Am frühen Morgen des 9. April 1948 griffen Einheiten der Irgun (geführt von Menachem Begin) und der Stern Gang, das palästinensische 750-Einwohner-Dorf Deir Yassin an. Das Dorf liegt außerhalb des Gebietes, welches die Vereinten Nationen dem jüdischen Staat zuteilten. Es war bekannt für seine Friedfertigkeit, aber es lag im Korridor zwischen Tel Aviv und Jerusalem. Im Rahmen des sog. Plan Dalet autorisierte die Haganah (die spätere israelische Armee) die Besetzung Deir Yassins, auszuführen durch die Terrororganisationen Irgun und Stern Gang.

Mehr als 100 Männer, Frauen und Kinder wurden systematisch ermordet. 53 verwaiste Kinder wurden buchtstäblich wie Müll entlang der Mauern der Altstadt abgeladen, wo sie später von Frau Hind Husseine gefunden wurden. Sie brachte sie in ihr zu Hause hinter dem American Colony Hotel, welches zum Waisenhaus Dar El-Tifl El-Arabi werden sollte.

Ein Teil des Kampfes der Palästinenser um Selbstbestimmung war es die Wahrheit von Palästinensern, als Opfer des Zionismus zu berichten. Zu lange wurde ihre Vergangenheit geleugnet und diese Leugnung hat zu weiterer Unterdrückung und bewusster Entmenschlichung von Palästinensern in Israel, den besetzten Gebieten und in der Diaspora geführt.

Etwas Fortschritt wurde gemacht. Menschen im Westen realisieren nun, dass die Palästinenser, als ein Volk, existieren. Und sie erkennen an, dass im Rahmen der israelischen Staatsgründung tausende Palästinenser getötet und mehr als 700.000 aus ihren Häusern und von ihrem Land, auf dem sie Jahrhunderte lebten, vertrieben wurden.

Der englische Originaltext ist erschienen auf Deir Yassin Remembered.

Quelle: http://www.ism-germany.net/