World Union of Jewish Students hat 2002 eine „Anleitung zum Eintreten für Israel“ herausgegeben, verfaßt von J. Blume und A. Benjamin mit dem Namen “Hasbara Handbook”. Das Ivrith-Substantiv Hasbara bedeutet “Erklären, Aufklären, Erläutern, (polit.) Propaganda”.
Das Werk mit dem Untertitel „Promoting Israel on Campus“ lasse „allen Schattierungen von berechtigten zionistischen Meinungen Raum.“
Auszüge im html-Format finden sich beim Zionism and Israel Information Center, das ganze Werk steht als .pdf-Datei bei Middle-East-Info, einem Internetauftritt mit sehenswert martialischem Intro, das von einer Karte des Greater Middle East ausgeht, dem US-amerikanischen Etappenziel auf dem Weg zur Weltherrschaft; und mittendrin liegt das winzige Israel.
Source Watch, eine antizionistische Seite, hat sieben Empfehlungen aus dem Hasbara Handbook herausgestellt:
- Den Gegner herabsetzend bezeichnen
- Die eigene Sache mit positiv besetzten Begriffen belegen, wie “Freiheit” oder “Zivilisation”, um ihr ein positives Image zu verleihen
- Übertragung nutzen – zum Beispiel könne ein Redner vor der Flagge der Vereinten Nationen sprechen, um eine positive Assoziation zu wecken
- Gewährsleute, die Ansehen genießen, für die eigene Sache gewinnen
- Einen „wie du und ich“ sprechen lassen
- Angst machen
- Den Bandwagon-Effekt ausspielen: “Die große Mehrzahl / die Nation steht auf unserer Seite.”
Source Watch zitiert dazu Fadi Kiblawi, Israel’s Campus Concerns, The Palestine Chronicle, Oct. 23, 2003:
The Hasbara Handbook prescribes fascinating instructions on attacking the messenger and avoiding the message at all costs “in ways that engage the emotions, and downplay rationality, in an attempt to promote” their cause. In a section entitled “Name Calling,” Israel’s Jewish Agency writes, “Creating negative connotations by name calling is done to try and get the audience to reject a person or idea on the basis of negative associations, without allowing a real examination of that person or idea.”
Das Hasbara Handbook empfiehlt demnach
.) das Argumentum ad hominem, wörtlich: “attacking the messenger”. Statt auf das Argument einzugehen, wird die Person angegriffen, die es vorgetragen hat; und weiters
.) die Bombardierung sperriger Medien mit Briefen, Mails, Anrufen – genannt flak.
All das klingt ebenso bekannt wie gemein. Auf der Homepage des Herausgebers, der Weltunion jüdischer Studenten, wird das Propaganda-Lehrbuch angepriesen, doch der dortige Link führt zu einer Fehlermeldung.
Hier daher nochmals der Link zum ganzen Text, .pdf-Datei


No comments yet
Kommentar-Feed für diesen Beitrag